1. Sonstiges

Draghi belastet ganz Europa!

Europäische Zen­tral­bank (EZB)

Mario Draghi’s Geld”politik” belastet nicht nur den Euro-Raum sondern ganz Europa, auch unsere Schweiz, die Schweizerische Nationalbank (SNB)

Artikel:

1) ​​​​​ “Der «Draghi-Crash» ist nur eine Frage der Zeit”

2) Kommentar: „Eine Billion Dominanz“

1) “Der «Draghi-Crash» ist nur eine Frage der Zeit”

Quelle: „Standpunkt“, von Christof Leisinger

„NZZ“ vom Montag, den 01.08.2017

«Aufgest​​​​​aute» Firmenpleiten sind langfristig problematisch

Die Stimmung an den Finanzmärkten ist gut. Strategen machen dafür schwindende geopolitische Risiken, das anziehende Wirtschaftswachstum und nicht zuletzt auch die anhaltend expansive Geldpolitik der Notenbanken verantwortlich.

Mario​​​​​ Draghi, der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), heftet sich diese Entwicklung als Erfolg auf die Fahne. Tiefe Zinsen, hohe Geldmengen und die umfangreichen Wertpapierkäufe hätten deflationäre Risiken abgewendet und auch das Kreditwachstum in Europa wieder in Gang gebracht, argumentiert er gerne.

Verrutschte Massstäbe

Der Unternehmensberater Markus Krall, ist einer von vielen Kritikern des Draghi-Systems.

Die Strategie der EZB ist wirkungslos, kontraproduktiv und ausgesprochen schädlich.

Draghi leidet unter einer Wahrnehmungsstörung.

Denn, die europäische Kerninflationsrate hat sich in den vergangenen beiden Jahren kaum verändert – und wer bei einem Wirtschaftswachstum von 1,5% …

[die Wachstumsraten für viele EU-Länder, so für Spanien, Italien, Frankreich und vor allem Griechenland gehen von einer niedrigen Basis aus. Da bedeuten hohe Prozentwerte real nicht viel!]

… von einem Boom redet, dem sind die Massstäbe verrutscht.

Faktisch entwickelt sich die europäische Wirtschaft anämisch:

In Deutschland, also im grössten Land der Euro-Zone, nimmt zwar die Beschäftigung zu, aber die Produktivität stagniert.

Zombie-Fir​​​​​men sind dafür verantwortlich, die ihre Zinslast kaum noch schultern können. Durch den Nullzins und den schwachen Euro werden sie künstlich am Leben gehalten. Sie sind ineffizient, unproduktiv und müssen die Kapitalkosten gar nicht mehr verdienen, weil die Refinanzierung so günstig sei. Auf diese Weise werden volkswirtschaftliche Produktionsmittel in unnützen Bereichen gebunden, was zu einer anämischen Entwicklung führt.

Und das in einer Zeit, in der durch die Digitalisierung angeblich die grösste industrielle Revolution der Menschheit stattfinde, die 50% aller Arbeitsplätze überflüssig machen wirdund in der sich die Produktivität in 10 bis 15 Jahren verdoppeln muss.

«Das eine ist das sich aufstauende Ungleichgewicht bei den Krediten:

«Wenn ich jedes Jahr statt 1,5% bis 2% nur noch 0,5% Kreditausfälle habe und weiss, dass die wegen ultratiefer Zinsen nicht fallierenden Unternehmen nicht gesunden, dann stellt sich nur die Frage, wann diese Pleiten nachgeholt werden.»

Das werde genau dann der Fall sein, wenn der EZB die Puste ausgeht. Diese Pleitewelle wird zu einem riesigen Problem, für das es ausser einem ‚Debt-Equity-Swap’*) keine naheliegende Lösung gebe.

*) „Wikipedia“: In der Praxis verläuft eine Debt-Equity-Swap-Tran​​​​​saktion meist so, dass die Forderung des Gläubigers mit einem Abschlag an einen Dritten, zum Beispiel einen Hedgefonds oder eine Investmentbank, verkauft wird. Die Anteile am Unternehmen gehen demnach nicht auf den Gläubiger, sondern auf den Erwerber der Forderung über.

