1. Wirtschaft

Banken – ein Ort der Manipulation: Der Staat muss scharf …

Banken – ein Ort der Ma­ni­pu­la­tion: Der Staat muss scharf kon­trol­lie­ren, zum Wohle sei­ner Wirt­schaft, sei­ner Bürgerinnen und Bürger!

Zinsmanipula​tion – Deut­sche Bank be­kommt höchste Strafe

Quelle: t-on­li­ne.­de, dpa, rtr,d­pa-AFX, vom 04.12.2013, 14:04 Uhr  Link: http://www.t-online.d​e/wirtschaft/unterneh​men/id_66849218/eu-ve​rhaengt-rekordstrafen​-gegen-deutsche-bank-​co.html

Auszug:

“Brüssel greift durch: Im Skandal um die Manipulation von Referenzzinssätzen hat die EU-Kommission jetzt sechs Finanzinstituten Rekordstrafen von insgesamt 1,7 Milliarden Euro aufgebrummt. Darunter ist auch die Deutsche Bank mit einer Strafe von 725 Millionen Euro. Die Höchststrafe für den deutschen Branchenprimus ergibt sich, weil er nach Untersuchungen der EU sowohl beim Euribor- als auch beim Liborskandal beteiligt war”.

“Die britische Barclays und die Schweizer UBS kommen um Strafen herum, weil sie die Kartellwächter über die Manipulation informiert hatten. “UBS wurde die Geldbuße aufgrund der Aufdeckung der Kartelle vollständig erlassen”, teilte die EU-Kommission mit. “Andernfalls wäre die Bank für ihre Beteiligung an fünf der sieben Zuwiderhandlungen mit einer Geldbuße von 2,5 Milliarden Euro belegt worden.
Dennoch ist der UBS die Verstrickung in den Libor-Skandal bereits teuer zu stehen gekommen. Vor einem Jahr zahlte die Bank im Rahmen einer Einigung mit den Aufsichtsbehörden der USA, Großbritanniens und der Schweiz 1,4 Milliarden Franken (1,1 Milliarden Euro)”.

 

Rhönblicks Kommentar:

Die Banken – vor allem die in der EU und in den USA – stecken tief im Skandalsumpf: Manipulation des EuroLibors, des Libors – in den Zeitungen ist zu lesen, das gewisse Banken auch den Goldpreis manipuliert haben, ebenso Devisenkurse; Untersuchungen laufen.

Ich stelle fest – unter den Bankern hat sich eine Gilde von Gangstern etabliert, die sich mittels Seilschaften hochgezo gen haben: Gangster – leider – nicht im strafrechtlichen Sinne, so sagen Juristen, so schreiben Zeitungen. Die Banker, die sich so mies verhalten haben, müssten auf die Strasse gestellt werden, gleich welcher Hierarchie-Ebene sie angehören – ohne Boni oder dergleichen. Aber dies geschieht nicht*) oder nur da „wo es nicht anders geht“. Warum? Sie haben – zum Teil? zum grösseren Teil? – sich nicht direkt durch Unterschlagung/Betrug​ etc. bereichert; sie haben den Gewinn der Bank gesteigert und damit ihre Boni – also indirekt in die eigene Tasche “gearbeitet”.

*) Das erinnert mich an die Zeit nach dem Zusammenbruch Deutschlands 1945: NSDAP-Mitglieder, Angehörige der SS und der SA, sowie des RSAH und der Gestapo wurden entweder weiter beschäftigt oder wurden wieder eingestellt, weil– so sagte man – ohne diese Leute der Start nicht möglich gewesen wäre – es hätten die kundigen Fachpersonen gefehlt. Die in den oberen Rängen wussten – wie sie „glaubwürdig“ darlegten – von vielem nichts, sie waren ja nicht direkt an den Taten beteiligt. Die in den unteren Rängen gaben vor, sie hätten mitmachen müssen, sonst wäre es ihnen schlecht ergangen.

Sicher – es besteht ein sehr grosser Unterschied zwischen Morden und Manipulieren. Aber auch die  Manipulations-Banker verursachen Schaden. Sie schaden dem Staat, insbesondere der Wirtschaft, den Bürgerinnen und Bürger.

Es ist natürlich auch lächerlich, dass 5 Personen oder auch einige mehr unter sich im Geheimkämmerlein oder am Telefon solche eminent wichtigen Libor-Kurse oder Geldpreise etc. festlegen können: Die Regierungen nehmen da ihre Aufgabe nicht wahr, Wirtschaft und Bürgerinnen und Bürger vor solchen Gangstern zu schützen: Wie heisst es? „KKK“ – der Staat muss (evtl./im Notfall: Kommandieren), sicher aber: Kontrollieren, Korrigieren!

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
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Comments to: Banken – ein Ort der Manipulation: Der Staat muss scharf …
  • Dezember 6, 2013

    Solange die Banken (als Kreditgeber) eine so grosse Macht haben, wie sie es heute noch haben, wird sich in der Moral derer nichts ändern! Dies gilt im übrigen auch bezüglich der Schuldzinsen. Sie zahlen für ihre Schulden kaum Zinsen und erheben stattliche Zinsen für Kredite jedwelcher Art. Firmen, die Kredite benötigen, müssen diese mit mindestens 120% absichern. Es ist ihnen viel lieber, die Gelder für Einsätze bei Manipulationen (wer immer diese begeht) einzusetzen, denn da winken hohe bis sehr hohe Gewinne, als sie dem Markt zur Verfügung zu stellen. Anderseits muss man beachten, dass die Eigenkapitaldecke der Banken stark erhöht werden muss, was wiederum die Politik verlangt!

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  • Juni 17, 2014

    In „Nicht-Existentes“ investieren, die Spirale weiter drehen und drehen lassen bis die Blase gross genug ist und platzt…. http://www.handelszei​tung.ch/konjunktur/sc​hweiz/oswald-gruebel-​den-schaden-traegt-da​s-volk-625061 Sollte man nicht einfach besser in Reales investieren?

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