Wie jedes Jahr laden die Gewerkschaften alle An­ge­stell­ten, Ler­nen­den und Ar­beit­su­chen­den zur Feier des Tages der Ar­beit ein, egal wel­cher Par­tei sie nahestehen.

Während der Co­ro­na-Pan­de­mie sind Hun­dert­tau­sende von Ent­las­sun­gen be­trof­fen oder bedroht. Kolleginnen im Ver­kauf, im Ser­vice oder im Tou­ris­mus wurde über Mo­nate ein Teil des Ein­kom­mens gestrichen.

Während in den Teppichetagen die Ein­kom­men durch Ak­ti­en­ge­winne und Prä­mien spru­deln, lei­den auch in der Schweiz die tiefs­ten Ein­kom­men. So arbeiten im boo­men­den On­li­ne-Verkauf imme​​​​​​​​​​​​r mehr Ar­beit­neh­mende unter prekären Anstellungsbedingunge​​​​​​​​​​​​n – Stress, Gra­tis­stun­den und tem­porären Ver­trä­gen. Die Pandemie-Krise weckt nun aber die Zuversicht der sozialen Bewegungen, unterbezahlte Jobs endlich aufzuwerten und politische Mehrheiten für mehr soziale Sicherheit zu gewinnen und die ungerechte Einkommensverteilung zu bekämpfen.

Die Kosten der Pandemie dürfen weder den Angestellten noch den KMU aufgebürdet werden. Der Weg aus der Krise kann nur mit Perspektiven und finanzieller Sicherheit für alle gelingen. Es ist Zeit für die soziale Wende!^

Hier finden Sie alle Anlässe in den Schweizer Städten:

https://www.​​​​​​​​mai2021.ch/de/​p​r​o​g​r​a​m​m/

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2​6​. April 2021

Die Onlinehändler haben seit dem Krisenbeginn die Umsätze massiv gesteigert. Jetzt wird Kritik der Gewerkschaften laut. Letzte Woche zog der SGB eine Bilanz. SGB-Chefökonom Daniel Lampart schoss direkt auf die Versandhändler.

A​u​​​​​​​​sländische Online-Giganten wie Zalando oder Amaz​​​​​​​​​on mit Stundenlöhnen unter 15 CHF hätten ihre Marktanteile weiter ausgebaut, so der Ökonom des Gewerkschaftsdachverb​​​​​​​​​ands. «Die gut etablierten 22 CHF pro Stunde Minimallohn kommen deshalb unter Druck.»

Daniel Lampart

Daniel​ Lampart, Chefökonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes. – Keystone

Bei den inländischen Anbietern seien die Löhne zwar etwas besser. «Doch GAV gibt es keine. Es kommen immer wieder Klagen der bei Onlinehändlern Angestellten über problematische Arbeitsbedingungen.» Zudem gebe es jetzt wesentlich mehr Temporärjobs, kritisiert Lampart, bei den Paketzustellern wie auch bei grossen Händlern wie Galaxus oder Brack.

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​2​8​. April 2021

“Die soziale Kluft verbreitert sich bei den privaten Vermögen. In Basel-Stadt hat die Mehrheit der Haushalte kein steuerbares Nettovermögen. Und das politisch-demokratisc​​​​​​he Korrektiv ist offenbar nur beschränkt in der Lage, die soziale Polarisierung zu verhindern. Dass in der Schweiz 330‘000 Personen weniger als 4‘000 Franken im Monat verdienen, ist mittlerweile bekannt.” (Ueli Mäder)

https://www.un​​​​​​ibas.ch/de/Aktue​l​l​/​N​e​ws/Uni-Rese​ar​ch​/-​Di​e-​sozial​e-K​luf​t-v​erb​rei​t​ert-​sich​—D​er-1​.​-Ma​i​-aus-​Sicht​-de​s-​Soz​io​log​en.htm​​l

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5. Mai 2021

Immer noch unter dem Mindestlohn arbeiten in der Schweiz zum Beispiel:

Servicepers​​​​onal 4195 CHF, Bäcker 4040 CHF, Coiffeusen 3850 CHF, Dentalassistentinnen 3710 CHF, Kioskverkäuferinnen 3700 CHF.

Diese Löhne reichen nicht zum Leben und müssen durch das Sozialamt ergänzt werden – durch den Steuerzahler …

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Comments to: 1. MAI: ANGESTELLTE ALLER POLITISCHEN AUSRICHTUNGEN KÖNNEN MITFEIERN
  • April 26, 2022

    2022 liegt der Schwerpunkt der Maifeiern in der Schweiz auf der internationalen Solidarität. Hier aus aktuellem Anlass ein Blick auf die Löhne in der Ukraine:

    Im Osten der Ukraine zahlen die Firmen höhere Löhne als im Westen – bis 400 Euro pro Monat, im Westen nur 200. Von 400 Euro kann man in der Ukraine bescheiden leben, von 200 nicht. Das jährliche durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen im gesamten Land liegt dennoch bei nur bei 2550 Euro im Jahr.

    https://www.welt.de/wirtschaft/gallery125392415/So-viel-Geld-verdienen-die-Ukrainer.html

    Der höhere Lohn und die höheren Renten im Osten entsprechen den Ansätzen in Russland. U. a. das erklärt die Tendenz eines Teils der russischsprachigen Ukrainer, sich Russland anzunähern.

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