1. Sicherheit & Kriminalität

Die Armee und das Dynamit sind weg, die Panzer nicht.

Armee und Dy­na­mit sind weg, aber nicht die Panzer!

In der BAZ Basler Zeitung vom 26.03.18 erschien unter dem Titel „Das Dynamit ist weg“ ein Beitrag darüber, dass an den zahlreichen Sprengobjekten im Land der Sprengstoff entfernt wurde, und jetzt auch noch die Sprengschächte zubetoniert werden sollen. Dann folgte der Satz: “Heute stehen die damals gängigen Massen an Panzern und Schützenpanzern nicht mehr zur Verfügung. Andere Bedrohungen, wie Terror, Sonderoperationen und Cyberangriffe stehen im Vordergrund!“ So stellt der Bundesrat die möglichen Bedrohungen der Schweiz dar. Ein echter Krieg wird als praktisch undenkbar bezeichnet. Z.B. werden die wiederholten Warnungen Russlands, dass es die immer stärkere militärische Bedrohung an seiner Westgrenze nicht akzeptieren könne und ggf. militärisch dagegen vorgehen werde, ignoriert. Da der Bundesrat die Armee unter dem Titel „Weiterentwicklung“ abschaffen will und zudem unser Land schleichend in die NATO führt, reduzierte er die Bedrohungen auf Cyberwar und „grüne Männchen“. So konnte er sein Ziel erreichen. Die „Kriegsverhinderung“ steht aber immer noch als erste Aufgabe in Art. 58 der Bundesverfassung. Dass heisst, dass die Armee so stark sein soll, dass ein möglicher Gegner in seiner Kosten-Nutzenrechnung​ den Aufwand als zu hoch erachtet und von einem Angriff absieht. Im 2. Weltkrieg kamen alle Parteien zu diesem Schluss. So schrieb z.B. am 29. Dezember 1944 das Oberkommando der USA aus Washington dem Hauptquartier der Alliierten in Frankreich (General Eisenhower) zu Stalins Forderung, die starke deutsche Front durch die Schweiz zu umgehen wörtlich:

„Die Verletzung der Schweizer Neutralität ist eine Frage für die Regierungen. Abgesehen davon, die Schwierigkeiten des Geländes und die vermuteten Fähigkeiten der kleinen, aber wirkungsvollen Schweizer Streitkräfte im Kampf auf ihrem eigenen Boden würden ein solches Projekt aus militärischer Sicht zweifelhaft machen“ [1].

Beide Machtblöcke in Ost und West verfügen heute über tausende von schweren Panzern und Schützenpanzern. Angesichts der gestiegenen Spannungen verlegten die USA letztes Jahr eine weitere ihrer mechanisierten Brigaden nach Europa. 2016 meldete Russland, das über zahlreiche Panzerverbände verfügt, seine einst berühmte 1. GARDE-PANZERARMEE wieder aufgebaut zu haben. Diese hat mehr Panzer als die deutsche Bundeswehr. Zudem produziert Russland gegenwärtig 2400 schwere Armata-Panzer einer neuen Generation. ​ ​ ​ ​ ​ In den Unterlagen zur WEA sagte der Bundesrat selber, die Armee solle nicht mehr über die „Verteidigungsfähigke​it verfügen, sondern nur noch über die „Kompetenz, das savoir-faire“, und dazu wörtlich: „auf dem kleinstmöglichen Niveau“. Sie soll also nur noch wissen, wie sie kämpfen würde, hätten wir noch eine Armee. Den Generalstäben aller Mächte ist es heute bekannt, dass die Schweiz wehrlos ist. So werden wir in einen sehr gut möglichen baldigen Krieg selbstverschuldet mit hineingerissen wobei wir „Ewiggestrigen“ wissen, dass neben gepanzerten Bodentruppen u.a. auch Cyberwar-, Hyperschall-, Weltraum, Laser-, elektronische- und möglicherweise ABC-Waffen sowie der NEMP in einem modernen Krieg eingesetzt werden. Aber ein Land kann nur von Bodentruppen besetzt werden.

[1]Kopie des Briefes vom 29.12.44 des US Oberkommandos an das Alliierte Hauptquartier in Frankreich (Eisenhower) beim Verfasser.

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Comments to: Die Armee und das Dynamit sind weg, die Panzer nicht.
  • März 27, 2018

    Es scheint, dass die Politik der Grossmächte alles tut, um neue Kriege zu provozieren. Trump mit seinem “Alten” Bolton ist für mich gegenwärtig die grösste Gefahr für die westliche Welt. Seine Idee, den Staat zu zerschlagen hat er jedenfalls schon bald erreicht. Der Mann, der “grosse” Männer von grossen Mächten so bewundert, ist auf dem besten Weg, aus Amerika ein unberechenbares Land zu machen. Die Leute folgen ihm auf Twitter nach. Seine Dümmlichkeiten und Masslosigkeiten sind sogar ein Renner.
    Amerika’s Leistungen im zweiten Weltkrieg waren einmalig und selbstlos. Aber alle nächsten Kriege endeten nach grosser Zerstörung und vielen Opfern ohne Frieden. Falsche Diplomatie ermöglichten keinen echten Frieden und keinen demokratischen Aufbau in den “befreiten” Ländern (Irak, Lybien, Syrien). Die US- Massnahmen gegen Kuba hindern ein Volk , auch mal etwas weiterzukommen.
    Die Frage, wann Europa in den Fokus von Trump geraten wird, ist noch offen. Weil Trump gerade Nordkorea und Teheran auf dem Kieker hat. Demokratie sieht für mich anders aus!

