1. Bildung & Forschung

Bildung weitsichtig gestalten

Bildung ist unser wert­volls­tes Gut in einem res­sour­cen­ar­men Land. Des­halb ist die Frage um deren In­halt, Form und Qua­lität nicht nur be­deut­sam son­dern auch zu­kunfts­wei­send. Gute Bil­dung ist Grund­vor­aus­set­zun​g für die ak­tive Teil­nahme am ge­sell­schaft­li­che​n (de­mo­kra­ti­schen) Le­ben. Um immer kom­ple­xer wer­dende Her­aus­for­de­run­ge​n der Ge­sell­schaft (wie z.B. Kli­mae­r­wär­mung oder Tech­no­lo­gien) kon­struk­tiv an­zu­ge­hen und nach­hal­tig zu lö­sen, sind wir auf die Fähig­keit von dif­fe­ren­zier­tem Den­ken in kom­ple­xen Zu­sam­men­hän­gen an­ge­wie­sen. Dies er­for­dert at­trak­tive Bil­dungs­orte mit so­zial und men­tal an­re­gen­den Räu­men, in wel­chen kri­ti­sches und auch un­kon­ven­tio­nel­le​s Den­ken mög­lich ist. Die um sich grei­fende Stan­dar­di­sie­rung und kal­ku­la­to­ri­sche Steue­rung von Hoch­schu­len sind kaum Ga­rant für hohe Bil­dungs­qua­lität – im Ge­gen­teil!

Bildungsqualität zeichnet sich aus über akademische Freiheit. Es sind Bildungsorte zu schaffen und zu bewahren, in welchen kontrovers (aber fundiert) gedacht, gelehrt und geforscht werden kann. Bildung darf nicht top down und Output gesteuert verwaltet werden. Bahnbrechende Errungenschaften der Menschheit wurden selten entlang eines kalkulierten Prozessplans erfunden. Hochschullehrende und Studierende hingegen mutieren zunehmend zu Managern ihres eigenen Produktionsprozesses im Hinblick auf grösstmöglichen Leistungsoutput. Dem ist Einhalt zu gebieten. Das Plädoyer lautet: Weniger Quantifizierung (z.B. Rankings, h-Index, Leistungsfaktoren), mehr Substanz (Inhalt, echte Diskurse, geistes- und naturwissenschaftlich​). Dazu braucht es auch ungeplantes, zufälliges, zeitloses, mutiges und queres Denken.

Die Forderung nach wirklich guter Bildung ist weder messbar noch vermessen!

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Comments to: Bildung weitsichtig gestalten
  • Februar 27, 2019

    So, so, Frau Abegg, „um immer komplexer werdende Herausforderungen der Gesellschaft (wie z.B. Klimaerwärmung oder Technologien) konstruktiv anzugehen und nachhaltig zu lösen, sind wir auf die Fähigkeit von differenziertem Denken in komplexen Zusammenhängen angewiesen?“

    Mein​en Sie mit „differenziertes Denken“ die von Ihrer Partei inflationär verwendete Einschätzung von Skeptikern als „Klimaleugner“?
    Oder​ meinen Sie mit „Bildungsqualität“ wenn Universitätsprofessor​en die „Todesstrafe (!) für Klimaleugner“ fordern?
    https://tal​lbloke.wordpress.com/​2012/12/24/prof-richa​rd-parncutt-death-pen​alty-for-global-warmi​ng-deniers/

    Irgend​wie haben Sie da etwas verwechselt, oder Sie sind eben eine Grüne…

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    • Februar 27, 2019

      Wurde nicht einmal im schwarzen Mittelalter das gleiche mit Ketzern gemacht? Sind wir schon, oder gehen wir ins Mittelalter?
      Oder sind das Gedanken, welche aus neuer Bildung heraus getroffen werden? Da habe ich einiges zu grübeln…

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  • Februar 27, 2019

    Ich habe etwas das Parteiprogramm der Grünen gelesen ..

    https://gruene-​zh.ch/unsere-themen

    Und muss schon sagen, unglaublich was da alles geschrieben steht. Ob das alles wohlüberlegt ist?

    Meine Befürchtung, nein..

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  • Februar 27, 2019

    “Bildung ist unser wert­volls­tes Gut in einem res­sour­cen­ar­men Land.”

    Nun vielleicht braucht es noch ein paar Hitzesommer mehr mit Wasserknappheit bis man merkt, dass dieser Satz nicht stimmt?
    Oder ist Wasser etwa keine Ressource?
    Aber man vermisst etwas so lange nicht bis es einmal Mangelware ist.

