1. Wirtschaft

Der Schleier ist gefallen

Wieder ein­mal sind un­sere Zei­tun­gen und Fern­seh­sen­dun­gen mit einem „wahnsinnig wichtigen“ Thema gefüllt: Der De­batte um ein Bur­ka­ver­bot. Eines vor­ne­weg: Nie­mand will, dass sich sol­che Voll­schleier in der Schweiz aus­brei­ten. Das wäre ein Rückfall ins ge­sell­schaft­li­che​ Mit­tel­al­ter. Gemäss Bun­des­rat tra­gen viel­leicht 100 Frauen in der Schweiz überhaupt eine Bur­ka. Das wären dann 0.001% der ge­sam­ten Bevölkerung. Die meis­ten von ihnen sind Kon­ver­ti­tin­nen und Tou­ris­tin­nen. Die ak­tu­elle De­batte ist darum vor allem ei­nes: Ein rie­si­ges Verschleierungsmanöve​r der bürgerlichen Par­tei­en.

 

Man versucht uns weis zu machen, das grosse Problem der Schweiz seien ein paar verschleierte Frauen. Es ist kein Zufall, dass die Debatte gerade jetzt läuft. Der bürgerliche Filz in Bern versucht nämlich wieder einmal seine Machenschaften zu vertuschen. Seit Beginn der Finanzkrise fordert eine krasse Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer endlich Massnahmen gegen die Risiken in der unkontrollierten Finanzwelt und gegen überrissene Boni. Jetzt hätte das Parlament im Zusammenhang mit der Verabschiedung des Staatsvertrags mit den USA die Möglichkeit, die entsprechenden Massnahmen zu ergreifen. Aber es passiert das Gegenteil. Sogar die SVP kippte vor wenigen Tagen ins Lager der Abnicker. Seit Januar versuchte sie sich als Anti-Abzocker-Partei hochzuspielen. Und plötzlich will sie nichts mehr wissen von Boni-Steuern. Jetzt ist der Schleier gefallen – darunter ist das wahre Abzockergesicht zum Vorschein gekommen. Im Juni dieses Jahres wird also die Mehrheit der Parlamentarier vor dem Willen der Abzocker in den Grossbanken in die Knie gehen und den Staatsvertrag mit den USA ohne eine einzige Reform des Finanzmarktes und ohne eine einzige Bedingung für die UBS abnicken.

 

Wer dabei das Offensichtliche nicht wahrhaben will, muss blind und taub zugleich sein. Zur Erinnerung: Der ehemalige CS-Verwaltungsratsprä​sident Walter Kielholz hat letztes Jahr bei einem Treffen gleich selber erklärt, wie das politische „Lobbying“ bei den bürgerlichen Parteien funktioniert. Die Grossbanken führen eine Liste mit den für sie wichtigen Vorstössen im Parlament – also allen Vorstössen, die endlich eine Regulierung der Finanzwelt oder eine vernünftige Lohnpolitik einführen wollen. Dann schauen sich die Banken die Abstimmungsresultate der bürgerlichen Parlamentarier an. Jede „richtige“ Stimme wird mit einem fixen Betrag multipliziert. Dieser Betrag geht dann als „Spende“ an die jeweiligen Fraktionen von FDP, CVP und SVP. Jeder bürgerliche Parlamentarier weiss somit bei jeder Abstimmung genau, wie viel seine Stimme die Partei kosten könnte. Pro Jahr fliessen so mindestens eine halbe Million Franken an die drei Parteien. Und natürlich wehren sie sich mit Händen und Füssen gegen mehr Transparenz in der Parteienfinanzierung.​ Gemäss der Anti-Korruptionsorgan​isation Transparency International bewegt sich die Schweiz in einer Liga mit Staaten wie Albanien, den Bahamas oder Sri Lanka. In einem anständigen Rechtsstaat würde man schon lange von Korruption sprechen.

