1. Umwelt, Klima & Energie

Die Energiezukunft wird sonnig – nötigenfalls ohne Schweiz

Euphorisch war die So­lar­bran­che in der Schweiz noch nie. In den Jah­ren 2013 und 2014 wur­den je etwa 300 MW ver­baut, so­dass mitt­ler­weile mehr als 1% vom Strom­bedarf der Schweiz von der Sonne ab­ge­deckt wird – in kur­zer Zeit sind es be­reits 2%. Doch kurz vor dem Durch­bruch zur Wirt­schaft­lich­keit​​ wird ak­tu­ell die Ent­wick­lung po­li­tisch ge­bremst. Nur knapp einen drit­tel vom schwei­ze­ri­schen So­lar­strom wird über die na­tio­nale kos­ten­de­ckende Ein­spei­se­ver­gütun​​g (KEV) ver­gütet, und die Hoff­nung auf eine KEV Zu­sage sinkt. Ins­be­son­dere nach den Na­tio­nal­rats­wah­l​​en, die Par­teien ge­stärkt hat, wel­che die Ener­gie­stra­te­gie 2050 in Frage stel­len.

Die KEV wurde 2008/2009 eingeführt, seither hat sich die Solarstromproduktion in der Schweiz ver-25-facht. Bis April 2015 haben jene PV-Anlagen eine KEV-Zusage erhalten, die vor September 2011 angemeldet wurden. Der Abbau der Warteliste erfolgt heute noch langsamer als bislang, da erstens die KEV-Finanzierung begrenzt bleibt und aktuell die zu finanzierende Differenz zwischen PV-Tarif und tiefem Strompreis relativ hoch ist, und zweitens aufgrund der Anmeldungs-Statistik:​​ Bis März 2011 wurden monatlich rund 200 PV-Anlagen angemeldet, seit der japanischen AKW-Havarie sind es monatlich 800 bis 1200 Anlagen, die zusätzlich warten. Der Abbau der (wenigen) Anmeldungen bis 2011 ging langsam, der Abbau der vielen Anmeldungen seither geht noch viel langsamer. Die Chancen eines heute angemeldeten PV-Projekts über 200 m2 irgendwann KEV-Vergütung zu erhalten, sind klein. Kleinere PV-Anlagen können eine Einmalvergütung beanspruchen. Aktuell sind in der Schweiz rund 48’000 PV-Anlagen am Netz. Bis zu 20’000 Einfamilienhaus-/Klei​​nanlagen könnten mit der weniger attraktiven Einmalvergütung realisiert werden, womit die KEV-Warteliste signifikant kürzer werden kann. Blockiert bleiben jedoch alle Anlagen über 30 kWp, welche gut 70% der angemeldeten Solarstromproduktion preiswert liefern könnten: Mehr als die Stromproduktion vom mangelhaften AKW Beznau.

In den letzten 6 Jahren sind die Kosten von Solarstrom von über 50 Rp/kWh auf unter 20 Rp/kWh gesunken. Strom aus Photovoltaik ist von der teuersten zur billigsten erneuerbaren Energie geworden. In sonnigeren Ländern ist die Wettbewerbsfähigkeit noch überzeugender. Auf den Philippinen installiert ein einziger Projektentwickler mit 250 MWp mehr PV-Leistung als in der Schweiz 2016 erwartet wird bzw. politisch erwünscht ist (http://www.sunwinden​​ergy.com/photovoltai​c​s-press-releases/sy​nt​egra-solar-serves-​own​ers-engineer-250-​mwp-​pv-power-plant-p​rojec​ts). Die Schweiz bezüglich PV ein Entwicklungsland zu nennen wäre falsch; wenn nicht nachhaltig-sensibilis​​ierte Politiker gewählt werden, ist die Entwicklung hierzulande rückläufig. Während Entwicklungsländer die Führung übernehmen. In Bolivien ersetzt ein Off-Grid-Solarpark seit 2015 täglich 5200 Liter Diesel (http://en.sma-sunny.​​com/2015/02/11/photo​v​oltaic-diesel-hybri​d-​system-in-bolivia-​sup​plies-energy-to-r​emot​e-region/). So sieht die Zukunft aus.

