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Bayerische Präzision im Falle Hoeneß

(geschrieben am 13.03.2014, 09:34)

Bayerische Präzision im Falle Hoeneß

Exakt an dem Nachmittag, an dem am Morgen die Selbstanzeige von Hoeneß ins Finanzamt geflattert kam wollten die Steuerfahnder ihre offiziellen Ermittlungen in der causa Hoeneß aufnehmen. Somit steht fest, Hoeneß hat sich selbst angezeigt. Ein Freispruch ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Und viele Prominente und Politiker werden hörbar aufatmen. Es bleibt alles beim Alten – außer, dass Hoeneß Millionen verloren hat – an der Börse und beim Finanzamt.

Quelle: „F.A.Z.“, von heute, 13.03.2014: „Hoeneß‘ Verteidiger wecken Hoffnung“ von Joachim Jahn (jja.), in „Wirtschaft“, Seite 17

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Comments to: Bayerische Präzision im Falle Hoeneß
  • März 13, 2014

    Und die Moral von der Geschicht:

    Das deutsche Steuersystem

    – führt sich hier nicht nur vor,
    – sondern ad absurdum.

    Der hehlerische Kauf von CD ist das eine, der Rohrkrepierer für die Behörden ist das andere.

    Gestern Abend im RTL, Stern TV: es fehlen in Deutschland 20000 (zwanzigstausend) Steuerfachleute in den Finanzämtern.

    Was ist das für ein Staat, der seine eigenen Steueriche Prozesse nicht im Griff hat und sich gerichtlich Hehlerei bescheinigen lassen darf.

    Man muss ausserdem wissen:

    Dass es in Deutschland soviele und hochbezahlte private Steuerberater gibt, hat seinen Grund in der Auslegung der tausenden von dehnbaren Paragraphen im deutschen Steuergesetz.

    Ganz​ anders als (noch) in der Schweiz, geht der deutsche Grundsatz von der steuerlichen Vermutung des Schlechten aus und so verhalten sich eben leider auch viele Steuerprüfer.

    Selb​st wenn eine Steuerprüfung durchgeführt wurde, ist es immer noch möglich, dass darauf zurück gekommen wird, weil man was übersehen hat und das kann über Jahre sehr ‘nett’ sein.

    Nein, in Deutschland schwimmt der Staat im Geld, aber eine Revision des idiotischen Steuerrechts ist nirgends erkennbar.

    Der Fall Hönes ist eine traurige menschliche Nummmer, die bei mir nur Kopfschütteln hervorbringt. Seltsam, in Deutschland wird eine Kassiererin wegen EUR 1.50 fristlos gekündigt, und ein Herr Hönes sollte davon kommen? Das passt nicht zusammen!

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  • März 13, 2014

    Hoeness geht in den Knast. Die Linken jubilieren. Welch ein ein Hass- und Phyressieg.
    Hoeness wäre besser in die Schweiz gezogen, als sich in den Knast zu reden.

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    • Juli 19, 2021

      Steuerhinterziehung wird in Deutschland bald schlimmer betraft als Mord. Das ist linke Politik

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    • Juli 19, 2021

      Mit deutschen Gesetzen haben Sie es nicht so, oder? Selbst nach Jugendstrafrecht würde Ihre Behauptung nicht stimmen.

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    • Juli 19, 2021

      Richtig Herr Safado

      es ist doch offensichtlich, zuerst aus den eigenen Leuten Harz IV basteln, soviele wie möglich, dann geklaute Daten kaufen, anderen Staaten drohen… usw.

      Ginge es D wirklich finanziell so gut wie immer behauptet wird, hätte diese Regierung solche Gebahren gar nicht nötig. Vieles scheint mehr Schein als Sein.

      Wenn es effektiv um Gerechtigkeit geht, weshalb wird dann Alice Schwarzer nicht auch eingebunkert?

      http​://www.zeit.de/gesell​schaft/zeitgeschehen/​2014-02/steuerbetrug-​alice-schwarzer

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    • Juli 19, 2021

      Frau Habegger, wären Sie auch so tolerant Steuerhinterziehern gegenüber wenn man den Schweizer Staat und damit das Schweizer Volk um Millionen abgezockt hätte?

      Alice Schwarzer wurde nicht eingebunkert weil sie offensichtlich eine gültige Selbstanzeige gemacht hat. Dazu muss man erstens eine Selbstanzeige machen BEVOR Ermittlungen gegen einen selbst eingeleitet werden, und man muss bei den Angaben in der Selbstanzeige ehrlich sein … beides trifft auf den Fall Hoeness nicht zu.

