1. Aussenpolitik

Eine kleine Geschiche angewandter “Westlicher Werte”.

Eine kleine Ge­schichte an­ge­wand­ter „WESTLICHER WERTE“

(Quellen: Erinnerungen des Autors und Wikipedia).

ICH EMPFEHLE NOCH DIE WEITEREN BEISPIELE ANZUSCHAUEN, DIE HERR HANS KNALL ALS KOMMENTAR ZU MEINEM ARTIKEL ANGEFÜGT HAT.

E​in grosser Teile unseres Volk hat sich – dank langanhaltendem Frieden in der näheren Umgebung und übersatt als Folge eines geschichtlich einmaligen Wohlstandes – schon lange von der realen Welt verabschiedet. Es redet sich ein, wir seien von „Freunden“ umgeben, damit es keine Anstrengungen mehr zum Schutz unseres einmaligen Landes auf sich nehmen muss. Die Folge dieser Haltung? Sollte es in den nächsten Jahren in Europa Krieg geben – wer kann das ausschliessen – werden wir erstmals seit 200 Jahren einbezogen werden. Strategisch zu wichtig sind unser Luftraum und die Alpentransversalen. Wir lernen dann auf sehr schmerzliche Art, dass es sich gelohnt hätte, eine glaubwürdige Landesverteidigung aufrecht zu erhalten.

 

In den internationalen Beziehungen gilt nach wie vor ausschliesslich, was der damalige britische Premierminister, Lord Palmerstone, unter Bezugnahme auf England, vor bald 200 Jahren sagte und General de Gaulle 1940 wiederholte: Staaten haben keine Freunde und keine Feinde. Sie haben nur Interessen. Diese haben nichts, aber auch gar nichts mit „höheren Werten“ zu tun. Je nach ihrer jeweiligen militärischen und wirtschaftlichen Stärke können die Staaten ihre Interessen gegen andere Länder mehr oder weniger erfolgreich durchsetzen.

 

So haben die USA zum Durchsetzen ihrer Interessen zahlreiche Allianzen gegründet – darunter die NATO – und unterhalten rund um den Globus ca. 800 militärische Einrichtungen und Basen.

 

Als Begründung für das Durchsetzen westlicher Interessen wird die Verteidigung „höherer Werte“ in den Vordergrund gestellt. Auch die anderen Mächte behaupten selbstverständlich, das Recht auf ihrer Seite zu haben, wenn sie ihre Interessen verteidigen.

 

Im Folgenden werden die Mosaiksteine der bekannteren westlichen Interventionen seit dem 2. Weltkrieg in einen Rahmen eingefügt. Sie ergeben ein Gesamtbild der rücksichtslosen Gewaltanwendung zum Durchsetzen wirtschaftlicher und strate-gischer Interessen.

 

D​​er jüngste Fall betrifft die Ukraine. Das abgehörte und veröffentlichte Telefon-gespräch der Stv. US Aussenministerin mit dem US Botschafter in der Ukraine zeigte deutlich, wie die USA beim Umsturz die Fäden zogen und bestimmten, wer nach dem Sturz des legalen Präsidenten neuer Premierminister werden soll. Er wurde es auch.

 

Das Telefongespräch der EU Aussenbeauftragten Ashton mit dem estnischen Aussenminister über die auf dem Maidan erschossenen Polizisten und Demonstranten schliesst die Möglichkeit ein, dass die Schützen im Auftrag der „Demokratiebewegung“ handelten, um die Volkswut auf den damaligen Präsidenten zu lenken.

 

Wie viele andere Exponenten des Westens reiste zwei Monate vor dem Sturz des Präsidenten der Ukraine der US Senator McCain nach Kiew, wo er am 14. Dezember 2013 ein freundschaftliches Treffen mit dem Präsidenten und dem Vorstand der rechtsextreme Svoboda-Bewegung hatte. Dort wurde wohl die Unterstützung des Umsturzes durch die USA besprochen. Am 15. Dezember 2013 setzte er sich in einer Rede auf dem Maidan für den Beitritt der Ukraine zur EU ein.

