1. Sicherheit & Kriminalität

Die Zürcher Polizei und der böse Wolff

Richard Wolff als Po­li­zei­vor­ste­her​! Ist jetzt der Su­per-­GAU ein­ge­tre­ten? Ist die Po­li­zei nun nicht mehr handlungsfähig? Müssen wir mehr und mehr mit Demos rech­nen, die aus­ser Kon­trolle geraten?

Vorneweggen​ommen, ich gehöre nicht dem linken Lager an, bewege mich eher im rechten Bereich der GLP und bin der Meinung, dass sieben Linke in der Regierung zu viel sind. Auch unterstütze ich die eine oder andere SVP Initiative. Trotzdem finde ich es ganz und gar nicht die dümmste Idee, Richard Wolff das Polizeidepartement zuzuteilen, wenn wohl auch nicht jeder Stadtrat bei dieser Entscheidung, in erster Linie die Interessen Zürichs im Kopf hatte.

 

Es geht um Konfliktmanagement
Das​ zentrale Element beim erfolgreichen Lösen von Konflikten ist, die Beweggründe der Gegenseite zu verstehen, auch wenn man sie nicht billigt. Genau um Konfliktemanagement geht es ja bei angespannten Situationen zwischen Polizei und Demonstranten bzw. Aktivisten. Wer besser als Richard Wolff kann sich in die Gegenseite reinversetzen und mit wem ist eben diese Gegenseite am ehesten zum Dialog bereit, wenn nicht mit Wolff. In Interviews hat Wolff ausgeführt, dass er sich mehr als Moderator sehe, als jemand, der mit der Peitsche knallt. Genau diese Moderatorentätigkeit und -fähigkeit ist in dieser Rolle gefragt. Die Zürcher Polizei hat als Organisation bisher in den allermeisten Fällen sehr gut funktioniert und wird auch weiterhin funktionieren. Es ist entsprechend mehr der Konfliktmanager Wolff gefragt, als der Leader Wolff. Wo jedoch Leadership und Entscheidungen gefragt sind, scheint Richard Wolff auch hier die richtigen Fähigkeiten mitzubringen. Ich habe bei ihm ganz und gar nicht den Eindruck einer Laisser-faire Persönlichkeit.  Er scheut sich nicht davor sich durchzusetzen und sich dabei bei anderen, je nachdem unbeliebt zu machen.

 

Nebst dem intellektuellen Niveau, scheint Richard Wolff auch Street Smart zu sein, kann zuhören, nimmt sich selber nicht zu ernst und stellt vor allem die Sache über seine eigene Person. Dies sind alles gute Voraussetzungen, die neue Rolle als Polizeivorsteher, erfolgreich zu meistern. Richard Wolff hat bereits im Wahlkampf die Meisten überrascht und viel Respekt gewonnen. Ich bin überzeugt, dass Wolff auch als Polizeivorsteher positiv überraschen und auch hier viel Respekt gewinnen wird. Die bürgerliche Seite würde gut daran tun bei den Stadtratswahlen 2014 nicht zu versuchen Wolffs Sitz anzugreifen sondern einen der anderen linken Sitze.

 

 

 

 

 ​

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
Kommentare anzeigen Hide comments
Comments to: Die Zürcher Polizei und der böse Wolff
  • Mai 20, 2013

    Ja, wäre gut, wenn das so kommt – im optimistischen Fall.
    Es könnte sich aber auch so entwickeln, dass sich auf beide Seiten endlose Konflikte ergeben: Den Bürgern & Politikern ist er zu weich, den Demonstranten zu hart. Vielleicht hoffen ja einige auf diese Konflikt-Situation, die ihm das Departement übergeben haben? Die nächsten Wahlen sind ja schon sehr bald …

    Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Klar das ganze ist immer von den Ereignissen abhängig die kommen. Ein Kravall a la Belvue wäre sicher schlecht, weil da kann man irgendwie gar nicht gewinnen. Kritik wird es immer geben, einfach schon aus Prinzip. Wenn der Konflikt richtig ausbricht und es zu massiven Kravallen kommt, dann hat Richard Wolff bzw. eigentlich jeder schon verloren. Die Chance, die ich sehe ist, dass er es eben schafft dass es gar nicht so weit kommt.

