1. Sonstiges

Beschäftigung statt Sozialhilfe!

Viele So­zi­al­hil­fe­be­zü​­ger und –­be­zü­ge­rin­nen wären be­reit, Ar­beit im Rah­men von Be­schäf­ti­gungs­pro​­gram­men zu leis­ten. Sinn­volle Ar­beit gibt es genü­gend, zum Bei­spiel im Ge­sund­heits- oder Bil­dungs­we­sen, im Um­welt- oder Na­tur­schutz. Die öf­fent­li­che Hand ist auf­ge­ru­fen, sol­che Ar­beitsplätze in einem se­kun­dären Ar­beits­markt zu schaf­fen, ohne al­ler­dings den primären Ar­beits­markt zu kon­kur­ren­zie­ren.

Wenn Unternehmungen für die Anstellung von Sozialhilfeempfängern​ von der öffentlichen Hand via Lohnzuschüsse unterstützt werden, muss der öffentlichen Hand Einblick in die Unternehmensergebniss​e gewährt werden. Es darf nicht sein, dass Unternehmungen via die Anstellung von Leuten zu Minimallöhnen exorbitante Gewinne machen.

Der Soziallastenausgleich​ unter den Gemeinden darf nicht dazu führen, dass sich die Gemeinden aus der Verantwortung für die Integration der Sozialhilfeempfänger in den Arbeitsmarkt schleichen.

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
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Comments to: Beschäftigung statt Sozialhilfe!
  • März 1, 2019

    Herr Schneider, ich denke, der von Ihnen beschriebene Zustand besteht schon. Es gibt schon Menschen, die 100% arbeiten und nicht genügend Lohn bekommen, um damit leben zu können. Der Zustand soll ja nach Wunsch der Arbeitgeber noch verstärkt werden. Es wird angestrebt, dass Arbeitnehmer auf Wunsch der Arbeitgeber zu mehr Überzeit pro Jahr und mehr Nachtarbeit verpflichtet werden sollen. Dabei können hierzulande so viele Stellen nicht besetzt werden, wegen Arbeitskräftemangel.

    In Deutschland steigt die Zahl derer, welche bei 100% Arbeit, einen Zuschuss vom Staat brauchen, weil sie sonst nicht überleben. Dass Firmenbesitzer überhaupt auf so eine Geschäftsmodell kommen, ist moralisch ganz übel.

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    • März 1, 2019

      Genau Herr Alex Müller

      Die Geldschöpfung aus dem Nichts zur Abdeckung der gegenseitigen Leistungserbringung und Bedürfnisse, kann keinen Mangel erzeugen, er wird von den Obrigkeiten organisiert.
      Gelduml​age als Käufer und nicht Zahler
      Es ist der Konsument oder Nutzer, welcher zusammen mit den Unternehmen und Staat, insgesamt die Geldumlage vornehmen. Jedoch sind die Aufteilungen der Kreisläufe (Herkunft) zu beachten, welche in der gegenseitigen Leistungserbringung enthalten sind.

      Metapher: Im Geldschöpfungsvolumen​ ist der Aufteilungsmix Wirtschaft, Staat und Soziales eingespeist. Das Badewasser (Schöpfung der Kreditnehmer via Banken) enthält neben der Feuchtigkeit (Geldvolumen), drei Zusätze (Umlageanteile)!

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  • März 1, 2019

    Dieser „sekundäre Arbeitsmarkt im Gesundheitswesen“, Herr Schneider, würde sich offensichtlich ohne weiteres anbieten, wenn man sich das Gejammer über die fehlenden Zivilschützler in den Spitalkorridoren anhört, falls die wieder vermehrt Militärdienst leisten müssten…

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  • März 1, 2019

    Erhalten die Sozialhilfeempfänger,​ Geld aus einem Sekundärkreislauf?
    D​ie Kaufkraft fragt nicht nach Erwerb, wann können Sie diese Realität endlich begreifen und das Geld für die Sozialhilfe fehlt nicht.
    Mit Ihrer Einschränkung des 1. Arbeitsmarktes haben Sie das Dilemma doch aufgezeigt. Sollen die Sozialhilfeempfänger den verlängerten Rücken der Erwerbstätigen putzen?

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  • März 1, 2019

    Ein Drittel der Sozialhilfebeziehende​n sind Kinder, die noch nicht einem Erwerb nachgehen dürfen bzw. können, Herr Schneider.

    Eine grosse Zahl kann wegen physischer oder psychischer Behinderungen nicht arbeiten.

    Dazu kommen Personen aus dem Asylbereich, die NICHT arbeiten dürfen oder wegen mangelnder Sprachkenntnisse keine Stelle bekommen.