In Deutschland hat sich mittlerweile ein Markt für diese zweifelhaften oder auch notleidenden Forderungen gebildet, auf dem Hedgefonds oder Investmentbanken solche Forderungen mit teilweise sehr hohen Abschlägen auf den Nennwert kaufen, in Eigenkapital umwandeln und sich somit an einem in Schieflage geratenen Unternehmen beteiligen.

Zum Zweiten wird das Wachstum umso anämischer, je länger die EZB ihre Politik fortsetzt. Im Prinzip folgt man in Europa dem, was Japan seit 25 Jahren vormacht. Nach einer vergleichbaren Zeit sind dann etwa 30% der europäischen Unternehmen zu Zombies geworden, und man sei schliesslich in einem «quasiplanwirtschaftl​​​​​ichen» Gebilde gelandet. Es gibt nur eine Lösung für die angesprochenen Probleme: das Ende dieser Geldpolitik.

Die massiven Wertpapierkäufe haben nicht zu einem Boom geführt, sondern die Bond- und Aktienmärkte sind manipuliert: Denn, der niedrige Zins verleitet die Marktteilnehmer dazu, traditionelle Bewertungskennziffern​​​​​ wie etwa das Kurs-Gewinn-Verhältni​​​​​s unter den entsprechenden Randbedingungen zu betrachten. Weil jeder weiss, dass diese Geldpolitik langfristig nicht gutgehen kann, investiert er lieber in reale Werte – also in Aktien und Immobilien. Angesichts der Negativzinsen gibt es bur diese beiden Möglichkeiten einer angemessenen Rendite. Wenn der Zins künstlich verzerrt wird, geht die Grundlage für rationale Investitionsentscheid​​​​​ungen verloren.

«New normal» ist «blöde Geschwätz», das man bei jeder Blase hört, um einen Vorwand zu haben, nichts tun zu müssen. «New normal» ist nachgerade ein Indikator dafür, dass eine Übertreibung vorliegt, sobald «der Begriff ausgepackt wird».

Das Vertrauen wird schwinden

Neben den Firmenkrediten sind die Verbindlichkeiten der meisten südlichen Länder unter normalen Umständen nicht mehr tragbar. Sobald zudem niemand mehr – weder Draghi noch Junker, noch Merkel – daran vorbeigehen können, dass sich in den Büchern der europäischen Banken schlechte Kredite im Wert von 2500 Mrd. € (2 Billionen 500 Milliarden) oder mehr angesammelt haben und dass die falsche Verbuchung von der europäischen Bankenaufsicht in Form von EBA und SSM gedeckt worden sind, lässt sich das Vertrauen auch durch Gelddrucken nicht mehr erhalten. Bis dahin tut die EZB aber alles, um die Schwierigkeiten in die Zukunft zu verschieben. Ihre Feuerkraft speist sich aus der angesparten Seigniorage*) des Geldsystems, und die ist nicht unendlich.

*) Als Seigniorage (historisch auch „Münzgewinn“, „Schlagschatz“ oder „Schlagsatz“;wird der von der Zentralbank (hier: EZB) erzielte Gewinn bezeichnet, der durch die Emission von Zentralbankgeld entsteht. In einem weiteren Sinn gehören auch jene Gewinne der Privatbanken dazu, die durch Schaffung zinslosen Buchgelds entstehen.

[> Genau dies will die Schweizerische VOLLGELD-Initiative,

Link: http://www.vollgeld-i​​​​​nitiative.ch/, abschaffen.

Für den Anleger bedeutet das Diversifikation verbunden mit höherem Anlage-Risiko, wenn das angelegte Kapital vernünftig verzinst werden bzw. eine grössere Rendite erwirtschaften werden soll.]

Es genügt allerdings nicht mehr, sein Vermögen auf drei oder vier Posten innerhalb eines Landes zu verteilen, sondern man muss international diversifizieren – vor allem auch ausserhalb des Euro-Raums. [Das bedeutet meistens ein deutlich höheres Anlage-Risiko!]

Denn die EZB habe das spektakulärste Ungleichgewicht der Welt geschaffen. (-> siehe nachstehenden Artikel))

2) Kommentar: „Eine Billion Dominanz“

Die Europäische Zentralbank bescherte den Staatsschuldnern in der Währungsunion eine Zinsersparnis von einer Billion Euro über neun Jahre.

Deutsche Sparer zahlen einen üppigen Teil der Rechnung.