 

Bei diesem Filz aus Wirtschaft und Politik, der sich gegenseitig schützt, liegt das Problem. Die Abzocker in den Chefetagen geben den Takt vor, ihre Lakaien im Parlament führen die Befehle aus. Dieser Filz schützt dann Leuten wie einen Brady Dougan, der sich einen Lohn von 91 Millionen auszahlen lässt, während gleichzeitig 700’000 Menschen in diesem Land in Armut leben. Wenn eine kleine Gruppe von Leuten den sozialen Frieden in diesem Land ernsthaft gefährdet, dann sind es die Abzocker und ihre Freunde in allen bürgerlichen Parteien – und nicht eine handvoll Verschleierter.

 

U​nd übrigens: Wer wirklich etwas gegen Fundamentalismus tun will, kämpft nicht für ein Burkaverbot. Das Burkaverbot bringt gegen fundamentalistische Ideen etwa gleich viel, wie es das Verbot von Bob Marley-TShirts gegen Hanfkonsum bringen würde. Nämlich gar nichts. Fundamentalistische Ideen bekämpft man in den Köpfen der Leute, und nicht auf ihren Köpfen.

 

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Comments to: Der Schleier ist gefallen
  • Mai 26, 2010

    Dann sind Pädophile Priester oder Lehrer auch kein Problem, das sind ebenfalls nur 0.0001% der Bevölkerung! Ein Burkaverbot trifft genau die richtigen, die Fundamentalisten. Ich war ein vehementer Gegner des Minarettverbots, da dies eine ganze Religiöse Gruppe trifft. Eine Burka wird hingegen tragen nur Extremisten den Frauen aufgezwungen.

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  • Mai 26, 2010

    @Hans Meier: Nur hat eine Burka nie jemanden geschaden im Gegensatz zu einem Pädophilen. Zudem glaube ich kaum, dass die Fundamentalisten damit ihren Glauben nicht mehr praktizieren werden. Die Frau wird weiter gedemütigt werden, aber leider wird man das noch weniger bekommen, da es zu Hause stattfinden wird.

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  • Mai 27, 2010

    Ich bin in der Diskussion um die Burka etwas verwirrt.
    Alle reden von einem Burka-Verbot. Mein Gefühl ist aber, dass ein Grossteil der Bevölkerung und auch einige Politiker ein Verschleierungsverbot​ meinen.

    Die Burka ist gemäss Wikipedia ein Ganzkörperschleier. Dieser wird in der Schweiz vermutlich in der Tat nur sehr selten getragen. Neben der Burka gibt es aber ja aber auch noch den reinen Gesichtsschleier Niqab. Wäre dieser bei einem Burka-Verbot dann auch betroffen? Oder ist das so oder so das gleiche? Wie viele tragen diesen in der Schweiz?

    Ich verstehe in der ganzen Diskussion nur Bahnhof und mir scheint, dass viele Politiker und Bürger nicht viel mehr verstehen, sondern einfach lauthals ein Burka-Verbot fordern oder bekämpfen. Ein bisschen mehr Aufklärung über was wir reden, würde der Diskussion gut tun.

    Burka: http://de.wikipedia.org/wiki/Burka
    Niqab: http://de.wikipedia.org/wiki/Niqab

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  • Mai 27, 2010

    @Daniel Läubli Jede Bekleidung die klar frauenverachtend ist. Nicht umsonst werden überall diese Kleidungsstücke eingeführt, wo Islamisten an die Macht kommen. So geschehen im Irak! nach der Sadamvertreibung. Und vor 60 Jahren badeten in Nordafrika Frauen im Bikini. Heute würde die gleich gesteinigt. Sicher mehr als 90% der Musliminnen weltweit laufen nicht so rum. Nur in einigen wenigen Ländern, die aggressiv den Extremismus verbreiten, sind diese Kleidungstücke da, um die Frauen zu unterdrücken.

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  • Mai 28, 2010

    Es geht weder um die Burka, noch um Minarette, sondern es geht um die fundamentale Frage, wie sich der Islam zu unserem Verfassungsstaat stellt und ob sich die Millionen Muslime in Europa wirklich integrieren lassen.

