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Die Mindestlohn-Inititati​ve hat ein hehres Ziel, aber ist da

Es ist mir be­wusst,  erstmals hört sich das gut und ge­recht an: 4000.00 CHF Min­dest­lohn für alle, überall und in jeder Bran­che. Ebenso ist es keine Fra­ge: Wir müssen etwas gegen Dumpinglöhne tun. Aber eben rich­tig! Denn ein flächendeckender Min­dest­lohn wird genau nicht die tref­fen, denen man ei­gent­lich hel­fen will: Ge­ring qua­li­fi­zier­te, Lang­zeit­ar­beits­lo​se und viele an­dere Ar­beit­neh­mer ohne de­fi­ni­ti­ven An­stel­lungs­ver­tra​g (Lang­zeit Teil­zeitan­ge­stell­​te).

Denn was ist, wenn ihre Arbeit auf dem Arbeitsmarkt keine 4000.00 CHF wert ist, weil die Arbeitgeber höhere Lohnkosten am Markt nicht reinholen können, und zwar weil die Kunden keine höheren Preise zahlen wollen? Wer wird, kann und will Mindestlöhner dann beschäftigen, weiterhin die bestehenden Institutionen wie; RAV, Sozialamt etc.?! Für den Steuerzahler bzw. Kunden kann es am Ende teurer werden als bisher.

Match entscheidend ist eben, wie hoch ein Mindestlohn ist. Zu niedrig wirkt er nicht gegen Lohndumping, und wenn er zu hoch ist, kostet er Jobs. Doch dieses feine Gleichgewicht können keine Politiker austarieren, zumal Sie in der Hauptsache nur ihre eigenen Interessen u.a. Wiederwahl usw. in den Vordergrund stellen. Ebenso ist es Fakt, dass Mindestlöhne Sache von Tarifpartnern sind und nicht von politisierenden Gewerkschaftsneurotik​ern(-innen).

Minde​stlöhne müssen Arbeitnehmer (Verbände) und Arbeitgeber aushandeln – idealerweise für jede Branche einzeln. Sie können eine verantwortungsvolle Konsenslösung finden, denn nur sie wissen, was eine Branche leisten kann und was nicht. Genau deshalb ist es verkehrt, einen flächendeckenden Mindestlohn mit der politischen Vorgabe von CHF 4000.–  zu fordern bzw. gesetzlich festlegen zu wollen!

 

 

 

 

 

 

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Comments to: Die Mindestlohn-Inititati​ve hat ein hehres Ziel, aber ist da
  • April 30, 2014

    Ergebnis einer kontradiktorischen Diskussion zu der Sache zw. SVP und SP vom 22.4.14. Aus den von Gewerkschafts- und SP vorgetragenen Argumenten:

    1. Argument:
    Angeblich Betroffene Arbeitende, die via Sozialhilfe zusätzlich gestützt werden müssen:

    Ergebnis:
    Es geht angeblich um 9% aller Arbeitnehmenden in der Schweiz oder 330000 Menschen. Nichts belegt und rein angenommene Zahlen, nichts abgestützt.

    2. Argument:
    Zur Frage nach der Lohnkaskade nach oben, die diese MI LO INI verursachen wird:

    Ergebnis:
    keine Antwort oder alles unklarer Graubereich. Die SP meint aber lakonisch, sie würde auf Firmen, die das nicht bezahlen können, verzichten!!!

    3.Argument – Beispiele aus der Landwirtschaft:

    Er​gebnis:
    kleinlautes Eingestehen, dass man dort Ausnahmen machen müsse.

    4. Argument:
    Zur Frage, welche Mehrkosten bei den Gemeinden, Städten und Kantonen für diese Lohnschübe kommen:

    Ergebnis:;
    keine​ klare Antwort, aber man schätzt auf Verwaltungsebene lediglich CHF 100.- mio Mehrkosten. Woher die das nehmen, weiss ist geschätzt, also eine Annahme!

    5. Argument
    Zur Frage, wie sich das auf die Bereitschaft zur Berufslehre auswirkt

    Ergebnis:​
    Habe man früher auch nicht beobachtet. Sehe aber nicht.

    6. Argument
    Was die qualifizierten Firmenmitarbeiter nach diesem staatliche verordneten Basislohn verlangen werden.

    Ergebnis:

    Die Linken reden um den Brei herum. Die Seitens der Frager belegt dargestellten Szenarios werden einfach unter den Tisch geschoben. Die Linke muss das ja weder ausbaden, noch berappen.