 

(Deren Führer, Oleh Tjahnybok, soll im Jahr 2003 laut NZZ vom 14.03.2014 den Aufruf erlassen haben:

Schnappt Euch die Gewehre, bekämpft die Russen-Säue, die Deutschen, die Juden-Schweine und andere Un-Arten“. Der NZZ-Korrespondent fügte noch an, wer Tjahnybok in letzter Zeit gesehen habe, habe keinen Anlass zur Vermutung, er sei vom Saulus zum Paulus geworden. Diese Partei stellte in der nach dem Umsturz errichteten neuen ukrainischen Regierung einen stellvertretenden Premierminister, zwei Minister, und u.a. den Generalstaatsanwalt.)​​

 

Wie auch durchgesickert ist, sollen grosse westliche Konzerne weitgehend die Kontrolle über die Energie- und Getreidewirtschaft der Ukraine erhalten, die mit ihrer Schwarzerde anscheinend einen Viertel des Weltbedarfes an Getreide produzieren könnte.

 

Sich überall massiv einzumischen, betrachtet der Westen als sein Recht. Aber kann man sich den Aufschrei der westlichen Politiker vorstellen, falls sich Russland mit einer derart selbstverständlichen Unverschämtheit in die Innenpolitik westlicher Länder einmischen täte, wie das die USA, die NATO und EU dort tun, wo sie hoffen, Umstürze zu Gunsten des Westens auslösen zu können?

 

Oder konkreter, kann man sich die Empörung im Westen vorstellen, falls z.B. der russische Aussenminister die Führung der Unabhängigkeitsbewegu​​ng Schottlands besuchen und der Unterstützung Russland versichern würde oder Putin in einer Rede die britische Partei, die den Austritt aus der EU anstrebt, ermutigen würde, oder Russland die Unabhängigkeitsbewegu​​ng Kataloniens finanzieren würde oder auf Kuba „gegen die Bedrohung aus dem Iran“ gerichtete Raketenabwehrsysteme aufstellen würde?

 

Alles,​​ was der Westen unternimmt, bis hin zu massivsten Anwendungen militärischer Gewalt, wird in das strahlende Licht „höherer, universeller Werte“, wie Menschenrechte, Demokratie, Selbstbestimmungsrech​​t der Völker, Abwenden von Bedrohungen usw. gestellt. Zudem wird behauptet, die Positionen die der Westen vertrete, seien diejenigen der „Weltgemeinschaft“. Gleichzeitig wird das Durch-setzung von Interessen durch Mächte ausserhalb des Westens als Verneinung dieser höheren Werte dargestellt und deren Exponenten werden verteufelt und es wird nach Sanktionen und militärischen Massnahmen gerufen.

 

 

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Israels Atombombe, Irans Atomprogramm.

 

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Israel verfügt schon lange über Atombomben und weigert sich, sein diesbezügliches Programm offen zu legen und der Internationale Atomagentur Inspektionen zu erlauben. Es verfolgt damit seine legitimen Sicherheitsinteressen​​, verstösst aber gegen die Bestrebungen der Atomwaffenstaaten und der „Weltgemeinschaft“, die die Ausbreitung von Atomwaffen verhindern möchten. Da es zum Westen gehört, reden aber weder die USA noch die EU je von Sanktionen und dergleichen, noch üben sie irgendeinen Druck auf das Land aus, sein Atomwaffenprogramm aufzugeben.

 

I​​ran hat ein umfassendes Atomprogramm aufgebaut, und entwickelt möglicherweise Atomwaffen. Es ist renitent und weigerte sich lange, sein Atomprogramm inter-nationalen Kontrollen zu öffnen. Da es nicht zum Westen gehört, wurden harte internationale Sanktionen vorgeschlagen und beschlossen, die das Land jetzt etwas kompromissbereiter machten.

