1. Abstimmungen & Initiativen
  2. National

1:12 Initiative – Ein Hoch auf die Revolution

Ja, wenn ich mich an den Ge­schichts­un­ter­ri​cht er­in­ne­re, eines mei­ner Lieblingsfächer, dann habe ich etwas si­cher nicht ver­ges­sen: 1789, der Be­ginn der französischen Re­vo­lu­ti­on.


Fr​eiheit – Gleichheit – Brüderlichkeit!


Sollen die Armen doch Kuchen essen, sagte einst Marie-Antoinette, weil das Volk hungerte und kein Brot besass. Der Klerus und der Adel hatten sich im Mittelalter zuviel genommen. Dem Volk ging es dreckig. Sehr dreckig. Das brachte das Fass zum Überlaufen! Nieder mit dem Adel und der Aristokratie! Louis XVI wurde einst einen Kopf kürzer gemacht und Napoleon ebnete den Weg zu den Demokratien und Volksrepubliken Europas.


Gleichhei​t – Ein Wort, das es zu definieren gilt

Gleichheit bedeutet nicht, dass alle gleich sind, sondern dass alle die gleichen Rechte, Freiheiten und vor allem Chancen besitzen. Hier befindet sich ein wesentlicher Unterschied zwischen der Auslegung der Gleichheit durch bürgerlich-liberale Kreise oder sozialistische Kreise. Chancengerechtigkeit sollte das politisch geprägte Wort sein. Es wäre fairer, realitätsbezogener und vor allem: Einfacher zu definieren.

Die erwähnten Elite, welche sich nach Aussagen sozialistischer Kreise zuviel und auf Kosten der Armen nimmt, existiert in der Schweiz nicht. Als einzige direkte Demokratie dieser Welt erlaubt unser System solche Auswüchse nicht. Es geht uns heute gut! Wohl zu gut.


Was bringt die 1:12 Initiative?

Eine angenommene 1:12-Initiative würde die Löhne in den KMUs in der Schweiz nicht beeinflussen. Nur der adminstrative Mehraufwand, die staatliche Überwachung, der aufgeblähte Staatsapparat für diese Aufgabe, würde die Wirtschaft massiv schwächen. Die internationalen Konzerne würden irgendwelche juristischen Konstrukte erfinden, welche rechtstaatlich wären, jedoch den Firmen weiterhin erlauben, betreffend Lohnhierarchie mit anderen internationalen Konzernen wettbewerbsfähig zu sein. Vergessen wir dabei nicht: Auch ein einfacher Mitarbeiter in einem dieser Konzerne verdient mehr, als ein kleichwertiger Angestellter in einem KMU. Die hohen Lohnbezüger bezahlen auch mehr Steuern. Alleine in Basel-Stadt sind es 57%, welche durch die sogenannten Leistungsträger unserer Gesellschaft getragen werden.


Es geht um Grundsätzliches:

Wol​len wir, in der wirtschaftlich unsicheren Zeit, wo es der Schweiz dank unserem direktdemokratischen und liberalen doch ebenso sozialen System nach wie vor sehr gut geht einen kompletten Systemwechsel erzwingen? Noch mehr Staat, wegen einzelnen, überrissenen Lohnbezügern? Ich denke nicht. Dafür ist mir die Schweiz als Wettbewerbsstandort Nr. 1 und Innovationsstandort Nr 1 der gesamten Welt und nur 4% Arbeitslosigkeit und 6% Jugendarbeitslosigkei​t (praktisch Vollbeschäftigung) zu wichtig. Wer würde die Mehrausgaben für die benötigten Staatsstellen für diese staatliche Überwachung wohl bezahlen? Wer würde für die Lohnausfälle des Staates aufkommen müssen? Auf jeden Fall nicht die sozial und beruflich schlechter Gestellten. Sondern der Mittelstand. Von den Deckungslücken in den Sozialversicherungswe​rken haben wir noch gar nicht gesprochen.


Fazit:

Ich respektiere, dass die SP für die sozial schlechter Gestellten einsteht und für deren Rechte kämpft. Jedoch nicht auf die Kosten der Wirtschaft, des Mittelstandes und der Stabilität unseres Landes.

Als BDPler stehe ich entschieden für den Mittelstand und die KMUs ein. Welches die tragenden Säulen unseres Wohlstandes ausmachen.

