1. Gesellschaft

Dankbarkeit – eine vergessene Tugend

„Dankbarkeit, vor allem Dank­bar­keit ge­genü­ber frühe­ren Ge­ne­ra­tio­nen, ge­genü­ber un­se­ren El­tern, Gros­s­el­tern, Vor­fah­ren und all je­nen, dank denen un­sere Vor­fah­ren ihr Leben be­strei­ten konn­ten, ist für Sim­mel der «frucht­bare Ge­fühls­bo­den», ohne den es keine Ge­sell­schaft, kein Zu­sam­men­le­ben, keine So­li­da­rität geben kann. Dank­bar­keit schafft Bin­dung, schafft Ver­bin­dung, ist «­Ver­bun­den­sein» mit dem, was war, mit dem, was ist, aber auch mit dem, was noch kom­men wird. Man ist sei­nen El­tern dank­bar dafür, dass man ü­ber­haupt lebt, ohne sel­ber etwas dafür getan zu ha­ben. Man ist aber auch dank­bar für all die Her­vor­brin­gun­gen und Er­run­gen­schaf­ten frühe­rer Ge­ne­ra­tio­nen, ohne deren Op­fer, Leis­tun­gen und Er­kennt­nisse sich das ei­gene Leben trotz aller Müh­sal und un­gelös­ten Pro­ble­men noch viel schwie­ri­ger und wid­ri­ger ge­stal­ten wür­de. Dank­bar­keit ist der Gemüts­grund­zu­stand​ des Men­schen, wenn er es ge­schafft hat, über sich hin­aus­zu­emp­fin­de​n.

In der Dankbarkeit schwingen Respekt und Demut gegenüber dem Gewordenen mit. Dankbarkeit ist das Bewusstsein, dass das Leben ein Geschenk ist und auch eine Verpflichtung, das Beste aus dem Geschenk zu machen. Logisch zwingend ist Dankbarkeit die Absage an ein revolutionär umstürzlerisches, sagen wir ruhig: autistisches Tabula-rasa-Denken, das alles wegpfaden will, was sich einem auf dem Weg zur totalen Selbstverwirklichung entgegenstellt. Die Greta-Fans huldigen diesem aggressiven Autismus, diesem Jugend-Kult im Namen der Weltuntergangsvermeid​ung, der sich jetzt auch im Berner Bundeshaus anschickt, die Verhältnisse umzupflügen. Halten wir dagegen: Dankbarkeit ist Bescheidenheit, ist vor allem die Einsicht, dass meine persönlichen Sorgen, Hoffnungen und Meinungen nicht das Mass aller Dinge sind. «Dankbarkeit», wusste schon Cicero, «ist nicht nur die grösste aller Tugenden, sondern auch die Mutter von allen.» Wer dankbar ist, entkommt dem Kerker seines Ichs. Dankbarkeit, nicht Eigennutz ist der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält.“ (Roger Köppel in Weltwoche 51/2019, 18.12.2019)

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Comments to: Dankbarkeit – eine vergessene Tugend
  • Dezember 20, 2019

    Das imperium romanum hat so lange existiert, weil es wertbeständig war und nicht ständig sich allumfassend geändert hat.

    Systeme, die einzig und allein sich über die Revolution definieren, existieren nicht lange. Wenn das revolutionäre Feuer erloschen ist und nicht das versprochene Paradies auf Erden entstanden ist, zerfällt das System früher oder später.

    Wenn die Verliebtheit nach 3 Jahren abgeklungen ist, kommen auch die negativen Seiten mehr zum tragen und man muss sich neu orientieren.

    So ist es auch mit politischen Ideen. Bei der französischen Revolution gab es nach den glorreichen Anfangszeiten ein Terrorregime, anschliessend restaurierte Napoelon die autoritäre Staatsführung. Nebenbei verbreitete er den Nationalismus in ganz Europa. Nach Waterloo restaurierten die Siegermächte die Monarchie.

