1. Gesellschaft

Der Mittagstisch muss freiwillig bleiben

Zürich will bei der kan­to­na­len Bil­dungs­di­rek­tion​ einen Ver­such mit Ta­ges­schu­len an­re­gen, bei dem die Schüler und Schülerinnen ver­pflich­tet wären über Mit­tag in der Schule zu blei­ben. So der Land­bote vom 5. März 2015 in einem Ne­ben­satz. Natürlich gibt es Si­tua­tio­nen, in denen El­tern froh sind, dass die Schu­len über Mit­tag eine Be­treu­ung mit Mit­tages­sen an­bie­ten. Ich habe ver­schie­dent­lich Mit­tags­ti­sche von Pri­mar­schu­len be­sucht und über ein Se­mes­ter bei der Es­sens­aus­gabe an einer Schule mit­ge­wirkt. In den Be­treu­ungs­an­ge­bo​­ten und Mit­tags­ti­schen der Schu­len wird her­vor­ra­gend ge­ar­bei­tet und die Kin­der fühlen sich in aller Regel wohl.
Das Mit­tages­sen in der Schule als ob­li­ga­to­risch zu erklären geht aber ent­schie­den zu weit. Es kommt einer Be­vor­mun­dung der El­tern gleich und stellt einen un­ge­recht­fer­tig­t​en Ein­griff des Staa­tes in die Frei­hei­ten der Fa­mi­lien dar! El­tern, wel­che ihre Fa­mi­li­en­ge­mein­s​chaft am ei­ge­nen Mit­tags­tisch stärken wol­len sol­len dies tun dürfen! Es gibt die Fa­mi­li­en, die Ge­mein­schaft über Mit­tag beim ge­mein­sa­men Essen pfle­gen können und wol­len. Sei dies an allen Tagen der Woche oder an einem Teil der Wo­chen­tage in Kom­bi­na­tion mit an­de­ren Essen an der Schule.
Von einem staat­lich vor­ge­schrie­bene Zwang das Mit­tages­sen an der Schule ein­zu­neh­men ist auf jeden Fall ab­zu­se­hen!

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Comments to: Der Mittagstisch muss freiwillig bleiben
  • März 13, 2015

    Ja auf jeden Fall, der Mittagstisch soll freiwillig sein, als Angebot für die Kinder von berufstätigen Eltern.

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  • Juli 22, 2015

    Den Mittagstisch obligatorisch machen. Dann folgt wohl bald, die Nacht und das Wochenende auch noch obligatorisch erklähren. Erinnere mich ungern, wozu solche Vorschriften bis 1989 hinter dem eisernen Vorhang gedacht waren. Schuss mit der Rückkehr in diese menschenverachtenden Zustände, weil diese aus der genau gleichen Parteienlandschaft kommt.

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  • Juli 28, 2015

    Es geht dabei wohl auch noch um Fragen wie gesunde Ernährung etc..

    Doch auch hier, ist es der falsche Ansatz, die Eltern einfach aus der Verantwortung nehmen zu wollen! Wer sein Kind verfetten lässt gehört bestraft und nicht noch belohnt für seine Unfähigkeit, in dem man ihm alles abnimmt, und immer gerne auf Kosten der Allgemeinheit!

    Aber im Denken gewisser Politiker ist es halt so. Nicht wer seinem Kind 2kg Schogi zu essen gibt ist schuld, sondern der Schoggiproduzent und die Werbung! Also muss man die Schoggi verbieten, auch wenn 90%, absolut kein Problem mit ihrem Schoggikonsum haben. Weil die anderen 10% sind für ihr Tun ja nicht selbst verantwortlich. Sind doch arme, randständige, können nichts für gar nichts und schuld sind sowieso die anderen…..

    Also entweder, hält man uns einfach alle für unfähige Vollidioten die man kollektiv bevormunden muss, oder aber man nimmt sich selbst, wichtiger als man ist… um überhaupt noch eine Daseinsberechtigung als Politiker/in zu haben. Frau Y. Feri SP, lässt grüssen!!! Und ich bin sicher, Sie ist sehr stolz drauf!

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