Deshalb sage ich klar Nein zur 1:12 Initiative am 24. November 2013. Dank unseren starken Gewerkschaften braucht es im Übrigen auch die Mindestlohninitiative​ nicht.

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
Kommentare anzeigen Hide comments
Comments to: 1:12 Initiative – Ein Hoch auf die Revolution
  • Oktober 23, 2013

    Sehr geehrter Herr Bürgi

    Da sie hier zitieren, dass Reiche auch entsprechend mehr Steuern bezahlen, wäre es sinnvoll wenn Sie uns hier eine Liste zusammenstellen würden, wer für welches Vermögen und Einkommen wie viele Steuern bezahlt, nach dem allgemeinen Grundsatz, von 100% Gemeindesteuern. Sie können auch auf einen Link einer Internetseite verweisen.

    Dann kann auch sachlich hier im Blog darüber diskutiert werden, ob eine Steuererhöhung für Reiche notwendig wird oder nicht. Bezahlen Reiche genug Steuern erübrigt sich das Thema 1:12 Initiative ohnehin.

    Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Sehr geehrter Herr Hunziker

      In Basel-Stadt, wo deshalb sogar die links-grüne Regierung gegen die 1:12 Initiative ist, im Kanton Basel-Landschaft und im Kanton Zürich wurden Studien durchgeführt und veröffentlicht. Sie können diese einfach googeln.

      Ich werde mir aber ihre Kritik merken, und ab jetzt Quellenangaben hinzufügen.

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Herr Hunziker, egal welche Stastistik, sie wird Ihnen garantiert nicht zeigen, wieviel Steuer die Reichen, hinterziehen.
      Und es geht ja auch nicht um “die Reichen” sondern lediglich um exorpitante Lohnexesse!;-)

      Nic​ht das uns wieder Neid, nachgesagt wird! Jeder soll bekommen, was er VERDIENNT, aber nicht mehr! Und schön wär’s, auch nicht weniger. Vom Chef und nicht vom Sozialamt…

      Kommentar melden
  • Oktober 23, 2013

    Ja Herr Bürgi man merkt dass Sie von KMU-Betrieben keine Ahnung haben.
    Als alleinige KMU-Inhaberin mit mehreren Angestellten muss ich Sie korrigieren:
    Wir sind von der 1:12 Initiative nicht betroffen. Haben Sie richtigerweise so erwähnt.
    Es entsteht kein administrativer Mehraufwand Herr Bürgi. Das ist völliger Nonsens. Jeder Mitarbeiter wird typischerweise in der Buchhaltung in der Lohnliste geführt. Die Buchhaltung wird typischerweise mit einem Computer geführt. Es gibt keinen Mehraufwand. Nun ja sollte es solche KMU geben die Buchhaltung nach wie vor von Hand schreiben (gemäss meinem Steueramt ist das erlaubt) könnte es durchaus Mehraufwand geben.

    Wie kommen Sie dazu zu behaupten hohe Lohnbezüger bezahlen auch mehr Steuern ? So ein Unsinn sowas. Meistens ist das nicht der Fall. Es wird Steuerhinterziehung betrieben (wer Millionen hat kann auch Millionen hinterziehen ).
    Und unter Ausnützung aller Steuerabzugs- und Umgehungsmöglichkeite​n profitieren vor allem die Reichen. Da kann sich ein Vermögender auf Null Einkommen runterrechnen obwohl die Person ein Millioneneinkommen hat. Nur ein Beispiel unter tausenden:
    Sie residieren in Luxusvillen, besitzen Land an schönster Lage, Mietshäuser, Aktien und Obligationen. Doch wenn’s um die Steuern geht, verwandeln sie sich trickreich in Habenichtse. Ihr Einkommen ist gleich Null. Steuern bezahlen? Das sollen die anderen. http://www.beobachter​.ch/archiv/inhaltsver​zeichnisse/artikel/di​e-armen-millionaere/

    und
    http://www.beobacht​er.ch/geld-sicherheit​/steuern/artikel/steu​ern_wer-hat-dem-wird-​gegeben/

    Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Danke für Ihre Nachricht, Frau Aufdenblatten

      Fall​s Sie die Inhaberin eines 2-4 Frau/Mann-Betriebes sind, ist ihre Lohnstruktur bzw. die unterschiedlichen Hierarchielevel so niedrig, dass Ihnen 1:12 egal sein kann. Dass dies auch so ist, merke ich an Ihrer Formulierung.

