1. Ausländer- & Migrationspolitik

Flüchtlingsnot-was macht das mit mir, was mache ich damit?

Noch nie schien die Flüchtlingsnot so gross. Er­trin­kende Men­schen, ver­hun­gernde Kin­der, son­nen­ver­brannte Ge­sich­ter sehen wir täglich in Zei­tun­gen und Fern­se­hen. Manch­mal und zu­neh­mend häufiger auch ver­wirrte und überforderte Men­schen aus frem­den Ge­gen­den bei uns auf den Stras­sen. Wie kann eine ganz­heit­li­che in­te­grale Ant­wort aussehen?
Ich fühle mich pri­vi­le­giert in mei­ner be­que­men Wohn­si­tua­tion mit mei­nem leich­ten Übergewicht – die­ses Un­gleich­ge­wicht macht mir zu schaf­fen, be­un­ru­higt und blo­ckiert mich. Ich will nichts mehr davon hören und se­hen. Es geht mir ähnlich, wie auf der Reise in In­dien, wo die hun­gern­den und ster­ben­den Men­schen auf der Strasse mich be­elen­de­ten, bis ich mich ent­schloss, jeden Mor­gen 1/10 mei­nes täglichen Rei­se­bud­gets den Bett­le­rIn­nen zu ge­ben. Nach die­ser Ent­schei­dung im Rah­men mei­ner Gren­zen, konnte ich bes­ser mit dem sicht­ba­ren Elend leben.
Wich­tig ist es, sich auf das Thema ein­zu­las­sen. Es nicht mehr aus Überforderung weg­zu­schie­ben. In sich hin­ein zu spüren und wahr­zu­neh­men, was diese Bil­der und In­for­ma­tio­nen mit mir ma­chen, ihnen nicht mehr aus­zu­wei­chen. Viel­leicht mit den Gefühlen, die die­ses Thema ausgelöst haben in die Stille zu ge­hen, zu me­di­tie­ren oder zu beten oder im „cercle de silence“ für eine faire Flüchtlings- und Asyl­po­li­tik einzustehen.
Wir können einen be­stimm­ten Teil un­se­rer Zeit mit Flüchtlingen und Asyl­su­chen­den tei­len um sie in un­se­rer Kul­tur will­kom­men zu heis­sen, um un­sere Fähigkeiten mit ihnen zu tei­len.

Ich kann Kleider oder Geld an seriöse Organisationen spenden – in einem von mir definierten Rahmen.

Gesellschaftlich können wir in unserer Gemeinde oder unserem Quartier anregen, eine faire Flüchtlingspolitik zu gestalten, analog der vorbildlichen Gemeinde Arlesheim, wo sich bezahlte Aufgaben für diese Menschen finden, und wir können ihnen mit Spendenaktionen für Kleider und Spielzeuge weiterhelfen. www.arlesheim.ch
Das Elend das ich sehe, kann ich nicht lösen, aber ich kann dadurch lernen zu teilen; meine Zeit, meine Fähigkeiten, mein Geld oder gesellschaftliches Engagement – in dem von mir bestimmten, mir zuträglichen Ausmass. So komme ich aus der Blockade heraus und werde anteilnehmend und ruhig!

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