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    • März 27, 2018

      Ohne dauernd persönliche Abneigungsversicherun​gen in den Vordergrund zu stellen, Herr Müller, so müssen Beobachter wohl oder übel eingestehen:

      Trump​ hat bisher eher mitgeholfen Kriege zu beenden und hat noch keine neuen entfacht. Dies im Gegensatz zu all seinen Vorgängern der letzten Dekaden.
      Und die USA werden doch eher berechenbarer als zuvor, denn die angestrebten Massnahmen werden allesamt gut kommuniziert. Dies zum Beispiel ganz im Gegensatz etwa zum Deutschen Modell.

      Wie Demokratie für Sie aussieht, wäre interessant zu wissen, hat doch Trump immerhin einen zweijährigen Wahlkampf geführt, während dem den Wählern sämtliche Facetten seiner Politik, seiner Absichten, seiner Person und seinem Stil vorgeführt wurden. Sowohl von seiner eigenen Seite, wie auch von der gegnerischen.
      Klar, eine direkte Demokratie mit grosser Bürgerbeteiligung wie in der Schweiz ist das nicht, aber die Amerikaner wollen eben ein System mit starkem Präsidenten der dann für die Bürger entscheidet. Da sind sie ja nicht die einzigen.

      Sogar viele Schweizer wären übrigens für ein solches Obrigkeiten-System zu haben – solange der Präsident ein Sozialist wäre…

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    • März 28, 2018

      Trump provoziert, droht etwas an aber mit einem Gesprächsangebot.

      ​So hat Südkorea nun die dauerhafte Ausnahme vom Stahl/Alu-Zoll.

      Mi​t Trump kann man reden und diskutieren.

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    • März 28, 2018

      Herr Knall, ich bin für die Schweizerische Demokratie. Die muss ich nicht darlegen.
      Ich bleibe dabei, was Trump betrifft. Er ist keine Hoffnung für alle Amerikaner, nur für diejenigen, welche ihn bejubeln. .Er wird höchstens als “Vorbild” für seine Unanständigkeit in Wort und Schrift in die Geschichte eingehen. Der Umgang mit seinen eigenen Regierungsmitgliedern​ im Weissen Haus ist in keiner Weise die eines Vorgesetzten würdig. Man entlässt nicht einen Minister, während er auf Dienstreise ist und schickt ihm noch erniedrigende Twitterposts hinterher. Er hört nicht auf Fachleute in seinem Team. Einzig auf die von den Goldmann-Sachs Leuten. Da geht es um Geld, also einen Bereich, den Trump als reicher Mann als einziges interessiert. Im übrigen hat er ein grosse Anzahl Botschafterposten nicht besetzt. Ohne das bekommt eine Regierung nicht an die wichtigen Informationen über ein Land.

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    • März 29, 2018

      Man kann Ihr Insiderwissen zum Thema Mitarbeiterauswahl- und Behandlung im Weissen Haus nur bewundern, Herr Müller. Aber werden Sie dabei nur nicht betriebsblind!

      Den​n wenn man sich die Regierungen weltweit so anschaut, gibt es praktisch keine, wo nicht ähnliche Fluktuation und Dauerumbildungen Standard sind. Aus reinem Machtkalkül natürlich.
      Nehmen Sie Deutschland. Da hat die Frau Merkel während Ihrer Amtszeit bisher wohl rekordverdächtig viele „Mitplayer“ aktiv rausgedrückt.
      Oder wo war Ihre Empörung, als zum Beispiel Frau Widmer schon fast manisch das gut funktionierende Team ihres Vorgängers Blocher im Justizministerium ohne sachliche Gründe mit Chaotenbeamten ersetzt hat?

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    • April 2, 2018

      Herr Knall, ich war nie im weissen Haus, aber Trump erzählt alles ganz freimütig auf Twitter. Und wenn er Personal auswechselt, macht er das auch mit Getöse. “Normalgang” kennt er nicht. Er informiert nicht einmal seinen Aussenminister, wenn er der Welt verkündet, was “er” als nächstens tun will. Das sieht nicht nach einer Regierung aus, die zusammenarbeitet. Eher nach einem “Einmann-Betrieb”.

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  • März 28, 2018

    Ein weiterer Grund die Schweiz nicht anzugreifen im WW II – Die zahlreichen Festungen die im ganzen Land gebaut wurden. Zu erwähnen sind die zahlreichen “Chalets und Scheuen”, die in Wahrheit getarnte Artillerie waren.

    Das hätte den Vormarsch erschwert und in die Länge gezogen. Man hätte Luftunterstützung gebraucht und Artillerie.

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