1. Gesellschaft

Die Obsession der UNO gegen Israel

Der UN­-­Men­schen­rechts​​​​­rat (UNHRC) kam am 20. März er­neut zu­sam­men, um über den “Ta­ges­ord­nungs­pun​​​​kt 7” zu dis­ku­tie­ren. Die­ser ist seit Juni 2006 ein un­ab­ding­ba­res Dis­kus­si­ons­thema und hat aus­sch­liess­lich zum Ziel, die is­rae­li­sche De­mo­kra­tie sys­te­ma­tisch für an­geb­li­che Ver­bre­chen zu ver­ur­tei­len, deren Exis­tenz noch nie nach­ge­wie­sen wer­den konnten.

Dieselbe Thematik liegt der bis heute ungelösten Wirtschafts-Migration​​​ vornehmlich von Nahost und aus Afrika nach Europa zugrunde.

Unter Generalsekretär Kurt Waldheim, einem früheren Nazi, verabschiedeten die Vereinten Nationen 1975 die berüchtigte Resolution 3379, “Zionismus ist eine Form des Rassismus”. (Foto: Keystone/Hulton Archive/Getty Images)

Die Agenda – die offiziell erarbeitet wurde, um unter Berücksichtigung der von der Fatah, der PLO und verschiedenen NGOs eingereichten Berichte die humanitäre Situation in den Palästinenser gebieten zu beurteilen – ist Teil einer grösseren Kampagne, die von Ländern wie Libyen, Algerien, Kuwait, Saudi-Arabien, Irak, Sudan und Jemen durchgeführt wird. Israel ist somit das einzige Land der Welt, das das zweifelhafte Privileg geniesst, am wenigsten an seinen Taten gemessen zu werden – sondern anhand einer Agenda, die von seinen Feinden erstellt wurde.

Wenn es nur darum ginge die Besessenheit zum Ausdruck zu bringen – die der alten Gewohnheit von arabisch-muslimischen​​​​ Diktaturen entspringt den jüdischen Staat zu ihrem Sündenbock zu machen, der für alle Schicksalsschläge verantwortlich ist die sie heimsuchen, wäre Tagesordnungs punkt 7 nur eine Kuriosität. Zumal die Sitzung regelmässig von einer Mehrheit der westlichen Länder und systematisch von den Vereinigten Staaten boykottiert wird.

Leider hat sich diese Israel-Phobie in den Vereinten Nationen verbreitet. Als Israel im Jahr 1948, kurz nachdem das Land von nahezu allen westlichen Demokratien offiziell als souveräner Staat anerkannt worden war, gerade die völkermörderischen Aggressionen von fünf Nachbarländern abgewehrt hatte und Tausende Juden vor der Unterdrückung durch arabische Diktaturen flohen, rief die UN die UNRWA ins Leben, eine Organisation, die ausschliesslich palästinensischen Flüchtlingen hilft. Und das, obwohl es bereits ein UN-Flüchtlingsprogram​​​​m gab: das Hohe Flüchtlingskommissari​​​​at der Vereinten Nationen (UNHCR).

Das Mandat des UNRWA (Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge​​​​ im Nahen Osten, englisch United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East) galt ursprünglich für ein Jahr. Siebzig Jahre später ist aus der Organisation ein verschwenderisches UN-Arbeiterprogramm mit einem Budget von fast einer Milliarde Dollar geworden, das weiterhin in den Palästinensergebieten​​​​ und den Nachbarstaaten tätig ist. Aus einem Teil des Budgets werden die Löhne und Rentenfonds von 25.000 bis 27.000 Mitarbeitern bezahlt (darunter viele Mitglieder der Hamas). Ausserdem finanziert das Programm Schulen in Vororten oder Städten, die als “Lager” bezeichnet werden, in denen die Nachkommen der Nachkommen der “Flüchtlinge” fälschlicherweise lernen, dass Tel Aviv und Haifa einst ihnen gehörten und an sie zurückgegeben werden sollten, und wo der Mythos eines unmöglichen “Rückkehrrechts” immer neue Generationen von Palästinensern zu Geiseln macht und den Hass gegen Israel und die Juden schürt.