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Comments to: Die Energiezukunft wird sonnig – nötigenfalls ohne Schweiz
  • Januar 9, 2016

    Woher nehmen Sie den Strom bei der Explosion eines Vulkans, der jahrelange Verdunkelung mit sich bringt, junger Mann?

    Beispiele:
    ​1784 Island weltweite Hungerkatastrophe. Mitauslöser der franz. Revolution!
    1814 Indonesien Ein ganzes Jahr ohne Sonne. Weltweite Hungerkatastrophe.
    N​atürlich waren dies nicht die einzigen katastrophalen Ausbrüche. Aber aufgrund jener zwei Ausbrüche hat es Verdunkelungen über viele Monate gegeben.

    Den Zeitraum von Anfang des 15. Jahrhunderts bis in das 19. Jahrhundert hinein wird von den Meteorologen als die kleine Eiszeit benannt. Die Kleinen Eiszeit soll auch eine Häufung der Vulkanausbrüche verursacht haben.

    Jedenfalls wäre ich froh, wenn es genügend AKWs hätte. Die Gefahr einer Verstrahlung durch Krieg ist meines Erachtens um ein Mehrfaches höher als durch einen AKW-Unfall in der Schweiz!

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    • Juli 19, 2021

      Musste grad schmunzeln Herr Krähenbühl

      Aber ist ein gutes Argument, wer denkt denn soweit, dass uns die Natur beim Naturschutz einen Strich durch die Rechnung machen könnte. Aber es zeigt, wie hilflos der Mensch ist mit seiner Technik, welche nicht auf diese Erde passt.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Krähenbühl

      Sie gehen davon aus, dass bei einer Verdunkelung die Solarzellen keinen Strom mehr liefern. Dies dürfte falsch sein.
      Bei einer Verdunkelung liefern die Solarzellen auch Strom; bloss ein paar Prozent weniger.

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    • Juli 19, 2021

      Es geht um 40 bis 80% weniger Energie, Herr Merquis. Je nachdem, wie stark die Verschmutzung durch eine vulkanische Eruption ausgelöst wurde. Diese erzeugt eine dichte Wolke aus Feinstaub und Gase wie Schwefeldioxid, der lange Zeit, Monate oder gar Jahre in stratosphärischer Höhe die Erde umhüllt. Kein Regen spült ihn herunter – er bleibt…

      Da hilft das Beten des Rabbi sowenig wie das ewige Lächeln der schweizerischen Verkehrs- und Energieministerin.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Marquis geht vermutlich von einer geringen Reduzierung aus. Aber bei einem solchen Geschehnis, welches Herr Krähenbühl anspricht, ist kaum mit mehr als 20-30% Tageslicht zu rechnen. Noch nicht mal davon gesprochen, dass der Staub auf allen Anlagen liegen wird, und Sie gar nicht soviel Zeit haben, diese pausenlos zu reinigen, dass überhaupt noch etwas Licht auf die Anlage kommt.

      Grundsätzli​ch haben Sie rechte, dass heutige Anlagen auch Strom liefern, wenn es Nebel oder weniger Licht hat. Aber in einem solchen Fall sprechen wir von rund mind 90% Reduzierung, durch Abdunklung am Himmel und CM-dicken Staub auf den Anlagen.

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    • Juli 19, 2021

      “Woher nehmen Sie den Strom bei der Explosion eines Vulkans, der jahrelange Verdunkelung mit sich bringt, junger Mann?”

      Und woher nehmen Sie, Herr Krähenbühl, sich das Recht, einen Diskussionsteilnehmer​ von 39 Jahren von oben herab mit “junger Mann” zu titulieren, alter Mann?

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  • Januar 9, 2016

    Das wäre eine gute Publikation in der ‘Scientific American’

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  • Januar 9, 2016

    Spannend, gegen einen Vulkanausbruch musste ich energiepolitisch noch nie argumentieren. Halten Sie einen solchigen für wahrscheinlicher, als die Evakuierung von Zürich bis Basel nach einer Havarie im AKW Beznau? Schlimmstenfalls lieber Stromsparen als 40% der Schweizer Bevölkerung umsiedeln…

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    • Juli 19, 2021

      Herr Lüthi

      1. Nützt Ihnen ein solches Verhalten überhaupt nichts, da wir alle abstellen können, aber trotzdem an einer Verseuchung sterben können oder werden. Denken Sie, dass an der Grenze nukleare Strahlung aufhört?

