1. Volkswirtschaftslehre

Coronakrise zeigt: Wahlbedarf ist riesig!

Die Mo­bi­litäts-, Kon­sum- und Ak­ti­vität­seinschrä​n­kun­gen in der Co­ro­na­krise zei­gen deut­lich, welch gros­ser An­teil der Wahl­be­darf (ni­ce-to-ha­ve) in un­se­rer west­li­chen Ge­sell­schaft un­ter­des­sen ein­ge­nom­men hat. Jene Bran­chen, wel­che sol­chen Wahl­be­darf er­fül­len, haben am meis­ten unter die­sen Ein­schrän­kun­gen zu lei­den. Viele in die­sen Bran­chen, die jah­re­lang über den So­zi­al­staat ge­schimpft ha­ben, ma­chen jetzt die hohle Hand.

Branchen des Grundbedarfs (systemrelevant) hingegen, welche die physiologischen und die Sicherheitsbedürfniss​e abdecken, erfüllen ihre Aufgaben weiterhin mit nur leichten Behinderungen.

Ganz ähnlich dürfte sich die Situation bei einer normalen Konjunkturabschwächun​g präsentieren. Wer Eigenverantwortung hoch hält, muss sich deshalb die Frage stellen, ob es nicht für jene Branchen, die krisen- und konjukturanfällig sind, sinnvoll wäre, dafür obligatorische Reserven oder Versicherungen vorzuschreiben, damit der Staat nicht jedesmal als Notretter bemüht werden müsste.

Es könnte sich für die Leute, die in den Branchen der Wahlbedarfsdeckung arbeiten, auch lohnen, sich eine Stelle in Branchen der Grundbedarfsdeckung zu suchen. Da sind einmal jene Berufe, wo man sich die Hände schmutzig machen muss (Handwerk, Bau, Autogewerbe, Landwirtschaft, etc.) oder wegen Kundenkontakten oder Arbeitszeiten (Gesundheitswesen, Detailhandel, Polizei, Transport, Post, etc.) unbeliebt sind. Dann gibt es aber auch offene Stellen in kundenfernen Branchen (Online, Call-Center, Informatik, Lager)

Eine Umlagerung von Branchen der Wahlbedarfsdeckung in jene der Grundbedarfsdeckung wäre sogar vielfach mit einem Beitrag zum Klimaschutz verbunden (z. B. Flugbranche).

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