 

Kore​​akrieg

 

25.6.1950, Angriff nordkoreanischer Truppen auf Südkorea. Die Armee Südkoreas, unterstützt durch US Truppen, wurde auf einen kleinen Stützpunkt um Busan, im Süden des Landes zurückgeworfen. Die UNO bewilligte die militärische Unterstützung Südkoreas durch die US und Streitkräfte anderer Armeen. Unter Verletzung des UN-Mandates stiessen die US Truppen aber über die Demarkations-line bis zur chinesischen Grenze vor. China fühlt sich bedroht und griff Ende 1950 massiv mit „Freiwilligenverbände​​n“ ein. Sie sickerten nachts ohne entdeckt zu werden hinter die amerikanischen Linien ein, bevor sie losschlugen und die US und südkoreanischen Truppen wieder weit in den Süden trieben. Ein Hin und Her führt zum Waffenstillstand vom 27.7.1953. Durch die Missachtung der UN-Resolution durch die USA und den damit ausgelösten Kriegseinritt Chinas wurde der Konflikt wohl um mehr als 2 Jahre verlängert. Er kostete 940’000 Soldaten und 3 Millionen Zivilisten das Leben und führte zur totalen Zerstörung Koreas. Die alte Demarkationslinie am 38. Breitengrad wurde wieder die Grenze der beiden Teilstaaten. Bis heute besteht kein Friedensvertrag. (Quelle: Der Überfall am Chong-Chong. US Brigadegeneral S.L.A. Marshall.)

 

 

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Tibet

 

1951​-1972. Die USA bildeten in geheimen Ausbildungslagern auf einer Pazifikinsel tausende von Tibetern zu Kämpfern aus. Sie flogen sie und den Nachschub an Waffen, Sprengstoffen etc. in US Air Force Flugzeugen OHNE Hoheitszeichen über Indien nach Tibet, wo sie alles mit Fallschirmen abwarfen. Im Falle des Absturzes oder Abschusses eines der Flugzeuge hätten die USA behaupten können, sie hätten damit nichts zu tun. Nach seinem historischen Besuch bei Mao Tse Tung versprach US Präsident Nixon, diese Tätigkeit zur Destabilisierung Chinas einzustellen, was auch geschah.

 

 

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Vietnam

 

Viet​nam war eine französische Kolonie. Von 1946-1954 bekämpften die Kommunis-ten Vietnams Frankreich und vertrieben es. Darauf wurde das Land in einen kommunistischen Norden und einen westlich orientierten Süden geteilt, was zu einem Bürgerkrieg führte. Anfang August 1964 behaupteten die USA, eines ihrer Kriegsschiffe sei ohne Grund von nordvietnamesischen Schnellbooten im Golf von Tonkin mit Torpedos angegriffen worden. Der US Kongress nahm daraufhin eine Resolution an, die das militärische Zurückschlagen der USA legalisierte. Präsident Lynden B. Johnson löste massive Luftangriffen gegen Hanoi und das Land und ein steigendes Eingreifen amerikanischer Bodentruppen aus. Die USA setzen grossflächig das Gift „Agent Orange“ zur Entlaubung der Wälder ein, um den Kämpfern Vietnams die Deckung zu nehmen. Das führte zu hunderttausenden, durch das Gift erkrankter und gestorbener Vietnamesen, besonders von Föten im Mutterleib, aber auch zur Erkrankung tausender von US Soldaten. 1971 wurde dieser von den USA als Vorwand für das militärische Eingreifen erfundene Angriff als Fälschungen entlarvt, was den US Kongress veranlasste, seine Resolution zu widerrufen. Der Krieg wurde von den USA verloren, die sich 1975 panikartig aus dem Land zurückzogen, das seither ein vereinter, selbstständiger, von der kommunistischen Partei regierter Staat ist. Der Krieg verursachte zwischen 2-4 Millionen Tote unter der Zivilbevölkerung. Vietnam verlor 1.3 Millionen Soldaten durch Tod und Verstümmelung, die US rund 60’000 US getötete Soldaten.