      Kommentar melden
  • Mai 20, 2013

    wenigstens übernehmen die Linken (ob sie wollten oder nicht) mal Verantwortung und das ist in Zürich vorbildlich. Bei uns in Bern drücken sich die Linken immer wieder….

    Kommentar melden
  • Mai 22, 2013

    Was will man mehr, wenn durch diese Linke Politik Friede Freude Eierkuchen in dieser Stadt einkehrt?
    Wenn KMU und Firmen nicht mehr existieren können, muss man ja nicht so eng sehen, hauptsache den Bewohnern geht es gut, nicht?

    Ja genau Sie!

    Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Wenn KMU und Firmen in der Stadt Zürich Existenzprobleme haben, liegt es vor allem an den hohen Mieten für Räume. Die Zahl der Arbeitsplätze in der Stadt Zürich steigt und die Zahl der Betriebe sinkt – Konzentration nennt man das wohl. Gleichzeitig gibt es eine Verlagerung vom Gewerbe zu den Dienstleistern. Sie sehen: Einen Kommentar salop hinzuschreiben ist einfach und hat hoffentlich Spass gemacht, wenn es aber Hand und Fuss haben soll, muss man etwas daran arbeiten.

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Gut, Herr Pawel Silberring,
      Die Hohen Mieten sind für einen KMU Handwerk ein ernst zu nehmendes Problem, vor allem wenn Betriebe schon lange in einem Quartier angesiedelt sind, das nicht von Interesse war.
      Seefeld im Wandel, da ich in Zollikon aufgewachsen bin, direkt an der Grenze, habe ich diesen Wandel und wie der vollzogen wurde, selber miterlebt.
      Da sind neue Auflagen, die ein KMU erfüllen sollte. Geht nicht, da in der Zwischenzeit die Baute unter einen Schutz gestellt wurde. Nebst dem, dass Lärmimmissionen die ein Gewerbe macht, Schreinerei, Spenglerei, usw, gar nicht mehr bleiben kann. Nebst dem, dass es keine vernünftige Zufahrt mehr gibt. Dass abends die Schranken runter gehen, wegen dem liegenden Gewerbe, damals, man ging so weit, hat die Nummern der Freier aufgeschrieben und eine richtige Jagt gegen die gemacht.
      P.S. Zwischenzeitlich konnte man Bauten erwerben, recht günstig, weil so mancher KMU ausziehen musste, es sich nicht leisten konnte, das alte Haus zu behalten. Investoren, Architekten, Juristen, Investment Firmen haben sich dem Problem dann angenommen, ist ja perfekt gelegen, am Ende der Goldküste.
      Und so manch ein politisch Andersdenkender hat sich an die WG Zeit erinnert, und auch gleich ein Haus gekauft, Regierungsräte und Co verdienen ja genug.
      Schreib ich von KMU und Firmen (Züri West) die fehlen, meine ich Handwerk, Industrie, nicht Banken, Versicherungen, Handelsfirmen und Bürojobs.

      Kommentar melden
  • Mai 24, 2013

    Als Daniel Leupi das Polizei-Departement übernahm, wurde auch schon der Weltuntergang herbeigeredet. Das Gegenteil trat ein. Leupi konnte am ersten Mai für Ruhe sorgen. Wer hat das zuletzt geschafft und vor wie vielen Jahren war das?
    Richard Wolff wird sich daran messen lassen müssen. Ist nicht einfach, aber auch ich traue ihm einiges zu.

    Kommentar melden
  • Mai 25, 2013

    Drei wichtige Bemerkungen, da hier reichlich Unwahrheiten verbreitet werden

    1. Herr Pfister, im letzten Jahr als Leupi Polizeivorsteher war, gab es mehr illegale Demos als im Vorjahr. Diese illegalen Demos fanden ausschließlich durch Linksextreme statt.

    2. Gab es nach den Binz-Krawallen durch linke Chaoten keine Festnahmen durch die Polizei. Die Polizei stand nur als Zuschauer vor Ort, als Linksextremisten einen Coop-Laden plünderten, ohne aber einzugreifen. Daran trägt der grüne Polizeivorsteher die volle Verantwortung. Wer da noch behauptet unter Leupi hätte mehr Ruhe eingekehrt, der ist nicht mehr ganz bei Trost.

