1. Sonstiges

Exit-Sterbehilfe für Gefangene resp. Verwahrte?

Dies ist zur­zeit so eine Frage … Sollte dies für Ge­fan­gene er­laubt sein? Wenn ja, unter wel­chen Be­din­gun­gen? Wenn nein, warum nicht. Ein Ge­fan­ge­ner ist auch «nur» ein Mensch. Doch die­ser Mensch hat je­man­den oder meh­re­ren viel Leid zu­ge­fügt, unter wel­chem diese mög­li­cher­weise ein Leben lang zu lei­den ha­ben. Ein Ge­fan­ge­ner wird ev. nie mehr ent­las­sen, damit die Be­völ­ke­rung vor ihm ge­schützt ist. Somit wird ein In­sasse auch äl­ter und ev. sogar schwer krank.

Im Gefängnis kosten die Insassen Steuergelder und dies nicht zu knapp. Ältere Insassen benötigen andere Betreuung im Gefängnis als Junge, was auch logisch ist. Dann ist da noch die Frage nach den Gesundheitskosten für Insassen.

Wann genau soll jemandem Sterbehilfe gewährleistet sein? Ich denke, wenn jemand wirklich sterben möchte, findet dieser jemand auch einen Weg. Ansonsten könnte man die Zeit bei schwerer Krankheit ohne Aussicht auf Heilung verkürzen inkl. Abwägen wieviel Zeit von der Strafe bereits abgesessen wurde.

Was meint ihr?

Hier sind noch Links dazu:

https://www.srf​.ch/play/tv/rundschau​/video/todeswunsch-in​-zelle-laszlo-polgar-​pharmastrategie-milit​aerkader?id=968d501a-​4198-4b74-b70f-995e5c​98e461&station=69e8ac​16-4327-4af4-b873-fd5​cd6e895a7

https://www​.securnews.ch/sterbeh​ilfe-exit-gefaengnis-​bostadel-justizvollzu​g-bern-laszlo-polgar-​joe-keel/

https://www​.aargauerzeitung.ch/l​eben/leben/suizid-hin​ter-gittern-wenn-haef​tlinge-sterben-wollen​-128548780

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
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Comments to: Exit-Sterbehilfe für Gefangene resp. Verwahrte?
  • Oktober 11, 2018

    Hat die Behörde das Recht, diesem bedauernswerten Mensch, Herr Vogt, seinen dringenden Wunsch und Wille, aus dem Leben scheiden zu verwehren?

    Den Freitod zu wählen, sollte m. E. in der Schweiz ein Menschenrecht sein.

    Den Freitod mit EXIT betrachte ich als ein sehr humane und würdiges Abtreten – hat auch etwas Feierliches an sich.

    EXIT prüft die Sterbewilligen über einen gewissen Zeitraum, um Affektentschlüsse auszuschliessen. Ferner ist die Urteilsfähigkeit des Kandidaten eine Bedingung. Und anderes mehr.
    http://www.ex​it.ch

    Fragen ob damit Steuergelder gespart werden und dergleichen, sind keine Argumente.

    Gefängn​isbedingungen sollten niemals deswegen geändert werden.

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    • Oktober 12, 2018

      Sich umbringen lassen soll ein Menschenrecht sein, Herr Hofer?
      Wenn es dies wäre, so wäre es doch auch ein Menschenrecht auf die Welt zu kommen!

      Da soll es aber dann ein „Menschenrecht“ sein, abgetrieben zu werden. Und davor ist es wohl ein „Menschenrecht“, bereits als Fötus oder als Embryo genetisch manipuliert zu werden und danach ein „Menschenrecht“ zu bestimmen welches Geschlecht man hat?

      Wenn etwas wirklich KEIN Menschenrecht ist, dann das Herumpfuschen am Leben an sich!

      Und nicht zuletzt deswegen braucht es ein „JA zur Selbstbestimmungsinit​​iative“, damit uns nicht durch fremdes Recht solche willkürlichen und unmenschlichen „Menschenrechte“ auch noch vorgeschrieben werden.

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    • Oktober 12, 2018

      Daran wage ich nicht einmal zu denken, an genetisch manipulierte menschliche Wesen. Wie widerlich, Herr Knall.

      Wenn es um die Selbstbestimmungsinit​iative geht, bin ich natürlich voll dabei.

      Und wenn es um das Recht geht, selber bestimmen zu dürfen, ob man weiterleben will oder nicht, geht es um ein Stückchen Freiheit, die ich mir nicht von der Kirche oder anderen Institutionen nehmen lassen will.

      Dies sollte ein Menschenrecht sein.
      Und eben auch ein Selbstbestimmungsrech​t, wie Sie es ja ebenfalls anstreben.

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  • Oktober 30, 2018

    Den Freitod oder Selbst-Mord grundsätzlich als Menschenrecht zu deklarieren, geht mir persönlich zu weit. Herr Hofer vergisst dabei vielleicht, dass die meisten Sterbewilligen ein Umfeld haben, ev. auch Familie, die mit dieser Entscheidung leben und klarkommen müssen.
    Dem Menschen werden von der Natur keine Rechte in die Wiege gelegt, nur Chancen! Dem einen mehr dem anderen weniger. Der Freitod als einfache Lösung per Rechtsanspruch, ist für mich daher komplett die falsche Botschaft. Den Leben heißt in erster Linie immer noch, Überleben! Darin liegt nun mal der Sinn des Ganzen… Wer sich vor seinem Leben lieber drücken will, kriegt dafür nicht meinen Segen. Das muss er schon mit sich selbst ausmachen.

    Sterbeh​ilfe für schwärst Kranke ohne Chance auf Heilung hingegen, ist ein anderes Thema. Man kann persönlich für oder gegen Sterbehilfe sein, aus welchen Gründen auch immer.
    Aber gesellschaftlich ist sie akzeptiert. Und wer je einen Menschen langsam vor sich hin sterben sehen hat, weiß wahrscheinlich warum.
    Wieso sollten wir Sterbehilfe bei Gefangenen und Verwahrten, dann nicht genauso erlauben wie bei jedem Anderen auch? Unter den selben Voraussetzungen. Ich sehe Nichts was dagegen spricht. Die EMRK ja wohl sicher auch nicht?

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    • Dezember 20, 2018

      “Den Freitod oder Selbst-Mord grundsätzlich als Menschenrecht zu deklarieren, geht mir persönlich zu weit.”

      Natürlich müssen Sie es nicht gut finden, wenn jemand sich umbringt, Frau Stutz. Dennoch gehört auch dieses Recht zur Selbstbestimmung aller Menschen. (Mein Text steht oben.)

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  • Dezember 20, 2018

    Selbsttötung ist tatsächlich ein Menschenrecht, Frau Sägesser, gilt also auch für Gefangene. Das Bundesgericht schützt dieses Recht:

    “Das schweizerische Bundesgericht hat in einem Urteil vom 3. November 2006 (2A.48/2006/2A.66/200​6) den Suizid neu als ein Menschenrecht formuliert: „Zum Selbstbestimmungsrech​t im Sinne von Artikel 8 EMRK (sc. Europäische Menschenrechtskonvent​ion) gehört auch das Recht, über Art und Zeitpunkt der Beendigung des eigenen Lebens zu entscheiden; dies zumindest, soweit der Betroffene in der Lage ist, seinen entsprechenden Willen frei zu bilden und danach zu handeln“.” (Wikipedia)

    In der Schweiz muss jedoch suizidwilligen Personen kein rezeptfreier Zugang zum tödlich wirkenden Mittel Natrium-Pentobarbital​ ermöglicht werden, sagt der EGMR.

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