 

 

Iran

 

A​m 22. August 1953 wurde der legale Premierministers von Iran, Mohammed Mossadegh, von den USA (CIA) gestürzt, aus diesem Geschäft wurde benutzt, um Daniel Ortega, den aus deie hatte.

er CIA wurde auf General Peter Schneiter ein tödlicheswweiwweil eweil er die, in der Hand westlicher Konzerne befindliche Ölindustrie verstaatlicht hatte. An seiner Stelle setzten die USA den Schah als Herrscher ein. Dessen Politik wurde durch die USA über deren Botschafter in Teheran bestimmt, wie Dokumente zeigten, die nach seinem Sturz gefunden wurden. (Schon im 2. Weltkrieg, am 21.08.1941, hatten britische und sowjetische Truppen, denen sich später noch Truppen der USA anschlossen, das neutrale Persien (heute Iran) besetzt. Iran musste den Achsenmächten den Krieg erklären. Für die Alliierten ging es darum, eine sichere Route für die Belieferung der Sowjetunion mit Waffen und kriegswichtigen Gütern zu schaffen).

 

 

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Chile

 

Am 11. September 1973 wurde der gewählte linke Präsident Chiles, Salvador Allende, durch einen, von der CIA unterstützten Militärputsch gestürzt. (Er beging dann Selbstmord). U.a. waren die Kupferminen, die in der Hand von USA Konzernen waren, verstaatlicht worden. Der Diktator, General Pinochet, übernahm kurz darauf die Macht. Unter Beteiligung von Henry Kissinger, damals Aussenminister der USA, und der CIA, war schon 1970 ein tödliches Attentat auf General Peter Schneider, den Generalstabschef, verübt worden, weil er sich weigerte, einen von den USA geplanten Militärputsch zu unterstützen.

 

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Grenada

 

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Die winzige Karibikinsel Grenada gehört zum Commonwealth. 1979 übernahm ein linke Partei die Regierung. Sie führte unter dem Premier, Maurice Bishop, eine Politik der sozialen Reformen und der wirtschaftlichen Entwicklung durch. Sie hatte zwar einige Firmen verstaatlicht, konzentrierte sich aber auf die Verbesserung der Lebensumstände der Menschen. Gleichzeitig war ihre Finanzpolitik bemerkenswert strikt, was zusammen mit ihrer überzeugenden Politik zu sehr positiven Berichten der Weltbank führte. Grenada erklärte sich blockfrei.

 

Di​​e USA begannen mit Hilfe der CIA eine intensive Kampagne zur Destabilisierung des Landes: Installation von Abhöreinrichtungen in deren Vertretung in New York; Ausstreuen von Gerüchten, um den wichtigen Tourismussektor lahmzulegen; Behauptungen über grosse sowetissche Waffenlieferunge, den Bau von U-Boot und Tourismussektor lahmzulegen, Behauptungen über grosse sojes Landes (Abhöreinäwjetische Waffenlieferungen und den Bau von U-Boot- und Luftwaffenbasen für den Ostblock auf dem Inselchen; Darstellung über die Medien, das Land schliesse sich dem Ostblock an; Druckausübung auf den Währungsfonds und die grossen internationalen Banken, dem Land keine Kredite mehr zu gewähren. Als Premierminister Bishop von einer US-Reise zurückkam, wo er die Bedenken hatte zerstreuen wollen, wurde er von seiner Partei gestürzt und hingerichtet, worauf diese eine Militärdiktatur errichten wollte. Die US begannen die Besetzung der Insel vorzubereiten.

 

Die englische Premierministerin Margaret Thatcher hörte davon und warnte US Präsident Reagan mit der Begründung, die USA hätten kein Recht, sich in die Angelegenheiten eines souveränen Mitgliedes des Commonwealths einzumischen, dessen Staatsoberhaupt die britische Königin sei. Reagan bestätigte, er habe keine derartigen Absichten, gab aber später zu, Thatcher angelogen zu haben.