    Der Islam widerspiegelt nicht nur eine Religion, sondern – ganz entscheidend – entpuppt sich als äusserst strenge und straffe Staatsform, in welcher das göttliche Recht, die Scharia, nicht nur das Privatleben, sondern auch die Erziehung die Wirtschaft,die Bildung, den Staatsaufbau, die Innen- und Aussenpolitik bestimmt und regelt. Ich kenne keinen mehrheitlich oder grundsätzlich islamisch geprägten Staat, in welchem Demokratie, Religionsfreiheit und Menschenrechte voll gewährleistet sind.

    Diese Diskussion muss sehr wohl geführt werden.

    Übrigens, die weltumspannende Finanzkrise wurde nicht – wie uns immer von linken Kreisen eingeflüstert wird – von “Abzockern” ausgelöst, sondern von der Politik. Die Ursachen der Griechenland-Krise rufen in Erinnerung, dass politische Entscheide sich langfristig am wirtschaftlich Verkraftbaren orientieren müssen. Der offensichtliche Verstoss gegen diese Regel kommt uns nun sehr teuer zu stehen.

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  • Mai 28, 2010

    Das Burka-Verbot schwappte vorallem durch Europa zu uns hinüber. Das Sie die Thematik als unwichtig empfinden, zeigt uns, dass sie nichts von der Minarett-Abstimmung gelernt haben.
    Natürlich ist sowohl das Minarett als auch die Burka nur ein minimaler Teil der Problematik, an ihrer Reaktion zeigt sich aber, dass Sie diese Problematik noch immer nicht begriffen haben.

    Das Abzocker-Problem ist nicht gelöst und auch gerade durch die Euro-Krise ist es weiter pendent. Aber im Moment scheint keine einzige grössere Partei ein Interesse daran zu haben die Problem auf pragmatische Weise zu lösen. Stattdessen betreibt man Wahlkampf damit, dass ist traurig, denn es wäre wichtig sich dem anzunehmen.
    Ansonste​n wäre doch beispielweise der Blocher-Minder Vorschlag angenommen worden…

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  • Mai 31, 2010

    Sehr geehrter Herr Wermuth,

    Mit Ihrem bissigen Rundumschlag schüren Sie Politikverdrossenheit​. Sie lösen damit keines der anstehenden Probleme. In unserer direkten Demokratie müssten die Parteien eine kompromissorientierte​, zukunftsgerichtete Politik anstreben statt die Wähler zu vergraulen.

    Wo liegen denn die Herausforderungen, die unser harren?

    Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise entpuppt sich in Wahrheit als eine tiefgreifende Gesellschaftskrise. Wir müssen uns endlich eingestehen, dass die Staaten Jahr für Jahr mehr ausgeben, als sie einnehmen. Wir leben in unserer Gegenwart auf Kosten unserer Zukunft. Wie gehen wir damit um?

    Unser Land gehört zu den Ländern mit der höchsten Sozialausgabenquote. Bräuchten wir hier – vor allem mit Blick auf die alternde Gesellschaft – nicht einen umfassenden Paradigmawechsel?

    ​Demographie – die uns bevorstehende Alterswende: Mit Geld allein lässt sich die Geburtenrate nicht nach oben treiben. Die Frage nach dem Nutzen unserer Familienpolitik drängt sich wuchtig auf.

    Ich weiss nicht, wie es Ihnen ergeht, doch ich finde es schlechthin unsozial, wenn der Staat seinen Bürgern der Gegenwart vollmundig Versprechen und Zuwendungen auf den Tisch legt und diese durch Schulden zulasten der Steuerkraft unserer Kinder berappt.

    Gelingt es uns eigentlich, künftig eine Gesellschaft für alle Lebensalter zu schaffen? In dieser Frage herrscht überall lähmende Funkstille.

    Die Erwerbsquote liegt in der Schweiz heute deutlich höher als bei unseren Konkurrenten Doch unsere Produktivität geht nicht über ein Mittelmass hinaus. Warum? Was tun wir dagegen? Können wir uns das leisten?

    Uns fehlen überzeugende, zukunftsweisende Antworten, um den Herausforderungen einer ergrauenden Gesellschaft mutig die Stirne bieten zu können. Es ist höchste Zeit, uns endlich zu überlegen, was wir eigentlich wollen und anzustreben suchen.

