1. Sicherheit & Kriminalität

Balthasar Glättli zum Kauf von neuen Kampfjets

Bundesrat Guy Par­me­lin hat heute die ers­ten Er­geb­nisse der Ex­per­ten­gruppe zum Kauf neuer Kampf­flug­zeuge prä­sen­tiert. Er hat dabei seine Ab­sicht be­kräf­tigt, bis 2022 neue Kampf­jets be­schaf­fen zu wol­len. Nach­dem die Stimm­be­völ­ke­rung 2014 den “Gri­pen”-­Kauf ab­ge­lehnt hat, be­harrt der Bun­des­rat stur auf dem Kauf neuer Flugzeuge. Gemäss Enthül­lun­gen des Blick könnte die Be­schaf­fung die Schweiz 10 Mil­li­ar­den Fran­ken kos­ten.

Während der Bundesrat ein Abbaupaket nach dem anderen lanciert und die bürgerliche Parlamentsmehrheit etwa bei der Bildung und der Entwicklungszusammena​rbeit spart, wird beim Steckenpferd Armee weiterhin mit der grossen Kelle angerührt. Statt Milliarden von Franken für den Kauf von Kampfflugzeugen auszugeben, müssen wir uns für den Erhalt der Sicherheit auf zeitgemässe Szenarien wie Cyberattacken, Prävention und Einsatz bei Katastrophen und globale Erwärmung ausrichten und zukunftsgerichtet in Infrastrukturen in den Bereichen Energie und Transport, Bildung und Forschung investieren.

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Comments to: Balthasar Glättli zum Kauf von neuen Kampfjets
  • November 30, 2016

    Gegen Terroranschläge auf Verkehrsmaschinen nützen Kampfflugzeuge nicht. Ein Krieg mit Nachbarländern droht uns nicht. Gegen Angriffe von russischen Raketen wären wir machtlos. Luftraumüberwachungen​ während internationalen Konferenzen können wir in Deutschland, Frankreich oder Italien einkaufen.

    10 Milliarden Franken für den Kauf plus hohe Unterhalts- und Truppenkosten sind happig. Ich glaube nicht, dass das Schweizervolk diese Kampfflugzeugbeschaff​ung akzeptieren wird.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Benedikt Jorns,
      gegen Terroranschläge nützt eigentlich nichts. Nicht mal eine Überwachung / Bespitzeln nützt wirklich etwas, wir kommen meist zu spät, …leider.

      Kampffl​ugzeuge sind der Schirm der Schutz über am Boden befindliche Truppen. Gehören zu einer Armee. Falls ein Vorschlag von einem Kampfjet kommt, den es gibt, der erprobt ist, kann man darüber abstimmen.

      Was sicher nicht geht, die Katz im Sack kaufen, ohne zu wissen, was man eigentlich kauft.

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    • Juli 19, 2021

      Kampffl​ugzeuge sind der Schirm der Schutz über am Boden befindliche Truppen. Gehören zu einer Armee. Falls ein Vorschlag von einem Kampfjet kommt, den es gibt, der erprobt ist, kann man darüber abstimmen.

      Wenn Sie einen erprobten Jet bestellen ist er bis zu Auslieferung bereits veraltet, deshalb sind die Kampfflieger die bestellt werden meist auf dem Reissbrett und mit Prototypen zu Testen vorhanden. Ach bei Fliegern die bereits im Einsatz sind werden immer Weiterentwicklungen bestellt um nicht veraltete Geräte zu bekommen.

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  • November 30, 2016

    BR Parmelin macht das, wofür er gewählt wurde: Er sorgt für eine zeitgemässe Ausrüstung der Armee und dazu gehört nun einmal auch die Luftraumverteidigung.​ Wenn schon eine Armee, dann eine gut ausgerüstete (und ausgebildete). Halbpatzigkeit bringt da gar nichts, dann lieber gar keine Armee mehr. Soweit sind wir aber noch nicht, zum Glück. Die übrigen Bundesaufgaben, die Herr Glättli aufzählt, haben mit der Jetbeschaffung gar nichts zu tun. Man kann und soll das eine tun und das andere nicht lassen. Und man soll aufhören, Bundesaufgaben gegeneinander auszuspielen, wie das Herr Glättli hier wieder tut.

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  • Dezember 2, 2016

    Was der Nationalrat Balthasar Glättli hat seine Informationen aus dem Blick, verstehe ich das richtig?

    Würde Ihnen sogar recht geben, die Kampfflugzeuge sind nicht wirklich notwendig, aber das Geld gleich wieder zu verschleudern, für anderes, ist auch nicht Ziel einer Sparübung.

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  • Dezember 4, 2016

    Richtig – Grippen wurde abgelehnt. Aber nicht um das Geld anderweitig zu brauchen, sondern weil das Volk mit dem Grippen nicht einverstanden war.

    Bessere Variante – dann gibts ein Ja

    BR soll das Geld nicht anderweitig ausgeben, sondern für anderweitige Ausgaben am BR sparen.