Said Aburish, einer von Yasser Arafats Biografen und ehemaliger Berater von Saddam Hussein, berichtete diesem Autor:

“Um die Verpflegung durch das UNRWA sicherzustellen, gewöhnten sich die Palästinenser an, ihre Toten nachts zu beerdigen. So starb niemand in den Flüchtlingslagern – ausser es war möglich, Israel dafür verantwortlich zu machen. Infolgedessen wurden die Flüchtlingszahlen stets verfälscht, und zwar mit passiver Mithilfe des UNRWA, da dessen jährliches Budget von der Anzahl der Seelen abhängt, für die es verantwortlich ist.”

Es ist kein Geheimnis, dass die UN Israel in weniger als 70 Jahren häufiger verurteilt hat, als alle anderen Staaten der Welt zusammen – einschliesslich derer, die der Sklaverei, Massenexekutionen, des Völkermords und jeder anderen vorstellbaren Menschenrechtsverletz​​​​ung für schuldig befunden wurden. In einem Ausmass also, dass es fast klingt wie ein Witz.

Es ist es Wert sich daran zu erinnern, dass Israel zwischen 1981 und 1986 ein Rahmenprogramm zur Resozialisierung von arabischen Flüchtlingen in Gaza ins Leben rief. Die einzige Antwort der vom Fatah-Vorsitzenden Yasser Arafat unter Druck gesetzten UN war, den hebräischen Staat für seine Initiative zu verurteilen und jede ihrer Resolutionen mit dem gleichen Befehl zu beenden: “Bringt die Flüchtlinge zurück in die Camps.”

Man muss auch nicht bis ins Jahr 1975 zurückblicken, um sich an die berüchtigte UN-Resolution 3379 “Zionismus ist eine Form des Rassismus” zu erinnern. Sie wurde unter dem Generalsekretär und früheren Nazi Kurt Waldheim erlassen – eine Woche, nachdem man dem brutalen Gewaltherrscher Ugandas, Idi Amin, einen triumphalen Empfang im UN‑Hauptquartier bereitet hatte.

Es reicht hingegen nur auf die Generalversammlung vom 21. Dezember 2016 zu verweisen, um festzustellen, dass Israel wieder einmal 20-fach verurteilt wurde, während all die tragischen Vorkommnisse auf diesem Planeten – Massaker in Syrien, Drohungen durch Nordkorea, die Krim-Krise und die schlechte Behandlung von Frauen und Minderheiten in Iran und Saudi-Arabien – fast schon widerwillig mit lediglich einem halben Dutzend Resolutionen sanktioniert wurden.

Die Liste der Ungerechtigkeiten, die dem jüdischen Staat durch eine Organisation zugefügt wurden, die eigentlich den Weltfrieden wahren soll – und die de Gaulle verächtlich als “le machin” (“das Ding”) bezeichnete – ist so lang, dass man damit problemlos mehrere Bände einer Enzyklopädie füllen könnte.

Schlussfolg​​​​erungen:

1. Die UNO hat wertfrei immer 100% neutral zu sein – analog eine 100 % neutrale Schweiz.

Das impliziert auch unisono entsprechend zu handeln, nirgends einseitig Partei zu ergreifen. Die UNO hat bekanntlich eine universelle Friedensmission welche einseitige Parteinahme von vornherein ausschliessen müsste. Sie hat ihren Ursprung am Ende der faschistischen Ausrottungskriege, dem II. Weltkrieg.

2. Nachdem arabische Nachbarländer eine völkermörderische Aggression gegen Israel (kurz nach der Ausrufung des Staates Israel) stattgefunden hatte, flohen 1948 zehntausende Juden vor der Unterdrückung durch arabische Diktaturen. Dann geschah folgendes: Sogleich rief die UNO die UNRWA ins Leben, eine Organisation, die ausschliesslich palästinensischen Flüchtlingen hilft. Und das, obwohl es bereits ein UN-Flüchtlingsprogram​​​​m gab: das Hohe Flüchtlingskommissari​​​​at der Vereinten Nationen (UNHCR). Also eine 100 % Parteinahme, woraus immer ein 100%-iges anderes Übel auf der Gegenseite darauf folgt, denn das ist ein unumstössliches Schöpfungsgesetz, das die Menschen, ebenso die “Gutmenschen” der Schweizerischen “Asylindustrie”, absolut nicht begreifen wollen.

