1. Finanzen & Steuern

Externe Berater belasten die Bundeskasse

Ich bin Deut­scher Staats­an­gehö­ri­ger​​ (Nähe Ba­sel, Schaff­hau­sen, Flücht­ling aus dem frühe­ren DDR-­Ber­lin.) Ich bin alt und habe schon lange keine Am­bi­tio­nen mehr. In­des­sen kann ich schrei­ben was ich will, ohne mich vom Fett­näpf­chen zu fürch­ten.

Alljährl​ich immer dasselbe Entsetzen durch die Medien, über die Belastung der Bundeskasse durch externe Beraterhonorare. Die NZZ am Sonntag kritisiert den Aufwand scharf. Den Link finden Sie am Ende dieses Blogs. Desgleichen Reto Lipp in der Sendung Ecco vom letzten Montag mit dem Chef der SBB, Andreas Meyer.

Da gab es einmal einen Schweizer Bundesrat. Sein Name, Christoph Blocher. Nicht dass ich ihn besonders mag, nein, definitiv nicht. Ich glaube nicht daran, dass er beliebt sein möchte. Aber etwas muss ich diesem Mann zugestehen. Er ist ein begnadeter Stratege. Nach 3 oder 4 Jahren sagten die hochmütigen Schweizer, jetzt ist genug und wählten ihn nicht mehr.

Man kann jetzt sagen, Blocher sei selber schuld. Ja, das stimmt. Hat er doch verschiedentlich das Kollegialitätsprinzip​​ missachtet, und sich manchmal ein Lausbubentrickli geleistet, z.B. auf den Abstimmungsknopf seiner abwesenden Nachbarin gedrückt. „Versehen“, wie er sagte…

Aber der Hauptgrund seiner Abwahl war ein anderer – ein Grund der keine Partei wahrhaben will, weil er jeder wichtigen Regierungspartei irgend etwas vorwarf. Und fast in alle Aemter seine Nase steckte.

Blocher hat damals die Arbeit gemacht die heutzutage die externen Berater verrichten – mit ungeheuren Honoraren, versteht sich. Blocher hat das sozusagen gratis erledigt. Nachteil, er war eben nicht extern. Deshalb der Frust in den Parteien.

SBB (Dir. Benedikt Weibel SP) Hat er transparentere Rechnungsabschlüsse verlangt.

Bundesamt für Sozialversicherungen (Ruth Dreifuss SP/ Pascal Chouchepain FDP) Desgleichen

Bundesamt​​ für Flüchtlinge, Departement Blocher Desgleichen

Bundesamt​​ für Messwesen hat Blocher ein Oekonom einem Physiker als Direktor vorgezogen.

Blocher stiess die Aktienrechts-Revision​​ an.

Und vieles mehr….

Durch die Nichtwiederwahl verzichtete man grosszügiger Weise auf Blochers Dienste.

Als Blocher gegangen war, fragte man fragte man sich, wie weiter.

Die Lösung: Man nimmt Externe in Anspruch.

Diese sind nicht weniger unbequem, aber sie sind teuer und weil es externe Spezialisten sind glaubt man ihnen. Sie sind zwar teuer, und was teuer ist, muss auch gut sein.

http://www.nz​​z.ch/nzzas/nzz-am-so​n​ntag/dienstleistung​en​-von-privaten-firm​en-​externe-berater-b​elas​ten-bundeskasse-​ld.12​2347

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Comments to: Externe Berater belasten die Bundeskasse
  • Oktober 18, 2016

    Herr Franz Krähenbühl
    Ein Physiker ist ein Mathematiker, welcher die Natur als Grundlage versteht. Ein Ökonom, hat m.E. auch Mathematik im Kopf, jedoch zum Orakel umfunktioniert. Der Ökonom ist für mich der verlängerte Arm der Wirtschaft.. mit Bildung aus der dämlichsten Denklehre (keine Wissenschaft). Herr Blocher ist ein Mann der Wirtschaft. Ein Schelm der denkt…..!

    Die auswärtigen Berater (Orakel?) sind zusätzliche Arbeitsplätze (Kaufkraft), welche man selber nicht anbieten darf (Budget?). Auswärtige Berater sollten die Betriebsblindheit vermeiden und bessere Ergebnisse liefern als man es von den eigenen Leuten (fachliche Kompetenz) erwarten kann. Die Leistung zum Wohle der Bevölkerung, ist für mich zentral und nicht das Geld, weil Geld ist Mittel zum Zweck und kann bedarfsgerecht und unendlich geschöpft werden.

