1. Wirtschaft

Generationenvertrag sichern

In der Schweiz wer­den wir we­ni­ger, immer mehr Men­schen leben al­lein, viele junge Men­schen drängt es vom Land in die Städte, die Zahl der Pflegebedürftigen steigt, der Wirt­schaft feh­len Arbeitskräfte. Und dabei wer­den wir immer älter und älter.

Die An­zahl der Rent­ne­rin­nen und Rent­ner wird sich in der Schweiz im Verhältnis zu den Erwerbstätigen bis 2050 ver­dop­peln. Dies stellt nicht nur die fi­nan­zi­elle Si­che­rung der So­zi­al­werke und das Ge­sund­heits­we­sen vor rie­sige Her­aus­for­de­run­ge​n, son­dern führt auch zu tief­grei­fen­den Umwälzungen auf dem Arbeitsmarkt.

Wertvolle ältere Arbeitskräfte

Umso alarmierender ist die Tatsache, dass heute zahlreiche betriebliche und sozialpolitische Regelungen bestehen, welche die Erwerbstätigkeit für ältere Menschen immer unattraktiver macht. Das können wir uns nicht leisten: Die Produktivität und die Wertschöpfung unserer Volkswirtschaft können in Zukunft nur unter vollwertigem Einbezug der älteren Menschen gesichert werden. Zudem basiert unsere Altersvorsorge weitgehend auf dem Faktor Arbeit. Soziale Sicherheit kann nur gewährleistet werden, wenn genügend Erwerbsarbeit geleistet wird. Obwohl die Schweiz im internationalen Vergleich gut dasteht, muss die Partizipation der älteren Arbeitnehmer erhöht werden.

Miteinander der Generationen

Wir verlangen vom Bundesrat eine Strategie, um diesen demografischen Herausforderungen in den nächsten Jahrzehnten gewachsen zu sein und um den Generationenvertrag auch langfristig zu sichern. Wir wollen ein Miteinander der Generationen: Sei es im Arbeitsmarkt, in der Gesellschaft oder in der Politik.

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
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Comments to: Generationenvertrag sichern
  • Oktober 6, 2013

    Frau Schneider-Schneiter stellt hier nur einen Zustand fest, ohne sich
    detaillierter festzulegen, was zu tun sei. Die Partizipation der älteren
    Arbeitnehmer​ zu erhöhen liegt schwerlich in der Macht der Politik; diese
    hätte höchstens einen geringen Einfluss, wenn sie eine Propaganda an die
    Unternehmer lanciert, einhergehend mit der Schaffung steuerlicher
    Anreize. Der Bundesrat ist schon vom Pflichtenheft her zu den gebotenen
    Strategien aufgefordert, und dies braucht ihm gar nicht erst nochmals
    auferlegt zu werden. Die Autorin äussert sich hier rein deklamatorisch
    (“Wir verlangen…Wir wollen…”), um zu demonstrieren, dass man aktiv
    besorgt sei, und ergeht sich damit bloss in Eigenwerbung

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  • Oktober 6, 2013

    Durch diesen Wandel in unserer Gesellschaft stellt sich doch die Frage, wie dies auch finanziert wird. Es gibt durch die demographische Entwicklung, mehr Pflegefälle und mehr Fälle chronischer Krankheiten. Das heisst somit auch, wir werden nicht immer älter wir werden auch immer ‘kränker’. Das Armutsrisiko ist bei Kindern und Müttern mittlerweile höher als bei Rentnern.
    Nach einer Umfrage glauben auch die Studentinnen und Studenten, dass sie es schwerer haben werden und vor grösseren Herausforderungen stehen werden als die Generation zwischen 55 – 70. Schliesslich war diese Generation im Schlaraffenland des Wirtschaftswachstums.​ (Kaum Arbeitslose)

    Jetzt ist es an meiner Generation, eine Lösung zu erarbeiten, wie die älter werdende Generation, eine Qualität erhält, die dem heutigen Standart entspricht.

    Dies ist nur möglich durch ein wirtschaftliches Wachstum im Gesundheitswesen. Die AHV wird in Zukunft auch gefordert werden. Mein Vorschlag ist ab einem Bruttolohn von 250’000 jährlich einen zusätlichen Abzug für die AHV/IV. Die Vorschläge, die ich bis jetzt gesehen habe, vorallem durch die Linke sind gefährlich und somit kontraproduktiv. (1:12, AHV-Plus-Initiative)

    Danke für den Beitrag

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    • Juli 19, 2021

      Herr Kneubühl

      – Krankheit nicht mehr in dem Ausmasse bewerben wie derzeit

      – für die Pflege bedurfte man vor einigen Jahren nicht Studium, Bachelor und. Co. das Gesundheitssystem funktionierte sogar besser als heute, weil Menschen im Mittelpunkt standen

      Vor allem bedarf es meiner Meinung nach: Mehr Augenmass, mehr Menschenverstand, mehr Menschenwürde, statt immer neuer Massnahmen (Bürokratien) und Werbung

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  • Oktober 6, 2013

    Frau Schneider-Schneiter: Ihre Text sehe ich gut über den Altersfürsorge in der vorsichtige Zukunft pessimistisch.
    Wie bereits in der obligatorische Pensionskasse zur zusätzliche Sicherheitsfonds für am Schweize Sozialwerke eingeführt.
    Damit wie beim Unterschriftssammlung​ noch in der Anlauf “AHV-Plus-Initiative​”
    diese Jahr benötigen…

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    • Juli 19, 2021

      Das sehe ich auch so Herr Matter.
      Wie sie schreiben gibt es die AHV-Plus-Initiative. Da bin ich dafür. Wie sehen Sie das Herr Matter ? Finden sie das eine gute Idee ? Unterschreiben sie die Initiative ??? Jede Unterschrift zählt !
      siehe http://ahvplus-initia​tive.ch/

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    • Juli 19, 2021

      Die AHV-Plus-Initiative ist ein weiteres “Zuckerwätteli” aus linker Küche. Man gibt mit der einen Hand, was man mit der anderen um ein mehrfaches wieder abholt, gerade bei den älteren Menschen, denn die fallen gerne auf solche Tricklis rein.

