1. Umwelt, Klima & Energie

“Energie-Wenden” – ein Marschhalt ist dringend!

 Die Fotovoltaik hat den Zenit überschritten – sie ist im Abstieg

1. Teil

Die Situation der Solar-Industrie

Subv​entionen haben in China wie in Europa, hier vor allem in Deutschland eine Solar-Industrie aus dem Boden gestampft, deren Kapazität jenseits aller nüchternen Überlegungen war. Das ist der Grund für den Streit zwischen EU und China, der, wie es scheint, zu Chinas Gunsten entschieden worden ist.

Quelle – „NZZ“, vom 29.07.2013; verfasst von René Höltschi, Brüssel; Link: http://webpaper.nzz.c​h/2013/07/29/wirtscha​ft/KI767/eu-und-china​-legen-solarstreit-gu​etlich-bei , „EU und China legen Solarstreit gütlich bei“ – „Mindestpreis statt Antidumpingzölle – europäischer Produzentenverband kündet Klage an“.

In Deutschland lässt sich kein Staat mehr machen mit „Sol“/„Solar“: Vor einem Monat machte „Conergy“ Pleite, davor Unternehmen wie „Solon“, „Q-Cells“ oder „Centrotherm“. Selbst die deutschen Industrieriesen „Siemens“ und „Bosch“ beugen sich im Solargeschäft dem Preiskampf und den weltweit vorhanden Überkapazitäten und sind endgültig aus dem Solargeschäft ausgestiegen. Der „F.A.Z.“-Brancheninde​x „Erneuerbare Energie“ ist durch die – voraussehbaren (Subventionen!) -Turbulenzen auf zwei Werte reduziert worden: den Wind(!)anlageherstell​er „Nordex“ und der Wechselrichterproduze​nten „SMA Solar“ der Fotovoltaik-Herstelle​r beliefert. „Solarworld” mit Frank Asbeck liegt auf dem Sterbebett. Allein für das abgelaufene Geschäftsjahr war ein Verlust von fast einer halben Milliarde Euro aufgelaufen. “Solarworld” wird von fast 1 Milliarde Euro Schulden gedrückt, zerdrückt. Asbeck hat –sehr zum Missvergnügen der Bundeskanzlerin Merkel – den Streit zwischen der EU und China wegen der subventionierten Solarpaneelen aus China veranlasst, in dem er hohe Antidumpingzölle forderte und damit scheiterte. Entscheidend sind nicht die niedrigen Preise chinesischer Solarpaneele, sondern das Schrumpfen des deutschen Marktes, weil sich die geldgierigen Kunden nach der Kürzung der Einspeisevergütung –  vernünftig, notwendig, daher höchste Priorität – zurückhalten. Mag sein, dass „Solarworld” sich noch einmal vor der Insolvenz retten kann – rosige Aussichten gibt es nicht; evtl. will sich „Katar Solar” an “Solarworld” beteiligen und in Katar eine Fabrik zur Produktion von Solarsilizium bauen. Aber, auch da gibt es weltweit Überkapazitäten.

Que​llen – „F.A.Z.“ vom 06.08.2013; verfasst von Helmut Bünder; Link: http://www.faz.net/e-​paper/#FAZ/2013-08-06​/9 , „Letzte Chance für Solarworld – Gläubiger verzichten auf Forderungen“ und „Hoffnungsschimmer“ bzw. „F.A.Z.“ vom 07.08.2013, verfasst von Philipp Krohn; Link: http://www.faz.net/e-​paper/#FAZ_RMZ/2013-0​8-07/17 , „Solarwerte haben oft enttäuscht“.

In der Schweiz kämpft der Solarzulieferer „Meyer Burger“ in Gwatt bei Thun (Kanton Bern) ums Überleben.

Quellen – „Handelszeitung“, vom 05.08.2013; Link: http://www.handelszei​tung.ch/unternehmen/m​eyer-burger-mit-gross​em-halbjahresverlust-​478523 , „Meyer Burger mit grossem Halbjahresverlust“.

„Handelszeitung“ vom 06.08.2013; Link:http://www.hande​lszeitung.ch/unterneh​men/cs-ueberprueft-ra​ting-von-meyer-burger​-479007 , „CS überprüft Rating von Meyer Burger“.

