1. Finanzen & Steuern

Banken stehen mit dem Rücken zur Wand

Während Jahr­zehn­ten ver­tei­dig­ten die bürgerlichen Par­teien in der Schweiz das Steu­er­hin­ter­zie­h​er-­Ge­heim­nis. Sie mach­ten sich über alle an­de­ren Ländern lus­tig. Dies würde zu viel Steu­ern ver­lan­gen. Des­halb ver­steck­ten die Rei­chen und die Super­rei­chen ihre Vermögen in der Schweiz.

Die SVP wollte das Steuerhinterzieher-Ge​heimnis in der Verfassung verankern. Am Schluss lieferte sie die UBS Kunden zum Nulltarif an die amerikanischen Steuerbehörden aus.

Jetzt wiederholt sich die Geschichte. Neun Schweizer Banken kommen massiv unter Druck. Ihre Akteinkurse fallen. Credit-Suisse und UBS sind bald nichts mehr wert. Weil die Boni-Banker – auf Kosten auch der Pensionskassen – alle abzockten. Weil die bestbezahlten Manager der Welt illegale Geschäfte in den USA machten.

Die Banken finanzieren die bürgerlichen Parteien. Deshalb wird der Bundesrat unsere Boni-Bankern wieder zu Hilfe eilen. Umgekehrt macht er nichts für die Exportindustrie und den Tourismus.

Anders die Gewerkschaften. Sie fordern einen Kurs von 1.40 Franken pro Euro. Anders die SP Oberwallis: Sie will europäische Lebensmittelpreise und mehr Direktzahlungen für die Bauern.

 

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Comments to: Banken stehen mit dem Rücken zur Wand
  • September 29, 2011

    Ich habe meinen Augen nicht mehr getraut, als ich las,
    die SVP habe die UBS-Kundendaten an die USA ausge-
    liefert. Ausgeliefert wurden sie von der FINMA, und die
    SVP hat sich zu allen Zeiten mit allem Nachdruck dagegen
    gesträubt. Das ist jedermann bekannt, doch für Herrn Jost
    ist das nicht einmal ein Hindernis für seine grobschlächtige,
    bra​ndschwarze Lüge.

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