1. Politisches System

Bundesverwaltung: Immer mehr Beamt:innen!

„Wenn neue Technologien und neue Aufgaben hinzukommen, werden die alten weitergeführt, mit dem gewohnten Grad an Perfektion. Kein Wunder, braucht es immer mehr Beamt:innen. Es ist nicht so, dass diese Däumchen drehen würden – viele führen einfach brav Aufgaben aus, die unnötig sind.

Umbau und nicht primär Abbau der Verwaltung lautet darum das Gebot. Aber wie soll das geschehen in einem bürokratischen Apparat, der sich nicht an Kundenbedürfnissen orientiert, sondern nach Paragrafen richtet?

Aus freien Stücken tut das keine Organisation. Bei Unternehmen ist es der Markt, der für Effizienz sorgt. Dieser Druck fehlt bei der öffentlichen Hand – und leider oft auch das Bewusstsein, dass das Geld, das sie ausgibt, zuerst von Privaten verdient werden muss.

Doch Beamt:innen sind genauso klug und kreativ wie andere Angestellte. Limitiert man ihre Mittel, lagern sie diese dorthin um, wo sie zweckmässig eingesetzt sind. Darum braucht es eine Art «Klimaziel»: Die Verwaltung darf sich nicht weiter erwärmen, sie muss ihren Personalbestand einfrieren. Ein solches Ziel macht, wie die Umweltpolitik zeigt, erfinderisch.“ (Patrik Müller in Aargauer Zeitung vom 9.11.2021)

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Comments to: Bundesverwaltung: Immer mehr Beamt:innen!
  • November 9, 2021

    In der Schweiz gibt den in anderen Ländern existenten klassischen Bundesbeamten auf Lebenszeit seit 2002 nicht mehr. Der Terminus «Beamter» wird hier nur für eine kleine definierte Gruppe auf eine bestimmte Zeitdauer gewählter Amtsinhaber, die NICHT zunimmt, verwendet. Die grosse Mehrheit arbeitet in einem kündbaren Angestelltenverhältnis. Aber sie betrifft der hier unerlaubt publizierte Artikel nicht. (Er müsste nach den Forumsregeln gelöscht werden.)

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  • November 9, 2021

    Ich frage mich, was denn die Kundenbedürfnisse an die Verwaltungen sind. Die Gesetze sind gegeben sowohl in der Schweiz als auch in anderen Ländern. Die Formulare und ggf. auch Muster, die textlich zu verwenden sind, sind kreiert. Manchmal werden die Formulare und Muster angepasst. So wenn das Parlament z.B. die Gesetze ändert oder um dem Kunden zu helfen z.B. Fehler beim Copy/Paste zu vermeiden. Kunden möchten lieber ihre Arbeit erledigen als sich mit Bürokratie herumschlagen. Entsprechend wünschen Sie sich Entlastung und Unterstützung seitens Verwaltung. Bei Zunahme in einer Branche inkl. Planungsunsicherheit während der Coronapandemie eine Herausforderung für Kunden und somit auch für die Verwaltung. Ob da das \”Klimaziel: Einfrieren des Personalbestandes\” und/oder Überbrücken mit Praktikanten hilft wage ich zu bezweifeln (immer wieder einarbeiten, damit sie für wenige Monate arbeiten können und auch betr. Rente). Sonst ist die Last bei den Firmen, welche sich die Zeit nehmen und sich in die Thematik einlesen müssen. Dies ev. mit Einstellen von Personal, was die Firmen kostet, denn Firmen schulen liegt dann möglicherweise bei den Verwaltungen nicht mehr wirklich drin.

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Der Zusammenbruch der Credit "Suisse" ist die Folge der Entscheidungen des Credit "Suisse"S-Verwaltungsrates, in dem die FDP stets gut vertreten war und der zu späten und zu wenig griffigen Massnahmen der Finma. Es ist die FDP die stets gegen die "Bürokratie" wettert. Es geht nicht um Bürokratie". Es geht um die drei "K": Kommandieren (Finma), Kontrollieren (Finma), Korrigieren (Finma) die von der FDP völlig zu Unrecht hoch gelobte "Freie Marktwirtschaft" kennt nur eine Triebkraft: Den Gewinn aus der Gier - enrichessez-vous. Die Ziele und Forderungen der FDP schaden dem Wohlergehen unseres Landes, der Schweiz.

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