„Cash“, vom 07.08.2013; Link: http://www.cash.ch/ne​ws/top_news/gekappte_​firstsolarprognose_be​lastet_meyer_burger-3​110583-771 , „Eine schlechtere Jahresprognose der US-Firma „First Solar“ hat die Aktien von „Meyer Burger“ am Mittwoch [07.08.2013] auf Talfahrt geschickt“. Dies, obschon vor 10 Tagen die „NZZ“ berichtete, dass „Meyer Burger“ zwei Aufträge von insgesamt 5 Millionen Franken erhalten habe: Die britische „Sunsolar Energy“ bestellte die erste automatisierte, integrierte Solarmodullinie des Landes; ein bestehender Kunde in Taiwan erhalte für die Herstellung von Solarwafern Lager- und Secondhand-Drahtsägen​. „Meyer Burger bewegt sich in einem schwierigen Umfeld. Im letzten Geschäftsjahr schrieb das Unternehmen einen Verlust von knapp 116 Mio. Franken. Der Umsatz hat sich auf 645,2 Millionen Franken halbiert. Im vergangenen Mai hat sich das Unternehmen darum entschieden, neue Aktien für 150 Millionen Franken auszugeben“.

Quelle – „NZZ“, vom 25.07.2013; (sda); Link: http://www.nzz.ch/akt​uell/newsticker/neue-​auftraege-fuer-meyer-​burger-1.18123026 , „Solarindustrie – Neue Aufträge für Meyer Burger“.


Tragisch – aber typisch für „Aufbrüche zu neuen Ufern“!

Die Website von „Meyer Burger“ titelt: „Einzigartige Technologiergruppe in der Photovoltaik“ mit dem Bild der SAC-Hütte „Monte Rosa“; Link: http://www.meyerburge​r.ch/ .

Dank wegweisenden Technologien sollte die Monte Rosa Hütte zu 90 Prozent energieautark sein. SOLLTE! Die Begeisterung ist der Ernüchterung gewichen: Das Gebäude schont die Umwelt nicht – es verschmutzt sie gar.

Quelle – „Schweizer Fernsehen“; Link: http://www.srf.ch/suc​he?q=Monte+Rosa+H%C3%​BCtte ,

Denn – die Abwasserreinigung funktioniert nicht: Das Abwasser wird in den Schnee gekippt. Das verstösst gegen die Bauauflagen. Als das ruchbar wurde, wurden die Fäkalien mit Helikoptern ins Tal geflogen – dieser Zustand dauert noch an (Das Wasser wird jetzt bei der Hütte abgetrennt – wo geht dieses hin? Fazit: Das Umfeld der „Monte-Rosa-Hütte“ ist eine grosse Güllengrube unter Schnee und Eis!)

Zudem: Die „Monte-Rosa-Hütte“ sollte den grössten Teil der Energie mit Solarpanels selber produzieren. SOLLTE! Für lange Schlechtwetterperiode​n steht ein Generator bereit, der mit wenigen hundert Litern Rapsöl betrieben werden sollte. Zurzeit läuft dieser Generator jedoch auch bei schönstem Wetter. Pro Saison verbraucht er rund 7000 Liter Diesel. Der Diesel wird mit Helikoptern nach oben geflogen.

Fazit: Wenigstens sind die Helikopter auch beladen, wenn sie ins Tal fliegen, nämlich mit verfestigten Fäkalien, die im Tal wieder in Wasser gelöst werden müssen, um sie der Kläranlage zuführen zu können.

Diese Geschichte soll uns eine Mahnung sein: Fantasten und Grüne behaupten immer wieder, das Ei des Kolumbus gefunden, eine Win-Win-Situation kreiert zu haben – hier die „energieautarke“ „Monte-Rosa-Hütte“, da Fotovoltaik, die die Kohlendioxid-Emission​en reduzieren soll.


Merkwürdig

In Deutschland nimmt der Ausstoss an Kohlendioxid zu, trotz Dächern, Wiesen und Feldern, die mit Solarpaneelen zugepflastert sind.