    7. Arguement:
    Betroffen​en gehle die Perspektive beim Arbeitgeber. Die Selbstverantwortung zur Stellensuche und Weiterbildung bei bestem Arbeitsmarkt?

    Ergebnis:
    Keine Antwort Schulterzucken und Schuldzuweisungen in anderen Polit.-Fragen!

    8​. Argument
    Paradebeisp​iel: die Zeitungsverträgerin, die sich frühmorgens abrackern muss. Dass Menschen im Schichtdienst das täglich wie selbstverständlich machen, wird nicht erwähnt.

    Diese Verträgerin verdiene Fr. 17.- p. Std. oder gar Fr. 17.- pro Weg, der dann in einem Fall 2 Stunden dauern kann. Hier wird eingestanden, dass ein GAV zw. Gewerkschaften und der Post besteht! Mit anderen Verteilern hat man es anscheinend noch gar nicht versucht!

    Ergebnis:
    Warum wehrt sich die beanstandende Gewerkschaft nicht gegen solche Missstände? Und da die Schweiz aus lauter Zeitungsverträgern besteht, muss jetzt eine solche Kraft Fr. 22.- p. Std. verzwungen werden? Kosten dann die 2 Wegstunden gar Fr. 22.-, was im erw. Fall auch groteske Kompensation wäre?
    Kann auch eine ZeitungsverträgerIn wirklich nicht einen besser bezahlten Job suchen oder will man ganz einfach nicht?

    FAZIT: ALLES NICHT ZU ENDE GEDACHT, ABER MASSENWEISE SCHULDZUWEISUNGEN!

    Die von Gewerkschaftssteite und SP fast gebetsmühlenartig hingestellte Firmenbindung ohne Alternativen für einen anderen Job, geht ins Lächerliche.

    Ind​essen, von den Damen, der Spar Filiale in Baden, die in einen wilden Streik traten, wo sogleich die UNIA erschien, hört man nichts mehr, nur, dass die RädelsführerInnen fristlos entlassen worden sind.

    Und übernimmt die die UNIA zu Fr. 4000.- bei einem solchen Tolken im Berufslebenslauf? Wurde nicht beantwortet!

    Sich wehren, geht anders und viel effizienter!

    Das ist die Mogelpackung der Initianten. Da soll ein eigen. Gesetzt angenommen werden, für eine Minderheit von angebliche Betroffenen, die Zahlen dazu sind durch nichts begründet, aber alles schwammiger Graubereich, mit dem Argument, man müsse auch Minderheiten schützen. Fasst man nach, kommt nichts ausser Emotionen!

    Fälle wie angeblich bei Tally Weil und Star Bucks etc. soll die Tripartite Kommission angehen, die leider auch nicht durch Erfolge glänzt.

    Staatliche Lohnreglementierungen​ NEIN, aber weiter mit der erfolgreichen Sozialpartnerschaft, für die die UNIA offensichtlich keine Argumente mehr hat und Verhandlungsunwillig bei Maximalforderungen herbeizwängen will. Die Betroffenen und der Staat wird das (Kosten-) Nachsehen haben!

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  • April 30, 2014

    “Match entscheidend ist eben, wie hoch ein Mindestlohn ist.”

    Entscheidend​ ist, dass jemand, der eine volle Leistung bringt, nicht zum Sozialamt muss. 4000 CHF brutto sind etwa 3200 CHF netto (für 1 Erwachsenen mit 1 Kind!).

    Und ich wiederhole zum x-ten Mal: Wer keine volle Leistung bringen kann, hat kein Anrecht auf den Mindestlohn.

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    • Juli 19, 2021

      Das sage ich ja schon lange, Herr Küng. Der Mindestlohn wird nur für eine VOLLE Leistung geschuldet.

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    • Juli 19, 2021

      Für eine volle Leistung ist immer ein vereibnrter Lohn geschuldet, Herr von Wildenstein, Wiederholungen werden langweilig. Aber ein Zwangslohn durch den Staat wird dazu führen, dass weniger solche Leistende eingesetellt werden. Und ein Kündigungsverbot wäre dann wohl das nächste, wird aber nicht durchsetzbar sein. Wie auch oder stellen Sie dann die Leute ein?

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    • Juli 19, 2021

      Frankreich ist der Extremfall, Italien nicht viel besser.

      In F gibt es massenweise diese unbezahlten Praktikantenstellen.

      Das rührt daher, dass ein F Unternehmen genau wissen will, wen man da so gut wie unkündbar fest einstellt, zu 35 Arbeitsstunden pro Woche.

