1. Sonstiges

Die Zukunft der Arbeit

Der Wahlkampf 2015 war eine Sternstunde des helvetischen Sauglattismuses. Es gab allerlei Filmchen anzuschauen und sogar Hitparden-Hits zuhören. Als Höhepunkt verunstaltet eine Leistungs-Show des einheimischen Grafikgewerbes die Landschaft.

Die Parteien gaben sich alle Mühe ihr Elektorat nicht mit aktuellen Sachthemen zu überfordern. Um von aktuellen Fragen und Problemen abzulenken wurden die Uralt-Themen Asylanten und EU wieder hervorgekramt.

Dass die Tubel-Trophy aus den 1990er Jahren nochmals zu Topten-Ehren kam, kann als symptomatisch für den Aktualitätsbezug des Wahlkampfes gesehen werden.

Von der brennendsten Gegenwartsfrage, von der Zukunft der Arbeit war nichts zu hören.

Wir stehen am Beginn eines neuen Zeitaltalters. Kollaborative Roboter drängen den Menschen langsam aus der Wirtschaft. In ungefähr 10 Jahren werden autonom denkende und handelnde Roboter die Koloborativen ablösen.

Die menschliche Arbeit verliert in den nächsten 20 Jahren zusehends an Bedeutung.

Wenn wir nicht heute mit der Lösung der Probleme von Morgen beginnen marschieren wir in eine Katastrophe.

Wie kann die Dividende der digitalen Revolution so verteilt werden, dass alle von ihr gleichermassen profitieren?

Soll es ein bedingungsloses Grundeinkommen sein oder wird die Wochen-Arbeitszeit flächendeckend auf 15 Arbeitsstunden bei zwei Monaten Ferien und Pension mit 45 herab gesenkt? Oder soll es eine andere Alternative sein?

Welche Variante man auch immer bevorzugt, heute muss darüber nachgedacht und entschieden werden.

Wenn man in der Annahme des schon Gut wird alles beim alten belässt, geht es geradeaus in den Untergang. Der verarmte Mittelstand wird sich dem braunen Mob anschliessen und was dann kommt lässt sich im Geschichtsbuch nachlesen.

The Rise of Evil

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
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Comments to: Die Zukunft der Arbeit
  • Oktober 29, 2015

    Herr Kuske drückt einige Dinge aus, die zu wenig konkret sind. Was ist mit der „Tubel-Trophy aus den 1990e Jahren“ gemeint? Und was für einem braunen Mob könnte sich der verarmte Mittelstand dereinst anschliessen?

    Dass​ Roboter den Menschen aus der Wirtschaft drängen würden, scheint mir unwahrscheinlich.
    So nahm ich vor etwa 20 Jahren an einer Betriebsbesichtigung teil. Der Grossbetrieb hatte
    sich vielleicht eines halben Dutzend Entladearbeiter entledigt und dafür etwa ein Dutzend Roboter eingestellt, die sich selbständig in den Bahnwagen begaben, dort die Paletten beluden und diese
    gleich ins richtige Gestellfach transportierten. Doch ich beobachtete auch, dass dauernd etwa acht
    Computerspezial​isten mit dem Velo im Areal umherfuhren, um die vielen Pannen an den Robotern
    sofort zu beheben. Das heisst also, die Umlagerung auf die Volldigitalisierung kostete zwar den Entladearbeitern den Job; dafür konnten Computer-Experten eingestellt werden. In Zukunft werden
    sich die Leute eben auf IT-Technologie spezialisieren, sich also ausbilden, müssen. Das wird sich mit
    der Entwicklung eben von selbst ergeben. Doch wird noch lange nicht jede Arbeitsstelle jemals durch Roboter gefährdet.

    Die Frage, wie es anzustellen sei, dass alle von etwas gleichermassen profitieren, ist müssig; auch in Zukunft ist es wohl gottgewollt, dass beträchtliche Kluften zwischen gut und schlecht verdienenden
    Leuten bestehen, oder glaubt Herr Kuske etwa , dass begabtere, fleissigere und tüchtigere Leute
    jemals bereit wären, auf den ihnen zustehenden Bonus zu verzichten?

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    • Juli 19, 2021

      Das stimmt schon, Herr Gassmann. Jedoch ist zu bedenken, dass nicht alle einen IQ von 120 haben, um hochqualifizierte Jobs erledigen zu können. Was machen wir mit den vielen, die die Bedürfnisse der Industrie nicht erfüllen??

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    • Juli 19, 2021

      Herr Bischof

      Grundsätzl​ich richig Ihre Überlegung. Da ist einfach das Problem, dass wir der Mensch nicht so schnell ist in seiner Entwicklung, wie das die von uns entwickelten Grundlagen sind.

      Da wird sich halt Mensch wieder mehr bemühen müssen, den IQ zu erreichen, dass er zum Kontrollorgan werden kann, welches die Computer und Computerfahrzeuge überwacht.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Schweizer

      Wie soll das gehen? Einen gewissen IQ hat man, oder eben nicht. Bemühen nützt hier gar nichts. Abgesehen davon, soll ja in Europa hellbraune Menschen entstehen, die zu dumm sind sich zu wehren, aber intelligent genug um zu arbeiten. Google Thomas Barnett. Dann werden wir zu Sklaven gemacht. Schöne neue Welt.

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    • Juli 19, 2021

      Frau Beerli

      Dann ersetze ich das Wort IQ mit Lernen.