Quelle – „Süddeutsche Zeitung“, vom 25.02.2013; Link: http://www.sueddeutsc​he.de/wirtschaft/klim​awandel-deutschland-s​teigert-co-ausstoss-1​.1609316 , „Deutschland steigert CO2-Ausstoß“ – „Atomausstieg, Boom bei Braunkohle, Heizen gegen die Kälte: Der Ausstoß von Treibhausgasen im Land der Energiewende steigt erstmals seit Jahren wieder an;

und:

Quelle – „Süddeutsche Zeitung“ vom 26. Juni 2013; Link: http://www.sueddeutsc​he.de/wirtschaft/co-e​missionen-deutschland​-lehnt-geplante-abgas​normen-ab-1.1706891 , „Abgas-Grenzwerte in der EU Merkel will Autoindustrie schonen“ – „Der EU-Kompromiss für schärfere Abgas-Grenzwerte bringt BMW in Bedrängnis. Darum tritt die Bundesregierung jetzt auf die Bremse und versucht, in letzter Minute noch Widerstand gegen die neue Norm zu organisieren“. Die Abstimmung ist auf nach den Europa-Wahlen, d.h. frühestens in einem Jahr, verschoben worden – Merkel sei Dank!


Hoch aktuell!

Swisscom hat einen Halbjahresverlust von ca. zehn Prozent eingefahren. Der interimistische CEO Urs Schaeppi plant in den Energiemarkt einzudringen, gemäss seiner Erkenntnis:

„Energie​ ist ein Wachstumsgeschäft“

S​wisscom will mit ihrer Tochtergesellschaft „Swiss Energy Solution“ über die Telefonanschlüsse Geräte steuern – Boiler, Heizungen, Kühlschränke, Tiefkühltruhen usw. ein- und ausschalten, je nachdem ob viel oder wenig fotovoltaischer Strom durchs Netz rast. steuern, wird also ein Konkurrent von Swiss Grid, dem sich die BKW verschrieben haben. Auch wenn die BKW-Konzern Chefin Suzanne Thoma abwiegelt. Wirtschaftsprofessor Rolf Wüstenhagen an der Universität St. Gallen gibt Swisscom grosse Chancen beim Aufbruch in diesen neuen Markt – sprich: bei der Verteilung der KEV-Steuer – der eidgenössischen Stromsteuer.

SF-Spre​cher: „Swisscom will im boomenden Strommarkt Fuss fassen“ und „Swisscom startet zum Aufbruch in den neuen LUKRATIVEN Markt“,

Quelle – „Schweizer Fernsehen“, „10vor10“ vom 07.08.2013: Link: http://www.srf.ch/pla​yer/tv/10vor10/video/​10vor10-vom-07-08-201​3?id=8810b444-33fc-4c​2c-9e48-ab0cefc9b285

Das Referendum gegen die Erhöhung der KEV kommt im richtigen Moment!

Aus Idealismus, Opportunismus, Übereifer, missionarischem Drang und/oder Bereicherungsabsicht läuft die schweizerische Energie-Wende (jeder Befürworter dieses Unternehmens kann sich selbst einordnen) aus dem Ruder – getreu ihrem „Vorbild“, der von Merkel im Hüftschuss lancierten.

Für die, die über diesen Merkelschen Hüftschuss nicht Bescheid wissen: Merkel verhandelt mit den KKW-Betreibern: Sie verlängert – ohne Sicherheits-Abklärung​en vorzunehmen – die KKW-Laufzeiten. Dafür verpflichten sich die KKW-Betreiber neu die ‚Brennelemente-Steuer​‘ zu entrichten. Dies ist ein Punkt des Merkelschen „Sparprogramms“. Nach Fukushima hat Merkel Angst, sie werde an Popularität verlieren, also Rechtsumkehrt: Einige KKW müssen – wiederum ohne Sicherheitsabklärunge​n – sofort vom Netz! Und das Schlamassel ist da und wird immer schlimmer!

 Ein Marschhalt ist dringend notwendig!

Ich lade Sie ein. Unterzeichnen Sie, unserer Schweiz zu Liebe, das KEV-Referendum! Ich danke Ihnen.