„F.A.Z.“ vom Montag, den 24.07.2017, von Holger Steltzner, Herausgeber der „F.A.Z.“

Die Staatsschulden in den meisten Eurostaaten sind so hoch wie nie. Die Zinsen für den Schuldenberg sind jedoch tiefer als jemals zuvor. Der Europäischen Zentralbank sei Dank, maßgeblich sie bescherte den Staatsschuldnern in der Währungsunion eine Zinsersparnis von

Folgen:

Die Nullzinspolitik der EZB kostet den deutschen Sparer 436 Milliarden Euro seit 2010. Die Sparer zahlen also einen üppigen Teil der Rechnung.

[Auswirkung​​​​​en auf die Pensionen, die Renten:

Wegen der Nullzinspolitik / wegen der Negativzinsen der EZB (der die SNB ausgeliefert ist, wenn der Euro gegenüber dem Schweizer Franken nicht zusätzlich abgewertet werden soll) liefert das vom Lohn als Prämien für Pensionen / Renten abgezweigte Geld, das von den Pensions- / Rentenkassen angelegt wird, einen immer kleineren Ertrag: Der Umwandlungssatz muss weiter sinken: Die Pensionen / Renten werden kleiner oder sie müssen mit Steuergeldern gestützt werden.

Die Prämien für Lebensversicherungen müssen weiter steigen um nach Ablauf das gleiche Ergebnis zu erzielen wie früher.]

Jeder private Schuldner kann sich ausmalen, was passierte, wenn er für immer höhere Schulden immer tiefere Zinsen zahlen müsste. Folgerichtig ist in der Eurozone der Wille zur Haushaltskonsolidieru​​​​​ng fast überall geschwunden.

Die Mahnung der EZB, die Staaten mögen es mit dem Schuldenmachen bitte nicht übertreiben, wird so ernst genommen wie der Warnhinweis auf der Zigarettenschachtel vom Raucher. Solange die Schuldensünder wissen, dass ihnen die EZB oder andere beispringen, geht das böse Spiel weiter.

Eine Umkehr aus dieser geldpolitischen Sackgasse verlangt Rückgrat.

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Comments to: Draghi belastet ganz Europa!
  • August 2, 2017

    Schuld und Besitz sind die zwei Seiten der gleichen Geldmedaille. Die Haftung ist demnach systemimmanent. Wird jedoch von der Judikative und Politik nicht im Sinne des Geldsystems nicht korrekt umgesetzt, sondern nur Ihre erwähnten Spiele darum herum.
    Eine Schuld (Geldvernichtung) kann nur mit Gewinne reduziert werden. Dieses ökonomische Gesetz wird von den Ökonomen nicht verstanden. Wenn die Kehrseite der Medaille (Besitz) zu einseitig verteilt ist, kann keine Reduktion der Schulden erfolgen und eine Neuverschuldung (Geldmengenerhöhung) ist unerlässlich. Diese ewige Spitale kann nur mit einem rigorosen Schuldenschnitt und Verrechnung mit zu hoher Geldhortung begegnet werden. Auch eine Negativgeldmenge der Zentralbanken kann erwogen werden. Das Volk muss nicht haften, weil die Zentralbanken, über einen gesetzlichen Sonderstatus verfügen, demnach nicht Konkurs gehen können.

    Es ist mir schleierhaft wie die Judikative dem Bankensystem inkl. Zentralbanken als Geldschöpfer, die Form der AG und die Teilnahme am Geldspielwarenmarkt, sowie die Kreditgewährung oder Beteiligung an teilnehmen Firmen nicht verbietet. Diese Reform ist zusammen mit dem Schuldenschnitt zwingend notwendig. Der Kapitalismus ist am Scheideweg.

    Das Vollgeld zwingt die Zentralbanken das vollständige Delkredererisiko zu übernehmen. Damit wird eine Negativgeldmenge erzeugt. Diese Realität wollen oder können die Initianten nicht begreifen?

    Ihre Aufzählung sind die Symptome einer falschen Geldordnung mit zwei unterschiedlichen Buchgeldarten. Man will mit nicht wirksamen (Spirale) Liquiditäts- und Eigenmittelvorschrift​en (sind immer Schulden) die Risiken abfedern. Weil die Ökonomen das Geldsystem nicht verstehen können oder dürfen, werden solche Spiele zelebriert und Sie kommentieren die Symptome, anstatt die Ursache, vorgängig erwähnt, zu benennen.