      Die genutzte Definition von Ihnen möchte ich hier nicht dementieren. Aber grundsätzlich stimmt Ihre Vermutung. Gilt übrigens auch für die “absichtliche” Völkerwanderung welche zur Zeit herrscht.

      Es ist einfacher den fehlenden Umsatz nach Europa wandern zu lassen, als diese mühsam in deren Länder zu entwickeln.

      Obwohl​ es immer noch ein Irrglaube ist, dass man mit immer grösserem Umsatz und Wachstum das Problem z.B. Altersicherung lösen kann. Sicher können wir mit immer mehr Menschen diese heute finanzieren. Aber diese eingewanderten werden auch älter und müssten dann wiederum mit mehr finanziert werden.

      Aber so ist unsere Politik heute nun mal. Man schaut für die nächsten paar Jahre seiner Amtszeit und die daraus entstehenden Probleme soll nächste Generation lösen.

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    • Juli 19, 2021

      Wenn man bedenkt, dass die meisten der Zugewanderten vermutlich nicht ca. 40 Jahre in die AHV eingezahlt haben, aber trotzem diese erhalten, kostet uns die Zuwanderung eher mehr als dass wir davon pofitieren.

      Was die Völkerwanderung betrifft, da bin ich überzeugt, dass dies nicht zufällig geschieht, diese ist provoziert und gewollt.

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  • Oktober 29, 2015

    Also,was ich von Herr Kuske lese,könnte im Jahr 1990 geschrieben worden sein.Damals fing das Roboter-Zeitalter in etwa an.Dieses Roboter-Zeitalter ist doch längst eingeleutet!Längst werden Auto-Produktionen und Waren, per Roboter gesteuert und ausgeführt.Ganze Warenlager sind per Knopfdruck steuerbar.Und wenn Herr Kuske von Sauglattismus schreibt,ist das doch nicht das Schlechteste!Sind wir doch froh,dass sich die Probleme nicht,oder noch nicht über fehlende Arbeitsplätze stellen,sondern halt in Gottes Namen im Bereich Alters-Vorsorge-Siche​rung,schrankenlose Zuwanderung,Gesundhei​tswesen und den damit verbundenen Problemen zum Thema haben.Wenn Herr Kuske das schon thematisieren will,ist logischerweise auch die momentane unkontrollierte Zuwanderung dazu gehörig.Auch die kläglich versagende EU darf dazu keineswegs ausgeblendet werden.Was soll man nun mehr gewichten?Die zukünftige Entwicklung der Arbeitswelt,oder das,was momentan die Menschen wirklich beschäftigt?Nämlich die Migration aus kulturfremden,sprachf​remden Regionen,die unser ganzes Sozialgefüge aus den Fugen hebeln wird?..was hat mehr soziale “Sprengkraft”????!Sor​ry die Menschen beschäftigt die Gegenwart!…die Zukunft beschäftigt die Wissenschaft!..und kaum den normalen Bürger…!und das ist auch richtig so..!

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  • Oktober 30, 2015

    Herr Kuske sieht die Zukunft m.E. allzu schwarz. Nicht zu Unrecht natürlich.

    Die Angst von Arbeitslosigkeit und deren Folgen hat es seit der Frühzeit der Industrialisierung immer wieder gegeben. Zum Beispiel haben die Arbeiter die Maschinen kaputt geschlagen.

    Nach dem ersten Weltkrieg wurde Repariert und die Dienstleistungen im Versicherungswesen wurden ausgebaut. Vor dem zweiten Weltkrieg waren die Politiker ausserstanden, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen.

    Nach dem zweiten Weltkrieg wurde von Neuem repariert und die Erfindungen, die während des Kriegs um die Effizienz des Tötens zu steigern gemacht wurden, wurden nun zur Effizienz der Arbeitsgüte, der Rationalisierung und der Steigerung der Lebensqualität angewendet. Ergebnis, kürzere Arbeitszeiten, mehr Ferien, kulturelle Angebote die sich heute jedermann leisten kann, Einkommenssteigerung und viele andere schönen Dinge.

    Heutzutage beschäftigt sich die Menschheit auf andere Art und Weise. In Sachen Umwelterhaltung, Kriegsreparaturen in Ukraine, Afghanistan Mittlerer Osten Maghreb usw, Gesundheitspflegebran​che und Ernährungssicherstell​ung gibt es immer mehr zu tun. Es sind nicht alle Jobs von Wissenschaftlern abhängig. Trotz Roboterisierung braucht es immer auch ausführende Hände. Was es hingegen unbedingt braucht ist die Fähigkeit und der Wille umzudenken und sich zu verändern.

    Fazit: Die Menschheit musste, solange es sie gibt, sich immer wieder an den neuen Gegebenheiten anpassen. Früher waren die Umstellungen meist klimatisch bedingt. Heute geht das alles viel schneller und intensiver. Aber wir haben die Mittel dazu.

    Die Lösung kann nicht ein bedingungsloses Grundeinkommen sein.
    Und noch etwas: Ein Deutscher hat im Vimentis-Blog einmal gesagt, ‚hütet Euch vor der EU‘.

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    • Juli 19, 2021

      Es freut mich, dass Sie sich an mein Zitat erinnern, Herr Hofer.
      Ihr Kommentar entspricht voll und ganz meiner Meinung.
      Gratulation​.

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