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  • Juni 1, 2010

    Mit einem haben Sie Recht, Herr Wermuth, das Burkaverbot ist nicht wahnsinnig wichtig. Wenn schon, dann macht ein Vermummungsverbot Sinn – ausserhalb der Fasnacht. Dann hätten wir auch die 1.-Mai-Kriminellen und die Fussball-Hooligans besser im Griff.

    Mit Ihren anderen Aussagen haben Sie sich aber hoffnungslos verrannt. Wo sind die 700’000 Armen in der Schweiz? Solche Zahlen entstehen nur, wenn man die so genannte “Armutsgrenze” zu rein politischen Zwecken Jahr für Jahr nach oben schraubt.

    In Wirklichkeit stimmt das Gegenteil: Wir Schweizer sind vergleichsweise wohlhabend, was wir einzig unserer liberalen Wirtschaftsordnung verdanken.

    Wenn die Politik nun die Märkte noch stärker regulieren will, werden Ihre Armutszahlen leider bald wahr. Wir sind auf dem besten Weg dorthin.

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  • Juni 3, 2010

    Ich war Gegner der damaligen Minarettinitiative. Ich verstand nie, und verstehe es auch heute noch nicht, wie ein Glaubensturm einer Religionsgemeinschaft​ zur Gefahr werden kann. Stattdessen wird nun über den Bau anderer Türme verhandelt, welche tatsächlich eine Gefahr darstellen (vgl. Tschernobyl) sowie eine massive Beeinträchtigung des Landschaftsbildes. Dies scheint nicht zu stören, sind diese Art Türme doch mit einem gewissen Profit verbunden.
    Betreffen​d Burkaverbot sehe ich die Sache ein wenig anders. Vor einigen Monaten besuchte Nicolas Blancho mit seiner Frau (in Burka) unser Ladenlokal. Es war schon ein sehr komisches Gefühl mit einem Stofftuch zu kommunizieren. Die Stimme hinter diesem Tuch war zwar sehr freundlich, für einen wirklichen Dialog (und der ist ja auch ein sehr wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Integration) war aber eine solche Burka sehr nachteilig. Dazu kommt, dass überall dort wo die Identität einer Person festgestellt werden muss (SBB, Bank, Post, Polizei etc.), zuerst eine Beamtin anwesend sein müsste, was in der Praxis kaum möglich ist. Es ist schon so, dass nur sehr wenige Frauen in unserem Land in einer Burka unterwegs sind und es viel wichtigere Themen als ein derartiges Verbot gibt. Andererseits würde ein Verbot zu diesem Zeitpunkt eben nur diese kleine Anzahl Frauen betreffen und wäre gerade deshalb leichter umzusetzen.
    Ich frage mich aber grundsätzlich, weshalb brauchen wir ein Verbot der Burka, wenn diese doch unter das Vermummungsverbot fällt? Wäre es nicht logischer dieses Vermummungsverbot strikt durchzusetzen, anstatt mit einer politischen Kampagne die teils fremdenfeindliche Stimmung in unserem Land noch mehr anzuheizen?

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    • Dezember 15, 2010

      Herr Graf, aus all den Diskussionen sollte eigentlich genügsam hervorgegangen sein, dass der Islam nicht als blosse Religion anzusehen ist, sondern auch eine mit der Religion verquickte Rechtslehre hat, die sich bis zur Staatsführung und Lebensform erstreckt. Hinzu kommt der Missionsauftrag, der dem Islamisten grundsätzlich auferlegt, uns alle in jedem Lebensbereich umzukrempeln. Das Minarettsverbot ist eher als Schuss vor den Bug aufzufassen; es war die einzige Möglichkeit für die Initianten, der moslemischen Penetration klarzustellen: Bis hierher und nicht weiter!

      Dass Minarette auch noch die Funktion der Landnahmemarkierung haben und den Islamisten zu vermehrtem Sendungsbewusstsein ermuntern, ist einleuchtend. Der nächste Schritt wäre ganz klar der ausrufende Muezzin auf dem Minarett gewesen. Zusammengefasst: Nicht die primitive, dem Mittelalter verhaftete und widerliche Religion ist der Dorn im Auge, sondern die Bestrebung nach totaler Eroberung.