    Das Bankensystem wird zu den Hauptaktionären der Wirtschaft. Gewollt?

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    • Juli 19, 2021

      Leider verstehe ich die “innere Mechanik” des Geldes nicht. Aber mir ist aufgefallen, dass das früher gut laufende Geschäft mit den Hypotheken wegen dem Tiefzins, fast zum Erliegen gekommen ist. (Tiefe Hypotheken < kein Zins auf dem Bank- oder Postkonto > Banken verlangen für Kundenberatung jetzt Geld und können ihre Dienstleistung nicht mehr gratis anbieten. Negativzinsen für Bargeld auf Konten ist auch nicht das was ich mir vorgestellt habe.) Vor allem ist das allesvolkswirtschaftl​ich ungesund.
      Darum meine Frage: Wäre es eine Abhilfe, wenn man den Banken einen Hypothekarzins z.B. 3% vorschreiben würde, damit wieder ein “Kreislauf ” entsteht?

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    • Juli 19, 2021

      Herr Alex Müller

      Nein, Geld sollte volkswirtschaftlich gesehen (meine Meinung), keinen Zins tragen, sondern das Geld sollte einzig die Produktivkraft fördern! Direktinvestitionen statt Geld auf die Bank legen, welche nur mit Neuverschuldung möglich ist.

      Schuld und Besitz sind die zwei Seiten der gleichen Geldmedaille. Die Haftung liegt also im System. Die Kaufkraft besteht aus nicht getilgten Bankschulden, weil das Geld aus Schulden entsteht.
      Am Ende der Wertschöpfungskette sind alle Kosten einkalkuliert, trotzdem wird der Erwerb als Parameter für Steuern und Soziales (Geldumlage sichern) genommen, damit die Manipulation (Hetze) funktioniert.

      Es gilt zu verstehen, dass unser Bankgirogeld nicht existiert sondern ein Zahl auf dem Konto bedeutet. Soll Kredite und Investitionen Haben Kundenguthaben auch Eigenkapital als Umlage der Kundenguthaben

      Wei​l das Geld (Kehrseite der Medaille) zu einseitig verteilt ist, erhalten Menschen als Konsumenten (Endverbrauch oder Nutzung) nicht die notwendige Kaufkraft. Die Ungleichheit beginnt jedoch mit der Kaufkraftzuordnung der Arbeit. Wertschöpfung statt Produktivkraft. Warum erhält ein Kopfmensch eine höhere Zuordnung als ein Mensch welche einen Dienst am Menschen tätigt (Krankenschwester uvam.).

      Hier liegt der Hund begraben. Der Roboter wird die Augen öffnen?

      Ein Zins bedingt eine laufende Neuverschuldung!

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    • Juli 19, 2021

      Wer Geld haben will das keinen Zins erwirtschaftet und nie aus dem Geldkreislauf genommen wird muss sich mal mit dem WIR-Geld befassen.

      Interess​ant sind auch Silvio Gesell Freiwirtschaftslehre,​ mindestens als Diskussionsgrundlage.​

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    • Juli 19, 2021

      Herr Bender,
      ja , das darf man sich schon fragen, warum ein sog. Manager in einem Verwaltungsrat, sich selber einen nicht nachvollziehbar hohen Lohn verlangen kann. Alle andern aber tief gehalten werden.Dazu noch Boni auch im Falle von Verlusten. Für was eigentlich? Aber das kommt wahrscheinlich aus der neuen ökonomischen Betrachtung heraus, dass Menschen gleich bewertet werden wie Material. Mitarbeitende sind heute – allen Beteuerungen heutiger Personalführungskräft​e entgegen – doch nur noch “menschliche Ressource” – also einfach ein Rohmaterial innerhalb des Betriebes, welches geholt oder geschickt wird. eine Zahl in der Buchhaltung.

      Nochm​als zurück zur Frage der Hypothek. Ist es denn falsch eine Hypothek auf dem Haus zu halten, um dieses Haus gut zu unterhalten und langsam wieder abzuzahlen. (Unsere Hypothek beträgt momentan 27% des geschätzten Liegenschaftswertes).​

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    • Juli 19, 2021

      Alex Müller, unser Steuersystem ist ein Hindernis für das tilgen der Hypotheken.