      2. Ist es mir lieber den Strom hier zu produzieren, mit unseren Sicherheitsstandarts,​ welche wir beeinflussen können, als dass wir den Strom im Ausland von evtl. Unsicheren beziehen, oder sogar von immer mehr gefördertem Kohlstrom aus Deutschland.

      3. Und ja ich schätze eine Katastrophe eines Vulkans, welcher auch wir ausgesetzt sind höher als eine AKW-Unfall ein. Zumindest, wenn es unsere in der Schweiz betrifft.

      Wenn wir also unseren eigenen Strom herstellen mit solchen Werken, dann belasten wir die Umliegenden nicht und ein Ausbau Dieser wird somit nicht gefördert, weil keine oder weniger Abnehmer da sind.

      Und wenn ich ganz ehrlich bin, werden wir so oder so “beschissen”. Wir sparen wie die Verrückten, kaufen Stromsparende Geräte wie Weltmeister, aber setzen immer mehr dieser Geräte ein. Setzen immer mehr auf Kommunikation über Netz welches ein irrsinniges Stromgefüge braucht.

      Aber es ist halt die gleiche “Lüge” wie mit dem Computer. Damals beschwor man das Papierlose Büro herauf, aber in Tat und Wahrheit wird heute soviel Papier verdruckt wie noch nie. Und genau das ist die “Lüge” welcher wir selber aufsitzen und schön und getreu nachgehen.

      Wenn Sie glauben, wir könnten unsere künftigen Bedarf mittels umweltgerechter Erzeugung abdecken, müssen Sie und Ihre Kollegen aus der Politik dafür Sorge tragen, dass die Industrie nicht immer neues entwickelt, was angeblich weniger braucht, dafür mehr davon eingesetzt werden soll.

      Das ist genauso wie mit der sog. demographie der Schweiz. Wir glauben, mit der Zuwanderung diese stoppen zu können, aber das ist auch falsch. Denn auch diese Zuwanderer werden älter und somit fehlen einfach später die Nachkommen. Auch da… wenn wir eine Lösung möchten für dieses Problem, müssen wir mehr Kinder zeugen, oder unsere Altersversorgung so ausrichten, dass OHNE Zuwanderung eine Sicherstellung gewährleistet ist.

      Alles Andere ist Selbstbetrug… oder verschiebung des Problems auf die nächsten Generationen.

      2.

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    • Juli 19, 2021

      Heini Lüthi, denke Sie bauen sich mit Ihrem Artikel eine Geldreiche Zukunft für das Eigene Portemonaie auf. Strom sparen tun genau jene nicht, die andere dazu auffordern. Nein, das ist mit wenigen löblichen Ausnahmen keine falsche Behauptung. Als Zähler – Ableser einer Stromfirma habe ich mehr als genug gesehen.

      Sie meinen sicher diejenigen anti Stromsparer die sich Ihre Elektrovelos und verschiedene dubiosesten Elektrofahr – Vehikel kaufen, um nicht mehr zu Fuss gehen zu müssen. Immer mehr kaufen auch Elektroautos mit denen wohl weniger Luftverschmutzung erzeugt wird, jedoch mit Sicherheit nicht Strom gespart werden wird.
      Weniger Luftverschmutzung und weniger Stromverbrauch funktioniert eben nicht.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Lüthi: “Spannend, gegen einen Vulkanausbruch musste ich energiepolitisch noch nie argumentieren.”
      Höch​ste Zeit also, Ihren Horizint ein bisschen zu erweitern.

      Zum Energiesparen, da gebe ich Ihnen recht. Da schlummert enormes Potential. Da sähe ich viel Aufklärungsarbeit für die Grünlichen Parteien. Man denke nur an die vielen Halbfabrikate im Ernährungsbereich. Gefrorene Pizzen, gefrorene Gipfeli als Teiglinge und andere Kleinbroterzeugnisse,​ die in Polen oder in Irland hergestellt und zu uns transportiert werden. Gemüse und Früchte aus anderen Erdteilen. Corn Flakes zum Frühstück anstelle feinen Brotes, das in den Augen des modernen Menschen selbstverständlich nicht von gestern sein darf – nein, das gestrige gehört in den Müll! Undsoweiterundsoweite​r.