 

Am 25. Oktober 1983 begann die Invasion Grenadas durch die USA. Die Operation dauerte 1 Woche, worauf eine pro-amerikanische Regierung eingesetzt wurde.

 

Nachhe​​r beschwert sich Thatcher schriftlich bei Reagan. (Quelle: Margaret Thatcher: The Downing Street Years, S. 327–331).

 

Der​​ Sicherheitsrat verurteilte diese Aktion, die ohne Kriegserklärung und ohne Zustimmung der UNO erfolgte, als eine schwere Verletzung des Völkerrechtes. Die Resolution wurde aber nicht rechtskräftig, da die USA das Veto eingelegt hatten. Präsident Reagan meinte später, obschon hundert Nationen nicht mit dem einverstanden gewesen seien, was die USA getan hätten, hätte das sein Frühstück nicht beeinträchtigt.

 

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Irak I – Iran und Nicaragua

 

22.​​09.1980 – 20.08.1988: Erster Golfkrieg Irak-Iran. Die USA unterstützen den irakischen Angreifer, den Diktator Saddam Hussein mit Waffen und Hilfsgütern. Aber zwischen 1986-87 verkaufte Ronald Regan auch dem Iran Waffen. Das Geld aus diesem Geschäft wurde von den USA benutzt, um die Contra-Rebellen in Nicaragua im geheimen zu unterstützen, die dann den linksgerichteten Daniel Ortega stürzten. (Diese Aktion ging als Iran-Contra Skandal in die Geschichte ein). Obschon der Irak gegen Iran Giftgas einsetzte (Tabun), übte der Westen deswegen kaum Druck auf den Irak aus, da er gegen das iranische Regime war.

 

 

Ira​​k II

 

Zweiter Golfkrieg 1990/1991 (auch 1.Irakkrieg genannt) gegen den Irak, der Kuwait mit seinen Ölfeldern besetzt hatte. Der Sicherheitsrat der UNO hatte die Besetzung Kuwaits durch den Irak zwar verurteilt, den Rückzug der Truppen gefordert und Sanktionen verhängt. Die USA beschlossen dann auf eigene Faust mit zahlreichen Alliierten eine militärische Aktion („Desert Storm“), in deren Folge der Irak besiegt wurde.

 

 

S​​erbien

 

1998-​1​999. Die USA liessen sich von der EU „ermächtigen“, Serbien in die Unterwerfung zu bombardieren, mit dem Argument, im Kosovo finde Völkermord statt. Mehrmals waren mehr als 1000 Kampfflugzeuge im Einsatz. Kosovo wurde trotz der Bestimmungen der Verfassung Serbiens, die das nicht vorsah, zu einem unabhängigen Staat erklärt, den bis heute aber nur etwas mehr als die Hälfte der UN-Mitgliederstaaten anerkennt. Die UNO anerkennt ihn als Teil des ehemaligen Jugoslawien, dessen Rechtnachfolger Serbien ist. Im Falle Kosovos wurde das Selbstbestimmungsrech​​t vom Westen höher als die Verfassung und die territoriale Integrität gestellt und durchgesetzt. (Im Falle der Krim vertritt der Westen die gegenteilige Position, was China unter Hinweis auf Kosovo als Heuchelei bezeichnet).

 

 

Irak III

 

2003-Augu​​st 2010. 2. Irakkrieg, ohne Genehmigung der UNO. Die USA führen die „Koalition der Willigen“ an. Offizieller Grund: Irak habe Massenvernichtungswaf​​fen, die die USA und ihre Verbündeten bedrohten. Es wurde dann nachgewiesen, dass das nur ein vorgeschobener Vorwand war. Der Irak hatte keine Massenvernich-tungswa​​ffen. Der Diktator Saddam Hussain wurde gestürzt.