      1. wird dann der ganze Eigenmietwert als Einkommen wirksam und
      2. hatte ich schon Bekannte die mussten extreme Erbschaftssteuern, dazumal gab es die noch, bezahlen weil die Tante noch vom alten Schlag war und alle Schulden zurückzahlte.

      Muss​​ also gut überlegt sein.
      Im Ausland ist das normal alle Hypo bis zur Pensionierung zu tilgen, um praktisch gratis zu wohnen.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Alex Müller

      Wer, wie Herr Karlos Gutjer das Geldsystem (Preiskalkulation) nicht versteht, kommt auf solche Meinungskopien?
      Die Entscheidung darf niemals nur auf die Steuerfrage reduziert werden. Es ist auch eine Frage des Alters.
      Die Banken gewähren nur in seltenen Fällen (Belastbarkeit hohe Renteneinkommen), Hypotheken im Rentenalter. Die Frage der Produktivkraft schein mir eminent.
      Der Deckungsgrad zeigt den Sicherheitsgrad der Geldschöpfung. Die Schuldenhöhe resp. Haushaltbelastung ist wichtig.
      Beispiel:
      ​Schuld und Ersparnis CHF 300’000. Haushaltbelastung (Zinsdifferenz) CHF 6’000 pro Jahr. Nun stellt sich auch die Frage, ob man die Bank weiter subventionieren soll, oder sich schuldenfrei zu machen?

      Man sollte auch immer eine Reserve (Erfahrungswerte) halten, um Unvorhergesehenes abdecken zu können.

      Die Erbschaftsteuerfrage stellt sich nicht, weil die Ersparnisse auch zum Vermögen gehören!

      Das Bar- oder Buchgeldguthaben besteht aus nicht getilgten Bankschulden. Der Teil für die Bedürfnisabdeckung der Bevölkerung ist immer im Umlauf. Für den bankübergreifenden Zahlungsverkehr sorgt die SNB. Diese Manöveriermasse entsteht durch Geld- und Offenmarktoperationen​ mit den GB und ihren Kunden. Sollte verboten sein, weil die Geldschöpfer dürfen keinen Wirtschaftsvorteil haben?

      Nochmals. Sämtliche Wirtschaftsfaktoren stecken in den Produktpreisen. Die Bedürfnisse decken wir mit dem Nettowert der Arbeit oder Ersatzleistung ab. Die Pflichtleistungen, welche von den “Begünstigten” wieder zurückfliessen, werden also zum Neto addiert.

      Wir sind nicht Zahler sondern Teil des Systems (Geldkreislauf). Der eingehämmerte Spruch, man arbeite ein halbes Jahr für den Staat, stammt aus betreuter Bildung. Wird leider, weder von Ökonomen, Politiker oder Medien hinterfragt, damit die Dummheit (Denkfehler) nicht verloren geht um die Manipulation (Hetze) aufrecht erhalten zu können.

      Das gleiche gilt für das Sozialsystem im Umlageverfahren, welche den Rückfluss anstatt über den Konsum (End-Verbrauch oder Benutzung inkl. Finanzbranche, über das Erwerbseinkommen abwickelt um die Manipulation von Renteneintrittsalter,​ Demografie und Generationsvertrag zelebrieren zu können.

      Würden die Menschen das Geldsystem verstehen wollen, sämtliche Manipulationen wären beendet.

      Lernbeisp​iel welche eigentlich den Denkfehler erkennen lässt?
      Flickschusterei Rentenreform: Die Nein-Sager argumentieren zwar mit völlig falschen Argumenten (Symptome statt Ursache), aber es ist in meinem Sinne, damit die geistige Revolution angeschoben werden kann. Wir sind keine Zahler, sondern Teilnehmer im System. Es ist doch einleuchtend, dass die Automatisierung keine Beiträge bezahlt und nicht konsumiert. Wenn nun die Erwerbsarbeit zur Abdeckung der Bedürfnisse zu heute nur noch mit 40% abgedeckt werden kann, muss der Pflichtbeitrag (Steuern und Soziales) mit dem Faktor 6 zum Nettowert der Arbeit erhöht werden.
      Beispiel:
      C​HF 3’000 Nettowert
      CHF 18’000 Pflichtanteil
      CHF 21’000 Bruttowert
      Spätesten​s mit dieser Betrachtung wird klar, dass wir keine Zahler sind! Die Jungen keinen Rappen für die Alten bezahlen. Die Hetze der Politik Gössi, Pfister, Sozis, uvam ist in absurdum geführt. Revolution?

