1. Wirtschaft

Das Parlament, ein Tal der Ahnungslosen

Man staunt immer wie­der, wie un­wis­send und blauäugig auch Par­la­men­ta­rier der Geldschöpfung gegenüber ste­hen. Die grosse Mehr­heit scheint nicht ein­mal zu wis­sen, dass der überwiegende Teil un­se­res Gel­des gar nicht von der Na­tio­nal­bank in Um­lauf ge­bracht, son­dern von den pri­va­ten Ban­ken aus dem Nichts geschöpft wird. Mein jun­ger Kol­lege An­drew Müller wollte es ge­nauer wis­sen und fragte kon­kret nach. Toni Brun­ner wollte sich nicht äussern, da er zu wenig von der Ma­te­rie ver­ste­he. Chris­tian Levrat meint wirk­lich, die Na­tio­nal­bank sei die ein­zige In­sti­tu­tion, die real Geld schaf­fen könne und Cas­par Baa­der hängt tatsächlich dem Volks­glau­ben an, die Ban­ken ver­lie­hen das Geld der Spa­rer. Und der Mann ist im Gespräch als Bun­des­rat – es ist schwer zu glau­ben. Man fühlt sich wie im «Tal der Ahnungslosen». So wurde in der alten DDR das Ge­biet um Dres­den ge­nannt, weil es kein West­fern­se­hen emp­fan­gen konn­te.

 

Es gibt aber auch erfreuliche Ausnahmen: Der Grüne Jo Lang ist dafür, dass nur noch die Nationalbank Geld schöpfen kann und Andi Gross findet es richtig, die Geldschöpfung durch die Privaten zu hinterfragen, denn sie handelten nicht im Interesse der Schweiz, sondern ihres Profits. Kumulieren Sie die beiden, auch wenn Sie sonst nicht grün oder links wählen (und im Kanton Zug, bzw. Zürich wohnen).

 

Lesen Sie den ganzen Bericht von Andrew Müller: http://www.zeitpunkt.​ch/news/artikel-einze​lansicht/artikel/im-t​al-der-ahnungslosen-d​ie-nationalbank-und-d​as-parlament.html

 

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Comments to: Das Parlament, ein Tal der Ahnungslosen
  • September 26, 2011

    Wenn Sie einen Wechsel unterzeichnen und an Zahlung gegeben, so haben Sie die Geldmenge entsprechend erhöht. Dieser Wechsel kann dann vom Empfänger weitergegeben werden, wenn er wiederum jemand findet, welcher den Wechsel annehmen will. Solange niemand zu ihnen kommt und für den Wechsel Geld will bleibt die Geldmenge erhöht. Wie Sie sehen geht das Geldschpöfen sogar ohne Banken.

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    • September 26, 2011

      Nur: Ein Wechsel ist privat. Der «Wechsel» einer Bank ist allerdings mit dem unbeschränkten Eintauschrecht in gesetzliches Zahlungsmittel verknüpft. Dieses Recht wird allen gewährt, kann aber aus mathemathischen Gründen nicht von allen beansprucht werden – ein sog. unmöglicher Vertrag.

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    • September 26, 2011

      Christoph Pfluger

      Ich wollte nur aufzeigen, dass man mit Wechseln/Checks Geld “schöpfen” kann, wie es die Banken machen.

      Bankwechse​l sind zudem nicht vom Staat garantiert. Es gibt folglich auch kein Eintauschrecht in Geld durch die SNB oder dem Staat.

      http://de.w​ikipedia.org/wiki/Wec​hsel_(Urkunde)

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  • September 26, 2011

    Die Logik der Aussagen könnte sein : Auch Politiker sind halt nur Menschen, die ausblenden, was nicht sein darf.

    Aber man könnte auch Anderes dahinter lesen, nämlich dass die Parteipolitiker nur auf Nichtwissen mimen, damit während des Abstimmungskampfes nicht rauskommt, dass die Parteien im Filz der Geschäftsbanken mitmischen respektive von denen Wahlhilfe bezahlt erhalten – um zu schweigen und das Volk im Regen stehen zu lassen.

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  • September 26, 2011

    Im Juni fragte ich Bundesrat Schneider, ob er das gut findet, dass private Banken aus dem Nichts Geld schöpfen können. Er war über diese Frage verunsichert. Darauf fragte ich Ihn, ob er es begrüssen würde, dass nur noch die Nationalbank – nicht aber die privaten (privare = rauben) Banken Geld schöpfen dürfen. Er war dagegen.

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  • Oktober 2, 2011

    Und wo sind unsere 1500 Tonnen reserve Gold?
    Das über Jahre verkauft wurde?
    Wieviel bleibt, bei einer Rezession für die Schweiz übrig und wer hilft uns dann?

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    • Juli 19, 2021

      Gold ist leider keine gute Wertbasis für ein Gold. Es kostet viel in der Herstellung, die Versorgung schwankt und hat deshalb in der Vergangenheit oft zu Inflationen und Krisen geführt. Seine einzigen Vorteile: Es kann nicht zerstört und nicht vermehrt werden.

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