 

 

Lybien

 

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19.0​3.2011. Der UNO-Sicherheitsrat genehmigt Massnahmen zum „Schutz von Menschenleben“, nachdem die Opposition den Kampf gegen das Muammar al-Gaddafi Regime aufgenommen hatte. Frankreich und andere NATO-Mitglieder begannen dann einen intensiven Luftkrieg gegen Libyen (Weit mehr als 10’000 Einsätze von Kampfflugzeugen). Der Diktator Gaddafi wurde gestürzt. China und Russland betrachten diesen Krieg als Vertrauensbruch ihnen gegenüber. Sie hatten der UN-Resolution zum „Schutz von Menschenleben“ zugestimmt.

 

 ​​

*****

 

Di​e​ aufstrebenden Länder, aber auch viele kleinere Staaten ausserhalb des Westens, sind immer weniger bereit, sich dieser westlichen Interessenpolitik zu unterwerfen. Falls sie der Westen weiterführt, wird gelegentlich der 3. Weltkrieg ausbrechen.

 

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Gotthard Frick, Bottmingen                               ​​                    ​ ​     2. September 2014

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
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Comments to: Eine kleine Geschiche angewandter “Westlicher Werte”.
  • September 3, 2014
  • September 3, 2014

    Beeindruckende Zusammenfassung der realen Welt. Zum Ukraine-Konflikt kann ich ein zusätzliches Statement hinzufügen, dass aus den USA stammt – offenbar gibt es auch relevante politische Kreise dort die erkennen, was hinter dem Machtgehabe der USA steckt.
    http://deuts​che-wirtschafts-nachr​ichten.de/2014/09/02/​krieg-gegen-russland-​ehemalige-geheimdiens​tler-warnen-merkel-vo​r-falschen-beweisen/

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  • September 3, 2014

    Zu diesem Thema passt auch dieser Link.

    http://www.y​outube.com/watch?feat​ure=player_embedded&v​=QAWvxF38tqQ

    Sollt​e Deutschland als Nachschuborganisation​ der USA in einen Krieg mit Russland hineingezogen werden, muss sich auch bei einer solchen Grosswertterlage die Schweiz mehr als Gedanken machen, was das bedeuten könnte.

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  • September 3, 2014

    Als Ergänzung zu Ihrer Auflistung, Herr Frick SP, hier noch weitere Militärinterventionen​​ der USA:

    • China 1945 – 49: Die USA greifen auf Seiten von Chan Kai-Chek in den Bürgerkrieg ein.
    • Philippinen 1945-53: Militäreinsatz gegen die Huks und Stützung mehrerer Diktaturen.
    • Kambod​scha 1955-73: Flächenbombardements von 69-70, Putsch gegen Prinz Sihanouk.
    • Dominika​nische Republik 1963-66: Putsch gegen Juan Bosch, Militäraktion zur Niederschlagung des darauf folgenden Aufstandes
    • Afghani​stan 1979-92: Kampf gegen russisch unterstützte Regierung

    Hinzu kommen ungezählte halbverdeckte Einmischungen der CIA und Support durch USA-Army:

    Italien 1947-48 (Wahlmanipulationen gegen PCI), Griechenland 1947-49 (Bürgerkrieg auf Seiten der Neofaschisten), Albanien 1949-53 (gegen kommunistische Regierung), Guatemala 1953-1990 (Putsch gegen Arbenz, 40 Jahre Todesschwadronen) , Indonesien 1957-58 (Versuchter Putsch gegen Sukarno), Britisch Guyana 1953-64 (gegen Cheddi Jagan), Kongo/Zaire 1960-65 (Putsch und Mord von Patrice Lumumba, Unterstützung von Mobutu), Brasilien 1961-64 (Putsch gegen Joao Goulart, Unterstützung Militärdiktatur), Indonesien 1965 (Militärputsch gegen Sukarno) Griechenland 1964-74 (Putsch gegen Papandreou, Unterstützung Militärdiktatur), Osttimor 1975-? ( Unterstützung Invasion von Suharto und Annektionsversuch durch Indonesien), Panama 1989 (Putsch gegen Noriega), El Salvador 1980-92 (Bürgerkrieg Unterstützung von Todesschwadronen), Haiti 1987-94 (Unterstützung Duvalier-Diktatur, Militärputsch gegen Aristide)