3. Aus der Organisation UNRWA ist heute aber nichts anderes als ein verschwenderisches UN-Ar beiterprogramm mit einem Budget von fast einer Milliarde Dollar geworden, das weiterhin nur in den Palästinenser gebieten und den Nachbarstaaten tätig ist. Aus einem Teil des Budgets werden die Löhne und Rentenfonds von 25.000 bis 27.000 Mitarbeitern bezahlt (darunter viele Mitglieder der Hamas).Die Pälästinenser werden also von Hinten bis Vorne “abgewickelt, verbäbelet” und bleiben so in 100 %-iger Abhängigkeit seit nun schon über 70 Jahren. Genau so wie z.B. ein von seiner “Mutter” auch zu sehr verwöhntes Baby, es hat sehr gute Chancen mit 40 oder gar 50 Jahren immer noch Muttersöhnchen sein zu dürfen. Ja es nimmt und will kein ende nehmen.

Die Palästinenser hausen immer noch in ihren Flüchtlings-Elends-Un​​​​terkünften, während die Israelis unter dem Druck der Lebens notwendigkeiten inzwischen sehr aktiv immerhin ganze Wüsten SELBER zum blühen brachten. Dies macht wiederum nur den Neid der Pälestinenser auf die Israelis aber umso stärker, weil die heute sagen: “Sieht her alles dieses grüne fruchtbare Land haben sie uns gestohlen”. Neid & Missgunst ist bekanntlich der Ursprung jeden Übels in der Welt. Und wie viele der Asyl-Wirtschafts-Migr​​​​anten genau so heute bei uns in ganz Europa: “Diesen euren Wohlstand, ein Haus, ein schöner Wagen, Luxusferien das alles wollen wir jetzt auch haben, das alles haben wir zu gut, denn ihr habt uns dies alles zuvor gestohlen.?”

4. Das System der Asylindustrie i.d. Schweiz.

Den genau gleichen Sachverhalt sehe ich im 7.8 Milliarden Franken teuren Projekt im Sammel begriff “Asylindustrie-Hilfea​​​​bwicklungen” i.d. Schweiz, was ebenso verheerende genau gleiche unübersehbare (gleiche) Folgen mit sich bringt. Es bewirkt auf Jahre hinaus nichts anderes als Lethargie, Teilnahmslosigkeit, fördert die Trägheit der so zu Unrecht von der ganzen Asylindustrie schon abartig “bemutterten” zu über 85 % Wirtschafts-Asylantra​​​​gsteller. Das Drama besteht vor allem darin, dass die Verantwortlichen bis heute es nicht schaffen, diese 85 % reinen Wirtschafts flüchtlinge von den 15 % echten Flüchtlingen unterscheiden zu können. Scheinasylanten sind demgemäss die neuen Schweizer “Palästinenser”, mit subito eigener neuer gratis Wohnung, gratis ärztlicher Betreuung, gratis Krankenkasse & gratis Zahnart, einfach alles inklusive wie im Urlaub. Hier der Schweizer Steuerzahler, dort die UNO resp. die sie finanzierenden Mitgliedstaaten, schlussendlich halt auch wieder die Steuerzahler, die fleissig arbeitenden Menschen die das möglich machen müssen. Ein Quantensprung von ca. tausend Jahren von der tiefsten arabisch-afrikanische​​​​n Wüste in die postmoderne industrielle Schweiz des 21. Jahrhundert, das kann ja nur in einem regelrechten Trauma enden. Die psychotherapeutische Industrie freut sich unermesslich und bedankt sich auch. Das Prinzip des 70-jährigen UNO-Palästinenser-Ver​​​​sagens ist ja das genau gleiche wie das langjährige und noch zunehmende Versagen der ganzen Schweizer – sowie auch der europäischen – Asylindustrie. Dies auch weil sie keine wirkliche echte Menschlichkeit beinhaltet. Ein Vogelpaar weiss ihre Jungen zur Selbständigkeit ja besser und schneller zu erziehen als die UNO die Palästinenser oder die Schweizerische Asylindustrie diese mehrheitlich Wirtschafts-Asylanten​​​​. Mehr gibt es dazu auch nicht mehr zu sagen, weil man muss es schon auch selber einmal hinterfragen wollen und Einsicht in die eigene Unvollkommenheit entwickeln können. Nur dann kann man tatsächlich einsichtig umkehren zum wirklich Guten, nämlich diesen Menschen eine wirklich echte Hilfe angedeihen zu lassen, und dies ist vor allem anderen unsere Hilfe zur SELBSTHILFE leisten, und zwar vor Ort.

Auch die Israelis sind keine Unschuldslämmer.