      Gruss

      Georg Bender

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    • Juli 19, 2021

      Hr. Bender:
      Die Entscheidung darf niemals nur auf die Steuerfrage reduziert werden. Es ist auch eine Frage des Alters.
      Die Banken gewähren nur in seltenen Fällen (Belastbarkeit hohe Renteneinkommen), Hypotheken im Rentenalter.
      ——-​———————​————-

      Ist denn Alex Müller schon im Rentenalter ?

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    • Juli 19, 2021

      Herr Karlos Gutier

      Auch wenn Herr Müller noch nicht im Rentenalter ist, gilt der Slogan: Steuer sparen um welchen Preis? Subventionierung der Banken oder Reduktion des Gemeinwohlrückflusses​ (Staatsquote = Steuern = Geldkreislauf).

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    • Juli 19, 2021

      Steuern sparen geht für den Bürger gar nicht, Steuern kann nur die Kommune, Staat sparen indem diese sparsam mit dem anvertrauten Geld umgehen.
      Der Steuerpflichtige kann nur seine Steuern optimieren indem er seine ihm erlaubten Abzüge deklariert.

      Ihr Geldkreislauf funktioniert in der Realwirtschaft nicht, darüber müssen sie sich Klarheit schaffen, alles was ihre Theorie so aussagt ist reine Fantasie, sie verstehen das Geldsystem nicht !

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    • Juli 19, 2021

      Herr Karlos Gutier

      Das Geld ist mit dem Ausgeben entstanden und zirkuliert als nicht getilgte Bankenschuld. Würde das Geld zum Schuldner zurückfliessen wäre das Geld vernichtet.

      Wir anvertrauen dem Staat kein Geld, es ist im Produkt einkalkuliert. Das Geld muss also zuerst ausgegeben werden bevor es auf Ihr Lohnkonto fliesst.
      Sparen entsteht aus Schulden und nicht umgekehrt. Der Begriff Einlagen existiert im Geldsystem nicht, weil es aus einer Buchung entsteht und nicht vorhanden ist. Einzig das Bargeld welches zu Lasten des Buchgeldes im Umlauf ist, existiert. In der betreuten Bildung wird das Geldsystem nicht korrekt gelehrt, damit die Manipulationen welche bei Ihnen voll eingeschlagen haben, funktionieren.

      Der​ Geldkreislauf ist keine Fantasie, sondern Realität. Im Produkt am Ende der Wertschöpfung sind sämtliche Kosten einkalkuliert und wird vom Konsument als End- Verbraucher oder Nutzer mit dem ihm zur Verfügung stehenden Nettoeinkommen (ohne Steuern und Soziales) eingetauscht. Nur mit der Geldmengenerhöhung oder Geldbesitzumlage (der eine hat weniger), können Gewinne oder Ersparnisse erzielt werden.

      Wenn nur 1000 Einheiten im Umlauf sind, kann daraus kein Gewinn erzielt werden. Logik wie eins und eins.

      Nach Ihrem Denkvermögen fliesst das Geld für die Steuern und Abgaben vom Himmel und zirkuliert nicht vom Staat oder Rentnerausgegeben im Wirtschaftssystem.


      Haben Sie den Eindruck, Ihr Lohn wird immer neu geschöpft und Ihre Ausgaben zirkulieren nicht im Geldkreislauf, weil es in die Hölle versiegt?

      Mengenle​hre, Teil der Mathematik könnte helfen, Sie verstehen das Geldsystem, wie die meisten Menschen nicht, die Ökonomen und Politiker freut es, damit diese ihre Manipulationen umsetzen können.