Argumentarium​:

Link: http://www.kev-refere​ndum.ch/index.php?id=​16

Unterschriftenbog​en:

Link: http://www.kev-refere​ndum.ch/fileadmin/use​r_upload/kevreferendu​m_d.pdf

http://ad3.adfarm1.adition.com/tagging?network=250&tag%5bbmw.sueddeutsche%5d&type=src

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Comments to: “Energie-Wenden” – ein Marschhalt ist dringend!
  • August 9, 2013

    Herr Walter Meyer,

    in einigen Dingen gebe ich Ihnen Recht! Solar- und Wind-Stromerzeugung ist alles andere als eine sichere und umweltfreundliche Angelegenheit und zudem äusserst unsicher. Immer dann, wenn viel Energie benötigt wird, fehlt die Effizienz dieser Technik. Ich sage schon lange; statt die Umwelt zu verschandeln, sollte jeder endlich lernen, Energie zu sparen. Nur wenn wir Energie sparen, werden wir beim Abschalten der KKW’s kein Debakel erleben! Es ist einfach Augenwischerei, zu glauben, wir könnten die KKW’s abschalten und die Windkraft und Solarpanels werden uns dann schon genügend Elektrische Energie liefern! Das wissen im übrigen auch die Grünen und Befürworter der Solar und Windenergie-Technik – sie geben es nur ungern zu. Deutschland setzt effektiv wieder vermehr auf die Kohlekraftwerke – was für eine Dummheit!

    Eines wird man aber nicht verhindern können, die Energiepreise werden sich in den nächsten 20 Jahren mehr als vervierfachen! Dies wird unter den Energieministern in Europa unter vorgehaltener Hand längst bestätigt. Nur, sie sagen es nicht, denn sie wollen wieder gewählt werden.

    Auch die Grünen spielen meiner Meinung nach, kein allzu ehrliches Spiel. Sie wissen genau, dass ihre Forderungen Arbeitsplätze kosten – und zwar im grossen Stil! Sie behaupten, dass in der Schweiz tausende von Arbeitsplätzen mit der Solarenergie (Produktion und Betrieb) geschaffen werden können. Auch dies ich Augenwischerei, denn auch hier macht es uns Deutschland als Alternative-Energiewe​ltmeister (Eigenruhm) klar, das funktioniert nicht, die Chinesen haben das Zepter längst übernommen und werden es nicht mehr hergeben.

    Also ich rufe auf zum Energiesparen! Die Unitron LED Beleuchtungstechnik mit bis zu 80% Energie Einsparung könnte der Anfang in jedem Haushalt, in jeder Gemeinde kurz überall dort sein, wo Licht benötigt wird. Hier hat die Schweiz Produzenten, z.B. die Unitron AG in Niederbuchsiten – es kommt nicht alles auch China (siehe Bericht in der KMU Zeitung ERFOLG)!

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    • Juli 19, 2021

      Herr Peter Müller,

      Energiepre​ise werden sich vervielfachen, oder vervierfachen, ja das stimmt, wenn wir als Konsumenten das auch zulassen.

      Erst mal konnte man bis zum Tsunami (KKW) Unfall, nicht ohne weiteres Solar oder Windenergie Anlagen aufbauen. Die Baubehörden stellten sich zusammen mit Heimatschützern quer.
      Nach Fukushima versprach man, dies werde sich ändern, ausserdem gab es Lippenbekenntnisse für Subventionen, was als Folge hatte, dass diese Alternativ Energien viel zu teuer sind.

      Warum also soll ich all diese Behörden Hindernisse überwinden? Damit ich etwas Bohren kann für Erdsonden, etwas Inneffizientes ein paar M2 auf das Dach montieren kann, eventuell ein Spielzeug von Windredli installieren kann? Mehr Gelder investieren als ich amortisieren kann?

      Wenn die Energie Preise dann künstlich vervierfacht werden, dann liesse sich das rechnen.

      Sehen sie, wohin das läuft, wer das steuert?

      P.S. am Schluss bezahlt die Zeche der einfache BürgerIn

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    • Juli 19, 2021

      Ja Herr Nabulon, ich gebe Ihnen Recht. Das Problem scheint mir zu sein, dass, wie auch Sie richtig feststellen, jeder ein Fachmann sein will und jeder der im Bereich Energieeinsparung Arbeitet oder spekuliert, will damit das grosse Geld machen. Ich sehe die Energie-Zukunft leider nicht sehr rosig ausser man beginne effektiv (und nicht fiktiv) zu sparen. Sicher geht das nicht mit Einschränkungen, auch hier liegen Sie richtig.

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    • Juli 19, 2021

      Gut, Herr Peter Müller, da sind wir uns in etwa einig.

