1. Sonstiges

Für professionelle Menschlichkeit in der Flüchtlingskrise

Unser Boot ist noch lange nicht voll! Seien wir an­ge­sichts der rie­si­gen Flücht­lings­not nicht hart­her­zig, son­dern mensch­lich! Lasst uns nicht ver­ges­sen, dass auch un­sere ei­ge­nen Vor­fah­ren immer wie­der wegen Hun­ger, Armut oder Krie­gen ge­zwun­gen wa­ren, in fremde Län­der aus­zu­wan­dern. Un­sere flüch­ten­den Vor­fah­ren – sie wären heute ty­pi­sche Wirt­schafts­flücht­l​inge – waren dank­bar für gute Auf­nahme in der Frem­de. – Heute genügt es aber nicht, am Bahn­hof ein „Wel­co­me“-­Pla­kat in die Luft zu re­cken und den Ankömm­lin­gen eine Win­del­pa­ckung samt Blüm­lein in die Hand zu drü­cken oder der Glücks­kette Fr. 50.- zu spen­den. Die Be­wäl­ti­gung der Flücht­lings­krise muss von allen in­vol­vier­ten Krei­sen, näm­lich Staat, Ge­mein­we­sen, Kir­chen und Re­li­gi­ons­ge­mein­​schaf­ten sowie so­zia­len Or­ga­ni­sa­tio­nen ge­mein­sam se­riös und auf lange Frist ge­plant und um­ge­setzt werden. Dabei sind die Las­ten fair zu ver­tei­len: na­tio­nal und in­ter­na­tio­nal. – Gleich­zei­tig soll die in­ter­na­tio­nale Ge­mein­schaft aber nicht vor ge­eig­ne­ten Mass­nah­men zurück­schre­cken, um die­je­ni­gen in die Schran­ken zu wei­sen, die das Flücht­lings­elend ver­ur­sa­chen, oder denen das Hand­werk zu le­gen, die sich am Flücht­lings­elend scham­los be­rei­chern. Eu­ropa – und die Schweiz mit­ten­drin – ist schon im ei­ge­nen In­ter­esse in der Pflicht, die be­trof­fe­nen Staa­ten und Re­gio­nen so auf­zu­bauen und zu ent­wi­ckeln, dass deren Ein­woh­ner dort blei­ben und ebenso er­füllt leben kön­nen wie wir bei uns. Hier­für soll die Schweiz ihre guten Dienste leis­ten und die nöti­gen Fi­nan­zen be­reit­stel­len. Denn wir wer­den so oder so zu Kasse ge­be­ten.

Peter Theiler CVP ZH Liste 7

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Comments to: Für professionelle Menschlichkeit in der Flüchtlingskrise
  • September 28, 2015

    @ Peter Theiler,

    1. Ihre guten Absichten in Ehren, aber Sie scheinen auf dem hier von Ihnen angesprochenen Gebiet “Menschlichkeit in der Flüchtlingskrise” doch noch recht naiv zu sein. Sorry, hier einige Beispiele;

    2. Saud-Arabien, Katar, Kuwait, alles mit Öl gesegnete Staaten, nehmen z.B. überhaupt keine “Flüchtlinge”, ihre Religionsbrüder auf, finden Sie das i.O. ?

    3. Dafür will Saudi-Arabien 200 zusätzliche Moscheen Bauen allein in Deutschland, in Basel-Stadt hat Saud-Arabien bereits eine gebaut & in Betrieb genommen.

    Quelle;

    http://bazonline.ch/​ausland/europa/hunder​te-fluechtlinge-legen​-autobahn-nach-budape​st-lahm/story/2719499​3

    4. Golfstaaten sollten sich schämen;

    Quelle;
    http://bazonline.ch/a​usland/naher-osten-un​d-afrika/Die-Golfstaa​ten-sollten-sich-scha​emen/story/19509312

    5. Es kommen überwiegend junge, kräftige Männer, die dann jahrelang (Eritreer zu 92 %) i.d. Sozialhilfe
    hängen bleiben, herumlungern zu L. der Kantone & Gemeinden, deren Steuerzahler.
    Proble​me sind vorprogrammiert, wie z.B. Klein-Kriminalität bis zu Vergewaltigungen unserer Frauen. Schweden hat in Europa am meisten “Flüchtlinge/Migrante​n” aufgenommen, wie es Ihnen anscheinend in verblendeter Mildtätigkeit vorschwebt, dafür haben sie in Schweden jetzt weltweit die meisten Vergewaltigungen. Nur Südafrika steht ihnen noch vor dem 1. Rang. Und Sie muten dies auch der Schweiz zu, oder halten Sie die Schweiz auch diesbezüglich für eine Insel der Seeligen ?;

    Quelle;
    http:/​/de.gatestoneinstitut​e.org/5223/schweden-v​ergewaltigung

    6. Islamisten bedrohen Christen sogar noch in Flüchtlingsheimen in Europa;

    “Natürlich​ bringen Flüchtlinge auch ihre eigenen Konflikterfahrungen mit, zum Beispiel zwischen Schiiten und Sunniten oder Christen und Muslimen”, erklärt der renommierte Migrationsforscher und Historiker Klaus J. Bade. Er verlangt für die anstehenden Integrationsfragen gesellschaftspolitisc​he Visionen und zukunftsorientierte Konzepte. Auch er fordert ein verstärktes Leitbild, mit dem sich die Deutschen, aber auch die Flüchtlinge identifizieren können – und müssen. “Das ist der Preis, den jeder Zuwanderer zahlen muss, der in Deutschland leben will.” Bade fordert an den Integrationskurs angegliederte Orientierungshilfen, die zugeschnitten sind auf das jeweilige Herkunftsland.