      Flickschus​terei Rentenreform sei gegrüsst.
      Rechenbeis​piel (Annäherungsrechnung:​
      Flickschusterei Rentenreform: Die Nein-Sager argumentieren zwar mit völlig falschen Argumenten (Symptome statt Ursache), aber es ist in meinem Sinne, damit die geistige Revolution angeschoben werden kann. Wir sind keine Zahler, sondern Teilnehmer im System. Es ist doch einleuchtend, dass die Automatisierung keine Beiträge bezahlt und nicht konsumiert. Wenn nun die Erwerbsarbeit zur Abdeckung der Bedürfnisse zu heute nur noch mit 40% abgedeckt werden kann, muss der Pflichtbeitrag (Steuern und Soziales) mit dem Faktor 6 zum Nettowert der Arbeit erhöht werden.
      Beispiel:
      C​HF 3’000 Nettowert Konsum Aktive
      CHF 18’000 Pflichtanteil Konsum Rentner und Staat (Pflichtanteile als Rückfluss)
      CHF 21’000 Bruttowert für den Konsum
      Spätestens mit dieser Betrachtung wird klar, dass wir keine Zahler sind! Die Jungen keinen Rappen für die Alten bezahlen. Die Hetze der Ökonomen, Politik und Medien ist in absurdum geführt. Geistige Revolution?

      Seien sie gegrüsst

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    • Juli 19, 2021

      Danke den Herren Bender und Gutier für den interessanten Dialog.
      Und ich schliesse daraus, dass ich als Pensionierter bis jetzt geschickt gearbeitet habe. Denn in meiner Art zu rechnen bin ich bis jetzt sehr gut gefahren mit Haus und Hypothek. Allerdings hat mir die Bank gesagt, dass ich für die Renovation des Hauses “an dieser Lage und dem Bodenpreis” mir viel mehr Hypothek leisten könne. Sie hätten mir gerne über 51% des Liegenschaftswertes als Hypotheke “verkaufen” wollen, was ich mit der Bemerkung abtat: “Ich rechne vorsichtig . Mein Haushaltsbudget muss meinen Möglichkeiten entsprechen. Einnahmen durch Pensionskasse, AHV, Mietzinsen gegenüber, Haushaltausgaben, Hypozins, Steuern, Hausunterhalt, muss leicht tragbar sein. Das heisst auch gut funktionieren, wenn z.B. meine Frau Wittwe würde und der Hyypotekarzins einst auf 4% steigen würde.
      – Ich bin für die Rentenreform. Solche Entscheide sind langfristig. Wir wissen erst in nochmals einer Generation, wie dannzumal unsere Wirtschaft dastehen wird , aus deren Leistung die Arbeitnehmer und Arbeitgeber die Sozialwerke alimentieren.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Alex Müller
      Die Steuern sind der zugeordnete Rückfluss der Ausgaben des Staates und in der Rente einkalkuliert.
      Sie haben sich wie ein Normalbürger verhalten und sich nicht auf Spekulationen eingelassen. Auf diese Weise habe ich während meiner Aktivzeit, meine Kunden beraten.

      Bei der Flickschusterei Rentenreform machen Sie leider einen grossen Denkfehler. Es ist keine Reform welche zukunfttauglich ist.
      Solange die Bedürfnisse einer Bevölkerung abgedeckt werden muss auch das entsprechende Geldvolumen zirkulieren. Auch in diesen Preisen sind sämtliche Kostenfaktoren einkalkuliert. Oder glauben Sie, die Menschen müssen auch hier verhungern und verdursten?

      Das Grundübel der heutigen Sozialsysteme (gilt auch für die Erwerbssteuer): Wie kann eine Rückführung über Lohnprozente (Einkommen) überhaupt angedacht werden, wenn man weiss, dass die Wirtschaftsleistung mit dem Konsum (End- Verbrauch oder Benutzung auch Finanzspiele) erbracht wird? Sämtliche Wirtschaftsfaktoren sind im Konsumpreis einkalkuliert. Die Geldmenge für den Konsum stammt aus dem Netto- und nicht Bruttowert der Arbeit. Die geldwerten Pflichtleistungen werden zum Nettowert der Arbeit addiert und werden von den “Begünstigten” in Umlauf gebracht. Das Geld fällt weder vom Himmel, noch wird es in der Hölle vernichtet? Das praktizierte “Manipulationsspiel” dient einzig und alleine der Hetze und unnötigen Arbeitsplätzen, um die Politiker, ihr Ansehen zu sichern? Wie kann morgen Geld fehlen was heute ausgegeben wurde, nach dem Motto, grabe ein Loch dann fehlt Dreck, die Meinungsgrundlage der Manipulatoren (Gössi uvam.).