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  • Juni 4, 2010

    Hmm, ich frage mich wirklich wie weit sich das Gesetz in der heutigen Zeit in die Kleidung der Menschen einmischen darf/soll. Diskriminierung der Frauen? Wie lange haben Frauen denn in der Schweiz das Stimmrecht? 1971 Abstimmung und doch dauerte es bis 1990….. in Teilen der Schweiz http://de.wikipedia.org/wiki/Frauenstimmrecht_in_der_Schweiz. Mit dem gleichen Lohn für gleiche Arbeit (Alter und Ausbildung) zwischen Männer und Frauen gibt es hier heute noch Unterschiede. Wie ist die Gleichberechtigung in unserer Religion und die Kleiderordnung in der Kirche von Christen (Protestanten und Katholiken). Denke auch hier gibt es einiges zu tun….. Wenn auch die Burka http://de.wikipedia.org/wiki/Burka hierzulande nicht erwünscht ist (habe ich ehrlich gesagt noch kein einziges Mal in der Stadt gesehen. Kopftuch, Pardesü und Tschador ja) und Fundamentalismus egal von wem oder was aus meiner Sicht bloss Gefahr birgt, so sollten doch auch wir Christen, was die Unterdrückung der Frauen anbelangt doch noch vor der eigenen Haustüre wischen ;-).

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    • Dezember 14, 2010

      Ich bin in meinem Leben in der Schweiz schon etwa drei oder vier Mal solchen total verhüllten, schwarzen Gestalten begegnet, und ich empfand jedesmal einen heftigen innerlichen Aufruhr, der mehrere Tage anhielt. Solche Erscheinungen qualifiziere ich klar als Schreckung der Bevölkerung, wenigstens hierzulande, weshalb ich den Verbotsbestrebungen eine positive Seite abzugewinnen vermag.

      Was den unterschiedlichen Lohn für gleiche Arbeit anbetrifft, so sollte im Grunde gelten, dass sich alles automatisch angleicht; man müsste sich die Frage stellen, weshalb der Unternehmer denn nicht vorwiegend Frauen engagiert. Darauf gibt es reichlich Antworten, die ich hier aber nicht aufzählen will.

      Ob die Frauen bei uns unterdrückt werden, ist diskutabel; in Scheidungsangelegenhe​iten gilt dies ganz bestimmt einmal nicht. Auf alle Fälle ist das Gefälle der islamischen Unterdrückung zur hiesigen dermassen beträchtlich, dass der Vergleich untauglich wird.

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    • August 15, 2016

      Bin zu 100% Ihrer Meinung Frau Sägesser

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  • Juni 16, 2010

    Sehr geehrter Herr Wermuth
    Sie riskieren durch die Art Ihrer Meinungsäusserungen auf Granit zu stossen. Ich finde es gut, wenn junge Leute wie Sie kämpferisch für ihre Meinungen einstehen. Das finde ich sogar dann gut, wenn ich die Meinung nicht teile.

    Ich finde aber, dass Sie mit etwas mehr Fingerspitzengefühl agieren sollten und nicht dem verfallen, was leider viele tun, nämlich nur auf den anderen rumzureiten. Ich habe einem anderen jungen Politiker auch gesagt, dass wenn man andere schlecht macht, macht man sich selbst nicht besser.

    Die politische Verdrossenheit der nicht politischen aber auch nicht unterdurchschnittlich​ intelligenten Bevölkerung kommt genau daher. Sie fangen auch an das zu praktizieren. Lieber gegen alle anderen Parteien (im Speziellen natürlich gegen die Bürgerlichen) anstatt für die Sache. Genau davon haben wir genug.
    Sie sollten Ihr Talent nicht damit vergeuden. Sie haben Potenzial, Sie sind aber nicht der einzige auf der Welt, der die Primarschule geschafft hat.

