1. Wirtschaft

Angesellte missbrauchen Arztzeugnis bei Kündigung….

Schweizer Un­ter­neh­mer be­kla­gen zu­neh­mend, dass sich Mit­ar­bei­ter nach der Kündigung post­wen­dend krank­schrei­ben lassen. http://test.2​0min.ch/finance/news/​story/Angestellte-ver​zoegern-Kuendigung-mi​t-Arztzeugnis-1096270​5 

So las man in der heu­ti­gen Gra­tis­zei­tung “20 Mi­nu­ten”. Die Fra­ge, die ich mir da Stelle ist nach dem Grund. Wol­len die Mit­ar­bei­ter dem Ar­beit­ge­ber eins aus­wi­schen? Wenn ja, wie gross muss dann der Hass auf das Un­ter­neh­men etc. sein.

Könnte man die­sem Miss­brauch nicht ohne Gesetzesverschärfung entgegentreten?

Wenn ich mich fair be­han­delt fühlen würde in einem Un­ter­neh­men und den Schritt der Kündigung ver­ste­hen/nach­voll​­zie­hen kann, käme ich wohl kaum auf die Idee dem Un­ter­neh­men zu schaden.

Was meint ihr, treibt Men­schen zu die­sem Schritt?

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Comments to: Angesellte missbrauchen Arztzeugnis bei Kündigung….
  • Juli 21, 2015

    Frau Sägesser fragt uns, was Arbeitnehmer zum Schritt führt, ihre Entlassung umgehend mit einem
    eine Krankheit attestierenden Arztzeugnis an den Arbeitgeber zu beantworten. Ich glaube, dieses Verhalten sei typisch für Angestellte mit ausgesprochener Proletarier-Mentalitä​t, die ihre Stelle seinerzeit weniger angetreten haben aus Freude an der Tätigkeit und der Absicht, sich darin zu entwickeln, sondern im Arbeitsverhältnis vielmehr eine Art Katz- und Mausspiel sehen, wo es gilt,
    in allererster Linie möglichst viel vom Arbeitgeber herauszuholen. Das nachgereichte Arztzeugnis
    dürfte denn auch belegen, dass ihre Entlassung gerechtfertigt war, denn dem betreffenden
    Angestellten mussten erkennbar Feuer und Flamme gefehlt haben, sich im Interesse des Arbeitgebers einzusetzen, was seine erste Pflicht gewesen wäre.

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    • Juli 19, 2021

      So kann man es auch sehen, ist nicht von der Hand zu weisen. Es kann auch so sein, dass man sich bei einer Kündigung sagt, offensichtlich ist meine Arbeit nicht mehr gefragt. Was soll ich dazu sagen. Wenn mein ArbeitgeberIn mich nicht mehr braucht, dann halt ab sofort. Damit ist beiden geholfen mir und dem ArbeitgeberIn. So habe ich den ganzen Tag Zeit eine neue Arbeitsstelle zu suchen und finden.

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    • Juli 19, 2021

      Damit schiessen Sie sich aber vor allem selbst ins Knie, Herr Rohner! Denn Sie, haben am Ende den Tolgen im Heft! Und Burnout liest sich nicht besonders gut im CV!

      Und Sie verlängern damit ja nur die Kündigungsfrist und was, wenn die Rechnung nicht aufgeht und die verlangen, dass Sie Kündigungsfrist nach Genesung einhalten….? Wird dann wohl erst recht gemütlich!

