1. Sonstiges

Flüchtlingspolitik:Wo​ bleibt die gesamtheitliche Diskussion?

Die Flüchtlingsströme sind bedrückend. Ich bin froh und dankbar, wenn die Flüchtlinge in der Schweiz Zuflucht finden können. Ich wünsche mir, dass sie ihre Zeit hier wertschöpfend nutzen können. Asylanten sollen die Möglichkeit erhalten, einen Beitrag zu ihrem Lebensunterhalt zu leisten und später mit wertvollen neuen Kompetenzen in ihr Heimatland zurückkehren zu können.
Bei der aktuellen Diskussion geht häufig ein aus meiner Sicht bedeutender Aspekt vergessen: Wir dürfen nicht ignorieren, was die Ursachen der Migration sind. Häufig stehen am Anfang der Konflikte Rohstoffabbau oder klimatische Bedingungen, welche sich gerade durch den Klimawandel noch verstärken werden in den nächsten Jahren. Wir müssen unser Konsumverhalten hinterfragen! Wenn wir von fossilen Brennstoffen unabhängig werden, schicken wir nicht nur mehrere Milliarden Franken weniger ins Ausland, sondern reduzieren auch unsere moralische Verantwortung. Die Schweiz hat ihr Erdöl zu einem grossen Teil aus Libyen bezogen. Unter Gaddafi kam 70% des Nationaleinkommens aus dem Export von Erdöl und Erdgas. Krieg um Religion ist schwer nachvollziehbar. Verständlicher ist Krieg um die Verteilung von potentiellen 20-40 Mrd. USD/Jahr aus dem Geschäft mit fossilen Brennstoffen. 
Deshalb: Ja zur Energiewende, ja zur lokalen Wertschöpfung und ja zu einem Leben nicht auf Kosten anderer Länder!
 
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Comments to: Flüchtlingspolitik:Wo​ bleibt die gesamtheitliche Diskussion?
  • September 8, 2015

    Frau Lüthi

    Auch ich bin für einen sinnvollen Umgang mit Energiequellen und sicherlich auch für das Umdenken der Menschen. Kann aber nicht ganz nachvollziehen, wie Sie hier die Flüchtlingswellen mit einer Energiewende verbinden.

    Wenn wir weniger oder kein fossilen Brennstoff mehr aus diesen Ländern beziehen würden, verlieren tausende Menschen in diesen Regionen ihre Arbeit und erhielten somit noch weniger die Möglichkeit ihr Einkommen zu beschaffen.

    Es ist sehr wohl richtig, dass unsere Geldmaschinerie diese Ländern in grösstem Masse ausbeutet, aber auch das hat wiederum nicht viel mit den Flüchtlingen zu tun. Die heute destabilisierte Situation im Land Syrien z.B. ist hauptsächlich der Machtgehabe von Staaten zuzuschreiben. In diesem Falle grösstenteils der USA, welche dies erneut zum Anlass nimmt die Muskeln gegenüber Russland spielen zu lassen.

    Was auch einfach immer wieder vergessen wird, in welchem Masse eine Verinternationalisier​ung, immer mehr freien Zugang zu Märkten den multi-Internationalen​ Konzernen die Möglichkeit schafft, immer schneller und effizienter solche Märkte auszubeuten.

    Solan​ge uns dem Volk die Geldgeilheit immer mehr als Grundlage im Leben präsentiert wird, wird der Aufruf zum Umdenken nur bei wenigen ankommen.

    Zudem – Wir vergessen, dass diese Geldmaschinerie, insbesondere auch Banken, nicht interessiert sind an einem effektiven Weltfrieden oder der von Ihnen präsentierten Umdenkens. Sie verdienen mit der heutigen Situation tausende von Mia. Dies auf dem Leid von Menschen.

    Solange wir auf der Welt nicht erkennen, dass unser Denken sehr wohl Global sein sollte, aber das Handel regional, wird sich kaum etwas ändern. Dies kann oder könnte man aber auch nur erreichen, indem man schnellstmöglichst die Staaten wieder eigenständig macht, diese Globalisierung unterbindet und den Banken endlich das Ruder aus der Hand nimmt, die Welt zu beherrschen.

    So könnte man regional die einzelnen Staaten dahin führen, dass Sie ein eigene Wirtschaft aufbauen könnten und sich nicht an die West-Staaten verkaufen würden. Solange man aber glaubt z.B. mit einer EU und einer solchen angeblich regulierten Staatsvereinigung würde man den einzelnen Staaten helfen, hat noch nicht erkannt, dass schon heute innerhalb der EU einzelne Regionen komplett ausgetrocknet werden. Sich alles immer mehr ins Zentrum Deutschland verlagert, welche immer mehr zu einer Weltmacht werden möchte, und diese mit allen Mitteln. Auch auf Kosten von Menschen und deren Leid.

    Der Mensch in diesem ganzen Gebilde ist nur noch ein manipuliertes Werkzeug, welches aufgrund seiner Möglichkeiten seinen “besten” Weg sucht. Viele in der Schweiz könnten uns eine regionale Versorgung und dessen höheren Preis sicherlich bezahlen. Aber wenn wir in die EU-Staaten blicken wirds das bereits schon schwieriger.

    Es gibt nach meiner Meinung somit nur einen Weg – Global denken, aber regional Handeln – Die “Macht” zurück in die Regionen und deren Vielfalt nutzen um mit regulierten Staatsverträgen die Kontrolle in der eigenen Region erhalten.

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