Ic​​​​h bin mir schon auch bewusst, dass die Israelis auch keine vollkommenen Menschen sind ohne jeden Fehl und Tadel, denn was sie seit 1967, dem Sechstageverteidigung​​​​skrieg im von Ihnen seither militärisch und wirtschaftlich besetzten Jerusalem bis heute unbeirrt und völlig ungestört sich an der dort ansässigen Palästinensern sich völkerrechtswidrig vergehen, dies sind keine anderen Methoden als wie die Nazis Deutschlands die Juden damals um ihren Besitz und aus ihrer Heimat sie vertriebn. Ausgenommen die zu Millionen vergasten durch die Nazis. Auch hier versagt die UNO seit über 70 Jahren wie die ganze Weltgemeinschaft kläglich, denn die Weltgemeinschaft hat die Rolle der “Eltern”, die Juden und die Palästinenser, beide sind ihre “Kinder”.

Extremes fordert und gebiert immer den Gegenpol, das ist und bleibt ein unabänderliches Schöpfungsgesetz.

Das heisst auch in wie weit diese extreme aus dem Ufer laufende “Asylchaos” jetzt munter so weiter geführt wird, umso mehr verstärken sich die heute schon wieder gut feststellbaren faschistisch ideologischen Strömungen. Wer die Geschichte auch nur einigermassen kennt der weiss auch, dass der grösstmögliche Förderer von Hitlers Ideologie des Judenhasses & der Herrenrassenideologie​​ ihren Ursprung im damaligen völlig überzogenen Multi-Kulti in der Stadt Wien seinen verheerenden Anfang nahm, der dann folglich XX-Millionen Menschen das Leben kostete.

Und die muslimisch-arabischen​​​​ Staaten des nahen Osten, vornehmlich Ägypten, waren diese damals nicht die “Freunde” Hitlers.? Mit dem Schlachtruf Nassers (damaliger Präsident Ägyptens und Führer der ganzen arabisch muslimischen Welt) 1967: “Auf in den gemeinsamen Krieg gegen Israel, wir werden die Juden ins Meer zurück werfen.” Also im Klartext wir ersäufen, wir rotten sie aus von der Erdoberfläche. Dieser Hass befeuerte aber nur ihren bewundernswerter Mut zum überleben aus eigener Kraft. Übers Meer waren sie direkt aus den Todeslagern des Holocaustes Europas in den nahen Osten gekommen. Alle haben damals mitgeholfen den jüdischen Staat Israel aufzubauen im schweisse ihres Angesichtes. Denn wer nicht in den Weinberg geht, der bekommt nichts zu essen. Auch ein Schöpfungsgesetz, nur manche Menschen sind immer noch der Meinung, sie wüssten es besser. Schade, denn wer Wind sät, der wird Sturm ernten, in jeder Beziehung.

Wer hören will der höre, wer sehen will der sehe, und wer begreifen will, der begreift diesen einfachen Naturkreislauf sofort.

Quelle:

https://de​​​​.gatestoneinstitut​e​.​o​rg/10473/uno-ge​ge​n-​is​rael

Anmer​kun​g:

Das GATESTONE Institute ist ein wertneutrales Institute, das weder pro/kontra Araber, pro/kontra Israelis, pro kontra Muslime, pro kontra Christen, sondern auf objektiv wissenschaftlichen Daten und entsprechenden, gut nachvollziehbaren Begebenheiten völlig wertneutral berichtet.

Oberstes Gebot. GERECHTIGKEIT.

Wa​​​​s die wahre Freiheit und den wahren Gebrauch derselben am deutlichsten charakterisiert,

ist der Missbrauch derselben.

Georg Christoph Lichtenberg
(1742 – 1799), deutscher Physiker und Meister des Aphorismus

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Comments to: Die Obsession der UNO gegen Israel
  • Juni 12, 2017