      Aber​ trotzdem die staatliche Lohn-Kontrolle über Ihr und alle anderen Unternehmen zu befürworten, ist für mich doch sehr fragwürdig. Denn der staatliche Personalaufwand wird trotzdem nötig und diese personellen Ressourcen auf Staatsebene müssen gebildet und bezahlt werden (->Noch mehr Steuern).

      Falls Sie Inhaberin eines internationalen Konzerns wie die Novartis wären (ist etwas unwahrscheinlich, weil mehrere Tausend Aktionäre die Novartis besitzen), wo 60 Mrd. Umsatz generiert und 128’000 Mitarbeitende beschäftigt werden, wäre Ihnen 1:12 nicht egal. Weil die Hierarchiestufen und dadurch auch die Lohnstrukturen viel grösser sind und ein staatlich verfügtes Lohndiktat keinen Sinn machen würde, wäre es legitim, dass sich der Staat in die strategischen und operativen Entscheidungen eines privatwirtschaftliche​n Unternehmens einmischt. Ist es zum Glück nicht.

      Ich nehme an, dass Sie nie in so einem Weltkonzern wie die Novartis gearbeitet haben. Denn dort verdient auch eine einfache Mitarbeiterin mehr als eine gleichwertige Person in einem KMU. Der Neid scheint also immer von extern zu kommen.

      Es kann weder als KMU Inhaber/in noch als Konzerninhaber/in gewünscht sein, die 1:12 Initiative, d.h. ein staatliches Lohndiktat und somit einen Systemwechsel einzuführen, obwohl die Schweiz hervorragend funktioniert, die Lohnschere NICHT grösser wurde wie von Sozialisten stets behauptet und die Löhne in der Schweiz im Vergleich zu anderen Ländern mehr als gerecht verteilt sind. Dank unseren starken Gewerkschaften (welche nach Annahme 1:12, Mindestlohn und garantiertes Grundeinkommen abgeschafft werden müssten) wird dies auch in Zukunft so bleiben.

      Falls Sie jedoch eine ideologisch getriebene Sozialistin sind, dann können Sie nichts anders als der Initiative zustimmen. Dann kann ich mit Ihnen jedoch keine sachliche Diskussion führen.

      Auf Ihre Argumentation betreffend Steuerhinterziehung gehe ich nicht ein, weil das Argument absolut unpassend ist. 1:12 ändert nichts an der Tatsache, dass es Steuerhinterziehugn gibt. Hier müsste die Steuerbehörde verstärkt und die Steuerpraxis verschärft werden. Das erreichen Sie aber mit 1:12 nicht.

      Der Rest ist Ihrer Aussagen ist mit soviel Neid gespickt, dass ich nicht vorhabe, darauf einzugehen.

      Ich bleibe bei meinem strikten NEIN zu dieser wirtschaftsschädigend​en und völlig unsinnigen 1:12 Initiative der JUSO. Menschen, welche bisher aufgrund ihres Alters NICHTS zum Wohlstand unseres Landes beigetragen haben, weil sie noch nicht gearbeitet haben. Ich schätze das Engagement von Jungen besonders in der Politik sehr, weil es viel zu wenige gibt, die sich für unser Land einsetzen. Doch man sollte sich nicht in Dinge einmischen, von denen man nichts versteht (z.B. Unternehmens- und Lohnstruktur in einem privatwirtschaftliche​n Unternehmen).

      Wenn​ Sie sozialistische Zustände wollen, dann gehen Sie doch nach Frankreich, Griechenland oder grundsätzlich in die EU. Aber wundern sie sich dort dann nicht über die unsäglichen Tieflöhne, welche in der Schweiz dank unserem liberalen doch sozialmarktwirtschaft​lichen System niemals Wirklichkeit werden können.

      Klares NEIN zu 1:12

      Kommentar melden
  • Oktober 23, 2013

    Haben denn die Bürgerlichen irgendwelche tauglichen Antworten auf die Lohn-Exzesse der Top-Leute? Immer nur zu sagen, sooo nicht, reicht einfach nicht.

    Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Die Antwort für mich persönlich bedeutet mehr Rechte den Aktionären, starke Gewerkschaften, branchenspezifische Gesamtarbeitsverträge​.