      Nö, dann lieber Backen zusammenkneifen und mit erhobenem Haupt, einen sauberen Abgang machen. Die verlieren was, nicht ich! 😉 Das ist meine Einstellung in in so einem Fall. Und ich habe diesen Fall erlebt, Herr Rohner, und der Chef hatte offensichtlich Angst, dass ich negativ reagieren könnte….
      Für mich war die Kündigung aber eine Befreiung, ihm hat die Situation auf den Magen geschlagen und das noch mitzuerleben, war unbezahlbar und Entschädigung für Vieles….! 😉

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    • Juli 19, 2021

      Mein Freund arbeitete bis vor Kurzem in einer grossen Schweizer Firma in Zürich. Vor einigen Wochen wurde die IT der Firma zusammengerufen. Das waren ca. 200 Angestellte.
      Ein junger Vertreter der Geschäftsleitung, ein Mann mit 5-jähriger Berufserfahrung und vorausgegangenem HSG-Studium, erklärte den verdutzten Angestellten, die Zeiten hätten sich geändert. Die Firmen müssten heute nicht mehr solidarisch sein zu ihren Angestellten, da diese auch einfach die Firma wechselten für einige wenige Franken mehr im Monat.
      Aus diesem Grunde habe die Geschäftsleitung beschlossen, die teuersten Arbeitnehmer, nämlich die über 50-jährigen zu entlassen und durch billigere Mitarbeiter zu entlassen. Wie gesagt, man müsse nicht mit Solidarität rechnen.
      So wurden denn 29 Ü50 entlassen. Alles Leute, die 20 und mehr Jahre für diese Firma gearbeitet hatten.
      Vermutlich versteht diese Firma und deren HSG-Anfänger nicht das Gleiche unter Solidarität wie ich. Ich verstehe, wenn unter solchen Situationen, einige dann ein ärztliches Zeugnis bringen und damit die Kündigung hinauszögern. Eine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben sie sowieso keine mehr. Einer von allen konnte jetzt bei mir beginnen, der Rest hat vermutlich Pech gehabt.
      Personen-Freizügigk​eit hin oder her. Solange solcher Globalisierungsblödsi​nn an den Universitäten gelehrt wird, werden wir zunehmend soziale Probleme haben. Für diese Arbeitgeber freue ich mich, wenn die Babyboomers pensioniert werden und die Manager dem Arbeitnehmer Sorge tragen müssen.

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    • Juli 19, 2021

      Bin ich falsch in der Annahme, dass heute die Auffassung sehr verbreitet ist, der Arbeitgeber ist für mich da, nicht ich für den Arbeitgeber.

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    • Juli 19, 2021

      @Paul Rohner
      Erwarten Sie etwa von einem Wirtschaftsflüchtling​ ernsthaft, Loyalität und Solidarität?
      Oder von einem Schweizer, der mit solchen “Führungskräften” konfrontiert wird, wie sie uns Herr Schweiweiller oben beschreibt?

      Ich denke Ihr Eindruck täuscht Sie nicht Herr Rohner, aber ich glaube auch, dass dies nicht an unserer Mentalität liegt die sich so verändert hat, sondern dass wir sie einerseits importiert haben. Andererseits, die Wertschätzung des Menschen teilweise schlicht nicht mehr vorhanden ist, wie uns das Beispiel von Herr Schweiweiller wunderbar aufzeigt. 1. Roztznässiger, selbstüberschätzenes A…., lässt mir nichts dir nichts Existenzen über die Klinge springen, mit 30 Jahren KnowHow und das in der IT!

      Das sind Perlen (Pioniere, unglaubliches KnowHow) die er vor die Säue wirft, Herr Rohner! Weil er sauer ist, dass ihm schon wieder ein Deutscher wegen ein paar Franken mehr, davon gelaufen ist? Das ist für mich schon fast kriminell!

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    • Juli 19, 2021

      @Urs Schweiwiller

      Ich durfte mal erleben wie eine CFO, wenige Monaten vor ihrer Pensionierung ihr Team noch zu einem Teamcoatching genötigt hat, nachdem alle jahrelang unter ihr gelitten haben. Das Ergebnis lief auf einen Satz hinaus: Ce le ton qui fait la music! War die Botschaft an SIE! Wir wünschen uns Respekt und Anstand auch von Dir….

