1. Sonstiges

Die Schweiz 2.0 (1. August Rede 2013)

Als jung­frei­sin­ni­ger Fest­red­ner freut es mich sehr, am Na­tio­nal­fei­er­tra​g auf­tre­ten zu dürfen. Vor allem auch des­halb, weil die Feier auf­grund einer Pri­vati­ni­tia­tive der Fa­mi­lie Kunz ent­stan­den ist. Mein Dank geht an die Fa­mi­lie Kunz, wel­che die­ses wunderschöne Fest auf die Beine ge­stellt hat.

Was macht die perfekte 1. Augustrede aus? Das Erfolgsmodell Schweiz loben? Das aktuelle politische Geschehen in der Schweiz kritisieren oder schlechtreden? Die Zukunft schwarzmalen? Politische Werbung betreiben? Die Geschichte der Schweiz repetieren?

Als Vertreter der jungen Generation, zu der ich mich mit meinen 19 Jahren noch zählen darf, werde ich Sie auf eine Reise in die Zukunft mitnehmen. Was sollen die heutigen Jugendlichen erwarten dürfen, um ihr Können entfalten zu können? Was für Leistung wird gefragt sein, um sich auch in Zukunft weltweit unter Beweis zu stellen?

Meine Generation ist – bis jetzt – grösstenteils verwöhnt. Die Vorteile, welche uns mit der Geburt mitgegeben werden, müssen wir jedoch geschickt anwenden. Vor allem dank dem Föderalismus und einer wirtschaftsfreundlich​en Politik konnten die letzten Generationen eine wettbewerbsfähige Schweiz auf die Beine stellen. Wie können wir diese Erfolgsgeschichte fortführen?

Packen wir die Zukunft mutig und entschlossen an. Zentral wird sein, dass wir an uns selber glauben. Wir müssen wieder vermehrt auf die Eigenverantwortung setzen, anstelle für jedes Problem nach dem Staat zu rufen. Je mehr Aufgaben an den Staat delegiert werden, desto weniger frei kann man sich bewegen, desto mehr müssen Andere für diese Aufgaben aufkommen. Staatsaufgaben sind nicht gratis und werden immer durch jemand Anderen bezahlt. Und wir sollen uns darum bemühen, dass die Schweiz auch für die nächsten Generationen so einzigartig ist wie für uns. Meine Vision heisst Schweiz 2.0. Was soll sie uns bringen?

Die Schweiz 2.0. soll sich wieder auf ihre Grundwerte zurückbesinnen. Wettbewerb, freiwillige Solidarität, Föderalismus, zurückhaltender Staatsapparat und Selbstbestimmung sind einige Stichwörter, die auch in Zukunft unseren Erfolg prägen werden.

Ich beginne mit den Aspekten, welche mir heute negativ auffallen:

  • Es darf nicht sein, dass Innovation aufgrund überbordenden staatlichen Auflagen und Verboten gestoppt wird.
  • Es darf nicht sein, dass die Renten von morgen und übermorgen aufgrund linker Projekte gefährdet sind.
  • Es darf nicht sein, dass in Zukunft unser tägliches Handeln vollumfänglich durch den Staat überwacht wird.
  • Es darf nicht sein, dass kurzfristige Krisen Gesetze und Forderungen mit sich ziehen, welche langfristig negative Folgen haben.

Ich stehe ein für einen gesunden Patriotismus! Wir brauchen wieder mehr Swissness und Selbstvertrauen. Wir dürfen uns nicht in unserem Wohlstand sicher fühlen und bequem in die Zukunft schauen. Gerade die junge Generation muss anpacken! Wir müssen den aufstrebenden asiatischen Märkten trotzen und durch unseren Fleiss und Qualität überzeugen. Wir müssen uns gegenüber den ausländischen Studenten behaupten, welche sich an unseren Top Universitäten ausbilden und danach auf dem Schweizer Arbeitsmarkt Fuss fassen wollen. Dieser Wettbewerb, den ich durchaus begrüsse, bietet uns Chancen, noch besser zu werden!

Es muss uns die Möglichkeit gegeben werden, diese Ziele zu erreichen. Politiker sollen in erster Linie gute Rahmenbedingungen zu Gunsten Aller schaffen, nicht Gesetze und Verbote erlassen, welche die Allgemeinheit bestrafen. Ein Politiker soll nicht mehr in Amtsjahre, sondern in Generationen denken. Nur eine langfristig ausgelegte Politik kann auch erfolgreich für die Schweiz sein. Wir brauchen Politiker mit Rückgrat, welche konsequent die freiheitliche Schweiz verkörpern und hinter ihren Entscheidungen stehen. Auf nationaler Ebene suchen einige Bundesräte sowie Parlamentarier immer mehr Profilierung und vergessen dabei vollends, dass sie die Interessen der SchweizerInnen vertreten sollten.

Einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren – auch in der Zukunft – wird der Föderalismus sein. Wie mein Freund Roger Biber einmal sagte: „Der Föderalismus, die Gemeindeautonomie, sind der Zentralisierung nicht unbedingt deswegen überlegen, weil bessere Entscheidungen getroffen werden, sondern weil die Fehler kleinere Auswirkungen haben.” Seien Sie skeptisch, wenn Ihnen von zentralen Lösungen bessere Resultate versprochen werden. Meistens werden durch solche Versprechen Verwaltungen gestärkt und das Volk geschwächt. Diese Botschaft ist mir besonders wichtig, da ein erfolgreiches Land nur dezentral organisiert sein kann. Wer sich vom Gegenteil überzeugen lassen will, der blickt am besten einmal über die Grenzen in unsere Nachbarländer, welche nur noch zentral durch Brüssel gesteuert werden.

Die Schweiz hat den Ruf, eines der weltweit erfolgreichsten Länder zu sein. Doch dieser Triumph wurde uns weder einfach so in die Wiege gelegt, noch haben wir die Sicherheit, dass dies immer so gewährleistet bleibt. Ich bin überzeugt, dass es nicht viel braucht, um unsere Schweiz auch in Zukunft zu einer der lebenswertesten Nationen weltweit zählen dürfen. Die richtungsweisenden Entscheidungen sollten jedoch gut überdacht und demokratisch abgesegnet sein. Tragen wir Sorge zum Erfolgsmodell Schweiz. Die Rückbesinnung auf unsere Grundwerte ist nicht einfach eine konservative Wertevorstellung, sondern wird uns helfen, neue Herausforderungen erfolgreich zu meistern. Die Schweiz 2.0. braucht somit einerseits top motivierte Bürgerinnen und Bürger, und anderseits Politiker, welche weniger ihr Eigenwohl und mehr das Wohl der Schweiz im Fokus haben. Die Freiheit ist das höchste Gut von uns allen! Zeigen wir Mut und Stolz, diese mit allen Kräften zu verteidigen!

Ich freue mich, zusammen mit Ihnen den Weg in die Zukunft zu bestreiten – mit viel Selbstvertrauen, Engagement und Wille wird es uns gelingen, diese Erfolgsgeschichte weiterzuführen und ein neues Kapitel zu schreiben. In diesem Sinne wünsche Ihnen einen wunderschönen 1. August und ein schönes Fest!

es gilt das gesprochene Wort
Sperrfrist (Medien) bis 1. August ’13, 19:00 Uhr

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Comments to: Die Schweiz 2.0 (1. August Rede 2013)
  • August 1, 2013

    Wenn ich die 90% ablenenden Stimmen wahrnehme, verstehe ich die Welt, das heisst die Schweiz nicht mehr. Dass es schon so spät ist konnte ich mir in den künsten Träumen nicht vorstellen.

    Da schreibt ein junger FDP Mann mal was vernünftiges, und gleich hagelt es Daumen nach unten. Wusste nicht, dass es schon soviele veblödete, blinde, verborte und schwerhörige Bürger gibt. Ich fass es nicht.

    Andi Silberschmitt, Sie haben mit ihrem Blog den Nagel auf den Kopf getroffen und den Daumen runter Leuten echt ins Gewissen geredet, den Spiegel echt vor das Gesicht gehalten, deshalb so gedankenlose Reaktionen. Von diesen Daumen runter Spezialisten kann keiner Ihnen das kalte Wasser reiche. Bleiben Sie ihren Zielen treu, jungen Leute mit dieser Einsicht braucht unser Land.Von den Anderen gibt es mehr als genug. Dies sind Parteifreunde der Hängematten Zunft im Team “TOLL EIN ANDERER MACHTS”

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  • August 4, 2013

    Die FJ hat ein fragwürdiges Programm, da wurden in den 90er jahren nich mehr ganz so leistungsfähihige Mitarbeiter bei Rekunstruktionen von Firmen (aufträge ins ausland verschieben und Immobilien gewinnbringend vermarkten) via IV und andere Sozialeinrichtungen Frühpensioniert, entledigt. Nun wird propagiert das man nicht mehr für Faule zahlen soll. Daneben eben fragwürdige vorgehen bei Versicherungen bestehen welche ohnehin ca. 50% der Prämien als Gewinn einstreichen. Das zeigt eben das die FJ / FDP SVP das selber eingebrockt hat was sie heute bemängeln. Wie eben auch Kartellpreise, Handelshemmnisse.
    Hi​er ein Beispiel wie unsere Wirtschaftsfilzpartei​en Missbräuche mittragen wie auch heutige IV Rentner abstraffen.
    Nicht unabhängige Richterämter:
    http:/​/www.tagesanzeiger.ch​/zuerich/region/BonoU​rteil-wird-angefochte​n/story/21909751?doss​ier_id=871

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