Seit einigen Jahren versuchen die falschen «Freunde der NZZ» die Vinkulierung der NZZ-Aktie aufzuheben. Wer eine NZZ-Aktie besitzen will, muss FDP-Mitgliedschaft nachweisen oder ein Bekenntnis zur freisinnig-demokratis​chen Grundhaltung ablegen, ohne Mitglied einer anderen Partei zu sein. Ausserdem darf kein Erwerber mehr als 1% aller Aktien (400 Stück) besitzen. Die Angriffe auf diese Bestimmungen wurden von der Generalversammlung mehrfach abgewehrt.

Nun scheinen Blocher und seine Kreise einen neuen Weg gefunden zu haben, wie sie Einfluss auf die NZZ-Gruppe ausüben können. Die bz Basel / Nordwestschweiz weist auf die Möglichkeit hin, Christoph Blocher könnte der NZZ-Gruppe die Neue Luzerner Zeitung und das St. Galler Tagblatt abkaufen und damit zusätzlich Einfluss auf das Mutterblatt gewinnen. St. Gallen und Luzern, die beide regionale Monopolzeitungen haben, wären damit in einer ähnlichen Situation wie es Basel vor vier Jahren war. Und mit der NZZ würde Blocher die FDP definitiv auf SVP-Kurs zu bringen versuchen.

Den Spekulationen zuvor gegangen ist die Kündigung des Chefredaktors Markus Spillmann Anfang Woche und der Entscheid, die offenbar rentable Druckerei in Schlieren zu schliessen. Etliche hundert Personen haben bereits einen Aufruf gegen die Schliessung unterzeichnet. Die Gewerkschaft fordert, dass ein so weit reichender Entscheid vor eine ausserordentliche GV gebracht werden müsse.

Quelle: Rette​t Basel

 

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Comments to: Die Unabhängigkeit der NZZ
  • Dezember 14, 2014

    Guter Witz, Herr Marquis, der mit dem Erhalten der NZZ-„Unabhängigkeit“.​

    FDP-Mitgliedschaf​t vorgeschrieben, Bekenntnis zur freisinnigen Haltung vorgeschrieben, Verbot einer anderen Partei als der FDP anzugehören vorgeschrieben, 1%-Klausel für Aktienbesitz vorgeschrieben… Guten Morgen Unabhängigkeit!

    Zu​sätzlich soll verhindert werden, dass die NLZ und das St.Galler-Tagblatt an Investoren verkauft werden, die die obigen Bedingungen nicht erfüllen und die Gewerkschaften sollen die Schliessung der Druckerei rückgängig machen… Was für eine tolle Unabhängigkeit die da erhalten werden soll!

    Da kann man nur sagen: Endlich werden Versuche gestartet, die diesen Filzklüngel etwas aufzubrechen gedenken. Hoffentlich mit Erfolg.

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    • Juli 19, 2021

      In Europa stehen Journalisten zu Tausenden auf der Strasse. Alte treuen Abos der FAZ, des Spiegel usw. werden reihenweise gekündigt. Das ist die einzige Antwort auf diese miserable gleichgeschlatete Presse, auch in der Schweiz. Der Umbruch ist in vollem Gang und niemand kann die Leser zwingen, diesen mehrheitlichen Info.-Schrott zu ‘kaufen’. Da können die Gewerkschaften noch lange monieren. Der Tages Anzeiger wird sich als nächstes einen neuen Chefredakteur suchen (müssen), mit jeder Wette.

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    • Juli 19, 2021

      Nicht verwunderlich bei dem was in den Blättern versucht wird, politisch zu manipulieren…

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    • Juli 19, 2021

      Herr Knall

      Der Titel “Die Unabhängigkeit der NZZ” ist in gewissen Sinne etwas ironisch oder gar zynisch.
      Mir ist kein besserer Titel eingefallen.
      Was wäre denn ein passenderer Titel zum Thema?

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  • Dezember 14, 2014

    Und schwupps wird einfach so ein Zusammenhang zwischen einer FDP, einer NZZ und Blocher und Co gebastelt, kann man nur lachen, sorry

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