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  • Juni 19, 2010

    Es gibt meines Wissens nach sowiso ein Vermummungsverbot. Nur gibt es einige, die nicht wissen, wie sie dieses mit der Religionsfreiheit kombinieren sollen. Schlussendlich ist es klar, dass die Religionsfreiheit hochgehalten werden soll, SOLANGE diese nicht gegen die Gesetze des Staates verstossen und/ oder Mitmenschen dadurch zu schaden kommen.

    Wenn irgendjemand in der Schweiz leben möchte und die uns gegebenen Freiheiten geniessen möchte, so hat er sich auch an die Regeln und Gesetze zu halten und Verantwortung zu übernehmen, da gerade diese uns die Freiheit geben! Ob das nun ein Weisser, Schwarzer, Roter oder Grüner sei – ob Christ, Jude, Moslem, Hindu, Budhist, Atheist oder sonnst wer. Die Regeln sind für alle dieselben!

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    • Februar 4, 2011

      Das Vermummungsverbot gilt nur bei Demonstrationen. Damit es bei der Burka greifen könnte, bräuchten Sie also z.B. einen Jemenitischen Scheich mit vier verschleierten Frauen, die alle auch noch grad eine grüne Fahne tragen! Dem könnten Sie dann mit einer Anzeige die Ferien vermiesen…
      Wichtig ist also, dass wir mit unseren ImmigrantInnen im Dialog bleiben, und auch dass wir erkennen, dass die allermeisten Musiminnen in der Schweiz ein modernes Leben führen und kein interesse haben, in einer schwarzen Jurte herumzulaufen. Nur mit xenophober Schlechtmacherei kann sich das Klima so verhärten, dass die Burka für Einwohnerinnen interessant wird…

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    • März 10, 2011

      Ich bin für einen Tag der Vermummten!
      Stellen Sie sich vor, an diesem Tag tragen etwa 80% aller Verkehrsteilnehmer eine “Roger Staub Mütze” oder sind sonst irgendwie verschleiert! Die Reaktion primär der Polizei und sekundär der Politik würde mich ehrlich interessieren…
      Nic​ht zu reden von den sogenannten Blitzerphotos!! 🙂
      Die würden dann noch reichen für eine Maskenprämierung im “Blick”!

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  • Dezember 13, 2010

    Soll das der Versuch sein, zu behaupten, mit der Debatte um das Burkaverbot wolle man von der Abzockerei ablenken? Einer der Kerne von Herrn Wermuths Aussage sind die Boni-Steuern. Da die Boni global geregelt sind, müssten die Boni-Ausrichter allfällige Boni-Steuern übernehmen; somit würden sie prompt in eine ungünstige Konkurrenz-Situation gegenüber dem Ausland fallen. Herr Wermuth weiss das natürlich genau,und gerade er schickt sich an,Verschleierung zu betreiben!

    Solange​ die Parteienfinanzierung legal ist, wird sie auf die geschilderte Weise und durchaus transparent (es war ja Walter Kielholz von der CS selbst, der dies offenlegte) gehandhabt. Erfährt sie eine gesetzliche Restriktion, erfolgen die Auszahlungen einfach auf diskretere Weise; Herr Wermuth mutet somit allfällig zu schaffenden Aufsichtsorganen eine wahrliche Sisyphus-Arbeit zu; sicher strebt er nämlich ein Verbot von Parteienfinanzierung an.

    Die Zahl der 700’000 angeblich von Armut Betroffenen sind mit allergrössten Vorbehalten zur Kenntnis zu nehmen. So werden z.B. auch erwachsene Kinder von wohlhabenden Eltern mitgezählt, die als Studenten keinerlei Einkommen anzugeben haben. Dann ist es die ziemlich obskure Gilde der Sozial-Experten, welche die Kriterien der Armuts-Definition schaffen. Nach ihnen sollen die in diese Kategorie fallenden Leute zB. nie ein Restaurant besuchen können; man liest noch über weitere und viel lächerliche Einschränkungen unserer “Armen”.
    Unsere Asozialen, Gefängnisinsassen usw. werden ebenfalls mitgezählt.

    Brady Dougan, schliesslich, kann das viele Geld ja auch nicht fressen, und der Staat profitiert denn auch von einem schönen Teil seines Bonusses.