      Ich meine, wir haben ein weiteres Problem, nicht nur in der Schweiz, auch in Europa bis Weltweit. Viele Europäische Länder leben, was Energie angeht, recht bescheiden. Grad die Neuen Länder aus dem Osten, haben auf dem Land und bei der “normalen Bevölkerung” einen Aufholbedarf.
      Ausser​dem wachsen wir weiter, in 25Jahren ist der Spareffekt (2000Watt Gesellschaft) aufgehoben, dann müsste man von einer 1000Watt Gesellschaft reden.
      Eine gefährlich Illusion, so einen Weg zu verfolgen.

      Weltwei​t, Ex UdSSR, China sprich Asien, Afrika oder Süd Amerika, schaut es noch arger aus, gibt doch immer noch Gegenden, etwa die Hälfte der besiedelten Gebiete, wo der Strom aus der Steckdose keine Selbstverständlichkei​t ist, oder nur ganz spärlich fliesst.

      Da ist die 500Watt Gesellschaft Realität, die Leute dort aber möchten mehr Energie. Länder entwickeln, zivilisieren heisst, jeder soll nebst einer 40Watt Glühbirne und einen TV, mal einen Kühlschrank eventuell einen Gas od El Kochherd haben, um das Abholzen zu stoppen.

      Es wurden, und werden Grossprojekte Staudämme usw gebaut, aber dabei vergessen, das auf den langen Transportwegen zu viel Energie verloren geht. Weltbank förderte bis dato solche Giga Projekte mit dem Wissen, dass 50% und mehr einfach verloren gehen.

      Wir sollen in Zukunft effizient bewusst mit der Energie umgehen, jedoch mit sparen und hohen Preisen werden wir untergehen. Es gibt nur eine Lösung, saubere neue Kraftwerke aller Bauart zu bauen, solange es noch fossile Treibstoffe gibt. Denn, sind die fossilen mal weg fehlen uns ca 70% Energie Weltweit. Dann gute nacht.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Werner Witschi,
      Die Energie Lobby, wer immer das auch genau ist, soll sich abschminken, dass man Massnahmen, wie ferngesteuert ein und abschalten, akzeptieren und zulassen wird.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Witschi, haben Sie sich schon einmal Gedanken über die Graue Energie bei der Herstellung der Solar-Panels gemacht? Als Ing. kann ich ein Lied davon singen. Wie effizient sind denn die Solar-Panels? Warum funktioniert es denn in Deutschland trotz enormer staatlicher, finanzieller Unterstützung nicht? Dabei ist zu bedenken, dass Deutschland als Weltmeister im Verbrauch des Solarstromes gilt (Eigenwerbung der Deutschen).

      Was den Windstrom anbelangt habe ich auch so meine Zweifel. Natürlich kann er als Ergänzung eingesetzt werden, aber was, wenn kein Wind bläst? Mit der Windkraft können sie nur Strom erzeugen, wenn Wind vorhanden ist. Hier scheinen mir, wenn schon, Gezeitenkraftwerke im Bereich von Meer-Anreiern besser zu wirken, denn Gezeiten gibt es immer, sie sind bekanntlich nicht zu sehr vom Wind abhängig.

      Wenn ich von Sparen rede, gehe ich davon aus, dass trotz grosser Sparbemühungen der Strombedarf noch zunehmen wird, denn die Industrie wird immer mehr Energie in Form von Strom benötigen. Die Industrie muss auch an windstillen Tagen funktionieren können. Stromunterbrüche gibt es in Deutschland vorab bei Windgeneratoren offenbar immer mehr und man spricht schon davon, dass man das halt in Kauf nehmen müsse! Sind Sie gewillt, Stromunterbrüche in Kauf zu nehmen?

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    • Juli 19, 2021

      Herr Nabulon, ich stelle fest, dass wir gedanklich gar nicht so weit weg sind. Die Frage stellt sich einfach, wie sparen wir ohne zu viele Arbeitsplätze zu gefährden und wie stellen wir unter Beachtung der Umwelt die Sicherheit der Energieversorgung her. Aufgrund der Verluste bei weiten Transportwegen ist die feinrastige Energieproduktion an sich schon das richtige, aber mit welchen Energiequellen?