    Wenn ein System sich auf ein Führerfigur bezieht, muss diese einfach an den Galgen, dann können die Schafe vertrieben werden.

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  • Dezember 20, 2019

    Dankbarkeit gegen die Generationen die alles falsch gemacht haben? Uns dahin gebracht haben, an der Abgrund? Aber hallo….
    (Ironie Ende)

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  • Dezember 20, 2019

    > Man ist sei­nen El­tern dank­bar dafür, dass man ü­ber­haupt lebt …

    Oh weh. Vielleicht die noch, die sich rühmen dürfen, beide Elternteile im gleichen Haus zu haben. Aber das trifft ja bereits nur noch auf eine Minderheit zu. Und die Mehrheit lernte ja zuhause schon, was Krieg, Hass, und Vergeltung bedeuten, meist um Mütter, für welche ESO-TV von weitaus grösserer Bedeutung ist als Vernunft. Und dazu noch der Genderwahn, das reicht doch bereits aus, um den Nachkommen den Boden unter den Füssen wegzuziehen.

    Zuhause sollte ja beginnen, was blühen woll im Vaterland. Die Realität aber ist doch eine ganz Andere geworden. Es gelten ja keine Regeln mehr, die allgemeinverbindliche​n Charakter haben, und die zunehmende Orientierungslosigkei​t führt daher dazu, dass Junge Vorbilder suchen, die wenigstens noch irgendwelche Werte vermitteln.

    Ich vergleiche es mit unserer Generation, als wir revolutionierten, oder zumindest ein Teil von uns, auf der Suche nach Werten, weil wir mit den althergebrachten Normen und Regeln kollidierten. Im Glauben wohl, die Menschheit könnte eine Bessere sein. Aber was ist in Tat und Wahrheit daraus geworden ? Nichts, ausser der Tatsache, dass Eigennutz, Geld und Macht zum Einzigen wurden, was noch wirklich erstrebenswert schien. Und auch die sogenannte Emanzipation hat nicht funktioniert, im Gegenteil, die Götter und Geister scheinen heute, vor Allem bei den weiblichen Wesen dieser Welt, noch eine sehr viel dominantere Rolle zu spielen, als es zu unserer Zeit je der Fall war. Und dazu die Schönheit, und der Wahn, nur wer schön sei, könne auch erfolgreich sein.

    Es braucht deshalb wahrscheinlich eine neue Art Kultur-Revolution. Schon deshalb, weil es keine allgemeingültige Kultur mehr gibt. Der Turmbau von Babel könnte man als gutes Beispiel nehmen, was mit einer Gesellschaft geschieht, die sich entfremdet, mit all den Konsequenzen, die damit verbunden sind. Mit Schönreden aber wird man kein einziges Problem noch lösen können, dessen sollte man sich besser bewusst sein.

    Kein Wunder, dass die Jungen ihre Alten nicht mehr als Vorbilder erkennen, oder noch daran glauben, mit so einem Haufen von Egomanen eine brauchbare Zukunft bauen zu können.

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    • Dezember 20, 2019

      Herr Ernst Jacob
      Vielen Dank, kann jede Zeile teilen!

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    • Dezember 20, 2019

      So sind wir uns wenigstens im alten Jahr einmal einig, Herr Bender. Auch wenn es ja nichts ist, worüber wir uns freuen könnten.

      Die Frage aber bleibt, ob es gelingen wird, die Menschheit solange im Zaum zu halten, bis die chinesische Form der Ueberwachungstechnolo​gie auch in unseren Regionen soweit ausgebaut sein wird, dass sich der Pöbel zumindest flächendeckend kontrollieren lässt. Und das, verbunden mit sehr viel klareren und härteren Sanktionsmassnahmen, denn Jugentliche, die sich wie erwachsene Randalierer benehmen, haben sicher keinen Anspruch mehr darauf, wie unschuldige Kinder gehätschelt zu werden, wenn sie anderen mutwillig Schaden zufügen.