      Des Weiteren mehr Selbstverantwortung und den Mumm, seine Meinung zu äussern. Eine bürgerlich-liberale, doch wie es in der Schweiz seit Jahren gepflegte soziale Marktwirtschaft. Der Staat hat nicht in die Lohnstruktur von privaten Unternehmen reinzureden.

      Betre​ffend Lohn-Excesse bitte ich Sie, noch etwas konkreter zu werden. Die “Lohnexzesse” in unserem Land sind Einzelfälle. Der Fall Vasella ist sicher allen bekannt, weil er in Spitzenzeiten 44 Millionen (2007) verdient hatte. Bei einem Jahresumsatz von CHF 57 Mrd. (2012) betrug sein Gehalt (Geld und Aktien) somit nur 0.077% des Konzernumsatzes. Mit diesem Verhältnis kann ich leben. Wenn man die Umsätze und die Löhne in anderen Firmen sieht, ist dieses Verhältnis sogar enorm klein. Wenn man es im Verhältnis sieht, dann ist es absolut politisch vertretbar. Obwohl ich mit dem Doppelmandat auch nicht einverstanden war… Doch Vasella hat trotz allem aus Ciba und Sandoz einen beachtlichen und erfolgreichen Weltkonzern enstehen lassen. Selbstverständlich nicht alleine, doch die Leistung lässt sich sehen. Ich war jedoch überhaupt nicht mit den CHF 12 Mio./Jahr Entschädigung während 6 Jahren einverstanden, um eine Konkurrenztätigkeit zu verhindern. Nach dem öffentlichen Aufschrei verzichtete Vasella anschliessend. So stelle ich mich dies als Bürgerlicher vor. Transparenz, und öffentlicher Druck.

      Auf jeden Fall niemals ein staatliches Lohndiktat.

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Den Lohn von Vasella zum Umsatz von Novartis ins Verhältnis zu setzen ist kein adäquater Ansatz. Lohn ist die Abgeltung von Leistung und persönlich getragener Verantwortung. Kein Mensch kann mehr leisten als die Stunden seiner Arbeitszeit. Verantwortung trägt er vor allem dann, wenn er mit seinem eigenen Vermögen haftet. Dass die Fusion geglückt ist, ist sicher nicht nur sein Verdienst. Da waren sicher auch die glücklichen Umstände mitbeteiligt, wie es bei missglückten Fusionen unglückliche Umstände sein können.

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Die Grossaktionäre haben doch kein grosses Interesse an vernünftigen Top-Salären, weil es für sie finanziell keine Rolle spielt. Es ist primär ein ethisches Problem. Wer das nicht sieht, ist eben abgehoben, also weit weg vom common sense der Bürgerinnen und Bürger.

      Kommentar melden
  • Oktober 25, 2013

    Guten Tag Herr Landrat Bürgi

    Mein 1:12 Nein.

    Wir brauchen keine neue Salamitiktik zur Entmündigung/Enteignu​ng der realen Wirtschaft, wie Sie IWF Hoheit Mme. Lagarde derzeit offensichtlich in der EU durchzwängen möchte. Solidaritätssteuer von 10% für alle Bürger/Innen sei verträglich.

    Na ja, warum nicht von allen EU-Mitarbeitern mal generell eine Solidaritätssteuer bis aufs Existenzminimum dieser Herr- und Damenschaften.

    Dan​n kämen diese “Molochvertreter” evtl. wieder auf den Boden zurück und würden Menschen, statt Macht-und Geldgier vertreten.

    In diesem Zusammenhang:

    http​://kpkrause.de/2013/1​0/22/die-lage-spitzt-​sich-zu/

    Kommentar melden
  • Oktober 25, 2013

    Die Verhinderung von Abzockerei bedeutet weniger aufwand, zudem spart es massiv bei den Kosten der Sozialämter.

    Kommentar melden
  • Oktober 25, 2013

    “Fazit:

    Ich respektiere, dass die SP für die sozial schlechter Gestellten einsteht und für deren Rechte kämpft. Jedoch nicht auf die Kosten der Wirtschaft, des Mittelstandes und der Stabilität unseres Landes. “

    Aha! Zu wessen Lasten denn bitte dann, der röm kath. Kirche?

    Ich nehme doch an mit “sozial schlechter gestellt”, meinen Sie in diesem Zusammenhang, Menschen die von Ihrem Lohn, kaum leben können.