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    • Juli 19, 2021

      Ihre Frage an Frau Habegger, Herr Wagner, ist reine Polemik.

      In der Schweiz könnte ein Steuerhinterzieher gar nicht Millionen hinterziehen! Schon mal etwas von der Verrechnungssteuer gehört?

      Wer seine Erträge auf Bankanlagen nicht angibt, zahlt automatisch 35% an Steuern. Das ist mehr als er bezahlen würde, wenn er die Einkünfte deklariert!

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    • Juli 19, 2021

      @ Hans Knall:

      Es gibt weit mehr Möglichkeiten Steuern zu hinterziehen als nur eine Geldanlage als Ausländer bei einer Schweizer Bank. Lesen Sie sich doch mal auf folgender Website ein:

      http://www.steuer​-hinterziehung.ch/


      Meine Frage an Frau Habegger war zwar eigentlich nur rhetorisch gemeint, hat aber durchaus reale Hintergründe.

      @ Margi Noser:

      Ich glaube das 99% aller Steuerzahler Gelegenheiten nützen würden um ihre Steuerlast zu vermindern, etliche davon auch am Rande der Legalität.

      Ich heisse übrigens “Frank”, nicht “Franz”.

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    • Juli 19, 2021

      Na dann, Herr Wagner, erklären Sie mal, wie man der Schweiz 27 Mio. durch Steuerhinterziehung abzocken könnte, ohne dass es sich um Steuerbetrug handeln würde.

      Auf der von Ihnen angegebenen Site heisst es nur man dürfe nicht, aber es heisst nirgends etwas über die Möglichkeiten. Die müssen schon Sie uns erklären.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Knall, es steht sehr wohl etwas über die Möglichkeiten auf der Seite:

      http://www.​steuer-hinterziehung.​ch/steuerhinterziehun​g/voraussetzungen-ver​suchte-steuerhinterzi​ehung

      http://www.s​teuer-hinterziehung.c​h/steuerhinterziehung​/voraussetzungen-voll​endete-steuerhinterzi​ehung

      Auch als Schweizer kann ich mein Geld im Ausland anlegen und die Einkünfte aus dem Kapital nicht der hiesigen Steuerbehörde melden.

      Wenn Sie zusätzlich unbedingt differieren müssen zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug ist mir das relativ egal, für meine Frage an Frau Habegger ist die Unterscheidung nicht relevant.

      Für alles andere wie Steuerrecht, Volkswirtschaft etc. wo Sie bereits in anderen Diskussionen Defizite bewiesen haben gibt es sicher Kurse an der Migros Klubschule oder ähnliches.

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    • Juli 19, 2021

      Wenn ich mein Geld im Ausland anlege, Herr Wagner, dann muss ich die Einkünfte aus diesem Kapital doch gar nicht in der Schweiz versteuern, oder?

      Obschon Sie die Links wiederholen, gibt es dort keine Anhaltspunkte die darüber Aufschluss gäben, wie der Schweiz gegenüber eine 27 Mio Steuerhinterziehungs-​Abzocke möglich wäre.

      Es braucht also nach wie vor Ihre Klarstellung, sonst bleibt Ihr Geploder einfach ein Geploder… Oder haben Sie das tatsächlich alles in der Migros-Klubschule gelernt?

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    • Juli 19, 2021

      Wie hinterzieht man Steuern? Indem man auf der Steuererklärung unwahre Angaben macht. Das haben die Links (keine Wiederholungen, sondern Links auf Unterseiten) klar ergeben. Haben Sie jemals eine Steuererklärung gemacht? Wenn ja müssten Sie wissen das Sie in der Steuererklärung Einkünfte aus dem In- und Ausland angeben müssen.

      Wenn Sie Kapitalerträge in einem Land haben in dem Sie keinen Wohnsitz haben müssen Sie die Erträge in Ihrem Wohnsitzland versteuern. Wenn Ihr Wohnsitzland mit Ihrem Kapitalertragsland ein Doppelbesteuerungsabk​ommen hat bekommen Sie unter Umständen Reduktionen der dortigen Quellensteuer (das regeln Doppelbesteuerungsabk​ommen), aber sie müssen Ihr ausländisches Einkommen in der Schweiz angeben und versteuern.

      Glaube​n Sie wirklich für Schweizer gibt es keine Möglichkeit irgendwo Schwarzgeld zu horten? Warum gibt es den Straftatbestand der Steuerhinterziehung in der Schweiz wenn es Ihrer Definition nach eigentlich keine Möglichkeiten gibt Steuerhinterziehung in der Schweiz zu betreiben?