      Es steht uns daher noch Einiges bevor, was auch unsere Generation noch betrifft, auch wenn sich ja Europa, vorderhand zumindest, noch nicht in ein grossflächiges Eismeer verwandeln dürfte, wo sich dann wohl wirklich der Spreu wieder vom Weizen trennen wird, im menschlichen Sinne des Wortes.

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    • Dezember 21, 2019

      Herr Ernst Jacob
      Die Jugendlichen ist das Ergebnis, ihrer Vorbeter. Die totale Überwachung war schon immer ein Ziel der Elite! Es werden jedoch nicht nur die Jungen betroffen.

      Der Virus Steuer- und Sozialzahler wird noch lange wüten und es den Regierenden ermöglichen, ihre Betrügereien von knappem Geld (Idiotie der Neoklassik) umsetzen zu können. Dabei ist es doch nur logisch, dass die Geldschöpfung (Kaufkraft) nicht nach Erwerbsarbeit fragt, sondern einzig und alleine, abhängig von den individuellen Bedürfnissen ist. Nun sind die Bedürfnisse derart entgleist, weil die Aufbewahrung, das CO2 der Geldschöpfung, jede Form der Notwendigkeit übersteigt.

      Die Geldschöpfung sollte bedarfsgerecht erfolgen. Diese Vorgabe wurde mit der Zuordnung an das gesamte Bankensystem und Aufbewahrungsvorsorge​ (BVG, etc.) verunmöglicht. Wird jedoch von den Zentralbanken immer vorgegaukelt, sie könnten die Realwirtschaft steuern. Können sie jedoch nicht. Sie bestimmen den Leitzins und das Liquiditätsvolumen für die Manövriermasse der Giralgeldschöpfung der Geschäftsbanken. Die Negativzinsen sind eigentlich nur für zu hohe Hortung gedacht, niemals jedoch für eine ordentliche Vorsorge. Der Gesetzgeber und Justiz in verblödeter Agonie!

      Im Einklang mit den Auswirkungen der Geldschöpfung, könnten wir schon mit der Geburt in Rente gehen und so lange leben, wie es eben möglich ist. Alles aus dem Nichts, ist planbar. Die Wirtschaftswissenscha​ft ist völlig überflüssig (Spielgestalter); denn sie ist zwingend in der Sozial- und Philosophiewissenscha​ft integriert. Es gibt dazu ausreichende Belege in der Fachliteratur, welche die praktizierten Betrügereien der Regierenden, gedeckt von der Justiz, aufzeigen.

      Alles andere ist Geschwätz, nur möglich mit dem Virus Zahler. Würde diese Weisheit endlich, Früchte tragen, wären die Marktspiele rund um das Weltklima auch beendet!

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  • Dezember 20, 2019

    Der Autist denkt logisch und hat wenig bis gar keine Gefühle, darum kann er Ihrer Gefühlsduselei nicht folgen.
    Er weiss aber, dass alle Menschen, ihre Erzeuger haben müssen, nicht nur wir durch unsere Eltern! Auch masst er sich nicht an, der folgenden Generationen, Ratschläge zu geben; denn auch diese Menschen sind fähig, ihr Leben zu meistern. Es braucht keine Vorbeter Indoktrinierung, eine antrainierte Tugend der Konservativen!
    Die Solidarität ist einzig in der gegenseitigen Leistung (Hilfe eingeschlossen) zur Abdeckung der individuellen Bedürfnisse wichtig. Dazu müsste man wissen, dass die Geldschöpfung sämtliche Systeme alimentiert und keinen Mangel erzeugen kann. Der infizierte Virus Zahler beherrscht unser Denken und ermöglicht die dankbaren Betrügereien der Regierenden!
    Dazu gehört auch der Aktionismus in der Bewältigung der Verschandelung der Erde! Es dreht sich alles um die Erwerbsarbeit, welche die Geldschöpfung niemals verlangt. Der Mensch muss seine Mitte finden und sich sinnvoll beschäftigen. Die Erwerbsarbeit wurde unseren Vorfahren mit Blutvergiessen erzwungen.
    Wir stehen im 21. JH. mit Geist aus dem Mittelalter, diktiert von der Elite!