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  • Dezember 8, 2016

    Lieber Herr Glättli,
    ja ich habe bei der Grippenabstimmung “Nein” gesagt. Aus zwei Gründen:
    1. Weil wir über ein Flugzeug abstimmen mussten, welches es noch gar nicht gab.
    2. Weil die Armeereform immer noch nicht richtig vorankommt – auch wenn vier SVP Bundesräte hintereinander diese Amt inne hatten.
    Heute aber ist es zu vertreten, wenn der Bundesrat sich mit diesem Thema befasst. Je nachdem sich die Weltpolitik entwickelt, könnte ein moderner “Luftschirm” mitten in Europa unsere Haltung klar machen.
    Am Boden hingegen weiss ich nicht, wo die Armee hinsteuern will oder kann. Im Text des Armeeberichtes sind einige wichtige Punkte aufgeführt, welche bearbeitet werden sollen. Wie Trump, Putin, Erdogan sich zu Europa stellen, wird sich zeigen. Wir sind auf alle Fälle nicht von der Wirkung ausgenommen,
    Die Schweiz ist wohl nicht mehr eine “neutrales” Land. Sonst würden wir dem Rüstungsbetrieb RUAG nicht erlauben, eine Niederlassung in einem Kriegsführenden Land zu eröffnen.

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  • Dezember 24, 2016

    Die Armee beharrt auf neuen Kampfflugzeugen, obwohl 2030 bemannten Kampfflugzeuge à la Gripen ausgedient haben werden. Mit Raketen von über 100 km Reichweite kann ein Helikopter ein Kampfjet abschiessen. Dronen sind mit Kampfjets kaum abzufangen, SRBMs gar nicht. Es fehlt der Luftwaffe an glaubwürdigen Einsatzszenarien, aber die SVP drängt auf Beschaffung, weil sie Donnervögel für die Sichtbarkeit der Armee betrachtet. Ein Hackerabteilung vor einem Bildschirm lässt das Herz der Bürger kalt, für sie ist aber schon heute im Ernstfall. Aber nicht einmal die RUAG konnten sie schützen.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Kirrmann
      Eigentlich verstehe ich von modernen Kampfflugzeugen wenig bis nichts.
      Ich weiss z.B. nicht, was SRBMs sind.
      Ich habe nachgeschaut. Es sind Kurzstreckenraketen gemeint.
      Ich bin für eine starke Verteidigungsarmee – auch für die Schweiz (ich bin Deutscher).
      Dennoch denke ich, ein solcher moderner Flieger ist eher für offensive Kriegshandlung.

      In​dessen für ein friedfertiges Land, wie es die Schweiz ist und sein sollte, ist eine solche Bewaffnung nicht am Platz. Ich könnte mir vorstellen, dass Sie das richtig sehen. Wahrscheinlich wäre eine moderne Helikopterflotte die bessere und billigere Variante.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Ecklin, ein AIM-92 Stinger wird von Helikoptern gegen Kampfjets geschossen. Ihre weitere Behauptungen, dass nur Panzer gegen Panzer und Kampfflugzeuge gegen Kampflugzeuge taugen, stimmte bis zum Koreakrieg, die Konflikte werde asymmetrisch, siehe Ukraine. Die bewaffnete Neutralität darf nicht als Begründung für sinnlosen Anschaffungen dienen. Die Armee weiss nicht, wo das Geld sinnvoll eingesetzt wird, weil sie politisch bestimmt ist.

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    • Juli 19, 2021

      „Ein Hackerabteilung vor einem Bildschirm lässt das Herz der Bürger kalt, für sie ist aber schon heute im Ernstfall. Aber nicht einmal die RUAG konnten sie schützen.“

      Die Ruag wurde über die Bundesverwaltung infiltriert und offenbar weil sich Beamte ein Trojaner auf irgendwelche Pornoseiten eingefangen haben!

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    • Juli 19, 2021

      Es ist ein Irrtum zu glauben, es müsse alles am Internet hängen. Man kann auch absolut in sich abgeschlossene Systeme betreiben, …

      Es ist kein muss, neben der Arbeit noch seine Ferienplanung zu machen, oder Waren einzukaufen..

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  • März 9, 2017

    Herr Hubert Kirrmann,
    Die Logik, man soll effiziente EL IngenieureInnen beschäftigen, (anti Hacker) um sich gegen das zu wehren.

    zweite Logik, Abwehr Systeme Raketen gegen Raketen, ….

    Nun, aber “Links” will nirgends Geld investieren,…. und der Hammer, sehr viele Häcker sind sehr Linkslastig, wollen alles unterlaufen…

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    • Juli 19, 2021

      In der Zwischenzeit kriselt es rundherum, werden Machtspiele gespielt, die schnell mal ernst werden können….

      Aber einen damaligen Sicherheitsbericht hat man in der Luft zerrissen

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