    Nicht zu vergessen die älteren Ausgesteuerten, welche keine Anstellung mehr erhalten, aber auch keine Rente, weil es eine solche Sozialversicherung nicht gibt.

    “278 345 Personen bezogen im Jahr 2017 wirtschaftliche Sozialhilfe. Damit wurden 3,3% der Wohnbevölkerung mindestens einmal im Jahr mit einer Sozialhilfeleistung unterstützt. Die Sozialhilfequote für die Bevölkerung zwischen 50 und 64 Jahren hat in den letzten Jahren überproportional zugenommen, was vor allem auf die geringeren Chancen für eine rasche Ablösung von der Sozialhilfe zurückzuführen ist.”

    bfs.admin.ch​/bfs/de/home/statisti​ken/soziale-sicherhei​t/sozialhilfe.assetde​tail.6546136.html

    ​Es bleibt nur ein kleiner Anteil, der wieder ins Erwerbsleben eingegliedert werden kann. Die Gemeinden sollten deshalb durch den Bund von der Langzeithilfe entlastet werden.

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  • März 2, 2019

    Wenn jemand aus dem Gesundheitswesen heraus geschmissen wurde, nach 30 Jahren, macht es ja Sinn, diese für sog 1 Schweizerfranken Job wieder zu beschäftigen. Unglaublich die Ideen

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    • März 2, 2019

      Mit solchen Ideen und Massnahmen schafft man mehr Arbeitslose weil es sich die Firmen leisten können, reguläres Personal was kostet, abzubauen, die “Restarbeit” machen ja dann Billig^löhnler

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  • März 4, 2019

    Na ja, wo immer möglich, sollte der Job genügend Geld einbringen, damit der Arbeitnehmer sein Leben selbst finanzieren kann. Somit bin ich dafür, dass so viele wie möglich im ersten Arbeitsmarkt verbleiben/integriert​ werden können. Da sollte der Staat nicht zwingend mittels Geldzuschüsse die Firmen «motivieren». Allerdings gibt es da auch Grenzen (Möglichkeiten von Firmen und Ressourcen der Arbeitnehmer). Hier ist ein Hinschauen und abwägen sicher notwendig. Was nicht geht ist zu Lasten der Allgemeinheit den Gewinn maximieren und dann auf der Seite der Sozialhilfe/IV/EL noch Kürzungen machen. Doch gerade darin sind gewisse Parteien offenbar gut. https://www.conviva-p​lus.ch/?page=2857&fbc​lid=IwAR2CxBfl_IN1eG-​lNPSpBVKnBt1ImP5C8Ft7​xDuB4kjegHEmWD3uUzMGB​DY
    Haben diese, die Aufgaben des Staates gemäss Bundesverfassung vergessen? BV, Art. 12: Wer in Not gerät und nicht in der Lage ist, für sich zu sorgen, hat Anspruch auf Hilfe und Betreuung und auf die Mittel, die für ein menschenwürdiges Dasein unerlässlich sind; Art. 43., Art. 111 etc. Nun denn, dieses Jahr sind Wahlen.

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    • März 4, 2019

      Werden denn, Frau Sägesser, mit diesen Artikeln zum Beispiel auch Afrikaner erfasst, die in der Lage sind, in nigelnagleneuen Turnschuhen und blendendweissem T-Shirt tausende Kilometer durch etliche Länder zu reisen und die dafür nötigen Schlepper zu bezahlen und dann seine Papiere wegzuwerfen?

      Und wenn ja, setzen denn diese Gesetze die Norm, dass „menschenwürdiges Dasein“ erst erreicht wird, wenn man 4‘000 Franken plus Miete, plus Zahnarztkosten, plus Kosten für den ÖV plus Ferien im Ausland, plus Kosten für Rechtsberatung, Sprachschule, Beschäftigungsprogram​me, Eingliederungsmassnah​men usw ohne jegliche Leistung aus Schweizer Steuergeldern finanziert erhält?

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    • März 7, 2019

      Was ist den ein menschenwürdiges Dasein Frau Sägesser? Das würde ich gerne mal wissen.

      Also mir ist spätestens der Hut hochgegangen als mich das Sozialamt angefragt hat ob ich eine 5 Zimmer Maisonette Wohnung an ein ca. 30 Jähriges Paar mit Kindern und zwei Hunden vermieten würde. Tönt verlockend die Miete hätte das Sozialamt direkt überwiesen.
      Nur beide wären arbeitsfähig aber eben nicht wirklich motiviert dies auch zu tun.
      Warum auch das Amt zahlt ja alles.

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