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    • Dezember 24, 2019

      Sie sollten das Mittelalter, insbesondere das Hochmittelalter, nicht nur negativ sehen.
      Im Hochmittelalter wurde nämlich das Kapital und nicht die Arbeit wie heute besteuert.
      Auch herrschte Zinsverbot.
      Wäre man dabei geblieben hätte man heute eine ganz andere Welt.

      Unter dem »Goldenen Mittelalter« versteht man eine zinsfreie Zeit zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert. Ganze 300 Jahre lebten die Menschen ohne Geldsorgen und Arbeitsdruck. Dies funktionierte nach einem Prinzip des gebührenpflichtigen Geldumtauschs, wobei der Geldbesitzer zweimal jährlich sein Geld dieser Prozedur unterwerfen sollte. Um diese Gebühren zu sparen, konnte das Geld zinsfrei verliehen werden (nur der momentane Besitzer hatte die Gebührenpflicht), wobei auch der Leihende davon profitierte, da ihm so die Zinsen erlassen wurden.
      Da es durch die Gebührenpflicht langsam »lästig« wurde, Geld zu besitzen, kam es zu weitläufigen Investitionen. Das führte zu einem großen Aufschwung im Handwerk und Kunst. So kam es in dieser Zeit zum Bau vieler Kathedralen und Entwicklung der Gotik. Die Bauten entstanden oft aus freiwilligen Spenden der Bürger, die es sich leisten konnten, da allgemeiner Wohlstand herrschte.
      Auch die meisten Städte wurden in dieser Zeit gegründet. Bis 1300 kamen allein in Deutschland etwa 400 neue Städte hinzu, alle mit Ratsverfassung. Im Süden Frankreichs wurden im Zuge der Albigenserkriege und der französisch-englische​n Auseinandersetzung vom 12. bis 14. Jh. eine Reihe von “Bastiden” mit regelmäßigem Grundriß gegründet. In der Hoffnung auf ein besseres Leben und auch mit der Aussicht “nach Jahr und Tag” frei zu sein, strömten immer mehr Landbewohner in die Städte. Die einengenden Mauern mußten vielfach erweitert werden. Um 1450, als das Zinsgeld wieder eingeführt wurde, beginnt das sog. »Finstere Mittelalter«…
      Auszug​ aus Wallstreet online (vollständiger Beitrag) unter Bezugnahme auf den Artikel von Günter Hannich:
      »…Anders als heute, mußte damals gerade das Kapital Abgaben entrichten, während die Arbeit davon befreit war… …Das führte dazu, daß sich Geldhortung nicht mehr lohnte. Um dem nächsten Umtausch zu entgehen, wurde Geld zinslos weiterverliehen, da nur der Besitzer der Münzen die Umtauschgebühr zahlen mußte. Damit war Geld wieder reines Tauschmittel, nicht mehr Wertaufbewahrungsmitt​el, das nur durch Zinsangebote wieder in den Wirtschaftskreislauf gelockt werden konnte. Das Ergebnis war die größte Entwicklungsperiode der deutschen Geschichte. Damals waren die sozialen Unterschiede so ausgeglichen wie nachher nie mehr im historischen Verlauf…

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    • Dezember 24, 2019

      Herr Emil Huber

      Genau, die Auswirkung der Geldschöpfung zur Abdeckung der Bedürfnisse mittels gegenseitiger Leistung wurde schon damals nicht begriffen.
      Nochmals,​ es geht um die Organisation des Rückflusses und nicht um Bezahlung, wie es seit ewigen Zeiten gelehrt und begriffen wird.

