1. Medien & Kommunikation

Causa NZZ: Die falsche Debatte wird geführt

Von der Watson News können wir ler­nen, wie man tendenziöse Ar­ti­kel schreibt. Re­dak­tor Peter Blun­schi schreibt zur möglichen Nach­fol­ger­schaft durch Mar­kus Somm: “Ein Schreck­ge­spenst geis­tert durch die Schwei­zer Medienlandschaft”. Ja wel­che Me­dien­land­schaft denn ge­nau, Herr Blun­schi? Dass in der Re­dak­tion an der Hard­strasse eine re­flexar­tige Empörung aus­ge­bro­chen ist, dar­auf können wir wet­ten. Be­reits als Somm den Pos­ten des Chef­re­dak­tors bei der BAZ übernommen hat­te, schlag­zeilte der be­ken­nende Linke und Wat­son-­Jour­na­list​​ Mau­rice Thi­riet, “Basels Linke entsetzt”. Im­mer­hin etwas treff­si­che­rer.

Ni​cht nur im Netz ist zu lesen, auch aufgrund persönlicher Gespräche, kann ich bestätigen, dass immer mehr an neutraler Berichterstattung interessierte Leser, die NZZ kündigen werden. Der Auslöser ist aber nicht das als neblig gehandelte “Sturmtief” der alten Tante. Vielmehr hat die NZZ-Redaktion selbst das Gerücht bestätigt, dass das Traditionshaus links unterwandert ist. Der seit Sommer 2014 eingeschlagene Links-, EU- und NATO-freundliche Kurs, der Umbau der Redaktion durch bekennende Sozialisten, unter anderem mit Peer Teuwsen (Wechsel von der deutschen “Zeit”),  wurde von Branchenkennern mit Schmunzeln beobachtet. Das Tempo des Umbaus hat dann aber alle überrascht.

Die Korrektur – zurück zur neutralen Berichterstattung – wurde von der Redaktion mit einem immer lauter werdenden Säbelrasseln abgewehrt. Ob der BAZ-Chef und FDPler Somm das Steuer noch hätte herumreissen können, darf angezweifelt werden. Ebenso der Umstand, dass die neue ideologische Ausrichtung nicht von langer Hand geplant wurde. Dabei hätte sich die NZZ gegenüber der EU- und USA-unkritischen Presse, sich zu einem Stern der neutralen Berichtigerstattung festigen können.

Die Causa NZZ verkommt zu einer Markus-Somm-Stellvert​​reter-Debatte.

Anst​a​tt über die ausgewiesene Kommunikationsschwäch​​e des NZZ-Verwaltungsrats zu debattieren, sollte man vermehrt auf die Aussagen und Vorurteile der neuen installierten Redaktion an der Falkenstrasse und ihren applaudierenden Genossen schauen.

Die bewährte Angriffsstrategie der Sozialisten, Warten – Täuschen – Zuschlagen, hat einmal mehr funktioniert. Der Schaden ist da. Für Spott ist gesorgt. Lachen kann man trotzdem nicht.

[TK]

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
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Comments to: Causa NZZ: Die falsche Debatte wird geführt
  • Dezember 27, 2014

    2 oder 3 Kommentare auf meinen Beitrag wurden von Vimentis kommentarlos zensuriert. Eine Facebook-Freundin hat mich betreffend der Zensurwut von Vimentis noch vorgewarnt. Sie sollte recht behalten. Wenn ich die benachrichtigten Kommentare noch in meiner E-Mail Box finde, werde ich sie hier publizieren, egal ob pro oder kontra: http://punktimo.wordp​ress.com/

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  • Dezember 27, 2014

    Die NZZ ist eine FDP-Zeitung. Wieviele Sozialisten können da wohl drin sitzen?

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    • Juli 19, 2021

      Danke für Ihren Kommentar. Nun, im nächsten Jahr stemmt die FDP das Präsidium für den Abstimmungskampf zur Einführung einer neuen Mediensteuer. Und u.a. ist die linke EU-Beauftragte Christa Markwalder auch Mitglied der FDP. Sie sehen also, Herr Pfister, man fährt heute vielerorts unter falscher Flagge.

      Aber um Ihre Frage zu beantworten. Wenn Sie meinen Artikel genau gelesen hätten, wird auch Herr Teuwsen genannt. Der bekennende Sozialist stand sogar in Pole Position für den Posten der Chefredaktion. Selbst Markus Spillmann musste sich intern (zu recht) den Vorwurf gefallen lassen, dass das Blatt in eine linke Schieflage rutscht. Es gibt eine Hand voll weiterer Akteure aus dem linken Flügel, die Sie selber recherchieren können.

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    • Juli 19, 2021

      Gegen Spillmann gab es keine internen Demos, gegen den Blocher-treuen Somm schon. So stark kann Spillmann also nicht vom liberalen Kurs abgewichen sein.

      Bringen Sie doch mal ein paar Fakten zu ihren kruden Theorien, die NZZ sei so sehr von den Linken unterwandert, vom Ausland kontrolliert, dass nur der NICHT ideologische Somm (*lol*) sie vielleicht hätte retten können (indem er sie auf den NICHT ideologischen Kurs von BAZ und Weltwoche bringt *rofl*)

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    • Juli 19, 2021

      Und was bedeutet das, dass Redaktions-INTERN gegen den FDP-ler Markus Somm mobilisiert wurde, Herr Pfister? Die linkslastige Redaktion hatte solche Angst um ihre frisch erworbenen Felle, dass sie sogar die übrigen Medien, welche eigentlich Konkurrenten sein müssten, ins Boot holten, um gemeinsam die nötige Korrektur niederzuschreien.

      ​Und dass Sie als Linker, Partei ergreifen für eine angeblich neutrale Gazette, wäre wirklich ein *lol* und *rofl* wert.

      Übrigens stammen meine Informationen aus direkten Quellen. Aber es beruhigt mich, dass Sie keine Ahnung haben. Guten Rutsch übrigens!

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    • Juli 19, 2021

      Nicht alles, was nicht ultrarechts ist, muss deswegen links sein, Herr Köchlin. Lesen Sie mal die Abstimmungsempfehlung​en der NZZ zu den letzten linken Initiativen, dann werden Sie es selber sehen.

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    • Juli 19, 2021

      Umgekehrt wird ein Schuh draus. Alles was nicht ultralinks ist, kann desswegen dennoch Links oder Mittelinks sein,Lesen Sie mal die Texte der NZZ, für die die wissen dass was eine Zeitung schreibt und nicht was sie empfiehlt ist massgebend für die Einschätzung

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    • Juli 19, 2021

      ALs ob eine Zeitung etwas empfehlen könnte ohne es zu schreiben.

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    • Juli 19, 2021

      Als ob Wahlempehlungen gleichzusetzen sind mit Artikeln und Kommentare…Aber schön sind wir uns ansonsten einig. BESTEN DANK

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