    Selbstve​​rständlich erhebt die Liste immer noch keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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    • Juli 19, 2021

      Bottmingen, 3.09.2014
      Sehr geehrter Herr Knall, vielen Dank für Ihre Ergänzungen. Ich erinnerte mich nicht mehr an alle und nahm nur die Bekannteren in meine Aufzählung auf. Einige weitere hätte ich vielleicht noch in meine Liste aufnehmen können. Vielleicht werde ich noch einige aus Ihrer Liste aufnehmen und Sie dabei selbstverständlich nennen. Ich muss mir das noch überlegen.

      Mit freundlichen Grüssen Gotthard Frick

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    • Juli 19, 2021

      Das ist, Herr Frick, für das Verständnis Ihrer Aussage im Blog wohl nicht nötig. Mein Kommentar soll diese nur bekräftigen.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Frick, danke für die Zusammenfassung. Wir im Westen haben natürlich die Welt stets nur aus unserem Verstädnnis heraus betrachtet. Ausgehend von den Eroberungen , den Kolonialzeiten, der Bekämpfung des Kommunismus (kalter Krieg) bis zu den Kriegen in Exyugoslavien und den Irakkriegen. Wo wir uns hinter der wohlmeinenden Idee versteckt haben: Wir bringen diesen Ländern die Demokratie. Und wir wollen nicht wahrhaben, dass dort das Wort “Demokratie” ganz anders angekommen ist. Nähmlich in form von Krieg, Chaos und Unrechtsstaatlichkeit​.
      Frage: Wie können wir wieder glaubwürdig werden?
      Grusss A.M.

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  • September 4, 2014

    Frage mich,,,, wieviele Minuten wir (auch mit guter Armee) überleben würden, wenn wir tatsächlich in eine Krieg verwickelt würden.

    1, 2, 5, 10 oder sogar 1 Stunde?

    Und wenn wir noch 50 Flieger in die Luft bringen… kommen alle wieder runter, nur landen werden vielleicht keine oder nur noch wenige….

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    • Juli 19, 2021

      Mit guter Armee, Herr Swiss, würden wir in erster Linie gar nicht angegriffen, weil es sich für einen potentiellen Feind wegen der hohen eigenen Verluste nicht lohnen würde.

      Falls dennoch ein Angriff auf die Schweiz erfolgen würde, so müsste der Feind einen unverhältnismässig hohen Aufwand an Waffen, und Soldaten aufbringen. Wahrscheinlich würde eine grosse ausländische Armee oder ein Armeeverbund schlussendlich die Schweizer Feldarmee zerschlagen können, aber den Widerstand der Schweizer würde dadurch keineswegs verunmöglicht. Gegen eine Besatzung der Schweiz würde mit Sicherheit ein Kleinkrieg des Schweizer Widerstandes bestehen bleiben, der die Besatzer für die Niederhaltung zu riesigen Opfern an Menschen und Gütern zwingen würde. Auf längere Sicht wäre die Schweiz von einer fremden Macht nicht zu halten.

      Aber auch wenn es nur eine Stunde wäre, im Zweifelsfalle ist es immer besser, als Widerstandskämpfer im Gefecht gegen den Landesfeind umzukommen, denn als für den Feind arbeitender Sklave in der Munitionsfabrik von den Fernwaffen der Freunde erschlagen zu werden.

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    • Juli 19, 2021

      Naja

      Sklave in der Munitionsfabrik
      oder​ in der EU
      oder zu hohen KK-Prämien

      Denke nicht, dass man heute vor einer top-Armee der Schweiz Respekt hätte.

      Aber da gehen die “Geister” auseinander.

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