      Schon damals wurde die Arbeit nicht versteuert, sondern nur den vorher hinzugefügten Anteil der Staatsausgaben, zurückverlangt.
      Schon damals wirkte der Zahler Virus, er wurde im Laufe der Zeit nur verfeinert.

      Jede Schöpfung muss vernichtet werden, wenn sie nicht mehr für die ordentlichen Bedürfnisse, benötigt wird. Die Umlage wird immer aus den Wirtschaftseinnahmen,​ als Resultat der Ausgaben vorgenommen. Diese muss immer direkt zwischen Wirtschaft (Umsatz an den Endkunden) an die Begünstigten (Gegenwert der Leistung) vorgenommen worden. Somit ist der Staatsanteil, schon immer zwischen Wirtschaft und Staat abzuwickeln. Wurde er nicht, denn schon damals galt die Unterdrückung!

      Die​ Geldschöpfung darf sinngemäss weder eine Verzinsung noch ein Delkredererisiko beinhalten. Das Mandat beinhaltet weder eine Forderung noch Verpflichtung. Bei faul gewordener Geldschöpfung besteht dieser Anteil als “Negative Geldmenge”. Diese Geldmenge gilt es mittels “Negativzinsen” für zu hohe Aufbewahrung zu reduzieren.
      Geeignet​ dafür ist nur die Zentralbank! Das praktizierte System dient den Betrügereien und Spielformen.
      Jüngste​s Beispiel. Norddeutsche LB. Faul gewordene Geldschöpfung für Schiffbauten.
      Der Staat deckt die Unterbilanz mit eigener Schuld ab! Einfältiger geht es nicht, ist überhaupt nicht notwendig. Das Bankensystem hat den Zahlungsverkehr sicher zu stellen, nicht mehr und nicht weniger. Die Staatsbank ist für einen negativen Saldo bei der Zentralbank, Garantie genug!
      Beschrieb, wie es gehen müsste, habe ich abgegeben.
      Die Dummheit, wird von den, Ökonomen, Regierenden und Medien bedient, steht vor der Sonne und wirft nur Schatten auf den Geist!

      Würden die Menschen, seit ewigen Zeiten, auch in Ihrem beschriebenen Zeitalter, das Geldsystem in seiner Entstehung und Auswirkung begreifen, wir hätten seit ewigen Zeiten eine andere Gesellschaft und Politiklandschaft. Die praktizierten Betrügereien, gedeckt vom Gesetzgeber und Justiz, vernebelt den Geist und man kommt zu falschen Schlussfolgerungen.

      Frohe Weihnachten und alles erdenklich Gute im Neuen Jahr. Möge der Zahler Virus erkannt und vernichtet, damit die Sonne wieder den Geist trifft! Ein Wunsch, welcher die Welt verändern würde!

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  • Dezember 20, 2019

    20. Dezember 2019

    “(…) Man ist aber auch dank­bar für all die Her­vor­brin­gun­gen und Er­run­gen­schaf­ten frühe­rer Ge­ne­ra­tio­nen, ohne deren Op­fer, Leis­tun­gen und Er­kennt­nisse sich das ei­gene Leben trotz aller Müh­sal und un­gelös­ten Pro­ble­men noch viel schwie­ri­ger und wid­ri­ger ge­stal­ten wür­de. (…)”

    Noch viel schwieriger? Herr Schneider, die Jugendlichen sollen also Ihrer Ansicht nach DANKBAR sein für die weltweite Klima-Katastrophe, die wir ihnen hinterlassen, und nicht “revolutionär umstürzlerisch” drastische Massnahmen fordern? Geht’s noch? Wo leben Sie eigentlich?

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  • Dezember 21, 2019

    Aus Bescheidenheit und Respekt vor den (unbestrittenen) Leistungen früherer Generationen sehenden Auges in zukünftige Probleme laufen? Sicher nicht.

