1. Ausländer- & Migrationspolitik

Die Gefahr von Süden

Deutsch­land hat Angst vor dem mas­si­ven An­stieg von il­le­ga­len Ein­wan­dern aus der Schweiz.

Welt.de schreibt unter anderem: “Die Zahl der festgestellten illegalen Einreisen über die Schweiz nach Deutschland hat sich Anfang des Jahres im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht. Das erklärte das Innenministerium auf Anfrage. Demnach meldete die Bundespolizei für Januar und Februar 2017 insgesamt 1350 unerlaubte Einreisen. 2016 waren es in den beiden Monaten dagegen nur 402. Belastbare Zahlen für März liegen noch nicht vor. In Sicherheitskreisen weist man darauf hin, dass es sich hierbei nur um die festgestellten illegal Eingereisten handelt. Intern geht man von einem deutlich größeren Dunkelfeld aus. Während die italienischen Grenzen nach Österreich und zu Frankreich relativ gut gesichert sind, versuchen es illegale Migranten seit dem vergangenen Sommer vermehrt über die Schweiz.”

Deutschland​ will die Kontrolle an der Grenze zur Schweiz verschärfen. Statt in der EU Ordnung zu schaffen, werden die Grenzen verschärft kontrolliert. Wir haben Verständnis glauben aber das sei die falsche Massnahme, denn diese „ILLEGALEN“ reisen fast alle aus eine EU Land nach Deutschland. Die EU müsste mit Italien verhandeln und dort Hilfe anbieten. Ich weiss nicht, ob das zum Teil mit Finanzen schon gemacht wird. Wenn Italien Geld erhält verschwindet es in obskure Kanäle, dass wissen wir Schweizer, da wir nach Italien Millionen überweisen.

Der freie Personenverkehr hat seine Grenzen.

Die Grenze im Tessin ist offen, auch wenn unsere Grenzbeamten tun, was sie können. Sie haben einen schweren Stand und es sind viel zu wenige. Das Tessin ist voll von kleinen Grenzübergängen nach Italien, die nur marginal kontrolliert werden können. Grenzlänge Italien – Schweiz 740 km.

Für Illegale ist es ein leichtes über die Grenze zu kommen und sich in den Wäldern zu verstecken.

Viele wollen nach Deutschland und viele werden im Untergrund in der Schweiz bleiben. Es gibt verschiedene Menschen, die illegal aufnehmen durch falsch verstandene Solidarität.

Das Tessin, vor allem das „Dipartimento delle istituzioni“ hat verschiedene Vorstösse unternommen, um die Grenze etwas sicherer zu machen. Eigentlich sollten die kleinen Grenzübergänge nach Italien nachts (nur nachts !!) geschlossen werden. Eine Kontrolle der Grenze ist nachts ohne massiven Personalaufwand und Helikopter mir Wärmebildkameras nicht zu bewältigen. Ausser den illegalen Asylanten leidet das Tessin unter Kriminaltourismus.

Von Bern wurden 3 nächtliche Schliessungen versuchsweise bewilligt. Von Italien kommt nun Aufruhr, obwohl diese Grenzschliessungen über Nacht angekündigt worden waren und damals keine Interventionen kamen. Es sei eine Diskrimination der Italiener seitens der Schweiz.

Im Vorfeld hatte die Präsidentin des Parlamentskomitees für die Überwachung des Schengener Abkommens, Laura Ravetto, den Innen- und den Aussenminister Italiens in einem Brief gefragt, ob die Schweiz mit ihrer Massnahme den noch einhalte (eine Kopie des Briefes liegt tvsvizzera.it). Gegenüber dem Corriere della Sera sagte die Abgeordnete von Forza Italia, dass die Schweiz weder die italienische Regierung noch die Europäische Kommission informiert habe. Deshalb habe sie den Schweizer Botschafter für eine Audienz einbestellt.

Auch Italien hat eine Grenze nachts geschlossen, nämlich die Grenze Maslianico (sehe Bild am Anfang des Artikels). Italien hat niemanden informiert und einfach gemacht. Sollte die Schweiz nun die Botschafter Italiens und Deutschlands einberufen , wegen Diskriminierung der Schweiz ? Nein, denn wenn diese Länder ihre Grenzen schützen ist das für uns in Ordnung, aber lasst auch die Schweiz machen, was sie muss.

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Comments to: Die Gefahr von Süden
  • April 16, 2017

    Berner Zeitung schreibt:
    Die Zahl der Flüchtlinge, die im Süden über die Grenze in die Schweiz kommen wolle, steigt in diesen Tagen massiv an. Dies sagt Bundesrat Ueli Maurer gegenüber «SRF».