      Wenn wir auf die Solarenergie setzen, wird uns zweifelsohne China vormachen, wie das geht. Wir werden von China abhängig werden. Diese Arbeitsplätze in der Schweiz bzw. in Europa sicher stellen zu wollen, wird nicht funktionieren, was uns die nahe Vergangenheit gezeigt hat.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Peter Müller,

      Ja, wie sparen wir ohne viele Arbeitsplätze zu gefährden? Für Arbeitsplätze wird nun mal recht viel Energie benötigt. Angefangen von den modernen Systemen, über die Pendler, „Home Office“ einführen? Das wird ein sehr schwieriges Unterfangen, die Lösung hab ich nicht.
      Thema:
      Beachtung der Umwelt. Sicherheit geht vor ja. Es hapert schon bei den verschiedenen Organisationen, welche jede für sich das Umweltgärtchen beackert.
      Heute (damals bei Fukushima) wurde verbal alles akzeptiert, ja, Solar wolle man, Windparks wolle man, Stauseen wolle man als Speicher, wenn man nur den Stecker bei den KKW ziehen könne, alles sei machbar. Einmal mehr nur Lippenbekenntnisse.

      Es sollte ein besseres Netzwerk Hochspannungs-Gleichs​trom-Übertragung (HGÜ) aufgebaut werden, damit weiter gespart, und überhaupt vernetzt werden kann. Ideen Schweizer Stauseen als Speicher für Deutsche Solar und Windkraft.
      Meine Einwände sind da, bevor Deutschland nicht eine anständige Politik der Nachbarschaft pflegt, vergesst das. Gilt auch für die EU.
      Umweltschützer haben andere Einwände. Eines Tages werden wir sparen müssen, oder aber bauen neue Kraftwerke.

      Ach ja, zum Bauen fehlt wohl das Geld, weltweit.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Nabulon, ich gehe mit Ihnen völlig einig, man muss das Sparen wieder erlernen.

      Herr Witschi, meiner Meinung nach fokussieren Sie sich viel zu stark auf die Solar-Energie. Zum Einen wird sie nie die Energie zu der Zeit liefern können, in der die volle Energie benötigt wird und zum Andern möchte ich nicht zuschauen, wie Grünflächen und alle Hausdächer mit Solar-Panels übersät werden. Für mich muss einfach mehr gespart werden. Wir haben in unserem Haus z.B. bereits alle herkömmlichen Leuchtkörper durch LED leuchten ersetzt. Statt 60W – Birnen haben wir heute zwischen 7W und 10W Leuchten installiert. Das ist für uns aber erst der Anfang!

      Wir waren im Juli im Tessin. Auf praktisch jedem Hügel blendeten die Solar-Panels auf den Dächern in der Sonne und man hatte mühe, ins Tal zu schauen (jedenfalls bis der Sonne-Einstrahlwinkel​ sich veränderte). Klar, das ist eine kleine Einschränkung, aber wenn dann mehrheitlich Strom von der Solar-Energie erzeugt werden soll, wird das eine totale Plage werden und das nicht nur von den Hügeln runter.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Peter Müller,

      Sparen ist so eine Sache, ausserdem wird dem Laien oft etwas vorgegaukelt, was in der Realität eben nicht so ist. Ich lass die Definitionen Joul / Kalorie weg.
      Fakt ist: man braucht auch heute 2013 genau so viel Energie, um 1Liter Wasser um 1°C zu erwärmen wie 1990.
      Jedoch wurde die Prozessdauer verlängert, heisst, ein Waschvorgang dauert heute 3Stunden, früher 1 ½ Stunde.
      Etwas wurde an der Wassermenge herum geschraubt, etwas die Isolation verbessert, bei Kühlgeräten. Aber auch da, um 1m3 Luft um 1°C zu reduzieren, ist die Menge an Energie bestimmt.

      LED, das ist ein anderes Thema, hier wurde etwas Neues geschaffen. Jedoch ist der Prozent Anteil Energie für Lichtquellen, etwa im 15% Bereich. Ein sehr schnell ausgeschöpftes Sparpotential.
      Noch ein weiterer Negativer Faktor: Da man nun ja sparsam ist, erlaubt man sich hie und da den Luxus, eine LED etwas länger brennen zu lassen, verstehen sie was ich meine?

      Sparen ist etwas was der Mensch nur im Notfall macht, der Mensch ist einfach nicht bescheiden, sondern gierig, auf strebsam, Egoist dazu. Die anderen sollen.