    Natürlich baut jede neue Generation auf den Leistungen und Errungenschaften vorhergehender Generationen auf, aber hat auch immer wieder mit negativen Hinterlassenschaften zu kämpfen. für die Schweiz fallen mir ohne auch nur ein Wort in Google einzugeben gleich zwei Beispiele ein: die Sondermülldeponie Kölliken und in den Schweizer Seen entsorgte Munitionsbestände der Schweizer Armee.

    Das sind natürlich Dinge die nach damaligem Stand der Wissenschaft unbedenklich und normal waren, die möglichen Spätfolgen beispielsweise der Sondermülleinlagerung​ in Kölliken war damals einfach nicht in den Köpfen. In Sachen Klima liegt das allerdings etwas anders: hier können uns zukünftige Generationen vorwerfen das wir hätten wissen können was uns droht, und das wir dieses Wissen ignoriert haben. Und auch wenn ich meinerseits dieser regelrecht militanten, kompromisslos extremen Haltung von Greta und Co nicht viel Verständnis entgegenbringen kann, sehe ich doch genug Veranlassung um mein Leben umweltbewusster zu gestalten.

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    • Dezember 21, 2019

      Man hätte wohl die Adelsherrschaft 1919 nicht beenden und die Herrschaft der KP’s 1989 nicht beenden sollen.

      Vielleicht​ wäre ein Leben in ehrbarer Armut unter der Knute einer knallharten Obrigkeit eher nach dem Geschmack der “Klimajugend”. Hat schliesslich über tausende Jahre gut funktioniert.

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    • Dezember 21, 2019

      Keinerlei Idee, was mein Beitrag und Ihr Statement für einen Zusammenhang haben sollen.

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    • Dezember 21, 2019

      Bei den Errungenschaften früherer Generationen, Herr Wagner, geht es nicht um Einzeldetails wie die Einrichtung einer Sondermülldeponie. Vielmehr könnte man als Überlieferung unserer Vorfahren mitnehmen, dass die aufgezeigt haben, wie man erkannte Fehler eben auch korrigieren kann.
      (Bei den entsorgten Munitionsbeständen in Schweizer Seen stellt sich im Übrigen grundsätzlich die Frage, welche „negativen Hinterlassenschaften“​ dadurch entstehen sollen…)

      Von früheren Generationen könnte man lernen, dass Panik, wie aktuell beim Klimathema, noch nie ein guter Ratgeber war. Man könnte auch feststellen, dass längst nicht alles was da behauptet wird, gleich als „Wissen“ bezeichnet werden sollte. Besonders dann nicht, wenn es konkrete Untersuchungen gibt, welche gegenteilige Resultate ergeben.

      Und Warnlampen müssen immer dann aufleuchten, wenn die angebliche „Lösung“ per Zwangsmassnahmen verabsolutiert und mit Einschränkungen demokratischer Freiheiten einhergehen soll.

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    • Dezember 21, 2019

      Was für ein Beispiel hätten Sie denn, Herr Knall, aus dem hervorgeht, das “Panik noch nie ein guter Ratgeber war”?

      Ihre angeblichen konkreten “Untersuchungen” zum Thema Klima hatten wir ja schon mal durchgekaut, müssen wir hier nicht mehr machen.

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    • Dezember 22, 2019

      Panik, Herr Wagner, war überall dort ein schlechter Ratgeber, wo sie kein guter war. Sie werden wohl die Güte haben, uns hier Beispiele aufzuzeigen, aus denen hervorgeht, dass „Panik jemals ein guter Ratgeber war“…

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    • Dezember 23, 2019

      Ich habe nicht behauptet, das Panik jemals ein guter Ratgeber war.

      Sie haben behauptet das man von früheren Generationen lernen kann das Panik kein guter Ratgeber ist. Und ich möchte wissen an welchen Vorfällen früherer Generationen man das lernen kann.

      Für mich sagt mir mein gesunder Menschenverstand das Panik kein guter Ratgeber ist. Ich bin also der Meinung – im Gegensatz zu Ihnen – das dies nicht etwas ist, für das ich früheren Generationen dankbar sein soll.