      Aber jene Parteien sehen das nicht so. Sie sehen den Verschleiss und die Fehler beim Andern. Sie selber sind sich dessen nicht bewusst. Wie können sie unter solchen Umständen die Anderen belehren?

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    • Juli 19, 2021

      Im ETH Studium habe Lebensmitteltechnolog​ie vertieft, die Halbfabrikate Thematik ist mir durchaus bekannt. Weniger bekannt ist mir, dass “grünlich denkende” eine besondere Affinität zu Industrie-Nahrung haben. Ich verzichte gerne auf Fertigprodukte und Fleisch – aber das ist hier nicht das Thema.
      Als Nestle-Ingenieur hätte ich heute wohl ein höheres Einkommen denn als Initiator von bislang erst knapp-wirtschaftliche​n Solarstromanlagen, Herr Rohner. Ich ermutige jeden zum Energiesparen und bin in meiner sportlichen und alltäglichen Velo-Mobilität nicht auf motorisierte Unterstützung angewiesen.
      Woher diese Anfeindungen? Ich habe doch nur den Stand der Entwicklung aufgezeigt, und stelle fest, dass die Energiewende global an Dynamik gewinnt – ob Herr oder Frau Schweizer daran glauben oder nicht.

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    • Juli 19, 2021

      Wo ich Sie persönlich angefeindet haben soll verstehe ich nicht.

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  • Januar 9, 2016

    Heini Lüthi überschätzt die Möglichkeiten der Nutzung von Photovoltaik in der Schweiz. Erst mit dem verbreiteten Aufkommen von Elektroautos wird die Photovoltaik in der Schweiz sinnvoll nutzbar. Es ist denkbar, dass wir dann den zusätzlich notwendigen Stromverbrauch (ca. die Stromproduktion eines grossen Kernkraftwerkes) zu einem grossen Teil mit Photovoltaik abdecken können. Mein nächstes Auto plane ich bereits so.

    Die im Sommerhalbjahr viel Wasser führenden Flüsse bestimmen die Ausgangslage unserer Stromproduktion. Im Sommerhalbjahr haben wir Stromüberschuss. Im Winterhalbjahr importieren wir seit einigen Jahrzehnten zunehmend viel Strom aus Kernkraft- und Kohlekraftwerken in Nachbarstaaten. In starken Kälteperioden haben diese Stromexportländer selbst Versorgungsprobleme. Genau in diesen Zeiten können wir unsere Stauseen nach Bedarf schrittweise entleeren.

    Unsere Staudämme sind wichtige Elemente der Stromversorgung. Doch dürfen wir ihre Kapazität nicht überschätzen. Sie sind fantastisch für den kurzfristigen Spannungsausgleich. Dank den rasch anspringenden leistungsstarken Wasserturbinen können wir Spannungsschwankungen​​ innerhalb von ca. 2 Minuten ausgleichen. Doch können wir mit den Stauseen bei weitem nicht das ganze Winterhalbjahr abdecken. Auch der Bau von zusätzlichen Staumauern würde dies nicht ermöglichen. Bei der Überbrückung von Kälteperioden in Europa reichen sie zumindest für unsere Stromversorgung in der Schweiz aus.

    Wer Kilowattstunden-Preis​​e miteinander vergleicht, hat leider unsere Stromversorgung nicht begriffen. Kilowattstunden im Sommerhalbjahr sind in Ländern ohne viel Wasserkraft-Nutzung wie z.B. in Deutschland sehr nützlich. Bei uns bringen sie zurzeit fast nichts. Es gibt Zeiten, in welchen wir sogar wegen der drohenden Spannungsüberschreitu​​ng immer laufende Flusskraftwerke abstellen müssen.

