1. Sicherheit & Kriminalität

Einbindung der Schweiz in die NATO auf gutem Weg!

EINBINDUNG DER SCHWEIZ IN DIE NATO AUF GUTEM WEG!

Die von Bundesrat, Verwaltung und Armeeführung in Gang gesetzte Einbindung der Schweiz in die NATO ist seit dem Beitritt 1996 der Schweiz zur deren Partnerschaft für den Frieden PdFauf gutem Weg.

Die routinemässige Zusammenarbeit auf Stufe Armeeführung wurde durch den Besuch vom 26. bis 29. April 2015 des stellvertretenden Oberbefehlshabers des für den Umbau der NATO zuständigen Kommandos, des italienische Generals Mirco Zuliani, fortgesetzt. Er liess sich über die „WEA Weiterentwicklung der Armee“, Doktrin und Rüstungsplanung informieren. Am 23. Februar 2013 war schon der damalige dafür zuständige Stv. Oberkommandierende, der polnische General Miecsyslar Bienek, für einen mehrtätigen Besuch unserer Armeeführung zwecks beidseitiger Information in die Schweiz gekommen. Letztes Jahr unterstrich auch noch der Oberbefehlshaber der NATO persönlich, der US General Philip M. Breedlove, durch seinen Besuch bei unserer Armeeführung die Bedeutung der immer engeren Zusammenarbeit mit der Schweiz. Wie unter Verbündeten üblich, liess er sich über die WEA sowie die Schweizerische Sicherheitsverbundsüb​ung 2014 informieren. Dies entspricht ja auch der Forderung des NATO Generalsekretärs Rasmussen vom 22. November 2012 in Zürich nach engerer Einbindung der Schweiz.

In seinem Jahresbericht 2014 zur PdF bestätigt der Bundesrat die Bedeutung der Zusammenarbeit z.B. mit der Hervorhebung der „Fragen der Einzatzfähigkeit, Kapazitäten und Interoperabilität, d.h. der Fähigkeit der Schweizer Armee mit den Truppen der NATO zusammenzuarbeiten. Laut Bundesrat ist es das Ziel, „die Zusammenarbeitsfähigk​eit zwischen der NATO und den interessierten Partnern sicherzustellen.“ Gleichzeitig teilte er mit, dass die PdF das „Ende der praktischen Zusammenarbeit mit Moskau bestätigt“ habe.

Auf der praktischen Ebene schafft der Bundesrat mit der WEA, der „Weiterentwicklung der Armee“ die Voraussetzungen, dass die Schweiz nur noch Kampfverbände hat, zwei mechanisierte Brigaden, die unser Land zwar nicht mehr verteidigen können, aber perfekt zur NATO passen und ihr im Ernstfall sofort unterstellt werden können. Eventuell soll eine dritte Brigade geschaffen werden, indem ohnehin vorhandene Wehrmänner und Waffen dazu verwendet werden. 2014 haben zur Vorbereitung der gemeinsamen Kriegführung Schweizer Soldaten und Helikopter an NATO-Manövern teilgenommen.

Die Schweizer Armee hat auch schon ihre „Führungs- und Stabsorganisation“ derjenigen der NATO angepasst, achtet beim Kauf von Waffen und Geräten darauf, dass sie NATO-kompatibel sind und hat die Schweizer Gradbezeichnungen auf unterer Stufe durch 6 zusätzliche der NATO ergänzt.

Die nicht zum „Westen gehörenden Mächte beurteilen dieses Verhalten der Schweiz wohl nicht als neutral. So konnte man z.B. am 26. Februar 2013 in einem längeren Artikel in der GLOBAL TIMES, einer Tageszeitung der kommunistischen Partei Chinas lesen, dass die NATO und ihre Partnerschaften Instrumente der USA zur Durchsetzung von deren globalen strategischen Interessen seien. Der Artikel stammte von einem ehemaligen hohen Mitarbeiter der aussenpolitischen Kommission des US Senates, der es wohl wissen muss.

Gotthard Frick,Bottmingen

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
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Comments to: Einbindung der Schweiz in die NATO auf gutem Weg!
  • April 29, 2015

    ..wann kommt die Abstimmung über diese verfassungswidrigen Entscheide…??..wenn​ das stimmt ist das ein Skandal erster Güte…!
    Und man wundert sich, wenn sich niemand mehr zu Wahlen und Abstimmungen bemüht…!