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    • Juli 19, 2021

      Ja Herr Bender, jetzt machen Sie bitte wirklich mal einen Punkt!

      “Herr Blocher ist ein Mann der Wirtschaft. Ein Schelm der denkt…..!”

      Herr Blocher ist primar mal, bodenständig, nicht ganz blöd, sehr pragmatisch und zufällig ein sehr erfolgreicher Unternehmer. Also all das was ihre Oekonomen eben nicht sind… 😉
      Er hat in der kurzen Zeit im BR Millionen von Steuergeldern eingespart weil er sein Departement “ausgemistet” hat. Gross war der Aufschrei im Bundeshaus! Weil ein paar Bundesangestellte, entlassen wurden….

      Ich kann mich noch gut an seine Antwort erinnern! Kennen Sie, sie auch?!

      ” Auswärtige Berater sollten die Betriebsblindheit vermeiden und bessere Ergebnisse liefern als man es von den eigenen Leuten (fachliche Kompetenz) erwarten kann.”

      Die Betonung liegt auf sollten…. Insbesondere bei IT Projekten, lassen sich die fachlich inkompetenten Verantwortlichen, jeweils für zig Millionen STEUERGELDER über den Tisch ziehen…. und merken nach Jahren, dass das ganze Projekt nichts taugt! Kümmert aber keinen, solange es nicht publik wird und man es nicht aus dem eigenen Sack bezahlen muss!
      Weil, “Geld ist Mittel zum Zweck und kann bedarfsgerecht und unendlich geschöpft werden. ” Ganz genau, das sagt sich sicher auch Herr Meyer von der SBB! Seine Gelddruckmaschine heisst übrigens Doris!

      Nicht ganz einverstanden bin ich mit unendlich… den wie die Bäume im Wald aus denen wir das Papier für die Noten machen, wachsen auch Steuerzahler zwar immer wieder nach, aber im Fall auch relativ langsam …! Blocher hat im Gegensatz zu Ihnen Herr Bender wenigstens begriffen, dass der Steuerzahler der seinen überbelegten Haufen finanzieren muss, das Geld zum Leben eben nicht einfach unendlich irgendwoher schöpfen kann, sondern sich jeden Stutz verdienen muss!

      Auswertigen (selbstlosen?) Berater müssen das auch, aber offenbar eben nur, wenn der Auftraggeber “Blocher” heisst!

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    • Juli 19, 2021

      Frau Elsi D. Stutz

      Ich bin kein Ökonom. Ich habe einfach nach meiner Pensionierung, meine Gedanken, auf das Geldsystem fokussiert! Dabei habe ich einige Ungereimtheiten festgestellt, welche ich schon mehrfach beschrieben habe.
      Auch habe ich den Mythos vom Begriff Steuerzahler ausgemistet, weil die zugeordnete Staatsquote im Gegenwert der Arbeit/Leistung enthalten ist. Wie alles andere auch. Sie sind auch Brotzahler? Der Bäcker gibt aber sein Geld auch in den Geld- und Wirtschaftskreislauf.​

      Verstehen Sie den Unterschied von Sparen und Einsparung im Kontext mit der Wirtschaftsleistung.

      Blocher hat Einsparungen vorgenommen, ist seit dem Ihr Nettowert des Einkommens gestiegen. Bei mir nicht.

      Es ist alles nur ein Spiel. Ohne Geld keine Wirtschaft, wichtig bleibt, dass die Menschen ein ordentliches Auskommen als Gegenwert Ihrer Arbeit erhalten. Alles andere ist doch Pipifax.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Rainer Selk

      Wie viel Sachlichkeit darf ich aus Ihrem “Fachwissen” entzaubern?

      Herr Selk als externer Berater, sollten Sie sich eigentlich für Ihre Fähigkeiten stark machen und nicht nur mit einfältigen Sprüchen glänzen!

      Herr Blocher war Finanzchef (Buchhalter) bei Ems. Fragen Sie die SBG, wie sein Werdegang möglich gemacht wurde.

      Ich habe das Geldsystem beschrieben. Wenn Sie daraus eine nicht verstandene Geschichte machen, so gehört ein solches Denken, vermutlich in die Kompetenz eines Unternehmensberaters.​

      Die Kreditverantwortliche​n haben die Wirtschaft, mit Geld versorgt. Sie haben davon mit Beratung, welche gut ausgebildete Fachleute eigentlich nicht brauchen, profitieren dürfen.

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