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    • Februar 28, 2019

      Nach der nächsten Schneeschmelze und einem verregneten Sommer mit vielen Überschwemmungen im „Wasserschloss Schweiz“, können Sie dann wieder kommen mit dem Klagen über Wasserknappheit, Herr Huber.

      Wegen eines etwas wärmeren respektive trockeneren Sommers in dem ein paar Tomaten oder Gurken abgeserbelt sind, machen sich die Schweizer Bauern noch lange nicht in die Hose. Das sind sie sich seit Jahrtausenden gewöhnt. Sogar an längere Trockenperioden.

      I​mmerhin, die Weinernte war hervorragend! Ein Trost für all die frustrierten Klimaretter…

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    • Februar 28, 2019

      Herr Emil Huber,
      Ich weiss nur eines mit Bestimmtheit.
      Wenn sich diese “grüne Politik” etabliert, und weitere Stimmen bekommen, sind später Themen wie Hitzesommer und Wasserknappheit die kleinsten Sorgen und Nöte die wir haben werden.
      Alles wird zusammenbrechen und nur noch eine Elite wird von den modernen Errungenschaften profitieren können. Eine Gesellschaft ist wie ein Getriebe, fallen Teile weg, funktioniert das Ganze nicht mehr.
      Leider werden wir dann nicht Altershalber, sondern der Zeit entsprechend, nicht mehr via Internet kommunizieren können, da ebenfalls inexistent.
      Anstelle Sommer werden sie sich in Acht nehmen müssen vor den Wintern…gab es alles schon…und hoffen, bis im Frühjahr zu überleben

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    • Februar 28, 2019

      @Knall

      Ich klage nicht über Wasserknappheit, ich wollte aufzeigen, dass die Behauptung, die Schweiz hätte keine Ressourcen so nicht stimmt, egal wie oft sie wiederholt wird.
      Gut möglich, dass wir Überschwemmungen und eine verregneten Sommer bekommen, das Wetter macht eben was es will und läuft nicht mit wissenschaftlicher Präzision ab.

      Aber der Mensch von heute hat wohl im Kopf verankert, er müsse alles und jeden selbst beherrschen. Grössenwahn eben.

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    • Februar 28, 2019

      Genau, Herr Huber, das Wetter läuft nicht wissenschaftlich.
      De​shalb muss man sich fragen, was denn die vielen “Klimawissenschaftler​” den ganzen Tag tun. Ausser natürlich Studien erstellen, welche die Vorhersagen der Klimaherrscher und -Profiteure bestätigen sollen…

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  • Februar 28, 2019

    Man kann natürlich Schreiben und lesen, Mathematik. Geometrie, etc lernen und in dem Sinne gebrauchsfähig für die Wirtschaft sein.

    Ob man intelligent ist, nur weil man einen Universitätsabschluss​ hat oder einen Roboter bauen kann, der wie ein Hund laufen kann, ist wiederum eine andere Frage.

    Man kann Geschichtsunterricht machen. Ob man darauf etwas für die Zukunft lernt, ist so ein Sache.

    Waren es nicht Intellektuelle, die oft die Grundlage dazu lieferten, was dann die Robespierres, Lenins, Stalins, Napoleons und Hitlers für nötig hielten?

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  • Februar 28, 2019

    Susanne Abegg sagt:
    “Bildung ist unser wertvollstes Gut in einem ressourcenarmen Land.”
    Völlig einverstanden.

    Fer​ner:
    “Die um sich greifende Standardisierung und kalkulatorische Steuerung von Hochschulen sind kaum Garant für hohe Bildungsqualität – im Gegenteil!”
    Was ist das, kalkulatorische Steuerung? Ich verstehe das nicht.

    Und:
    “Dazu​ braucht es auch ungeplantes, zufälliges, zeitloses, mutiges und queres Denken.”
    Glaubt die Verfasserin dieses nebulösen Textes, der kaum jemand versteht, dass die Forschenden und Studierenden in irgendeinem Labor unbeaufsichtigt Steuergelder verschleudern können, einfach wie es ihnen gerade so behagt?

    Glaubt diese Grüne Dame, auf von Firmen wie Nestle, Roche, Novartis, UBS, Privatpersonen wie Hansjörg Wyss u.a. gesponserte Lehrstühle verzichten zu können?

    Welch absurde Idee! Seltsam, wirklich seltsam.

    Dabei ist eben erst die Schweiz für das fortschrittliche Bildungssystem mit dem 3. Platz weltweit geehrt worden.
    https://www.srf.ch/​news/schweiz/bildungs​systeme-im-vergleich-​bronze-fuer-das-schwe​izer-hochschulsystem

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  • Februar 28, 2019

    Wer Grün wählt. wählt den Absturz unserer freien Zivilisation. Es ist eine Partei die vergleichbar mit der Inquisition des Mittelalters ist Mal Pädophil, mal gegen Energie, mal gegen Landwirtschaft und sowieso gen den Verkehr. Die Grünen sind mehr eine religiöse Sekte als Partei,
    Ich befürchte das schlimmste für unsere Nachkommen.