      Sie konnte sich am Ende hinstellen und dazu sagen. “Ich nehme es zur Kenntnis, aber ich bin halt so!” Wozu bitte die ganze Aktion, nur um am Ende, noch voll einen oben drauf zu setzen?

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    • Juli 19, 2021

      In einem bekannten Zürcher Unternehmen der Stadt hat der Direktor per Ansprache allen Mitarbeiter das ‘DU’ angeboten.

      Das lässt aber mehr als hilflos tief blicken. Wenn einer mit dem Sie nicht Führungsfähig, wird er es mit ‘Kumpelei’ schon garnicht sein.

      Auf diesen Unsinn fallen jene Mitarbeiter nicht herein. Gleichzeitig hat er nämlich per DU ein Programm zur ‘Kostenreduzierung’ verordnet, sprich, Reduktion des headcounts (Mitarbeiteranzahl). Durchtriebener geht es nicht mehr.

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    • Juli 19, 2021

      @ Herrn Lars von Limaa.

      Ihr Beitrag ist bemerkenswert. Ich muss als Nachtrag zu meinem ersten Kommentar
      hinzufügen​, dass auf der Arbeitgeberseite unerhört viele Unzulänglichkeiten bestehen, ganz besonders, wenn z.B. der Chef seine Position nur aufgrund seiner Herkunft und Geburt innehat und sich also gar nie bewähren musste. Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dass ich dem Arbeitnehmer kategorisch Fleiss, Einsatz und richtige Einstellung abspreche. Ich habe mich denn ja auch nur auf die in Schwang kommenden Arztzeugnissen bezogen. Auch in diesen Fällen treten ganz gewiss Fälle auf, wo meine Darlegung mitnichten zutrifft. Das von Ihnen beschriebene Ereignis illustriert bestens, als wie plump und einfältig sich auch namhaftere Wirtschaftsführer entpuppen können

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    • Juli 19, 2021

      Grüezi, Herr Gassman,

      ich antwortete auf Frau Stutz. Ich bin mit Ihren Auissagen allerdings einverstanden. Zu dem Thema liesse sich hier noch viel sagen, auch zu den Gewerkschaften, z. B. dem VPOD. Jener gibt zwar vor, seine Mitglieder zu vertreten, ist aber personell und fachlich vollkommen überfordert. Ausserdem ‘benutzt’ er bestimmte Problemfälle von Mitgliedern vornehmlich,um seine Polit.-Suppe zu kochen. Wo die Hilfesuchenden dann ‘landen’, ist dem VPOD wurscht. Für mich sind das durchtriebene linke Lärmemacher.

      Würde​n die wirklich die Interessen ihrer Mitglieder wahren, müssten sie sich mit der Gegenseite und deren Inhalt viel tiefer auseinander setzen und jenen den teilweisen Unsinn darlegen, der arbeitgeberseitig eben auch fabriziert wird.

      Andererseits​ stehen Arbeitgeben in einem unheimlichen Geschwindigskeitsspag​at zwischen

      – Markt
      – Kosten
      – Administration

      Sie​ müssen schnell reagieren und handeln, haben kaum Zeit für irgendwelche depperten Sozialgrüppchendiskus​sionen. Gleichzeitig werden immer neue Vorschriften und Regulatorien fixiert und jene Arbeitgeber dann auch noch von Gewerkschaften pauschalisierend schlecht gemacht. Das ganze ist ein Spiel der Unsinnigkeiten.

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    • Juli 19, 2021

      Herr von Limaa, Sie werden es kaum glauben, aber für diesen Beitrag bekommen Sie von mir 100% Daumen hoch.

      Gewerkschaft​en haben weltweit schon einigen Schaden angerichtet.