    Ja ich finde auch, es wäre schon sau unfair, wenn ausgerechnet die Wirtschaft, dafür in die Verantwortung genommen würde!

    Unglaublich, Herr Bürgi! Sie respektieren, dass andere für eine gute Sache einstehen, solange es keinen etwas kostet! Okay, ist gespechert!

    Was kosten Sie, Herr Landrat Bürgi, denn Steurzahler?! Und wofür stehen sie genau ein?

    Kommentar melden
  • Oktober 25, 2013

    Herr von Graffenried Grüne Zitat muss man glaub ich noch einfliessen lassen. Herr Graffenried bekannt für sein linkes Gedankegut (was natürlich legitim ist) sagt:

    “Zitat Alec von Graffenried Grüne
    “Ähnliche Bedenken bei der 1:12 – Initiative. Die Lohnpolitik der Unternehmen vom Staat zu kontrollieren ist auch aufwendig. Die Umsetzung würde zu schwierigen rechtlichen Fragen und hohen administrativen Kosten führen. Das trifft alle, insbesondere auch die KMU.
    Und nur weil die oberen Löhne reduziert würden, erhöhen sich die unteren Saläre nicht automatisch. Auch wäre möglich, dass Unternehmen Stellen im Tieflohnbereich auslagern, damit sie dem Lohndiktat ausweichen können. Die Auswirkungen werden also nicht die gewünschten sein.
    Hinzu kommt ein Zweites. Die Kampagnen, namentlich 1:12, spielen auf “die Reichen”, “die Abzocker” und provozieren einen Graben in der Gesellschaft, den es so nicht gibt. Was ich an der Schweiz am meisten schätze ist die gut integrierte Gesellschaft. Dies äussert sich in verschiedenster Hinsicht. Die Schweiz gehört gemäss der OECD zu den Ländern mit der fairsten Lohnverteilung. Die Verteilung der Einkommen war 2008 sogar etwas ausgeglichener als zehn Jahr zuvor.[1] Zudem kommen Umverteilungsmechanis​men zum Tragen. Zum Beispiel zahlen, dank den progressiven Steuern, die 10% der Steuerpflichtigen mit dem höchsten Einkommen 75% der direkten Bundessteuern[2]. Bundesteuern von denen wir alle profitieren. Es geht uns gut.
    Nicht dass ich falsch verstanden werde, ich lehne Löhne über dem Lohn eines Bundesrates grundsätzlich ab, weil niemand einen solchen Lohn verdienen kann. Ich will aber eben auch nicht, dass wir uns zu einer materialistischen Neidgesellschaft entwickeln.”

    Ich glaube treffender könnte es kein Bürgerlicher äussern!

    Kommentar melden

Kommentar schreiben

Neuste Artikel

  1. Umwelt, Klima & Energie
Landschaftsschutz versus Klimaschutz: Wie weit wollen wir unsere Landschaft industialisieren? Wir müssen uns schon entscheiden, wie weit wir in der Schweiz die offene Landschaft mit Photovoltaikanlagen, Windrändern, Plastikfolien und Gewächshäusern industrialisieren wollen.
  1. Sozialpolitik & Sozialsysteme
Grosser Mietanstieg im 2023 zu erwarten: Wohnungsknappheit begünstigt Vermieter:innen! Gemäss einer Studie des Mieter:innen-Verbandes haben die Mietenden in den letzten 15 Jahren 78 Mia CHF zu viel bezahlt. Warum haben die Mietenden die früheren Zinsreduktionen nicht von den Vermieter:innen eingefordert?
  1. Ausländer- & Migrationspolitik
Wahlkampfthema Migration: Anforderungen an Qualität der Arbeitskräfte und Betriebe erhöhen Die verfassungsgerechte Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative lässt immer noch auf sich warten. Die Zuwanderung in die Schweiz muss über Qualitätsanforderungen an die Zuwandernden gesteuert werden können, wie das andere Länder auch tun.

Bleiben Sie informiert

Neuste Diskussionen




Willkommen bei Vimentis
Werden auch Sie Mitglied der grössten Schweizer Politik Community mit mehr als 200'000 Mitgliedern
Tretten Sie Vimentis bei

Mit der Registierung stimmst du unseren Blogrichtlinien zu