    3. Herr Lussy, schon bezeichnend für solche Leute wie Sie, dass Sie mit keinem Wort erwähnen, dass Wolff aus einer linksextremen Partei kommt und sich auch nicht genug von den Binz-Krawallen distanziert. Mal abgesehen von seiner Vergangenheit, ist Wolff auch persönlich bekannt mit dem neuen Kommandanten der Stapo, Daniel Blumer, da die zwei als Nachbarskinder zusammen aufgewachsen sind, womit Richard Wolff befangen ist.

    Im weiteren unterschlägt hier Stefan Pfister, wie auch Herr Lusssy, dass der Stapo-Kommandant Daniel Blumer wegen Verkehrsdelikten bereits vorbestraft ist und von Leupi in Schutz genommen wird. Darum bekam er seinen neuen Job. Ein Normalo hätte diesen mit so einer Vorstrafe verloren.

    Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      In Bern findet dann zur Stunde auch eine illegale Demo von linken und linksextremen Kreisen statt.

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Schlag dich frei passt hier besser als Tanz dich frei…

      Also wie ist das nun schon wieder: Haben wir in der Schweiz das grössere Problem mit Rechtsextremisten, oder sind es nicht etwa die Linksextremisten??


      http://www.srf.ch/ne​ws/schweiz/tanz-dich-​frei-im-traenengasneb​el

      Aber schon interessant, SVP-ler müssen für Demos immer Bewilligungen einholen und verhalten sich dennoch immer friedlich. Linke begehen illegale Demos und viele davon zeigen sich äusserst gewaltbereit. Daran ändert auch nicht die Tatsache, dass nur eine kleine Gruppe krimineller Linksextremisten agierte, sondern jeder Teilnehmer einer solchen Demo einen illegalen Akt begeht. Mitgegangen, mitgehangen!!

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Roli Anderegg

      … und so weiter aus dem “knalligen Bern”, die Betarden fliegen gleich weiter, heute 14.00 Uhr (YB – FCZ)…

      Als Anwohnerin des Stade de Suisse möchte ich ausdrücklich erwähnen, Matches, mitunter auch der Cupfinal gehören zu diesem Quartier seit jeher.

      Die Polizei leistet enorme Einsätze besonders dieser Tage in Bern.

      Das Problem liegt eindeutig und offensichtlich bei der rot/grünen Berner Politik, welche den Polizisten, statt den Chaoten die Hände bindet.

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Es liegt auch an den Teilnehmern dieser illegalen Demos, da diese mehrheitlich dem links-grünen Spektrum angehören, zumindest was den Anlass von gestern angeht und die Krawallen in der Zürcher Binz.

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Dazu: Hätte gestern in Bern eine Massenpanik im Baustellengewirr stattgefunden, wo Leute verletzt oder gar getötet worden wären, dann kann hier die Versicherung Leistungen kürzen für die Verletzten, da der Anlass eben nicht legal war! Die Linken wären dann aber wieder die ersten die hier eine dumme Klappe hätten!!

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Roli Anderegg

      und wer bezahlt all die Sachschäden/kaputte Fenserscheiben, Auslagen in Schaufenstern etc. (z. B. gerade bei kleineren Betrieben)… auch hier sollten die Versicherungen langsam ein Wörtchen mit gewissen Politikern wechseln

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Typisch wieder, dass die Linken auf vimentis nichts zu den Ausschreitungen von Linksextremisten in Bern sagen, aber bei Rechtsextremisten sehr schnell zu Stelle sind. Gell Herr Lohmann 😉

      Kommentar melden
  • Mai 27, 2013

    Aus dem Tagi vom 27.5.2013 mit Riot-Experte Clifford Stott. Just saying…
    Herr Stott, wie können Ausschreitungen wie in Bern grundsätzlich verhindert werden?
    Durch mehr Dialog. Die Polizei und die Veranstalter müssen vor dem Event miteinander kommunizieren, notfalls über Drittpersonen. Dann können Informationen ausgetauscht werden, etwa wenn Anzeichen dafür vorhanden sind, dass Organisationen wie der Schwarze Block sich einmischen wollen. Und es können Massnahmen zur Selbstkontrolle getroffen werden

    Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Was soll das Blabla Herr Lussy? Wie können Sie mit den Veranstaltern vor dem Event Diskutieren (womöglich noch über Drittpersonen) wenn diese, also die Veranstalter, alles unternehmen um nicht bekannt zu werden? Für das Rezept bin ich Ihnen dankbar.