      Wenn man etwas für die AHV-Rentner tun will, Rentenbesteuerung aufheben, sowie endlich die Ehepaar-Rentenstrafe abschaffen.

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  • Oktober 6, 2013

    Frau Schneider-Schneiter sie haben zwar das Problem erkannt. Die Ursache dafür aber noch nicht gesehen.
    Durch die offenen Grenzen für Arbeiter ist das Prinzip von Angebot und Nachfrage für Arbeitskräfte aus dem Gleichgewicht geraten. Dieses Überangebot an Arbeitskräften hat dazu geführt, dass viele Arbeitskräfte von der Wirtschaft in unsere Sozialsysteme abgeschoben wurden. Dies hat auch den Nachteil, dass vermehrt gut ausgebildete Leute im Bereich der Sozialindustrie benötigt werden. Diese Arbeitskräfte fehlen dann in der Wirtschaft.

    Um die ganze Problematik zu entschärfen, gibt es eine einfache Lösung. Die Zuwanderung muss so gesteuert werden, dass die Arbeitslosenrate unter 1% zu liegen kommt. Wer nun sagt, dass dies nicht funktioniert, soll mal schauen wi hoch die Arbeitslose in dern 80er des letzten Jahrhunderts war. Dies führt dann dazu, dass wieder fast jeder gemäss seinen Fähigkeiten seinen Beitrag in der Arbeitswelt leisten kann.

    Erst wenn wieder alle Kapazitäten der in der Schweiz lebenden Bevölkerung genutzt werden, sollten andere Massnahmen in Betracht gezogen werden.

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  • Oktober 7, 2013

    Frau Elisabeth Schneider-Schneiter,

    Ich kann Ihnen nicht ganz folgen. Industrie und Gewerbe, also Private (KMU) sind in der Schweiz hauptsächlich für Jobs zuständig.

    Politik​, Parlament, Bundesrat sind gut beraten, möglichst wenig Gesetze zu erlassen, was die Wettbewerbsfähigkeit einschränkt.

    Sie gehören einer Partei an, welche laufend Errungenschaften zerstören will,…
    Zwar scheinen Sie zu bemerken, dass etwas nicht mehr stimmt, jedoch was es ist, zum Beispiel eine Mitschuld einer CVP, mit dem Linken Gedankengut, ist entgangen…

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  • Oktober 17, 2013

    Frau Schneider – Schneiter formuliert in ihrem Artikel die grossen Probleme, die uns schon jetzt und in Zukunft beschäftigen, hat aber leider nicht ansatzweise eine Lösung. Sie apelliert an die Gesellschaft mehr Solidarität zu zeigen. Es werden Lösungsvorschläge von BR gefordert und dann Vernehmlassungen. Der gemischte Ausschuss Bereich PFZ diskutiert schon seit Jahren bis zum Abwinken ohne dass echt griffige Lösungen und Massnahmen durchgestzt werden. Interessenskonflikte,​ Zielkonflikte! Durch dieses “Delegieren” gibt es keine Lösungen!! Sie meint mit ihren Äusserungen sicher auch mehr soziale Verantwortung der Unternehmer gegenüber älteren Arbeitnehmern. Förderung und Unterstützung aller über 40 jähriger Arbeitnehmer. Bei der 10-jährigen Vimentis – Jubiläums – Veranstaltung diskutiert sie an der Seite von Herrn George Sheldon für eine unbedingte Weiterführung der Personenfreizügigkeit​ (PFZ). Wäre sie gegenüber der PFZ sehr kritisch eingestellt – weil wir inzwischen wissen, dass sie bereits zu sozialen Problemen und sozialökonomischen Verwerfungen geführt hat – so würde sie auf der Seite von Thomas Minder und Prof. Reiner Eichenberger argumentieren, die an diesem Jubiläumsabend auch anwesend sein werden. Es wird einerseits das auf die Seite stellen von älteren Arbeitnehmern und das Missachten eines Generationenvertrags beklagt und andererseits wird den Unternehmern durch das EU-Personenfreizügigk​eitsabkommen (im Bilaterale1-Schmuddel​paket enthalten mit der Gujotineklausel, warum wurden die Abkommen dem Volk nicht einzeln vorgelegt?) viel leichter ermöglicht aus einem sehr grossen Arbeitnehmerpotenzial​ die lukrativeren 25 – 35 jährigen zu rekrutieren. Das führt inzwischen zu einer völlig unsolidarischen Selektion von sich bewerbenden Arbeitnehmern aus dem Aus- und Inland bei den Auswahlverfahren. Vergessen wird auch, dass sich Arbeitnehmer heute AKTIV per schnellem Internet in die hiesigen Stellenvermittler und direkt in Firmen in ALLE Branchen bewerben können. Es werden vielfach nicht Arbeiter aus dem Ausland geholt, wie viele Politiker u. Unternehmer es jeweils formulieren.

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