    Herrn Wermuths Augenwischerei ist unglaublich.

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  • März 10, 2011

    Nur so viel, meine Sitznachbarin in der Schule war verschleiert und ihr zuliebe hätte ich gerne ein Burkaverbot. Denn freiwillig trug sie den nicht, sondern wurde von ihrem konservativen Vater dazu gezwungen. Kein Schwimmunterricht, in der Pause alleine, nach der Schule sofort und ohne Umschweife nach Hause.

    Sie war aber überdurchschnittlich intelligent, sehr aktiv im Unterricht, aufgestellt, lustig. Nur wenn es ums nach Hause gehen ging, wurde ihre Stimmung anders.

    Ich frage mich, wieso ihr solche alte Traditionen unterstützt. Es wird ja behauptet, dass es nicht im Koran steht und somit ist es ja nicht religiös motiviert. Eine Tradition zu unterstützen, die Frauen unterdrückt, alles was Fleisch ist, sexualisiert und tabuisiert, das verstehe ich nicht.

    Das grosse Problem der Schweiz sind nicht ein paar verschleierte Frauen. Sondern für ein paar verschleierte Frauen sind die konservativen Traditionen ein grosses Problem, aus dessen Fesseln sie sich nicht lösen können.

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    • August 15, 2016

      Ja Herr Nünlist, das ist wirklich ein Problem. Allerdings finde ich, handelt es sich nicht um das Problem unserer Politik. Die Burka ist nur die Spitze des Eisbergs. Da steckt noch mehr dahinter. Wird der Frau verboten die Burka zu tragen, dann darf sie vielleicht einfach das Haus nicht mehr verlassen o.ä.
      An der Unterdrückung durch den Mann (Ehemann, Vater etc.) ändert sich gar nichts.

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  • März 17, 2011

    Wie verdienen denn Sie ihr Geld? Mit heisser Luft? Oder wie ist das bei euch?

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  • Oktober 2, 2011

    Cédric Wermuth SP
    Burkaverbot Ja bin dafür und zwar deshalb: Es ist nicht unsere Kultur und hat überhaupt nichts mit Menschenrechts verletzung zu tun.
    Auch so wie Sie sich gerne in der EU sehen,ich halte sie nicht auf.
    Der Begriff Personenfreizügigkeit​ (abgekürzt PFZ) bedeutet ‘freier Personenverkehr’ und bezeichnet in erster Linie die Freiheit, in einem anderen Land als dem Heimatland wohnen und arbeiten zu dürfen. Zentral ist zum einen der Abbau von Personenkontrollen und zum andern die Arbeitnehmer-Freizügi​gkeit, das Niederlassungsrecht, das Aufenthaltsrecht, die Anerkennung von Ausbildungsbescheinig​ungen sowie die Freizügigkeit betreffend Sozialversicherungen.​ Hinzu kommt der Abbau steuerlicher Schranken.
    Worauf warten Sie denn noch?
    Alle Befürworter der EU, müssen ja nur über die Grenzen und alle nicht EU Befürworter hätten dann endlich Ihre Ruhe.
    Da die Schweiz nicht in der EU ist haben Sie natürlich auch alle Rechte sämtliche Burkaträgerinnen mitzunehmen.
    So wären dann schon zwei Probleme aus der Welt geschafft und wir könnten uns wichtigeren Themen widmen.
    Wäre das eine Lösung für Sie?
    Freundliche Grüsse

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  • Oktober 18, 2011

    Hallo Cédric, da hast Du Recht, es sind vielleicht nur 100 Frauen in der Schweiz und ja, man macht vielleicht mehr Geschrei darum als nötig. Aber sag’ mir doch, ab wievielen Frauen in Schleier soll man sich um das Problem kümmern ? Warum das Problem nicht schon am Ansatz im Keime ersticken. Sonst sagt man dann wie bei den Minaretten, “…aber, aber, aber da sind ja schon zwei oder drei – jetzt darf man nicht plötzlich kommen und das ändern…etc”. Lieber ein bisschen zu früh zu laut als zu spät und dann den Schwanz einziehen – finde ich….

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