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Das Tessin braucht wirkliche Unterstützung

Das Tes­sin braucht wirk­li­che Unterstützung von der gan­zen rest­li­chen Schweiz und vom Bun­des­rat, Blog ge­rich­tet auch an  Frau Bundesrätin Wid­mer- Schlumpf und die an­de­ren Bundesräte.

Die Schweiz ist bekannt, dass sie Minderheiten unterstützt. Die Abstimmung über die Masseneinwanderungsin​itiative hat sicher gezeigt, dass im Tessin etwas brodelt. Schon 2x versuchte die Tessiner Regierung Vorstösse. Zuerst hat sie Geld für Italien aus der Rückerstattungsquote zurückbehalten. Diese Quote ist 38.8 % ! Vom Bund wurde das dann nicht gestützt. Vor Kurzem wollte die Tessiner Regierung das Grenzgängerabkommen mit Italien neu regeln. Auch hier gibt der Bundesrat negative Auskunft (Besuch von BR Widmer- Schlumpf in Agno).

Ich wohne erst seit 2010 im Tessin, merke aber, dass es zu Konflikten kommen wird. Das zeigt auch, dass die Grünen im Tessin die MEI unterstützt haben.

Das Tessin wird von Ausländern überrollt. Es sind dies nicht nur die regulären Grenzgänger, diese allein sind aber ca. 60’000. Dadurch ist auch der Verkehr lahmgelegt.

Aufgrund​ meiner Erfahrung im Tessin habe ich mich etwas umgesehen. Ich beschreibe hier meine Erfahrung nur zur Klärung der Situation, ich muss das Ganze nun gerichtlich lösen.

Ich habe fälschlicherweise gedacht, dass hier alles ehrlich zu und her geht. Ich war gewohnt, dass ein Wort ein Wort ist, ein Handschlag gilt.

Ich habe hier ein neues Haus von einer AG gekauft. Diese AG wurde mir von einer Verkaufsagentur empfohlen. Ich musste dann feststellen:

a)     Regeln der Baukunst wurden nicht eingehalten

b)     Vorschriften der Baugenehmigung durch die Gemeinde wurden befolgt.

c)     Eine Gartentreppe (40 Stufen) wurde mit alten Eisenbahnschwellen gebaut, die seit 2000 verboten sind.

d)     Als Bauführung wurde ein Architekt angegeben, der behauptet nie auf dem Bauplatz gewesen zu sein.

e)     Laut Arbeitern hat ein ehemaliger Autoverkäufer die Bauführung

f)      Gesetzliche Schweizer und kantonale Normen wurden nicht eingehalten.

g)     Baupläne fehlen zum Teil (neues Haus)

h)     Gemeinde wurde wissentlich falsch informiert.

i)      Bauabfälle liegen im Abhang, der gegen einen Bach geht.

j)      usw.

Ich bin an dieser Strasse, wo es etliche neue Häuser ( 9 von dieser AG) gibt, der einzige Schweizer.

Ich habe mich dann umgehört. Diese von mir genannte AG gehört einem ehemaligen Libanesen, der 2 Schweizerinnen geheiratet hat und nun zum 2. Mal scheidet (der heute im Libanon auch ein Baugeschäft hat). Für jeden neuen Bau, den er in Angriff nimmt macht er eine GmbH oder eine AG auf. Er ist innert 10 Jahren mehrfacher Millionär geworden. Der Bauführer (auch ein ehemaliger Libanese) hat dann als es ungemütlich wurde durch ein Treuhandbüro eine neue GmbH aufmachen lassen und übte dieselbe Tätigkeit über diese Firma aus. Diese GmbH ist inzwischen in italienischer Hand (in Italien lebend). Der Fensterbauer sollte Reparaturen machen. Er hatte zur Bauzeit eine Firma in Italien. Er schreibt mir, dass seine jetzige GmbH in der Schweiz nichts mit der alten Firma in Italien zu tun habe, jene sei aufgelöst und liquidiert.

Zuerst hörte ich Reklamationen von einheimischen Firmen, dass sie mit den Preisen nicht mithalten können. Es gibt zu Hauf Scheinselbständige aus Italien. Ich nehme an, dass mein Fensterbauer früher auch so einer war. Auf dem Gebiet der nicht qualifizierten Arbeitern hat es im Tessin grosse Arbeitslosigkeit. Die Jugendsarbeitslosigke​it noch grösser.

 

Ich habe 2 Firmen besucht. Eine Firma in Stabio, die beschäftigt 99% ItalienerInnen. Eine Firma in Caslano, die beschäftigt auch 95 % ItalienerInnen.

Juge​ndliche haben mir erzählt, dass Lehrstellen, die sie dringend nötig hätten, auch von ItalierInnen besetzt würden.

Schwarzarbei​t ist ein grosses Thema: Putzfrauen, Gartenarbeiten, kleine Bauarbeiten, Malerarbeiten, usw. werden von sogenannten Selbständigen aus Italien gemacht. Italiener sind gewohnt den Staat zu hintergehen, das ist dort Volkssport.

Die Tessiner Regierung möchte nun als ersten Schritt diesen Grenzgängervertrag mit Italien auflösen. Nur das Tessin hat einen solch schlechten Grenzgängervertrag.