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Lieber Herr Meyer
      Das Blabla stammt nicht von mir sondern von einem Experten für Schlichtung von Aufständen und Krawallen. Betreffend Dialog: In Bern war es so, dass die Polizei den Dialog mit den Organisatoren gesucht hat. Diese wollten aber nicht. Könnten Sie sich nicht vorstellen, dass eben Richard Wolff in einer solchen Situation ein Weg zum Dialog finden würde, da er aufgrund seines Backgrounds einen besseren Bezug zu diesen Leuten und auch eine bessere Akzeptanz hat?

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Danke Herr Lussy, dass Sie auf meine Frage eingehen. Nicht selbstverständlich hier.
      Zurück zum Kern. Der beste, “gute Experte” wird versagen -wie in Bern geschehen-, wenn der “böse Veranstalter” nicht kommunizieren will. Da spielt es keine Rolle ob der “gute Experte” nun Lussy, Meyer oder Wolf heisst. Die Gesprächsverweigerung​ hat nämlich nichts mit ihm zu tun, sondern mit den Absichten der Veranstalter.

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Herr Marc Lussy,
      Experten für Schlichtung von Aufständen und Krawallen, liest sich gut, die Berufsbezeichnung.
      W​omöglich hatte man in den letzen Jahrzehnten versäumt, diese Herren als Honorarprofessoren um Mithilfe zu bitten, oder die haben schlicht weg ebenso versagt.

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Nun die Zeit wird es zeigen. Meine Einschätzung ist, dass Richard Wolff etwas bewirken kann, wenn er es geschickt anstellt. Wenn Fehler gemacht werden halte ich mich dann auch nicht mit Kritik zurück, egal welche politsche Couleur es betrifft. Waren Sie Herr Meyer jedoch nicht wie ich auch überrascht über den reibungslosen Abzug der Binzbesetzer? Könnten Sie sich nicht vorstellen, dass Richard Wolff mitgewirkt hat? Richtig es wurde Unrat etc. hinterlassen, der zu 100’000.- Räumungskosten führt. Diese Kosten wären aber bei jedem anderen Polizeichef auch enstanden. Zusätzlich wären je nach dem noch massive Kosten für das Polizeiaufgebot angefallen, wenn die Bewohner nich freiwillig von dannen gezogen wären.

      Kommentar melden
  • Juni 22, 2013

    Linke teilen den Rechten Maulkörbe aus, zensieren an allen Ecken und Enden, während Linke unter dem Denkmantel der Meinungsäusserungsfre​iheit beinahe jedes Wochenende illegale und gewalttätige Demos durchführen…

    http://bazonline.​ch/basel/stadt/Polizi​stin-von-Vermummten-a​ngegriffen/story/1485​4284

    Kommentar melden

Kommentar schreiben

Neuste Artikel

  1. Umwelt, Klima & Energie
NEIN zum neuen Stromgesetz: Es garantiert keine sichere, keine zuverlässige und keine kostengünstige Energie. Es braucht für jedes Windkraftwerk noch ein anderes Kraftwerk, das zuverlässig Strom liefert. Oder Speicherseen beziehungsweise riesige Batterien, die es noch gar nicht gibt. Mit den Sonnenkollektoren ist es ähnlich.

Bleiben Sie informiert

Neuste Diskussionen

  1. JA zur Kostenbremse-Initiative: Es gibt viele Hebel! Die Kostenbremse funktioniert wie die bewährte Schuldenbremse des Bundes. Steigen die Gesundheitskosten jährlich…

Willkommen bei Vimentis
Werden auch Sie Mitglied der grössten Schweizer Politik Community mit mehr als 200'000 Mitgliedern
Tretten Sie Vimentis bei

Mit der Registierung stimmst du unseren Blogrichtlinien zu