1. Sonstiges

Der echte Skandal ist nicht das Pferdefleisch!

Bei Gott: Natürlich ist es eine Schwei­ne­rei wenn uns falsche Tat­sa­chen vor­ge­gau­kelt wer­den und in der Lasa­gne Pfer­de-­statt Rind­fleisch drin ist. Aber hören wir doch auf mit die­ser Hys­te­rie auf. Es ver­hun­gern auf diese Welt dank der Gier der Le­bens­mit­tel­kon­z​erne Mil­lio­nen von Men­schen und wir strei­ten über sol­che Nich­tig­kei­ten. Wenn wir dann in un­se­rer Geiz-ist-Geil-Mentali​tät für die Ware 5 Rap­pen mehr zah­len müssen, gehen wir wie­der auf die Bar­ri­ka­den. Der Skan­dal ist nicht das Pfer­de­fleisch, son­dern, dass wir für günstige Le­bens­mit­tel in Kauf neh­men, dass diese über x-­Sta­tio­nen und hun­derte von Ki­lo­me­ter ge­han­delt wer­den. Wenn wir faire Le­bens­mit­tel wol­len, dann müssen wir halt die Kon­zerne zum Teu­fel jagen und wie­der Geld in die Hände neh­men für die Nah­rung. Un­sere Land­wirte wären dank­bar und wir hätten gutes Es­sen. Wir können aber wei­ter­hin Wert auf zwei Autos und Fe­rien auf Ha­waii legen und un­sere Land­wirte ka­putt ma­chen und schlech­tes Essen zu uns neh­men. Das sind alles die ne­ga­ti­ven Fol­gen der Glo­ba­li­sie­rung. Die po­si­ti­ven Fol­gen konnte mir noch nie­mand wirk­lich zei­gen, aus­ser, dass die Kon­zerne immer fet­ter wer­den. Früher han­delte man über weite Stre­cken Ware, die man zu Hause nicht hat­te. Heute wird sogar Was­ser ge­han­delt und das sind die ech­ten Skan­dale nicht das Pfer­de­fleisch In der Lasa­gne!

Michel Ebinger

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
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Comments to: Der echte Skandal ist nicht das Pferdefleisch!
  • Februar 16, 2013

    Herr Ebinger, den Nagel voll auf den Kopf getroffen mit Ihrem Beitrag. Danke!

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  • Februar 17, 2013

    Jaja, ganz genau, so ist es eben, lieber Herr Ebinger. Dass ich völlig Ihrer Meinung bin ersehen Sie in meinem Kommentar auf diesen Blog: http://www.vimentis.c​h/d/dialog/readarticl​e/schon-wieder-coop/

    “Kaufen Sie doch Ihr Fleisch in der Schweizer Metzgerei, Herr Jürg Walter Meyer! Lasagne und Bolognese macht man übrigens selber. Es ist kinderleicht und gibt nicht viel Arbeit. Rezepte stellt Google jede Menge gratis zur Verfügung. Wie gesagt, das Fleisch beziehen Sie in der privaten Metzgerei. Sie tun hierdurch etwas für die Umwelt. Denken Sie an die Energie, die durch das Vorkochen und Tiefkühlen und den Transport für diesen Scheiss verloren geht. Denken Sie zudem an die unnötige Verpackung.

    Und noch etwas. Kaufen Sie Ihrer Partei zuliebe in der Schweiz! Sehr wahrscheinlich beziehen Sie Ihren Lohn auch hier. Die Empfehlung des Peter Amsler sollten Sie keines Falls beachten. Die Auflagen, die die Schweizerbauern punkto Tierhaltung erfüllen müssen, sind in der Schweiz viel strenger. Dies rechtfertigt einen Preisaufschlag. Und mögen Sie bitte den CH-Bauern ihren streng verdienten Lohn gönnen!”

    Ein anderer Kommentarschreiber sagt …noch besser sei es, das Fleisch direkt beim Bauer zu kaufen.

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  • Februar 17, 2013

    Richtig. Der Fleischskandal ist nur ein “Symptom”.

    Zudem Fleischskandal(e) gibt es auch in der Migros http://www.tagesanzei​ger.ch/wirtschaft/unt​ernehmen-und-konjunkt​ur/Der-Fleischskandal​-erreicht-die-Migros/​story/16253445

    Sow​eit ich sehe, wurde hier der Konsument in die Irre geführt wegen falsch deklariertem Produkt (inwieweit Coop was dafür kann – Coop hat ja auch gehandelt – frage ich mich. Pferdefleisch ist ja nicht per se ungesund… Richtige Deklaration “Ja, bitte”!, gentechnisch veränderte Produkte (auch wenn nur ein Teil zwecks Herstellung eines Produktes gentechnisch verändert wurde), “Nein, danke!”…..

    Nebs​t Haltbarkeitsdatum, Verpackungsgrösse beachten. Nicht alle können bei einem Bauern oder auf einem Markt einkaufen um nur die Menge, welche gerade gebraucht wird zu bekommen……..(Auto​, ÖV, eigene Mobilität, Möglichkeit des einfrierens – denn nicht jede Wohnung bietet die entsprechende Möglichkeit dank Keller etc…..)…

    Wenn dann das Thema “Beschiss” schon da ist. So gilt es auch solches zu beachten.

    Premium-​Produkte sind oft Mogelpackungen http://www.kassenstur​z.sf.tv/Nachrichten/A​rchiv/2012/11/13/Them​en/Konsum/Premium-Pro​dukte-sind-oft-Mogelp​ackungen

    Oder dass in kleineren Filialen oftmals nur die teureren Varianten eines Produktes verkauft werden weil der Kunde es angeblich wünscht. Sorry, wenn Menschen und ev. sogar Rentner gezwungenermassen in einer kleinen Filiale einkaufen müssen weil es sonst nichts in der Nähe gibt und über kein Auto verfügen, müssen diese wohl das teuerere Produkt nehmen….

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  • Februar 17, 2013

    Gehe damit absolut einig. Die Gewinn-Optimierer der Lebensmittel-‘Indust​rie’ (welch unappetitliches Wort) bilden den Nährboden für solchen Missbrauch. Auch ich wäre wieder für mehr ‘Lokalkolorit’ – d.h. die Stärkung der heimischen Kompetenzen, statt ‘IKEA-Frass’ aus der ganzen Welt zusammenzukarren. Wenn die EU schon serbelt, täten wir gut dran unsere Landwirtschaft wieder zur Hochform auflaufen zu lassen, damit wir uns im Krisenfalls nicht ‘in fremden Gärten’ bedienen müssen, wo man auf Megamasse, statt auf Qualität setzt. Mehr Unabhängigkeit für die Schweiz bitte – auch wenn der EU das nicht passt.

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