Ich verstehe nicht, weshalb der BR dazu nicht Hand bietet. Er will die anderen Verhandlungen nicht gefährden. Liebe BR Widmer- Schlumpf Sie gefährden aber den sozialen Frieden im Tessin. Die Schweiz zahlt für Italien den Bahnanschluss Mendrisio- Varese. Ich nehme an, dass auch Gelder nach Italien fliessen werden, die den Anschlusss an die Alpentransversale gewähren.

Italien wird in der Grenzregion das Benzin billiger machen, damit nicht in der Schweiz eingekauft wird. Schweizer Firmen erhalten in Italien kaum Aufträge.

Besteht hier nicht ein Ungleichgewicht ?

Noch ein Nachsatz zur MEI : Italien begrenzt die Zuwanderung aus Kroatien, dürfen die das ?

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Comments to: Das Tessin braucht wirkliche Unterstützung
  • März 4, 2014

    Werter Herr Jossi
    Ich gehe mit Ihnen einig, dass das Tessin zurzeit sehr grosse (zum Teil jedoch hausgemachte) wirtschaftliche Probleme mit Italien hat. Diese Grenzgängerkultur hat sich über die Jahre hin entwickelt und wurde durch den Kanton zusätzlich gefördert, indem italienische Firmen in die Schweiz geholt wurden, welche hier kaum Abgaben zu leisten haben und erst noch ihr eigenes Personal mitgebracht haben. Das ging jahrelang gut. Nachdem die Wirtschaftskrise den heimischen Arbeitsmarkt jedoch auch betroffen hat und weiterhin betrifft, werden verzweifelt Lösungen gesucht die Fehler der Vergangenheit rückgängig zu machen.
    Das Problem der Arbeitsaufträge von schweizer Firmen im Ausland ist kein reines Tessiner Problem, können doch in den meisten lohnintensiven Branchen die Firmen nicht mit den Preisen im Ausland mithalten (sie können es ja in der Schweiz kaum noch…).
    Ich gebe Ihnen auch recht, mit dem tessiner Wunsch das sich Bundesbern wohl einschalten sollte, da der Kanton diese missliche Lage kaum selber in den Griff bekommen wird.

    Was ich aber nicht nachvollziehen kann ist Ihr Vorgehen bei Ihrem Hausbau. Es ist doch reichlich naiv, Firmen ungesehen aufgrund einer Empfehlung zu engagieren. Vermutlich wären Sie ja mit einigen wenigen Internet-Nachforschun​gen darauf gekommen, dass diese Firma nicht gerade seriös ist. Zudem finde ich es etwas vermessen, die Chancenungleichheit (Preise) von schweizer Firmen anzuprangern, selber aber ein Haus durch ausländische Unternehmen bauen zu lassen.

    Leider sind Sie damit aber in bester Gesellschaft. Wie viele Schweizer lamentieren über die schlechten Arbeitsbedingungen und Löhne im schweizer Detailhandel, fahren dann aber ungeniert und ohne schlechtes Gewissen ins angrenzende Ausland um ihre Grosseinkäufe im Biligdiscount zu besorgen, weil es dort ja soo wunderschön billig ist?!
    Das ist meinen Erachtens eine Doppelmoral, welche mehr Probleme und Druck auf die inländische Wirtschaft ausübt als manch Einem bewusst ist.

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    • Juli 19, 2021

      Geehrter Herr Fischer

      Herzlichen​ Dank für Ihren Beitrag. Ich möchte nur kurz berichtigen: ich habe das Haus fast fertig gekauft von einer Schweizer Firma, der Inhaber ist Schweizer aber ehemaliger Libanese. Beim Kauf deutete nichts auf darauf hin. Ich habe auch eine Expertise machen lassen. Da die Experten auch mit den falschen Angaben des Erbauers arbeiten mussten und viele Mängel versteckt sind war Vieles falsch bewertet. Ich habe alles erst später, im Laufe der Zeit langsam erfahren. Ich musste dann einen Fachmann einschalten, der in Kleinarbeit die Mängel herausgearbeitet hat. Da die Pläne zum Teil nicht vorhanden waren oder falsche Pläne gezeigt wurden. Auch Behörden wurden getäuscht. Die Firma arbeitet nach wie vor weiter. Gerichtsverhandlungen​ sind langwierig und kostenintensiv. Nachher ist man immer klüger. Wir kaufen nur in der Schweiz ein und halten uns, wenn möglich an Schweizer Firmen. Ich kann hier nicht alles ausführen, das ist meine private Geschichte und hat mit der allgemeinen Situation im Tessin nur am Rande zu tun.

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    • Juli 19, 2021

      Danke für die Richtigstellung Herr Jossi. Beim Lesen des Artikels bekam ich den Eindruck, dass Sie der Auftraggeber waren. Wenn das Haus sich jedoch schon im Bau befand, war die Situation natürlich ungleich schwieriger zu lösen.

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    • Juli 19, 2021

      Guten Tag Herr Fischer,
      Zu ihrer ersten Antwort möchte bezüglich Firmen folgendes sagen: Das sind bei Weitem nicht nur italienische Firmen, sondern Schweizer Firmen (z.B. bekannte schw. Uhrenfirmen) , die GrenzgängerInnen beschäftigen. Neu muss ja ein Schw. Produkt zu 60% in der Schweiz hergestellt werden.

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