    Wer meint, die fossilen Brennstoffe könnten allein durch erneuerbaren Energien abgelöst werden, der träumt. Z.B. können wir im für uns kritischen Winterhalbjahr erst 0,3% unseres Stroms mit PV abdecken. Offenheit für kommende Entwicklungen ist die beste Energiestrategie.

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    • Juli 19, 2021

      Es geht noch einen Schritt weiter….

      Wir sollen auf Fahrzeuge mit fossilem Brennstoff verzichten und auf Elektrofahrzeug umsteigen. damit erzeugen wir einfach einen massiven Anstieg auf dem Strombedarf. Produzieren somit mittel dieser Produktion einfach anders CO2.

      Es bringt überhaupt nichts, wenn wir von einem Brennstoff weggehen und auf eine andere Energie umstellen. Aber das sollte den Energiespeziallisten eigentlich klar sein.

      z.B. unsere Mobilität benötigt genau gleichviel Energie, ob mit fossilem Brennstoff oder mit Strom. Die Effizienz der beiden Fahrzeuge liegt etwas im gleichen Rahmen in der Ausnutzung der Energie als solches. Und Energie benötigen wir genau gleichviel, ob mit fosszielm oder Strom. Im Gegenteil. Mit heutigen Elektrofahrzeugen haben wir massiven Verlust bei der Umwandlung der Energieen. Vom Erzeuger auf die Batterie, von der Batterie erneut auf Bewegungsenergie. Eine denkbar einfache Überlegung, wenn man sich bewusst ist, dass Energie nicht verbraucht oder vernichtet werden kann, sondern nur von einer Form in eine Andere gewandelt, diese aber für unsere Nutzung immer mit Verlust (unnutzbare Energie) verbunden ist. Jede Umwandlung erzeugt eine für uns nicht nutzbare Energie (für uns ein Verlust in der Nutzung)

      Somit sollte uns klar sein, dass ein Umstieg in keinster Weise etwas nützt, sondern nur verlagert. Wenn wir weniger Co2 möchten, müssen wir auf diese Energieverwendung verzichten. Egal ob fossiler oder Strom. Der KW-Verbrauch je Km ist der gleiche und kann nur reduziert werden, wenn die Menge reduziert wird, also weniger genutzt…

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  • Januar 10, 2016

    Danke für ihre Kommentare. Zur Klarstellung:

    >Heini Lüthi überschätzt die Möglichkeiten der Nutzung von Photovoltaik in der Schweiz.

    Ich habe die bisherige Entwicklung aufgezeigt und eine Brücke zur internationalen Entwicklung geschlagen – das Ausbaupotential war nicht Thema dieses Artikels. Aber Ihre Vermutung, dass ich diesbezüglich zuversichtlich bin, ist nicht ganz falsch.

    >Wer Kilowattstunden-Preis​​​e miteinander vergleicht, hat leider unsere Stromversorgung nicht begriffen.

    Mit kWh-Preisen wurde in der Vergangenheit häufig gegen Solarstrom argumentiert – der Einfachheit halber erlaube ich mir doch auf die KEV-Tarife zu verweisen, die gar nicht mehr so hoch sind… Für eine vertiefte Diskussion stehe ich gerne zur Verfügung.

    Über Winterstrom & Speicherung (und die Schnittstelle zur Mobilität) schreibe ich auch gerne mal einen Artikel. Das Speicherproblem wird auch gerne bei Windkraftanlagen angeführt. Diese produzieren überwiegend im Winterhalbjahr. Im richtigen Verhältnis ergänzen sich erneuerbare Energien symbiotisch. Auch Wärme-Kraftkoppelung halte ich für eine zweckmässige Technologie. Sie liefert wärmegeführt Strom im Winterhalbjahr, während Wärmepumpen den potentiellen Winterengpass verschärfen.

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Biodiversität: Wir haben zu wenig Schutzflächen! Die Leistungen der Ökosysteme müssen in Zielsetzungen und Steuerungsinstrumente der Politik und Wirtschaft einfliessen. Ein zu enger Aktionsplan des Bundes reicht dafür trotz guter Ansätze nicht.“ (Markus Fischer Der Professor für Pflanzenphysiologie ist Mitglied des Expertengremiums des Weltbiodiversitätsrats in BaZ vom 1.10.2020)

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