    In Chiasso und auf der Route via Domodossola nach Brig sei man nahe an Rekordzahlen. Das Grenzwachtkorps im Tessin sei deshalb mit zusätzlichem Personal zu einem «24-Stunden-Betrieb» ausgebaut und verstärkt worden, weil Migranten jetzt eher gegen Mitternacht und nicht mehr während des Tages kämen, so der oberste Chef des Grenzwachtkorps.

    D​ie Verstärkung betreffe aber auch die Grenzübergänge in Graubünden. Flüchtlinge würden neuerdings über die Bündner Südtäler illegal in die Schweiz einreisen, um weiter nach Deutschland oder Österreich zu kommen. Dafür gebe es erste Anzeichen, sagt Maurer. «Die Schlepper tasten jetzt wohl ab, ob das besser geht als über Chiasso.»

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  • April 18, 2017

    Tja, mit dieser Umsetzung der PFZ, ist Germanien wohl nicht ganz so happy! Aber Sie schaffen das, Frau Merkel! Schicken Sie doch einfach die pro Erdogan Türken nachhause, die sollen nun ruhig unter ihrem gewählten Präsidenten leben dürfen! Dann hat’s Platz für die Kinderlein die Sie sich angelacht haben. Ohhh kommed ohh kommed doch all….!

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    • Juli 19, 2021

      Danke für Ihren Kommentar Frau Stutz.
      Deutschland geht es um die Personenfreizügigkeit​, weil es Deutschland bis anhin genützt hat. Es gibt vielerorts aber Unstimmigkeiten.
      Im Artikel geht es vor allem um Flüchtlinge, solche die aus Kriegsgebieten flüchten und solche, die einfach Arbeit suchen. Oft sind darunter Kriminelle, deshalb sollte möglichst gut kontrolliert werden. Auch Kinder muss man kontrollieren, denn diese werden vielfach gebraucht um Illegales zu tun. Die Menschen wissen, dass Kinder nicht bestraft werden können in der Schweiz.

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  • April 19, 2017

    Man muss halt ein Bisschen Standfestigkeit zeigen um dem „Druck“ des Gutmenschen-Mantras zu widerstehen, demnach es „unmenschlich“ sei, die unkontrollierte Einwanderung von Nicht-Kriminellen abzulehnen oder gar bekämpfen zu wollen.

    Natürlich sind die Verbrecher oder die potentiellen Terroristen unter den Migranten eine besondere Gefahr, die rigoros verfolgt werden muss. Aber die Wahrheit ist: Auch die Migranten welche aus Gründen der wirtschaftlichen Probleme im Herkunftsland ihr „besseres Leben“ hierzulande suchen, bilden schon nur wegen ihrer riesigen Anzahl ein unlösbares Problem.

    Die kommunistische Papier-Doktrin des „Rechts auf gleichviel für Alle, also Nichts für Jeden“ ist erwiesenermassen gescheitert. Das sollte auch der hinterletzte Retro-Marxist inzwischen gemerkt haben. Trotzdem wird vielerorts so getan, als ob diese vom gesteuerten Mainstream unterhaltenen Alt-Thesen, die neueste Erkenntnis mit Erfolgsgarantie darstellen würden.

    Klarzustellen bleibt: sich nicht mit Millionen von in allen Bereichen (Sprache, Kultur, Religion, Ausbildung usw.) fremden Leuten solidarisch zu fühlen oder zu erklären, ist absolut legitim, ja, es ist eigentlich nichts als normal.

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  • April 29, 2017

    Ach, wenn wir von unseren Politikern und Bundesräten nicht dauernd angelogen würden, hätten wir auch viel weniger Flüchtlingsprobleme. Wir nehmen sogenannte “Flüchtlinge” auf, haben keine Rückführungsverträge mit den betroffenen Herkunftsländern. Das heisst, keine Rückführung möglich.
    Bundesräte fliegen mit lehrem Flugzeug in Kriesengebiete und fliegen diesen gefüllt zurück (Jugoslawienkonflikt)​. Damals brauchte diese Bundesrätin ähnliche Worte wie Merkel. Nur ein Unterschied besteht, unsere betroffene Bundesrätin, wie auch der Gesammtbundesrat gesteht diese Fehler bis heute nicht ein. Türken, die Erdogan anhimmeln haben wir auch genug in der Schweiz. Die werden ja auch nicht nach Hause gesandt.
    Zusammenfas​send kann gesagt werden, es ist einfacher den Dreck des Nachbarn zu kritisieren als vor der eigenen Haustüre für Ordnung zu sorgen. Die Hetze gegen die einzelnen Länder der EU bringt überhaupt nichts. Wir sind ja kein Mitglied der EU, das heisst eine Aussengrenze. Theoretisch könnten die angrenzenden EU Staaten die abgewiesenen Asylanten auch bei uns an die Grenze stellen. Da wir neutral sind müssten wir diese dan auch noch zu uns reinlassen.
    Schon mal darüber nachgedacht, was dieses Zenario für uns bedeuten würde…

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