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Blackout – eine gigantische Katastrophe

Blackout – eine gi­gan­ti­sche Katastrophe

Atomausstieg – Wahl zwischen Pest und Cholera!

Der Entscheid über den Atomausstieg ist schwierig, denn es gilt, zwischen zwei möglichen Katastrophen zu entscheiden – Dem atomaren Supergau und einem flächendeckenden Stromausfall, dem Blackout.

Interessanterweise sagen die Gegner des Ausstiegs, die Möglichkeit eines Atomunfalls sei so gering, dass er praktisch nicht eintreten könne. So gering er auch ist, er besteht. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit sagt, nur einmal in 100’000 Jahren, so kann das eine Mal schon morgen passieren. Diese Möglichkeit ist Realität!

Aber kaum jemand ist sich bewusst, dass wir mit dem kurzfristigen Atomausstieg das Risiko eines Blackouts stark vergrössern. Auch wenn auch dieses Risiko sehr gering ist, darf man es so wenig klein reden oder als unmöglich darstellen, wie das die Befürworter des Atomausstiegs tun. Sollte es einen flächendeckenden Stromausfall geben, ist es sehr wahrscheinlich, dass er viele Monate lang dauern würde. Im besten Fall wäre es denkbar, das es nach einigen Wochen wieder Strom an einigen Stunden pro Tag gäbe. Die bereits vorbereiteten Karten mit den dannzumal jeweils abwechslungsweise zu versorgenden kleinen Regionen hat der Verfasser gesehen.

Die Zeit des total Ausfalls wäre eine das ganze Land überziehende, tödliche Katastrophe. Gar nichts mehr würde funktionieren. Wir würden verhungern, da und dort auch verdursten, im Winter erfrieren, sähen nachts in unseren Wohnungen nur so lange, als wir noch Batterien und Kerzen haben, könnten uns nur noch zu Fuss oder Velo fortbewegen, wenn auch das Benzin in Töffs und Autos aufgebraucht wäre, wären ohne jegliche Kommunikation, ausser der mündlichen mit den Menschen um uns herum. Wir sind ja immer noch daran, uns immer noch abhängiger vom elektrisch-elektronis​chen System zu machen, die mögliche Katastrophe immer noch zu vergrössern. Der Bundesrat wurde sich erst vor wenigen Jahren bewusst, welch katastrophale Auswirkungen ein Blackout für unser Land hätte (seinerzeitige mündliche Auskunft von Herrn Bundesrat Maurer auf eine Frage des Verfassers).

Der Bundesrat hat dann anscheinend angeordnet, bis Ende 2016 ein vom Netz völlig unabhängiges Kommunikationssystem aufzubauen, damit er in einem solche Fall noch eine minimale Kommunikation mit dem Land aufrechterhalten kann. Wieweit dieses Projekt gediehen ist, weiss der Verfasser nicht.

Die Einwohner von 8 Gemeinden im Leimental (BL) hatten vor wenigen Tagen das Vergnügen, einen nur 2 1/2 stündigen Stromausfall zu erleben. Im Mehrfamilienhaus funktionierte nichts mehr, auch das Festnetz nicht. Es ist ja inzwischen auch „modernisiert“ worden. Ein sehr betagter Mitbewohner, völlig auf den Lift angewiesen, konnte deswegen nicht zu einem dringenden Arzttermin. Er war in seiner Wohnung in einem oberen Stock blockiert. Die Heizung lief nicht mehr, die Computer noch mit ihren Batterien, aber ohne Anschluss ans Internet. Glücklicher- weise war die Dauer des Stromausfalls nicht lang genug, um auch den Lebensmitteln im Tiefkühler Zeit zum Auftauen zu geben.

Vor dem grossen COOP-Supermarkt standen die Menschen Schlange. Man wurde nicht hereingelassen, weil dort nichts mehr funktioniere und es drinnen ohnehin kein Licht gab. Eine Bekannte, die gar kein Geld mehr hatte, konnte keines beim Bankomat bei der Post beziehen.

Dazu passt der kürzlich von mir hier publizierte Artikel über das Bild des künftigen Krieges, wie er am 4.10.2016 vom Generlstabschef der US Army dargestellt wurde.

Am 27. November entscheiden wir zwischen Pest und Cholera! Das macht den Entscheid so schwer.

Gotthard Frick, Bottmingen

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
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Comments to: Blackout – eine gigantische Katastrophe
  • November 19, 2016

    Herr Frick
    Ihr Blog ist sehr wichtig!
    Ich bin völlig Ihrer Meinung.
    Viele Patienten in den Spitälern würden auf der Stelle sterben.
    Trotz Notstromgruppe. Denn diese läuft nur solange man Brennstoff nachführt.

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  • November 21, 2016

    Ich persönlich fürchte mich mehr von einem flächendeckenden Blackout, wie von einem Atomunfall.

    Warum?​

    Wenn man so unkontrolliert an einem Netzwerk herumspielt, da Reale Alternativen fehlen, ist die Warscheinlichkeit eines Blackout eigentlich gegeben, vorprogrammiert.
    Möglicherweise müssen wir diesen Weg gehen, damit allen einmal klar wird, was eine zivilisierte Welt, will sie funktionieren, braucht. Wir sind ja vollkommen dekadent, verweichlicht, verwöhnt, weil wir es eigentlich nicht kennen, mal ohne Strom dazustehen. Zu erleben, dass nichts mehr funktioniert.
    Bin mir nicht sicher, ob ich scharf auf dieses Experiment bin.

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