    Zum Artikel Israel und die UNO
    Zuerst wollte ich gar nichts schreiben, aber tue es jetzt trotzdem.
    1948 hat Theodor Herzel in Basel Israel gegründet.
    1966 weilte ich mit einer Schweizer Gruppe für vier Monate in Israel. Wir arbeiteten im landwirtschaftlich orientierten Kibbuz „Tel Josef“. Eines der Ältesten Kibbuzim. Es gab Hühnerzucht, Oliven-, Grapefruit-, Zitronenplantagen und Milchwirtschaft. Morgens arbeiteten wir von 6.30 – 13.00. Dann Siesta am Schatten. Nachmittags 17-19 Uhr. Es gab Kulturprogramme. Wir besuchten verschieden Orte und Einrichtungen in Israel, Museen, Fabriken und Biblische Orte, das tote Meer, Haifa, Tel Aviv usw. Es gab täglich Familienkontakt im Kibbuz. Unter anderen auch mit älteren Juden, welche aus einem der vielen Nazi-Konzentrationsla​gern in Europa, lebend davon gekommen waren und noch die Häftlingsnummer am Arm trugen. Man traf sich auch mit jungen Familien an Veranstaltungen im Kibbuz. Bei der Arbeit gab es auch Drusen die zur Arbeit in den Kibbuz kamen.

    Damals war ich begeistert vom Pioniergeist, welcher Israel in ein lebenswertes Land verwandeln sollte. Die Organisationsform des Kibbuz hat mich beeindruckt. Jedes Mitglied tat sein Bestes für das Gedeihen der Gemeinschaft. Damit am Schluss genügend Ertrag da war , um allen ein anständiges Wohnen und Leben zu ermöglichen und noch genug Geld blieb, um einige an die Universität zu schicken.

    Inzwischen hat sich das Land weiterentwickelt. Die Generation der „Pioniere“ gibt es bald nicht mehr.
    Und es gibt heute einige ungelöste Probleme:
    – Viele israelische Siedlungen stehen auf annektiertem Land von Palästinensern, welche schon da wohnten, als es Israel noch nicht gab. Israel entrechtet mit allerlei Verwaltungsschritten die früheren Besitzer. (Beispiele: Wenn ein Palästinenser fortzieht, darf er nicht mehr zurück. Landwirtschaftsland wird „umgezont“. Der Landwirt verliert die Berechtigung seine Olivenbäume zu pflegen oder Schafe zu halten. Er kann also nur noch „freiwillig auswandern“. Land wird auch enteignet, indem sogenannte „Sicherheitsabstände zur Grenze“ deklariert werden, welche das Wohnen verunmöglichen. Durch die Aenderung von Flurnamen werden z.T. Früher eingetragene Grundbesitze im neuen Kataster nicht mehr sichtbar.
    – Auf der Landkarte gibt es viel Maueranlagen, Zäune. Tägliches Schlangestehen von pendelnden Palästinensern an den militärischen Grenzübergängen. Die Abwicklung ist schleppend und erniedrigend.

    – Es gibt heute eine Spaltung in der israelischen Gesellschaft zwischen säkularen Juden und strenggläubigen Orthodoxen Juden. Die Orthodoxen Juden „gettoisieren“ sich in eigenen Quartieren.bauen ständig neue Siedlungen, wo es nur noch orthodoxe Juden geben darf. Sie anerkennen den Staat Israel nicht. Denn Israel werde erst „vollendet „ sein, wenn die Juden wieder ganz Judäa und Samaria besiedelt haben und Christus wieder auf die Welt komme. (Da bleibt wohl kein Platz für PalästinenserInnen oder menschenrechtliche Fragen) . Die Othodoxen hören nur auf ihren Rabbi, der alles bestimmt (sogar wer ein Handy tragen darf und wer nicht). Die Regierung Israels ist zusehends unsicher im Umgang dieser auf 95000 angewachsenen Gemeinschaft, wo die Männer sich nur mit dem Studium der heiligen Schriften befassen.
    – Israel ist vom Geld aus Amerika abhängig. Diese Lobby ist so stark, dass kein Amerikanischer Präsident es wagen würde, sich aus dieser Geberposition zurückziehen zu wollen.
    – Ein Problem, welches die ganze Region um den Jordan betrifft, ist das Trinkwasser und Wasser für die Landwirtschaft. Bei steigender Bevölkerungszahl der Anrainer ein dauernder Konfliktherd.

    – 1966 schon, hatten israelische Drusen zwar einen israelischen Pass und machten Militärdienst, besassen trotzdem nicht exakt die gleichen Rechte wie die übrigen Israeli. Sie durften keine technische Universität besuchen, keinen Militärdienst leisten, falls sie Verwandte in einem arabischen Land hatten. Und sie durften gewisse Orte in Israel nicht besuchen. (Wie es heute ist, weiss ich nicht).

