1. Umwelt, Klima & Energie

Atomare Sicherheit beginnt mit Stilllegung

Sicherheit, was be­deu­tet das? Hier am Bei­spiel AKW Bez­nau

Im Jahr 2007 kam es beim AKW Beznau während eines Hochwassers zu einem Vorfall bei dem teile der Notstrom nicht verfügbar waren und nur die nicht Erdbebenfesten Dieselgeneratoren verblieben. Dies führte zum Verstoss gegen den Auslegungsgrundsatz „​Erdbebenfestigkeit“.

Im Jahr 2009 präsentierte die AXPO das Projekt „AUTANOVE„, bis 2014 soll eine neue Notstromversorgung aufgebaut werden. Das Projekt verzögerte sich bis 2015 und soll dieses Jahr fertiggestellt und in Betrieb genommen werden.

Juni 2015: Vor kurzem veröffentlichte das Eidgenössisches Nuklearsicherheitsins​pektorat ENSI in einer unscheinbaren Aktenno​tiz folgende Feststellung: „Der Abfahrpfad 1 (herkömmliche Sicherheitssysteme) besitzt eine Sicherheitsmarge, die durch die Überflutungssicherhei​t der im Rahmen des Nachrüstprojektes AUTANOVE neu errichteten Dieselgebäude begrenzt ist.“

Nun da das Projekt sichere Notstromversorgung vor der Fertigstellung steht erkennt das ENSI dass die neu bewilligte Nachrüstung eine ungenügende Sicherheitsmarge besitzt. Und die AXPO als Besitzerin des AKW Beznau einen Bericht einzureichen hat, wie sie die Sicherheitsmarge des AKW zu steigern gedenkt.

 Fazit: Sei​t 2007 ist die Notstromversorgung des AKW Beznau als  UNSICHER erkannt! Dies bei einem AKW welches mit Beznau 1 den ältesten Reaktor der Welt betreibt. Dies 4 Jahre nach der Erkenntnis das beim Super GAU in Fukushima die Notstromversorgung aufgrund der Überflutung ausfiel!

 

Ich will die Energie wenden! AKW Beznau muss vom Netz!

 PS: Leibstadt das „jüngste“ AKW der Schweiz ist in diesem Jahr bereits 31 jährig.

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Comments to: Atomare Sicherheit beginnt mit Stilllegung
  • August 16, 2015

    Ich will…..

    Wir haben den “Teufel” selber gerufen, welchen wir nicht mehr loswerden.

    Ist Atomkraft nicht einfach eine Steigerung vom Auto? Alle wollen Mobilität, aber keiner will Unfälle? Das beisst sich in den “Schwanz”. Wir wollen Strom, wachsende Wirtschaft, sind aber nicht bereit die entstehenden Konsequenzen zu tragen. Wie beim Müll. Alle produzieren ihn, aber keiner will eine Verbrennungsanlage oder Recycelwerk neben sich haben.

    Wenn Mensch tatsächlich ein sog. “Ausstieg” will oder wollte, könnte er das heute mittels Definition beim Stromanbieter tun. Nahezu alle Stromanbieter geben die Möglichkeit zu wählen, was für Strom man möchte. Wenn und der Atomstrom so zu wider ist, warum ist es uns denn das nicht Wert, beim Stromanbieter das so zu deklarieren? “Jeder ist seines Geldsäckels näher”

    Und wenn wir glauben, mit Abstellen eines AKW^s könnten wir eine Energiewende erzeugen, haben wir uns “geschnitten”. Diese kann nicht entstehen, indem man von einer Energiequelle zur Andern umsteigt, sondern, indem man auf Energie verzichtet. Aktion = Reaktion.

    Wir können nicht erwarten, dass wir eine dauernde Steigerung in Wirtschaft, Geld und Wohlstand ausführen, aber nicht bereit sein zu wollen die entstehenden Konsequenzen zu tragen.

    Und wen wunderts, wenn zu all dem was wir bis heute getan haben und mehr zu haben mit Wissen, dass sich durch das Mehr auch das Risiko des Verlierens steigert? Mit jedem Schritt, den wir tun, um etwas zu “erreichen” gehen wir einen “Packt mit dem Teufel” ein. Jede Bewegung die wir tun, birgt das Risiko zu verlieren. Wann akzeptieren wir endlich, dass das Eine ohne das Andere nicht existieren kann?

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