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    • Juli 19, 2021

      Paul Rohner:

      “Bin ich falsch in der Annahme, dass heute die Auffassung sehr verbreitet ist, der Arbeitgeber ist für mich da, nicht ich für den Arbeitgeber. “

      Sie liegen völlig richtig in Ihrer Annahme. Es gibt da häufig ein fehlendes Bewusstsein für die Gegenseitigkeit eines Arbeitsverhältnisses.​ Da glauben so manche weil sie 30 Jahre für eine Firma gearbeitet haben müssten sie Neuausrichtungen nicht mittragen, sind dann nicht bereit neue Dinge zu lernen. Wenn diese Leute dann ihre Entlassungen bekommen, gleichzeitig aber ein neuer Mitarbeiter mit besser passenden Qualifikationen auch noch ein Ausländer ist, dann wird schnell ein “man hat mich gegen einen billigeren Ausländer ersetzt” draus … in den allermeisten Fällen, da bin ich überzeugt, nur eine Ausrede.

      Herr Gassmann:

      “Ich muss als Nachtrag zu meinem ersten Kommentar hinzufügen​, dass auf der Arbeitgeberseite unerhört viele Unzulänglichkeiten bestehen, ganz besonders, wenn z.B. der Chef seine Position nur aufgrund seiner Herkunft und Geburt innehat und sich also gar nie bewähren musste.”

      Das Problem sind meist nicht Herkunft oder Geburt, sondern das Menschen in Rollen “hineinwachsen” für die sie nicht ausgebildet sind. Man kann heute einen kleinen 1-Mann-Handwerksbetri​eb aufmachen, und wenn man erfolgreich ist hat man irgendwann erste Angestellte … dann ist man Chef, hat aber zum Beispiel Personalführung nie gelernt, und macht häufig zwangsläufig Fehler. Dasselbe kann Menschen passieren die in eine Abteilungsleiterrolle​ hineinbefördert werden.

      Ich selbst habe schon einige Arbeitsstellen innegehabt, und bin nie auf einen Arbeitgeber gestossen der durch Herkunft oder Geburt in eine Position geraten ist die er nicht ausfüllen konnte. Ich bin aber auf einige Chefs gestossen die einfach keine Führungsqualitäten hatten, Leute die mangelndes Selbstbewusstsein durch Abwertung ihrer Angestellten ausgleichen wollten usw.

      Aber wir sind halt alle Menschen.

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    • Juli 19, 2021

      Wow, Herr Frank, Daumen rauf.

      LEIDER kommen teilweise viel zu junge UNI Abgänger in Kaderpositionen. Fehlende Reife, Führungsbefähigung und -verantwortung, gepaart mit einer anderen Mentalität: das sind die Explosivstoffe für grandiose Fehlleistungen.

      Au​ch darf nicht übersehen werden, dass das Unternehmen selbst auch ein ‘Markt’ ist, nämlich ein Markt der ‘Aarbeitswerte und -haltung’. Wer das übergeht oder ‘drüberbügelt’ wird rasch Misserfolge haben.

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    • Juli 19, 2021

      @Urs Gassmann
      ” Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dass ich dem Arbeitnehmer kategorisch Fleiss, Einsatz und richtige Einstellung abspreche.”

      So hat Sie glaub auch niemand verstanden, Herr Gassmann. Wer postwendend mit einer Krankschreibung auf die Kündigung reagiert, hat die Kündigung in der Regel auch verdient… sehe ich durchaus auch so!

      Trotzdem ist nicht von der Hand zu weisen, dass immer mehr Arbeitnehmer psychische Probleme (Depressionen) haben und krank werden, oder aber, die Stelle verlieren, weil die Leistung unter den Problemen leidet. Das ist ein Teufelskreis!

