1. Aussenpolitik

Entwicklungshilfe: Prioritäten

Prioritäten in der Ent­wick­lungs­hil­fe​: Frei­wil­lige Fa­mi­li­en­pla­nung und Ein­bin­dung in die in­ter­na­tio­nale Ar­beits­tei­lung

10% der bestehenden Entwicklungshilfegeld​er für das UNO-Menschenrecht auf freiwillige Familienplanung wären bescheiden und dringend nötig. Wir wollen den Entwicklungsländern keine Vorschriften machen, nur jene Entwicklungsländer und Familien unterstützen, welche unter der hohen Kinderzahl leiden.

Westeuropa ist darum reich, weil die Menschen dort die Länder dazu gemacht haben. Weshalb gibt es in Afrika keine Textilindustrie, keinen leichten Maschinenbau, kaum Weiterverarbeitung bei Nahrungsmitteln? Wenn die Menschen gebildet sind, die Regierung nicht korrupt ist und ein gewisser Fleiss herrscht, kann jedes Land in Afrika irgendwann in europäische Verhältnisse aufsteigen. Aber das hören viele nicht gerne. Heute ist Afrika überhaupt nicht eingebunden in die internationale Arbeitsteilung, in die Wertschöpfung. Und genau darum braucht es die jungen Afrikaner, die zu uns kommen, vor Ort.

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Comments to: Entwicklungshilfe: Prioritäten
  • Mai 3, 2019

    1) “Entwicklungshilfe” gibt es seit vierzig Jahren nicht mehr; es geht um Entwicklungszusammena​rbeit.

    2) Es gibt staatliche und nichtstaatliche Entwicklungszusammena​rbeit.

    3) Atuell geht es um die Idee von Herrn BR Cassis, in der staatlichen Entwicklungszusammena​rbeit der Schweiz “Schwerpunkte” zu setzen, d. h., sie zu reduzieren. Den nichtstaatlichen Organisationen können keine Vorschriften gemacht werden.

    4) Der Bund soll offenbar nur noch in Ländern wirken, von wo Flüchtlinge in die Schweiz kommen, also in Afrika, aber nicht mehr in Südamerika.

    5) Niemand fordert, dass in Afrika auf die “Familienplanung” eingewirkt werden müsse, weil das a) kolonialistisch wäre und b) weil die afr. Länder NICHT “überbevölkert” sind.

    6) In Asien sollen offenbar vor allem die Projekte in Palästina beendet werden, weil Israel diese nicht dulden will (!) und weil von dort kaum Flüchtlinge kommen (?).

    Mehr hier:
    nzz.ch/schweiz​/ignazio-cassis-will-​die-entwicklungshilfe​-umkrempeln-ld.144085​3

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    • Mai 3, 2019

      Was Sie da anführen, Herr Oberli, ist nur ein weiteres Beispiel für die Absicht, die wahre Bedeutung von Begriffen durch von oben vorgegebene Sprachregelungen zu verschleiern oder gar ins Gegenteil zu verkehren.

      Die Formulierung Entwicklungs „-Zusammenarbeit“ statt „–Hilfe“ soll darüber hinwegtäuschen, dass die Geld und Sachleistungen ausschliesslich von unserer Seite kommen und dass es null Gegenleistungen dafür gibt.
      Zusammenarbeit​ existiert höchstens bei der Propaganda zugunsten von mehr Spenden und Überweisungen an die „Entwicklung“ der Regime von Shitholestaaten.

      Aber vielleicht wird nun eine andere Wortschöpfung verwendet, weil inzwischen zu offensichtlich geworden ist, dass von „Hilfe“ keine Rede sein kann. Ausser vielleicht für die Belegschaften der „Hilfs“-organisatione​n.

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    • Mai 3, 2019

      Nein Herr Knall

      Das Geld wir hier gedruckt! Es geht Ihnen kein Rappen vom Bankguthaben abhanden!

      Die Geldbegriffe korrekt verstehen, könnte helfen. Ich bin gegen jede Form der Altruistik, wenn man den Ländern, Vorort, die gleiche Gelddruckmöglichkeite​n bietet und ihre Währung als internationales Zahlungsmittel akzeptiert.

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  • Mai 3, 2019

    Herr Alex Schneider

    Sie meinen reich, weil im Gegensatz zu den meisten Ländern der Erde, im Westen die Gelddruckmaschine auf Hochtouren laufen dürfen! Wenn die Grundlagen für ein ordentliches Leben nicht ausreichen, so liegt es nicht an der Kinderzahl, sondern dem altruistischem Denken der einfältigen Reichen!

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