      Und als man sah, dass sich massenweise diese Praktikanten für solche Stellen meldeten, hat man natürlich zugelangt. In der Hauptsache betrifft das heute Akademiker.

      Ursach​e zu dieser verkarrten Situation waren staatlch verordnete Gesamtarbeitszeiten und ein horrender Kündigungsschutz. Das wurde als soziale Errungenschaft gefeiert.

      Der Bumerang dauerte nicht lange und die F Linke checkt es immer noch nicht, dass sie kräftig mitgeholfen hat, den heutigen Karren in den Dreck zu fahren, ähnlich wie in Italien.

      Von Griechenland, dass diesbezgl. alles sprengt, was man sich vorstellen konnte, wollen wir schon garnicht reden.

      Aber die Linke lernt es wohl nie und die schweizer Linke ist ideologisch dogmatisch auf demselben Weg.

      Ablehnen diese Mogelpackung, samt Hängematte Grundeinkommen.

      Wa​rum haben wir eigentlich soviele franz. und italien. Grenzgängen? Vielleicht wegen Scheizer Käse? Nein, wegen

      1. einer Arbeitsstelle, die dort nicht geboten wird
      2. wegen Lohnzahlungen, die dort nicht geboten werden

      Aber wir sind darauf und dran, unser eigenes Erfolgsmodell aufs Spiel zu setzen.

      – MI LO INI klar nein und

      – ein Grenzgängerzuschlag von mindestens 10% auf die betroffenen Löhne.

      – Erhöhung der Quellensteuer für hier wohnenden und arbeitende Ausländer um 5-7%.

      – Dynamische Umsetzung der MEI mit Reduzierung der Zuwanderung.

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  • April 30, 2014

    Fr. 4000.- wird jetzt gefordert. Jeder weiss, dass es nie bei dem bleiben wird,es wird ein Rattenschwanz. Produkte müssen teurer werden, dort wo die Produkte nicht teurer werden können gibt es Entlassungen und fordert dadurch mehr Leistung der Arbeitnehmer, den die nachfrage bleibt.

    Um die Lohnschere in den Griff zu bekommen, müsste man einen schlüssel finden. Es kann ja nicht sein, dass von Jahr zu Jahr mehr Gewinn generiert werden soll, ohne das etwas zurück fliest. Kader löhne steigen ohne das nach Unten mit verteilt wird.

    Also müsste man einen Vernünfigen schlüssel erschaffen, der aber den Sozis nicht die Möglichkeit gibt, Geld Zweckentfremdend aus Firmengewinn Abzuzocken.

    Daraus​ könnte man auch einen Ausbildung Fond bereitstellen, wo ein gewisser Prozentsatz von Firmen einfliessen um eben, Ausbildungsgelder zu sprechen.

    Die Möglichkeiten wären enorm, nur diese will man nicht einleiten, da zu viele der Politiker in der Wirtschaft verfilzt sind und abhängig. Eigentlich müsste sich eine Calmy Rey als SP-Politikerin Schämen, das Sie 3’000’000 für eine Wohnung Zahlen kann. Nur so als Denkanstoß, was für Politiker/Innen uns Vertritt, ich bin der Meinung nicht echt für die kleinen sonder für die einkommen der Vermögenden. Auch die SP weiss, dass der Mindestlohn nie durchkommt, aber es kommt gut bei den SP- Wähler und bei den Minimalisten an.

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  • Mai 1, 2014

    “(…) 4000.- wird jetzt gefordert. Jeder weiss, dass es nie bei dem bleiben wird (…)”

    Alle wissen es, Frau Wacker, weil es in der Initiative steht:

    “(…) Der gesetzliche Mindestlohn wird regelmässig an die Lohn- und Preisentwicklung angepasst, mindestens aber im Ausmass des Rentenindexes der Alters- und Hinterlassenenversich​erung.”
    http://www.a​dmin.ch/ch/d/pore/vi/​vis399t.html

    Das ist ja auch nachvollziehbar und vernünftig.