      Mir sagte mal ein Key Account Manager mit Burnout, den Druck macht man sich am Ende ja eigentlich immer selbst! Jein! Man hat Verpflichtungen, ev. hängt eine ganze Familie am geregelten Einkommen, den Standard will (oder nach Scheidung MUSS) beibehalten werden, die Hypothek, das Leasing etc.tec. müssen bezahlt werden.
      Das ist Druck! Dazu kommt der Anspruch denn man an sich selbst stellt. Und da denke ich durchaus auch, die Gefahr eines Burn-Out’s, besteht nur bei Menschen, die auch burnen (Feuer/Flamme) können! Wenn aber der Job kalt lässt, der läuft auch nicht Gefahr sich ausgebrannt zu fühlen. 😉

      @ Frank Wagner

      “Frank Wagner sagte Vor 2 Tagen

      Paul Rohner:

      “Bin ich falsch in der Annahme, dass heute die Auffassung sehr verbreitet ist, der Arbeitgeber ist für mich da, nicht ich für den Arbeitgeber. “

      Sie liegen völlig richtig in Ihrer Annahme. Es gibt da häufig ein fehlendes Bewusstsein für die Gegenseitigkeit eines Arbeitsverhältnisses.​​ Da glauben so manche weil sie 30 Jahre für eine Firma gearbeitet haben müssten sie Neuausrichtungen nicht mittragen, sind dann nicht bereit neue Dinge zu lernen.”

      Nur sind das meiner Meinung nach nicht die Mitarbeiter, die dann mit einer Krankmeldung reagieren! Das sind die jungen, die manchmal wirklich glauben, sie bekommen Lohn nur für ihre Anwesenheit. Oder generell nur arbeiten weil sie müssen und beim vorbeigehen noch die Klo Rolle mitlaufen lassen, weil’s ja gratis ist und der Chef eh ein Geldsack ist.
      Und Herr Wagner, Sie werden es sicher bestreiten, aber der kulturelle Hintergrund, spielt hier leider auch hinein. Grad bei den Krank-Machern!

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  • Juli 21, 2015

    Könnte es nicht sein, dass der Schock der Kündigung und die Sorge, ob man eine neue Stelle findet, die Arbeitsnehmer tatsächlich krank macht?
    Mir wurde einmal vollkommen unerwartet und ungerechtfertigt gekündigt. Es hat mich schwer getroffen. Da ich aber ein Stehaufmännchen bin und während in der damaligen Zeit der Vollbeschäftigung umgehend eine neue Erwerbsarbeit fand, wurde ich nicht krank.
    Wie ist das heute? Dabei denke ich speziell an die Gekündigten, die 50+ sind.

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    • Juli 19, 2021

      Frau Votava, die 50+ sind wie Sie, aus einem anderen Holz geschnitzt, dass ist ja das traurige…. In erster Linie ist immer noch Charaktersache ob man so vorgehen will oder nicht, vor allem aber denken diese Leute nicht dran, dass sie sich lebst damit auch schaden. Man braucht ja auch noch Referenzen und da zählt eben nicht nur der erste, sondern auch der letzte Eindruck, den man hinterlassen hat!

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  • Juli 21, 2015

    Vielleicht liegt es ja auch an den mangelnden Führungsqualitäten der Unternehmer? Ich habe schon früher mal auf Götz Werner und die von ihm gegründete und 35 Jahre geleitete dm-Drogeriekette hingewiesen. In Stichworten: flache Hierarchien, dialogische Führung auf der Grundlage von Verständnis und Respekt; das Arbeitsklima ist wichtiger, als der Profit. Der Profit stellt sich dann von ganz alleine ein. 2013/14 erwirtschaftete dm allein in DE einen Umsatz von Euro 6.4 Milliarden; dm hat in Europa (leider nicht in der Schweiz) 3149 Filialen und beschäftigt 52’587 MitarbeiterInnen (Stand 2015).

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  • Juli 22, 2015

    Einen Krankschreibung nach erhaltener Kündigung hebt jene nicht auf. Die KS kann den Grund in Schockfolgen für die gerade erhalene Kündigung haben. Sie kann auch eine Art ‘Rache’ sein oder eine Flucht vor bestehenden zweifelhaften Zuständen am Arbeitsplatz. Das ist eine sehr individuelle Sache. Je nach Länge eines Arbeitsverhältnises kann so ein Austritt aus dem Unternehmen herausgezögert werden. Das ist eigentlich alles, was dazu zu sagen ist.