    -Echte Gespräche zwischen Palästinensischen und Israelischen Bewohnern, sind angesichts der physischen Trennung durch Mauern und separate Strassen fast gar nicht mehr möglich. Ein Gruppe „Combatants for Peace“ versucht aber mit Gewaltfreien Aktionen Bildungsprojekten, öffentlichen Veranstaltungen, einen neuen Austausch zwischen den Menschen zu schaffen.

    – Die palästinensischen Gebiete sind ausschliesslich von Importen aus Israel und auf Arbeit in Israel angewiesen. Das hat auch damit zu tun, dass die umliegenden arabischen Länder sich nie richtig um die Palästinenser kümmern wollten.
    – Insgesamt sehe ich in dieser verfahrenen Situation keinen vernünftigen Ansatz zu irgend einer Lösung.

    – Darum fand ich es schon daneben wenn ausgerechnet von der amerikanische Vertreterin in der UNO, moniert wird, Israel werde zu oft kritisiert.

    – Kommen wir noch zur rechtextremen Organisation „NGO-Monitor“. Sie geht immer unverhohlener gegen Menschenrechts-Ngo’s vor. Sie lobbyert z.b. auch gegen die jüdisch amerikanische Organiation „ J-street“die sich für die Zweistaatenlösung stark macht. Auch gegen die Organisation „B’Tselem“ wird gewettert, welche Hauszerstörungen in den besetzten Gebieten dokumentiert und veröffentlicht.
    . Jede Kritik an der Israelischen Besatzungspolitik wird als „antiisraelische Propaganda“ eingestuft.
    So wurde die Organsisation „Вreaking the silent“, ein Zusammenschluss ehemaliger Soldatinnen, welche anonyme Berichte von Einsätzen in besetzten Gebieten veröffentlichen, vom Staat Israel angeklagt. Man will die Berichte per Gerichtsbeschluss verbieten.

    Ich stellte mir manchmal die Frage, ob Israel wohl ein arabisches, europäisches Land oder etwa ein amerikanisches Land ist? Beim Fussballmeisterschaft​en spielen sie bei den Europäern mit. Die Eiskunstläufer starten ebenfalls in europäischen Veranstaltungen.
    Ich hätte mir gewünscht, es gäbe im nahen Osten einmal eine Zeit, in welcher alle nebeneinander in Frieden leben können.
    Frage ist: Welche Israelische oder nahöstliche Regierung wird das je fertigbringen?

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    • Juli 19, 2021

      Herr Alex Müller

      Ihr mit viel Fachwissen objektiv und ohne jede Emotionen sehr guter Beitrag hat mich sehr gefreut, Daumen zu 100 % hoch.

      Die Juden welche den Gaskammern entronnen, haben in Israel vorzügliches geleistet, das ist richtig und bewunderswert. Aber wie es so ist, das Böse kommt immer in irgend einer Versuchung, vorzüglich bei den “Guten”, leider kapitulieren viele vor dem Bösen, der Macht z.B., der teuflischen Lust andere Menschen einzuschränken und zu beherrschen, gleich zu schalten (Kommunismus) oder extreme Glaubensrichtungen in extremis willkürliches Abschlachten von unschuldigen Menschen. An Ihrem Bericht kann ich nichts Falsches entdecken, darum bin ich froh dass sie sich doch noch die Mühe gemacht haben ihre Gedanken nieder zu schreiben, vielen Dank.

      Etwas kurz streifte ich diese Thematik ja auch in meinem Beitrag wie folgt:

      Auch die Israelis sind keine Unschuldslämmer

      Ic​​​​​h bin mir schon auch bewusst, dass die Israelis auch keine vollkommenen Menschen sind ohne jeden Fehl und Tadel, denn was sie seit 1967, dem Sechstageverteidigung​​​​​skrieg im von Ihnen seither militärisch und wirtschaftlich besetzten Jerusalem bis heute unbeirrt und völlig ungestört sich an der dort ansässigen Palästinensern sich völkerrechtswidrig vergehen, dies sind keine anderen Methoden als wie die Nazis Deutschlands die Juden damals um ihren Besitz und aus ihrer Heimat sie vertriebn. Ausgenommen die zu Millionen vergasten durch die Nazis. Auch hier versagt die UNO seit über 70 Jahren wie die ganze Weltgemeinschaft kläglich, denn die Weltgemeinschaft hat die Rolle der “Eltern”, die Juden und die Palästinenser, beide sind ihre “Kinder”.

      Gruss

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