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Corona Solidarität , Armut in der Schweiz

Solidarität in der Schweiz.

Man kennt sie nicht mehr die Solidarität im Kleinen sie ist verschwunden. Ausser vielleicht bei bestimmten Ausländergruppen, die sich suchen, weil sie ihre Kultur aus dem Heimatland weiter leben wollen.

Die Globalisierung und das knappe Kalkulieren der grossen Konzerne ist für unsere Schweiz mit unseren vielen kleinen Tälern und Bergregionen schwierig. Können Sie noch daran erinnern, als der Pöstler noch Zeit hatte ? Er brachte den älteren Menschen auch die AHV nach Hause und merkte, wenn jemand wegen Krankheit Hilfe brauchte. Bei finanzieller Hilfe war es schwieriger, denn SchweizerInnen sprechen ungern darüber, wenn es ihnen finanziell schlecht geht, sie sind stolz. Der Pöstler deckte damals auch eine soziale Arbeit ab.

Als junger Mensch habe ich im Tessin in den Sommerferien die Migrosverkaufswagen begleitet in die entferntesten Täler. Die Menschen wussten, wann ca. der Verkaufswagen kommen sollte und warteten auf dem Dorfplatz. Der Wagenführer hatte damals auch eine soziale Funktion. Er merkte, wann etwas nicht stimmte und teilte es dem Migroschef (Hochstrasser) im Tessin mit und der organisierte was er konnte. Die Migros war damals noch wirklich das Erbe von Duttweiler, für die ärmeren Menschen ohne diese zu diskriminieren. Es war auch möglich als Mitarbeiter im Verkauf einzusteigen und zum Migroschef Schweiz aufzusteigen. Duttweiler war ein Freund des Tessins. Deshalb wurde auch die Generosobahn vor dem Konkurs gerettet (damals keine Gewinnmaximierung, sondern Hilfe für das Tessin). Leider wird an die ehemaligen CEO’s , die den Aufbau der Migros sozial vorbereiteten, nicht mehr gedacht.

Meinen Grossvater mütterlicherseits habe ich nie kennen gelernt. Er hatte früh einen Unfall in der Schuhfabrik Bally in Schönenwerd. Er hinterliess eine Frau (meine Grossmutter mit 5 Kindern). Der Firmenchef liess die verbleibende Familie in einem der Firma gehörenden Einfamilienhaus wohnen. Der grosse Garten brachte das Gemüse, Herr Bally kam einmal in der Woche vorbei und wollte wissen, wie es geht. Er sorgte sich um die Mitarbeiter und ihre Familien wie ein Schweizer Patron das früher tat. Das verdiente Geld wurde auch wieder in der Schweiz und für Schweizer investiert. Ein Enkel des Firmengründers erwarb im Tessin bei Lugano ein grosses Sumpfgebiet und gründete die Tenuta Bally, einen grosser landwirtschaftlichen Betrieb.

Im Kanton Glarus hatte die Familie Jenny Stofffabriken. Leider konnten diese nicht so weitergeführt werden, wie früher wegen ausländischer Konkurrenz. Aber sie sind noch zu sehen, die vielen Reihenhäuser, die die Familie für die Mitarbeiterinnen baute.

So gab es früher etliche Firmenchefs (Patron = Schutzherr), die sich um die Mitarbeiter und Familien kümmerten.

Die Mitarbeiter waren früher stolz auf ihre Firma und trugen den Namen stolz nach aussen. Das war auch in Basel so, die Chemiemitarbeiter waren stolz auf ihre Firma.

Heute gibt es noch Patrons nach Schweizer Art: Zum Beispiel: Peter Spuhler, Thomas Minder, Sergio Ermotti und andere, auch wenn diese Grosskonzerne leiten, denken sie nicht nur an die Aktionäre. Kleinere Firmen haben noch die Patrons von früher, weil sie ihre Mitarbeiter alle persönlich kennen.

Sie Solidarität der Schweiz ist heute wichtiger geworden. Durch viele Vorkommnisse sind viele Schweizer bedürftig. Die Bevölkerung ist gewachsen und Viele gehen in der Anonymität unter. Die neue Kommunikationsart begünstigt das Verborgene. Viele interessiert es nicht mehr, wir haben ja ein gut funktionierendes Sozialsystem sagen sie. Viele leben trotz Sozialsystem unter dem Zumutbaren. Jetzt durch die Corona ist es noch prekärer geworden.

Wir haben in der Schweiz gut Verdienende, Reiche und Superreiche. Grossbetriebe, Banken, Versicherungen, die während der Coronakrise zulegen konnten. Alle sind aufgerufen (Einzelpersonen, Familien, Betriebe und Konzerne) nach ihren Möglichkeiten momentan mehr zu spenden.

Danke !!

www.solidaritesuis​se.ch



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