    Die eigene Weltbestimmung ist so gross, dass man vernünftigen Argumente nicht zugänglich ist. Es war die größte Errungenschaft von Vordenkern wie Immanuel Kant, dass die Kritik der reinen Vernunft religiöse Erklärungsmuster infrage gestellt hat. Dahinter scheinen manche heute wieder zurückgefallen zu sein. Der Glaube ist für Grünbewegte wieder zum zentralen Ankerpunkt geworden. Ob das der Höhepunkt des zivilisatorischen Fortschrittes ist, darf man getrost bezweifeln.

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  • März 1, 2019

    Wie unredlich das Gesülze über „attraktive Bildungsorte in welchen „kritisches und auch unkonventionelles Denken möglich ist“ in Wahrheit daherkommt erkennt man, wenn man statt dem Gerede mal anschaut, was bei den Grünen dahintersteckt.

    -​ Die Weltweit besten Universitäten befinden sich in den USA, in Grossbritannien und… in der Schweiz. Die „allerbeste“ Universität in einem EU-Land (nach dem Brexit) vegetiert auf Platz 36. Alle anderen noch weiter zurück.

    – Für das EU-Forschungsprogramm​ „Erasmus“ kommen die meisten Forschungsprojekte und Eingaben aus Grossbritannien. Nach dem Brexit fallen diese dort weg.

    – Die Briten bieten der Schweiz an, zusammen mit ihnen und den amerikanischen Top-Unis in einer Forschungs-Top-Liga zusammenzuarbeiten.

    Trotzdem wollen die Grünen und Linken und Netten am Forschungsabkommen mit der EU festhalten und dafür gleich den gesamten Rahmenvertrag genehmigen, der die Schweizer Forschenden an die EU binden und von der „freien internationalen Forschungszusammenarb​eit“, ausschliesst, die um sich greifende „Standardisierung und die kalkulatorische Steuerung von Hochschulen“ verstärkt und die „akademische Freiheit“ dadurch einschränkt.

    Das​ macht deutlich: Es geht den Eiferern nicht um echte „Bildungsqualität“, sondern wie bei sämtlichen leeren Behauptungen (Zusammenarbeit, Vorteile, Rechtsicherheit, Marktzugang usw) einzig um die Unterstellung der Schweizerischen direkten Demokratie unter die Macht- und Lenkungsdirektiven der EU.

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  • März 3, 2019

    CO2 frei 2030 / 2050
    Das Auto mit den Steuern und Abgaben ist eine Politische Woll Milch Sau. Mit allem, Strassenverkehrssteue​r, Mineralölsteuer und Zoll, Mehrwertsteuer, Treibstoff Steuer, CO2 Steuer, Zoll und Einkommenssteuer und Mehrwertsteuer bim Fahrzeug kauf, Finanzierung der Strassen und des ÖV, dazu Bussgelder von Parkbussen über Tempokontrollen nebst Kontrollen der Fahrzeuge selber, nebst dem Autogewerbe plus den Berufen wie alle die mit dem Gewinnen Verkaufen Transportieren dieser Fossilen Medien zu tun haben, um das auch noch zu erwähnen.
    Bei den Immobilien von AWEL über Luftreinhalte Vorschriften, ebenso Steuern, Zölle Abgaben, Kaminfeger und Servicetechniker, Feuerungskontrollen, was in dem Bereich alles anfällt, wird mit 2030 / 2050 nicht mehr notwendig sein.
    Danach muss man auch keine Forschung mehr was CO2 anbelangt betreiben, also Vergangenheitsforschu​ng oder Auswirkungen von CO2 auf die Umwelt, Szenarien was geschehen könnte, Statistiken von Abgasen, Verkehrsfluss, Parken, wo Autofrei, Vignetten für Städte, Autobahnen, Tunnel, braucht es alles nicht mehr. Ebenso wenig Umweltschutz der Alpen, es fährt niemand mehr Fossil dorthin, es überfahren keine Autoreifen mehr Reptilien, das werden dann E Mobile und Fahrräder tun.

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    • März 3, 2019

      Aber eines sollten wir Trainieren für die Zukunft, wenn wir denn eine haben wollen, Hirn einschalten und endlich kapieren wie wir zu Doofis gemacht werden von diesen “angeblich Gebildeten Eliten”…

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