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    • Juli 19, 2021

      Ich sage ja nicht, Herr Wagner, dass Steuerhinterziehung in der Schweiz nicht möglich ist, ich sage nur, dass eine Steuerhinterziehung in der Grössenordnung von 27 Mio wie im Fall Hoeness durch eine Einzelperson praktisch ausgeschlossen ist.

      Über die Versteuerung von Einkünften im Ausland könnten wir hier ein Seminar abhalten. Wichtig ist zu wissen, dass diese meist nur zur Bestimmung des Progressionssatzes herangezogen, nicht aber als Einkommen gewertet werden (Immobilienerträge) oder eben durch Doppelbesteuerungsabk​ommen keine oder fast keine Steuern in der Schweiz zur Folge haben.

      Wer also der Schweiz 27 Mio durch Steuerhinterziehung abzocken will, muss praktisch Milliarden im Ausland verstecken. Was nervt ist Ihre überheblicher und nicht sachliche Plattitude, dernach ein Fall Hoeness jederzeit auch in der Schweiz stattfinden könnte.

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    • Juli 19, 2021

      Und ich widerspreche Ihnen weiterhin hinsichtlich Ihrer Behauptung das Steuerhinterziehung in der Grössenordnung von 27 Mio. in der Schweiz nicht möglich wäre. Steuern hinterziehen kann man nicht nur auf ausländische Kapitalerträge.

      Abgesehen davon ist die ganze Diskussion nur auf eine unnötige Spitzfindigkeit von Ihnen zurückzuführen. Ich wollte von Frau Habegger sinngemäss schlicht wissen ob Sie auch so tolerant wäre wenn der Schweizer Fiskus um Millionen gebracht worden wäre. Das war eine rein rethorische Frage, die einer Diskussion um Steuerhinterziehung und Steuerbetrug überhaupt nicht bedurft hätte. Das man den Schweizer Staat auf verschiedenste Art und Weise um Steuereinnahmen bringen kann sollte klar sein.

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  • März 13, 2014

    Grosses Maul und dann der Absturz. Der Fall Hoeness. Vielleicht findet die deutsche Staatsanwaltschaft noch weitere Millionen. Dann gibt’s noch mehr Knast. Haben wir in der Schweiz eigentlich auch so verlogene Leute?

    Spielen wie Flasche leer.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Kneubühl,

      aus Ihren Worten kann ich Neid und Hohn lesen, was angesichts des Verzichts auf ein Weiterziehen des Falles unangemessen erscheint. Ich gehe aufgrund Ihrer Äusserung gerne davon aus, dass Sie frei von jedwelchen Fehlern sind. Schön für Sie aber für mich hat Hoeness gezeigt, dass er zu seinen Fehlern steht und die Konsequenzen zieht.

      Gemäss soeben erfolgtem Radiointerview mit einem Deutschen Journalisten soll eine Selbstanzeige so kompliziert sein, dass nicht einmal Anwälte richtig durchblicken. Genau so sieht es mit der Steuererklärung aus. Kommt hinzu, dass Steuergelder in Deutschland jährlich in Milliardenhöhe verprasst werden. Gut, ich gebe zu, das ist kein Argument Steuern zu hinterziehen. Aber die Politiker, allen voran der Typ Gabriel, der wieder nichts anderes wusste, als der Schweiz zu drohen, sollten sich die eigene Nase reiben, denn so, wie es Deutschland und die meisten EU Staaten tun, kann man nicht haushalten! Dann den Mund gross aufzureissen ist für mich Hohn und Arroganz zugleich.

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  • März 14, 2014

    Dass bei uns in Deutschland ein Steuerpflichtiger ein bisschen Geld versteckt, kann ich gut verstehen. In Deutschland werden unvorstellbar grosse Mengen an Steuergelder verpulvert. Ich weiss, auch in der Schweiz wird viel Geld verbraten. Aber im Vergleich zu Deutschland steht die Schweiz sehr gut da. Leider gibt es keine mir bekannten Indices für die Bewirtschaftung und das Führen der Staatshaushalte. Immerhin ist Deutschland in Afghanistan und im Irak, auf Wunsch oder besser unter Druck der Amerikaner in den Krieg gezogen!

    DA MACHT ES KEINEN SPASS, STEUERN ZU BEZAHLEN!

    Der Fall Uli Hoeness ist natürlich krass. Schon wegen des Umfangs.
    Schwer zu verstehen ist, dass sich Hoeness, der sich selbst anzeigt, dies nur zum Teil tut. Denn er weiss ja, dass die Behörden im Besitz der Daten sind. Also wenn Schadensbegrenzung, muss die Selbstanzeige komplett und lückenlos erfolgen. Andernfalls ist sie wertlos! Alles andere grenzt an Dummheit.

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