    Ich teile die Meinung von Herr Gassmann. Allerdings hätte der Arbeitgeber in der Probezeit doch vermutlich auch erkennen sollen, dass für eine mögliche ‘Nullbocknummer’ er da eingestellt hat.

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    • Juli 19, 2021

      Ich kann das nur bedingt teilen, Feuer und Flamme bin ich, doch wenn das nicht erkannt und geschätzt wird…. dafür aber der Kricher mit den kurzen Armen ständig bevorzugt behandelt wird… Es braucht auch hier, immer zwei damit es klappt! Nur an den Mitarbeiter hohe Erwartungen stellen, kann man natürlich, aber man darf sich dann nicht wundern wenn aus Feuer und Flamme, plötzlich ein Feuer spukender Vulkan entspringt… 😉

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  • Juli 22, 2015

    Die Gründe mögen so verschieden sein, wie die Menschen die sich krank melden. Rache, Frust, Depression, Null-Bock. Das Phänomen ist aber nicht neu, viele Arbeitgeber rechnen, bei gewissen Mitarbeitern, schon fast damit.

    Einige sind aber sicher auch selbst schuld! Denn was heute def. anders ist, ist die fehlende Wertschätzung, nicht überall, aber sehr oft! Wem’s nicht passt, der kann ja gehen….jeder ist ersetzbar…

    Nicht​ zwingend von der Geschäftsleitung, es sind eher die unteren Führungskräfte die oft alles sind, aber keine Führungskräfte! Sie benehmen sich wie Elefanten im Porzellanladen, schickanieren Mitarbeiter/innen, leben ihre Launen und ihr Ego hemmunglos aus, aber Konsequenzen hat es wenn denn, für den Mitarbeiter der sich wehrt. Denn mit Gegenwind, kommen genau die ja gar nicht klar.

    Herr Gassmann schreibt: “…denn dem betreffenden Angestellten mussten erkennbar Feuer und Flamme gefehlt haben, sich im Interesse des Arbeitgebers einzusetzen, was seine erste Pflicht gewesen wäre. “

    Nun ich denke bezahlt wird er für seine Leistung und mehr kann man dafür auch nicht erwarten. Der Rest ist geben und nehmen, wer nur nimmt, bekommt von mir auch nur noch, wofür er zahlt.

    Herzblut und Leidenschaft, hängt doch immer auch davon ab, wie sehr ich mich mit dem Unternehmen identifizieren kann. Ob ich mich als Teil der “Familie” sehe oder als Sklave. Und da braucht es wie in jeder funktionierenden Beziehung zwei dazu. Wenn ich das Gefühl habe, ausgenutzt und/oder gering geschätzt zu werden, der Depp vom Dienst zu sein, an dem alles hängen bleibt, etc.etc. Der Umgangston grob und unfreundlich ist… Immer mehr Druck aufgebaut wird.. Das demotiviert und im schlimmsten Fall macht es Menschen krank!

    Und heute können Sie als Arbeitnehmer ja nicht einfach kündigen. Die Kündigungfristen sind heute nicht mehr lange genug, um innert nützlicher Frist überhaupt eine Stelle zu finden, denn die Unternehmen lassen sich da gerne Zeit! Also sind Sie gezwungen sich nebst dem scheiss Job unter dem sie leiden, eine neue Stelle zu suchen, nur um da raus zu kommen. Und da erfahren Sie dann das Selbe wieder. Im Inserat steht ” Sie sind bereit überdurchschnittliche​s zu Leisten” (sind Feuer und Flamme) man hat’s aber nicht mal nötig, sich innert nützlicher Frist bei den interessierten Kandidaten zu melden…..