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    • Dezember 24, 2019

      nach dem zusammenbruch des alten monarchistischen europa nach dem 1. wk lockte Gabriele d’Annunzio mit einer neuen vision, genannt faschismus. die grössten schüler waren der duce 1923 und natürlich hitler, der 10 jahre nach dem duce an die macht kam.

      heute ist der faschismus kein vorbild mehr aus bekannten gründen.

      Gabriele d’Annunzio wohnte zwar auf kosten des duce bis 1938 sehr komfortabel, hilt aber vom gefreiten aus braunau am Inn wenig.

      deshalb vorsicht vor rattenfängern, die eine neue welt versprechen, die so viel besser sein soll.

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  • Dezember 21, 2019

    Was soll das mit der Dankbarkeit ?

    Wir alle wissen ganz genau, dass die heutige Jugend nichts anderes Kennt als unser Leben im Wohlstand, da sie nichts anderes kennen käme es ihnen auch nie in den Sinn, dass es ein anderes Leben gibt, worauf sollen sie den dankbar sein ?

    Selbst wir sind in relativem Wohlstand aufgewachsen unsere Eltern, Grosseltern haben den doch mit ihrer Arbeit aufgebaut auch wir haben es als selbstverständlich angenommen, sind wir den vor Ehrfurcht auf die Knie gefallen und haben dafür gedankt ? Sicher nicht, wir haben nur unsere Pflicht getan, gelernt, gearbeitet und solidarisch unsere Pflichten erledigt.

    Nun aber haben wir unseren Jungen alles gegeben und eine Gesellschaft mit vielen Verboten und Regeln hinterlassen in der es nicht erlaubt ist auszuscheren, es gibt, in urbanen Gegenden,praktisch keine Freiheiten für Abenteuer mehr, darum gibt es in den Städten vermehrt Saubannerzüge, Komadrinken, Klima-Demos. Die Jungen wollen was Erleben, etwas Bewirken, wissen aber nicht was und kommen immer mehr in das illegale Treiben, was von Links-Grüner Seite als Toll und gewollt gefördert wird um unsere Gesellschaft zu unterwandern und schlussendlich zu stürzen.

    Es sollte unser bestreben sein diese verunsicherten Jungen Menschen zurückzuholen und sie zu solidarischen Bürgern der Gesellschaft zu machen. Wir dürfen sie nicht den dunklem Mächten überlassen !

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  • Dezember 24, 2019

    Dankbar sollten wir in der Schweiz auch den Teilnehmern des Landesstreikes vor gut 100 Jahren sein welchen wir eine Besserstellung der Arbeitnehmer und nicht zu Letzt die Einführung der AHV zu verdanken haben.

    “Hauptforde​rung war die Bildung einer neuen Regierung und die Umsetzung folgender Punkte: sofortige Neuwahl des Nationalrats nach dem im Oktober angenommenen Proporzwahlrecht, Einführung des Frauenstimmrechts, einer allgemeinen Arbeitspflicht und der 48-Stunden-Woche, eine Armeereform, Sicherung der Lebensmittelversorgun​g, eine Alters- und Invalidenversicherung​, ein staatliches Aussenhandelsmonopol und eine Vermögenssteuer zum Abbau der Staatsverschuldung.”

    https://www.genera​lstreik.ch/basisinfor​mationen-zum-landesst​reik/

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    • Februar 18, 2020

      Der letzte der Vorfahren der den Generalstreik in ZH miterlebt hat, (1890-1990) aber auch seine zwei älteren Brüder 1882 und 1886, begannen sich in den 1970gern zu wundern, was für Forderungen anstelle Arbeiten da immer wieder gestellt wurden. Und sie waren stolze Sozial Demokraten, die zum Land und Aufbau gestanden sind, Handwerker, Arbeiter.
      Nicht so Cüpli Sozis wie heute..die haben mit den Damaligen aber gar nichts zu tun.

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