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  • August 2, 2017

    Herr Walter

    “Die Nullzinspolitik der EZB kostet den deutschen Sparer 436 Milliarden Euro seit 2010. Die Sparer zahlen also einen üppigen Teil der Rechnung”

    Frage: Wenn es 436 Milliarden Zinsen gäbe, woher kommt denn das Geld für die Zinsen her?
    Man sieht immer nur (früher) Ende Jahr im Sparkonto die Zinsen die man bekommt.
    Die Zinsen welche man über Konsum BEZAHLT sieht man nirgends, da sieht man bestenfalls die Mehrwertsteuer.
    Will man von Zinsen profitieren muss man mehr auf dem Konto haben als der Geldverbrauch für ein Jahresbudget.

    Verm​isse etwas die Kritik an den Negativzinsen für Schweizer, welche nun auf ihre eigene Währung Negativzinsen entrichten müssen mit allen Folgen z.B bei den PK’s
    Die Negativzinsen müssten bei Umtausch einer Fremdwährung in SFr erfolgen.
    Dies hätte mehr Wirkung für die “Währungsflüchtlinge”​ statt die Mindestkursspiele etc.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Emil Huber

      Man bezahlt alles über den Konsum (Endverbrauch oder Nutzung). Der Nettogegenwert der Arbeit sollte also ausreichen um den Lebensunterhalt bestreiten zu können. Auch der Gewinn ist im Preis enthalten. Wobei es völlig unerheblich ist, weil der Gewinn kann nur aus eine Neuverschuldung oder Schuldengeldbesitzuml​age (der eine hat mehr der andere weniger) realisiert werden. Solange Sie am Ende des Monats wieder die selbe Summe auf dem Lohnkonto verbucht erhalten, hat niemand von Ihrem Geld, Gewinne oder Zinsen vereinnahmt, es sei denn, Ihr Gehalt stammt aus einer Neuverschuldung (Investitionsbranche)​.

      Herr Walter, als Ökonom hat eben die Milchbüchleinrechnung​ gelernt und hat vom Geldsystem (Volumengenerierung) wenig Ahnung. Er kopiert statt selber zu denken?

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  • August 10, 2017

    Was ist Geld, was der Geldkreislauf

    Geld​ ist ein Kunstprodukt, die Natur hat nie Geld hervorgebracht, Geld hat an sich auch keinen Wert ausser dem Material aus dem es besteht.

    Wichtig: Geld ist was Geldfunktion erfüllt.
    Was macht Geld aus ? Diese Definition ist wichtig, denn Geld und dessen Wert definieren unser wirtschaftliches Leben. Der Wert des Geldes stützt sich auf das Vertrauen das die Menschen in eine Währung, aber auch in die Wirtschaft, die Politik und den Staat haben.

    Interessant​ ist; «Kredit» leitet sich aus dem lateinischen «credere» für «Glauben» oder «Vertrauen» ab. Jeder Form des Geldes liegt demzufolge eine spezifische Absicherung dieses Vertrauens zugrunde. Das Vertrauen in unseren Frank ist zur Zeit stark, deshalb bringen auch viele Menschen ihr Geld aus anderen Ländern zu uns und legen es in Schweizer Franken an.

    Anders beim Euro, da die EZB mit Milliarden von Euros wertlose Staatsanleihen aufkauft und die Geldmenge unkontrolliert vermehrt, wir sehen heute einem Rückgang des Wirtschaftswachstum in der Euro-Zone, eine unkontrollierte Geldmengenvermehrung und dem bevorstehenden Kollaps einiger südlichen Euro-Länder.
    Zwar hat der Euro gegenüber dem Franken gering zugelegt, jedoch denke ich dass dies die Euro-Krise nicht beendet.

    Billiges Geld soll es richten, darum gibt’s heute von den Notenbanken Geld zum Nulltarif.
    Die EZB tut ja alles, um die Schwierigkeiten in die Zukunft zu verschieben, sie ist allerdings fleissig dabei, ihr Pulver zu verschiessen.

    Man besteuert die nordeuropäischen Sparer, um die südeuropäischen Staatshaushalte zu subventionieren. Dabei handelt es sich um eine gigantische Umverteilungsmaschine​, faktisch führt das die Südstaaten in die Dauerstagnation. Mit der Konsequenz, dass diese nie aus der fiskalischen Falle herauskommen.

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