    Die Wertschätzung dem Arbeitnehmer gegenüber ist zu gering, Lohn für Leistung ist nur die eine Seite der Medaille! Und wenn man den Spies mal umdreht, genau das habe ich getan denn auch ein Chef kann es schaffen bei mir als Mensch unten durch zu sein und man ihm nicht mehr das Gefühl gibt, der tollste, grösste, beste zu sein, sondern einfach zurück ruft wie es in den Wald halt, sind die persönlich gekränkt!

    Nicht belastbar, oder was?! 😉

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  • Juli 23, 2015

    “Feuer und Flamme” wurde hier mehrfach erwähnt, deshalb erlaube ich mir ausnahmsweise die Antwort hier oben zu schreiben, damit ich das in der Antwortfunktion nicht mehrfach tun muss:
    Wenn Sie Feuer und Flamme haben wollen, müssen Sie ,z.B. einen Holzstoss, auch anzünden. Natürlich gibt es auch zu feuchtes Holz oder sonst nicht brennbares Material. Wenn Sie aber einen Holzstoss mit trockenem Holz haben und ihn nicht entzünden, dann wird er auch nicht brennen.
    Was das mit unserem Thema zu tun hat? Wenn AN Feuer und Flamme sein sollen, müssen AG das Feuer entzünden. Der Lohn spielt eine wichtige, aber nicht alles entscheidende Rolle. Gegenseitiger Respekt, Arbeitsklima vor Profit und Shareholder-Value-Den​ken, AN sind kein Kostenfaktor sondern Humankapital. Sicher könnte man die Liste noch erweitern.
    Utopien? Mitnichten! Vergleichen Sie die konkursite Schlecker-Drogerieket​te mit dm. Bei ersterer wurde das Feuer nicht entzündet.

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  • Juli 23, 2015

    “unser höchstes Gut, sind unsere Mitarbeiter” ” Wir sind nur so gut weil wir so tolle Mitarbeiter haben”

    Sind beliebte Slogen’s, die Wertschätzung suggerieren! Immer öfter aber, reine Lippenbekenntnisse! Reine PR die mit der gelebten Kultur wenig bis nichts gemein hat. Den eigentlich müsste da stehen uns interessiert ROI und die Bonis auf Kaderstufe, der Rest ist Verbrauchswaren, Austauschbar, ersetzbar, wertlos… Und als Führungskräfte sind wir nazistische, selbstüberschätzende Egoisten ohne jeglichen Tiefgang.

    Die Feuer erwarten, selbst aber nur verbrannte Erde hinterlassen! Oder für ein paar Franken weniger, loyale, erfahrene Mitarbeiter einskalt auf die Strasse stellen. Die Gewinne einstreichen und die Verluste auf die Arbeitnehmer abwälzen und dafür noch Applaus bekommen!

    Die Schweizer Wirtschaft ist mit dem Franken Kurs ja prima klar gekommen! Entweder haben sie Kurzarbeit eingereicht, die Produktion ins Ausland verlegt, oder den Mitarbeitern höhere Sollstunden bei gleichem Lohn angeboten.

    Wahrlich ein ökonomischer Geniestreich der “Wirtschaft”! Toll wie die sich schlagen, auf Kosten der Mitarbeiter und der Allgemeinheit. Und dafür wollen Sie auch noch Stipendien vom Steuerzahler!

    Und das ist erst der Anfang! Die Krise ist ja nicht etwa überstanden….

    Un​d die Politiker haben dazu keine Meinung oder nur leere Worthülsen oder keine Argumente geschweige denn Lösungen….

    Aber schuld ist natürlich der Arbeitnehmer, der Steuerzahler und nicht zu vergessen, natürlich die SVP!

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    • Juli 19, 2021

      Ihre Vorstellung von Führungskräften ist sehr klischeehaft, Frau Stutz.

      Kein privater Arbeitgeber kann es sich leisten Sozialamt zu spielen. NATÜRLICH interessieren der Unternehmenserfolg und auch das Einkommen des Kaders. Wenn es um qualifizierte Berufe geht gibt es wohl auch kaum ein “erfahrene Mitarbeiter für ein paar Franken weniger auf die Strasse stellen”.