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    • Juli 19, 2021

      Richtig, Herr Nabulon,

      Man ist schon geneigt, die Leuchten länger brennen zu lassen und/oder mehr Lichtpunkte zu schaffen, hier muss man aber ansetzen. Auch die Grösse des gesamten Energiepotentials bei der Beleuchtung ist natürlich nicht wahnsinnig gross, es ist aber ein Anfang, den jeder sofort gehen kann. Ich bin mir auch bewusst und habe es hier auch schon so ausgedrückt, dass wenn alle Energie sparen, im Gesamten bedingt durch das Wachstum, die Bevölkerungszunahme etc. etc. noch lange nicht weniger an Energie verbraucht werden wird.

      Alle bei der Diskussion um das Abschalten der KKW’s genannten Sparvorschläge (und Vereinbarungen) sind und bleiben Lippenbekenntnisse der Rechten-, Mitte- und der Linken- und Grünen-Parteien. Mehr als Schaumschlägerei waren die Versprechen und Darstellungen des Energiesparens nicht. Das Volk wurde einmal mehr veräppelt, was auch in Deutschland (dort etwas früher) dem “einfachen Volk” die Augen geöffnet hat. Das Debakel mit der Windkraft und deren Kosten zeigt deutlich auf, dass die Politik selbst in harten Zeiten nur an die nächsten Wahlen und damit nur an sich denkt.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Werner Witschi,

      Meinen Informationen nach hat ein KKW einen Wirkungsgrad von ca 33%. Solarzellen einen von 40%, sehr effiziente. Die Regeln heute noch 5% bis 27%.

      Nach dem Wirkungsgrad beurteilt, müsste man erstens Wasserkraft gut 80% fördern. Dann GuD Kraftwerke mit gut 60%. Auch Windkraft mit gegen 50% schneidet da gut ab.

      Das wichtigste im Stromnetz aber, auf Hochspannungs-Gleichs​trom-Übertragung HGÜ umstellen, was dann ermöglichen würde, aus der Wüste, oder im Sommer vom Polarkreis durch Solaranlagen hergestellten Strom zu gebrauchen.

      Schaut​ man alles an, den Wirkungsgrad und Transport (Leitungen) bis zum Verbraucher, sieht die Bilanz nicht besser aus als beim Verbrennungsmotor, die doch 35-50% beträgt, heute.

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  • August 9, 2013

    Herr Peter Müller,
    Energiespare​n ohne Komfort Einbusse? Wissen sie, wo der Denkfehler angefangen hat?
    Minergie Glasbauten, was dümmeres hätte man nicht erfinden können!
    Man hat „Minergie Häuser“ gelobt und ausgezeichnet, vor Fukushima! Rein auf die Co2 Emissionen / also vermeiden von Treibhausgasen ausgerichtet.
    Was diese Minergie Häuser an Strom „fressen“ für das Hausmanagement, damit alles automatisch rauf runter, auf und zu geht, hat niemanden wirklich interessiert. Fast gleiches gilt für Computerisierte „Passiv Häuser“.

    Sie wollen das anzweifeln? Schauen sie die besten U-Werte (früher K-Wert) von Glas an, vergleichen sie die U-Werte mit Mauern aus Holz-, Ton, Stein, Beton, nicht isoliert, oder aber dann Top Isoliert.

    Jedoch wenn ein paar Star Architekten etwas Mainstream mässig mit den Medien verbreiten, jeder Journalist plötzlich zum Umweltfachmann/frau mutiert, abschreibt, kommt‘s nicht gut.

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  • August 9, 2013

    Wow – Danke für den wahren Beitrag!

    Ehrlich gesagt wundert mich, dass Sie noch nicht aus der FDP geflogen sind?

    Die Energiewende mit ihrem bis 2050 zu realisierenden – sagen wir mal – Faschismus ist mir schon lange ein Dorn im Auge. Und wenn man das UVEK z.B. anfragt, was mit den Millionenbeträgen für sog. ‘Energieforschung’ geleistet wurde, bekommt man KEINE ANTWORT. Sauerei. Und es drängt sich wirklich die Frage auf wie hartnäckig die Faktenverweigerung (insbesondere bei den Grünen) in der Schweiz betrieben wird?

    Was Solarzellen anbelangt gibt’s ja noch ganz ‘inquisitorisches’ Material – z.B. hier: http://info.kopp-verl​ag.de/hintergruende/d​eutschland/ferruccio-​ferroni-dipl-ing-eth-​zuerich/sind-pv-strom​anlagen-in-deutschlan​d-energievernichter-.​html

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