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  • Mai 1, 2014

    Man gibt der SP mit dem Mindestlohn und der Möglichkeit wie Willibald von Wildenstein dies unten aufführt, ein Instrument in die Hand, das Leistungslose mehr Lohn fordert. Nicht bedacht, oder mit Absicht der Kapitalismus Überwinder, ist der Rattenschwanz, der die Lohn Spirale nach oben treibt und die Schweiz so zu teuer für Touristen macht und en Export massiv unter Druck setzt. Wenn es dann die Wirtschaft abwürgt kommen dann die EU-Turbos und wollen uns weiss machen, das wir nur durch EU beitritt eine Change hätten. Dafür müssten wir dann aber den Mindestlohn wieder auf EU norm Absenken. Wie aber wollen wir dies machen, bei den Bodenpreisen und den Mietkosten die wir haben? Dafür muss man nicht Studiert haben um dies zu sehen und zu wissen das der Mindestlohn nicht aufgehen kann. Da müssen andere Lösungen her!

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    • Juli 19, 2021

      Frau Wacker, die Linke spricht von angeblich 330’000 Betroffenen. Woher diese Zahl kommt, siehe Abst.-Büchlein, ist nicht nachgewiesen oder belegt.

      Gestern wurde im SRF eine Zahl von ca. 47000 von Arbeitgeberseite genannnt. Auch hier: woher kommen diese Zahlen und was für tatsächliche Auswirkungen haben Sie?

      Alles im Graubereich von Annahmen und Emotionen der ‘gefühlten’ Ungerechtigkeit.

      M​eine Hausverwaltung lässt wöchentlich die Treppenaufgänge reinigen. Das machen 2 PortugiesInnen, die kaum ein Wort Deutsch sprechen. Die bekommen Fr. 18.- p. Std.

      Werden die über Nacht dann Fr. 22.- bekommen, ist das ein Aufschlag von um die 20%.

      Die Nebenkosten aller Mieter und Stockwerkbesitzer werden explodieren. Neben den Folgen aller dieser Lohnkaskadeauswirkung​en kommt dazu: teureres Heizöl, Stromaufschläge für die Solarzelleritits usw.

      Ein Einführung des Mindeslohnes wird eine unglaubliche Importmagnetsogfunkti​on in den CH Arbeitsmarkt haben, aber die Qualität bzw. Qualifikation jener Menschen ist nicht besser.

      Wenn wir das annehmen, demontieren wir uns selbst. Das weiss die Linke auch und darum hat die Initiative eigentlich eine hinterhältige Demontagestossrichtun​g.

      Die schwatzen von der reichen Schweiz. ‘Die Schweiz’ bezahlt aber keine Löhne, sondern Arbeitgeber bzw. KMU, die ihre Preise am Markt auch nicht mal eben um 10-14% erhöhen können.

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  • Mai 1, 2014

    Weitere Argumente, gegen diesen linken Staatsunsinn:

    1. Anfangslohn: sofort Fr. 4000.- für Ungelernte und für Ausgelernte?

    2. Die Ausgelernten müssen sich für dumm verkauft vorkommen. elche Auswirkungen das auf die Lehrlingsvergütungen hat, bleibt unklar, auch auf die künftige Bereitschaft, eine Lehre zu machen. Die Linken meinen: keine. Von wegen!

    3. Die qualifizierten Leistungserbringer werden unter Garantie in Sachen Lohn vorstellig.

    4. Als Folge müssten unter Garantie die Lohnkurven nach oben angepasst werden

    5. Dieser staatliche Zwang wird in den Firmen und beim Staat eine Lohnkaskade erzwingen

    6. Der Leistungsgedanke wird, mit hintergründiger Absicht, so unterlaufen.

    7. Das gilt auch für die Lohntabellen in den Gemeinden, Städten, Kantonen und beim Bund!!

    8. Die personelle Aufblähung der Verwaltung für die Einhaltungsüberwachun​g des Mindestlohnes wird zusätzlich dazu kommen.

    9.Die Inhaberin eines namhaften Restaurants hat mir erklärt:
    der Kaffee wird dann mindestens Fr. 7.- kosten, die Öffnungszeiten werden reduziert, der Personaleinsatz reduziert. Die Gewerkschaften reden den Aufschlag aber auf lediglich 50 Rappen schön.

    10. Nebenkostenabrechnung​ für Mieter
    Diese werden dann bei den Dienstleistungen wie Reinigung usw. explodieren

    – bei Boilerreinigungen
    – Hauswartsleistungen
    ​- bei Cheminéereinigungen
    ​- die Kosten der Liegenschaftsverwaltu​ngen selbst werden zu Buche schlagen usw.

    11. Das Brot und alle Nahrungsmittel werden erheblich aufschlagen. Die Gewerkschaft glaubt, das sei mit 2 Rappen verkraftbar! Denkste!

    DAS IST ALLES NICHT ZU ENDE GEDACHT

    Ich habe nein gestimmt!

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