      In der Regel ist es doch eher so: verschiedene Faktoren des Marktes beeinflussen den Unternehmenserfolg, ein Unternehmer verdient mal mehr, mal weniger Geld. Der Arbeitnehmer möchte jedoch in der Regel ein verlässliches, festes Gehalt, incl. bezahltem Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankenfall, womöglich 13. Monatsgehalt usw. … der Arbeitgeber muss die Markteinflüsse gegenüber den Angestellten abpuffern. Wenn das nicht mehr geht oder absehbar ist das dies nicht mehr geht, muss an den Kosten gearbeitet werden. Wenn jemand durch jemand anderen mit geringeren Gehaltsansprüchen ersetzt werden kann ist er tatsächlich austauschbar.

      Ich war lange Freiberufler, wenn gerade niemand meine Dienstleistungen in Anspruch nehmen oder Waren von mir kaufen wollte habe ich NICHTS verdient … keinen Rappen … Null … Nada. Ich habe manchmal auch zwei Wochen am Stück kein Geld verdient, manchmal arbeitet man auch umsonst (wenn Kunden Rechnungen nicht zahlen, wenn man Vorarbeit für ein Projekt leistet für das man dann nicht den Zuschlag bekommt und vieles mehr).

      Würden mehr Arbeitnehmer ihre Vollkaskomentalität etwas ablegen und wäre der Arbeitsmarkt flexibler könnte man die Arbeitslosenzahlen deutlich reduzieren.

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    • Juli 19, 2021

      Ganz sicher ist die Vorstellungen von Frau Stutz nicht klischeehaft


      Un​d das ist erst der Anfang! Die Krise ist ja nicht etwa überstanden….

      Un​​d die Politiker haben dazu keine Meinung oder nur leere Worthülsen oder keine Argumente geschweige denn Lösungen….

      Aber schuld ist natürlich der Arbeitnehmer, der Steuerzahler und nicht zu vergessen, natürlich die SVP!

      Diese Gedanken haben ich mir auch gemacht, Frau Stutz

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    • Juli 19, 2021

      @Frank Wagner

      “Ihre Vorstellung von Führungskräften ist sehr klischeehaft, Frau Stutz. “

      Meine Vorstellung? Ich muss sie mir nicht vorstellen Herr Wagner, ich kenne inzwischen doch schon einige persönlich! Falls Ihnen das wirklich nicht klar sein sollte, ich lebe nicht isoliert unter irgend einer Käseglocke und bin auch nicht erst Gestern zum ersten mal vor die Tür getreten…. das nur so zu meinen “Vorstellungen”, Herr Wagner! 😉 Ich kenne auch Führungskräfte die ich hoch schätze, aber eben auch die anderen.

      Interes​sant finde ich Ihren Beitrag aber trotzdem sehr! Denn wenn ich Sie den richtig verstehe, ist es für ein Unternehmen absolut legitim Mitarbeiter ” just in Time” zu beschäftigen, als Nation ist es aber unmenschlich die Zuwanderung, ebenfalls “just in Time” zu steuern…. richtig? wer mal hier ist soll ja bleiben dürfen, nicht?

      Also ev. liget es ja doch an der Käseglocke, aber diese “Rechnung” geht für den Arbeitnehemer/Stuerza​hler doch irgendwie nicht wirklich auf…

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  • Juli 26, 2015

    …ach das ist doch kalter Kaffee!….das gab es schon immer!…dann soll er doch mal telefonieren oder vorbeigehen und nach dem Befinden fragen!…mancher Patient würde sich freuen,wenn er vom Chef mal Besuch erhalten täte!…Aber wenn die Vorgesetzten zu faul sind,solchen banalen Dingen nachzugehen,….?….​selber schuld…..!…

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