    Chr​isten und Jesiden sind am häufigsten in Gefahr

    “Häufig geht die Aggression von Afghanen oder Pakistanern aus, sie sind oft noch islamistischer als manche Syrer und Iraker”, sagt Max Klingberg von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte, seit 15 Jahren in der Flüchtlingsbetreuung aktiv.

    Er geht davon aus, dass die Gewalt in den Asylunterkünften weiter zunehmen wird.

    “Wir müssen uns von der Illusion befreien, dass alle, die hier ankommen, Menschenrechtsaktivis​ten sind. Unter den jetzt Ankommenden ist ein nicht kleiner Anteil in seiner religiösen Intensität mindestens auf dem Niveau der Muslimbrüder.”

    Que​lle;
    http://www.welt​.de/politik/deutschla​nd/article146919471/I​slamisten-bedrohen-Ch​risten-in-Fluechtling​sheimen.html

    Mensc​hlichkeit in Ehren Herr Peter Theiler, aber man kann auch das GUTE wollen und das BÖSE bewirken (vgl. Mephisto in Goethes Faust). Ich bitte dies immer zu bedenken, vor diesbezüglichen Schnellschüssen, die dann nur noch schwer, wenn überhaupt noch zu korrigieren sind.

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    • Juli 19, 2021

      @ Herr Theiler, Ja es gibt auch welche, die sich an den “Flüchtlingen/Armutsm​igranaten” masslos bereichern, indem sie Einheimische aus ihren Wohnungen schmeissen, Migranten rein für teures Geld.

      Paradoxum; Man produziert damit doch “einheimische Wohnungs-Flüchtlingen​” im eigenen Land:

      Quelle;
      htt​p://de.gatestoneinsti​tute.org/6590/migrant​en-wohnungen

      A. Der Bund hat i.d. Schweiz ja bereits auch die Kantone und die Gemeinde kalt “enteignet”, deren Souveränität insofern beschnitten, als gegen ein vom Bund verfügtes “Flüchtlingszentrum” keinerlei Baueinsprache mehr geführt werden kann.

      B. Der Bund bestimmt die Aufnahmezahl, später schiebt er die Kosten einfach an die Kantone und die Gemeinden weiter.

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  • September 29, 2015

    Guten Tag Herr Hottinger
    Ich danke Ihnen für Ihre wertvollen HInweise. In der Tat scheint es das Schicksal oder – oder doch die Chance? – von uns Menschen zu sein, das Gute zu wollen und das Böse zu bewirken. Nur sollte uns dieses Risiko nicht davon abhalten, das Gute zu versuchen und das Richtige zu tun! – Genau besehen finden Sie meine Antwort im Titel meines Blogs: Professionelle Menschlichkeit soll gerade die Schnellschüsse verhüten, vor denen Sie uns so eindringlich warnen. Darin stimmen wir überein. – Beste Grüsse, Peter Theiler

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  • September 30, 2015

    Es gibt solche und andere Flüchtlinge.
    Solche die in ihrer Heimat tatsächlich bedroht sind und andere welche nur das System der “Wohlstandsländer” ausnützen wollen um vom Wohlstand anderer Länder profitieren zu wollen ohne jemals einen Beitrag daran geleistet haben.

    Zu denken geben sollte eine Rede von dem saarländischen Innenminister Klaus Bouillon:

    http://d​eutsche-wirtschafts-n​achrichten.de/2015/09​/30/innenminister-saa​rland-ungeordnete-wil​de-asyl-stroeme-durch​-deutschland/

    Man muss sich überlegen, wie viele Flüchtlinge (sofern es denn überhaupt ALLE welche sind) für ein Land verantwortbar sind.
    Spätestens dann wenn die Einheimische Bevölkerung Haus und Wohnung für Flüchtlinge räumen muss wird es unverantwortbar:

    h​ttp://www.20min.ch/sc​hweiz/zentralschweiz/​story/Wohnung-weg-weg​en-Fluechtlingen-2631​9718

    Auch frage ich mich, warum nicht gefordert wird dass die USA Flüchtlinge aufnehmen müssen.
    Wie war das mit dem arabischen Frühling, dem Irakkrieg etc. wieso haben wir jetzt so grosse Flüchtlingsströme wo doch alles besser als vorher sein sollte ohne Gaddafi & Mubarak etc.

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    • Juli 19, 2021

      Guten Morgen Herr Huber
      Sie haben vollkommen recht. Gerade das meine ich auch mit “professioneller” Menschlichkeit, im Gegensatz zu einer bloss emotional motivierten Aufwallung, die nur wenige Tage anhält.
      In Wirklichkeit sind ja die Konflikte, welche derartige Flüchtlings- oder Migrationsströme auslösen, ein globales Problem. Deshalb muss die Lösung – auch – auf internationalen Ebenen gesucht werden. Aber bekanntlich dauert das sehr lange. Schauen Sie nur den letzten Uno-Gipfel an. – Deshalb müssen wir heute und in nächster Zeit sinnvolle und wohlüberlegte – Sofortmassnahmen treffen, welche Bedenken wie den Ihren Rechnung tragen, immer im Hinblick auf eine langfristige Globallösung.
      Beste Grüsse, Peter Theiler

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