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  • April 29, 2015

    Ich glaube, der Beitritt zur NATO würde unsere Neutralität noch unglaubwürdiger machen, als sie
    schon ist. Als deren Mitglied erschiene die Schweiz für einen militärischen Gegner in einer ganz
    neuen Optik; man würfe uns in den gleichen Topf zusammen mitanderen Angriffszielen werfen.
    Zwar ist es verlockend, wenn wir uns in einem Verbund verteidigen könnten. Es ist gewiss vorausschauend,wenn sich die Schweiz vorab für die Interoperabilität angleicht; koordinierte
    Operationen dürften denn aber auch nur ad hoc für die reine Verteidigung stattfinden. Als veritables
    NATO-Mitglied würden wir noch mehr in den Einflussbereich der USA geraten. Ich bin der Ansicht,
    die Idee einer Voll-Angliederung der Schweiz entstamme aus ebenfalls aus Kreisen, die ganz allgemein
    unser Land in grösseren Verbänden aufgehen lassen möchte, weil sie Affinitäten zur Grossmannssucht haben. Eben auch im Militär, nicht nur in den politischen Verwaltungen, haben wir Leute, die glauben, für ihr Potenzial sei die Schweiz zu eng. Von der Nachricht, die Einbindung der Schweiz in die NATO sei auf gutem Weg, hält sich meine Begeisterung in Grenzen.

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  • April 30, 2015

    Armeeeinsätze im Ausland verletzen die Neutralität der Schweiz!
    Bewaffnete Schweizer Truppen haben im Ausland nichts zu suchen. Sie verstossen gegen die in der Bundesverfassung (Art. 173 Abs. 1 a. und Art. 185 Abs. 1 BV) verankerte Wahrung der Neutralität. Dies gilt auch für Partnerschaften mit der NATO.

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  • Mai 3, 2015

    Ohne Zweifel, die NATO ist eine gute Sache.
    Ohne Zweifel, die Schweizer sollten sich da raushalten.

    Dass die NATO eine konfliktlösende Organisation ist, beweist diese, “noch warme” Webseite.
    http://www​.faz.net/aktuell/poli​tik/ausland/europa/na​to-richtet-direkten-d​raht-zum-russischen-m​ilitaer-ein-13571143.​html

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    • Juli 19, 2021

      Die NATO Partnerschaft für den Frieden was für eine Lachnummer. Gestern noch bin ich durch Belgrad (Serbien) gelaufen und habe mir zum Xten mal die Ruinen der NATO Bomben “wohlverstanden ohne UNO Mandat” angesehen. Da bin ich mit Herr Franz Krähenbühl einig. “Raushalten”

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  • Mai 10, 2015

    Wenn ich nur schon solch eine Lüge wie „Partnerschaft für den Frieden“ lese wird mir schlecht. Was hat diese NATO in allen Jahren seit ihrer Entstehung produziert ? Sie hat über Jahre hinweg nur völkerrechtswidrige Angriffskriege, in den letzten Jahren über 1 Krieg oder Umstürze von Regierungen geführt, was sollen nun diese Schweinereien mit dem Frieden zu tun haben ?!?
    Ich sehe deshalb auch nicht ein weshalb der Bundesrat und auch weitere Politiker diesem kriminellen Verein noch weiter in Partnerschaft beiwohnen wollen.
    Wir sollten uns sofort von diesem völkerrechtswidrigen Verein lösen, weil wir sonst auch noch für die Verbrechen dieser Vereinigung zu verantworten haben.

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  • Mai 17, 2015

    @ Herr Gotthard Frick,

    Hierin kann ich leider nicht Ihrer Meinung sein, im Gegenteil, ich finde es auch schon sehr grobfahrlässig, was sich der jetzige Bundesrat erlaubt bezüglich heimliche Anpassung & Einbindung in die NATO, ein absolutes no go, denn wo bleiben denn da unsere Parlamente ?.

    Die absolut neutral zu haltende SCHWEIZ wird damit nämlich noch unglaubwürdiger, und in den 30/40-iger Jahren hat sie sich ja auch nicht mal den Westmächten gegen die Achsenmächte angeschlossen, obwohl B. Mussolino öffentlich grossmaulig verkündete, das Tessin sei italienisch, er werde es sich holen, die Bedrohungslage also akut war;

    Die NATO heute, wenn nur die Hälfte stimmt, wird mir schlecht;

    Quelle;

    https://ww​w.youtu​be.com/watch?v​=44I6l​kA0dMQ&feature=​youtu​.be

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