1. Sonstiges

Gesundheitswesen nicht verstaatlichen!

Das schwei­ze­ri­sche Ge­sund­heits­sys­tem​, das darf man bei aller Kri­tik auch ein­mal sa­gen, ist ex­zel­lent. Diese Aus­sage trifft vor allem auf die Qualität zu. Ich den­ke, dass es zudem kein zwei­tes Ge­sund­heits­sys­tem​ auf die­ser Welt gibt, dass diese Qualität für so grosse Teile sei­ner Bevölkerung zugänglichmacht wie hier in der Schweiz. Das wol­len wir natürlich er­hal­ten.

Dass diese Qualität auch ihren Preis hat ist klar. Wobei es nicht nur die Qualität ist die unsere Portemonnaies belastet. Es sind auch falsche Anreise und Ineffizienzen. Im Bereich Effizienz ist unser Gesundheitssystem deshalb (noch) nicht effizient. Dies liegt weniger an den Player im Gesundheitsmarkt selber – denn diese verhalten sich einfach regelkonform. Vielmehr ist es die Politik die falsche Anreize und vor allem auch viel zu viele Regulierungen schafft.

Erschrecken​d ist weniger diese Zustandsanalyse sondern viel mehr der Trend der vom Departement Berset vorangetrieben wird: noch mehr Saat, noch mehr Regulierung, noch mehr Koordination. Die Vorstellung, dass Menschen eigenverantwortlich handeln, findet sich kaum. Das Misstrauen gegenüber privaten Anbietern ist erschreckend und Worte wie „Konkurrenz” und „Markt” werden soweit es geht gemieden.

Hier gilt es dringendst Gegensteuer zu geben. Konkurrenz führt nicht „nur” zu mehr Effizienz und Effektivität sondern auch zu mehr Qualität. Die Patientinnen und Patienten müssen ein Wahlrecht haben und ihre Freiheit nicht verlieren. Dafür stehe ich ein.

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
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Comments to: Gesundheitswesen nicht verstaatlichen!
  • September 18, 2015

    Ob dieses System gut oder schlecht ist kann ich zum Glück nicht objektiv beurteilen.
    Aber was sehr gut beurteilen kann, sind die Kosten und diese laufen schon längst aus dem Ruder.
    Warum zahle ich jährlich mehr Prämien ohne eine Leistung in Anspruch zu nehmen ?
    Warum zahle ich jährlich mehr Prämien obwohl ich eigenverantwortlich eine höhere Franchise gewählt habe?
    Warum wird Eigenverantwortung bestraft?
    Warum kostet die teuerste Kasse in der Grundversorgung bis zu 100% mehr als die günstigste?
    Das sind die Fragen die mal geklärt gehören.

    Ein Bonus Malus System oder eine Fallbauschale sind längst überfällig.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Frischknecht

      Herr Stolz versteht die Entstehung, Funktion und Auswirkung unseres Schuldengeldsystems überhaupt nicht, sonst würde er nicht so dämlich manipulieren wollen! Wie steht bei Ihnen das Verständnis?
      Die Qualität hat überhaupt nichts mit der Art der Schuldengeldgenerieru​ng zu tun! Eine Grundversorgung hat der Staat sicherzustellen und nicht der Wirtschaft zum Spielen überlassen! Eine Einheitskasse mit Schuldengeldzirkulati​on über die Staatsquote (Steuern) und Wirtschaft wäre einzig im Sinne des Schuldengeldsystems! Die Kopfpauschale mit Zuschüssen für die Spitäler aus der Zuordnung der Staatsquote, ist eine Spielform der Ökonomen um wie so vieles, den Geist zu vernebeln und keine Transparenz zu schaffen! Die Politiker dürfen als Manipulatoren, wie Herr Stolz, mitspielen und ihr Unwissen zur “Schau” zu stellen! Bedenklich aber erfolgreich!

      Zu Ihren Fragen:
      1. Solidarität ist eine menschliche Komponente und ist in den Tarifen eingespeist
      2. Krankheit hat in wenigen Fällen etwas mit Eigenverantwortung zu tun. Im Umkehrschluss würde Ihre Postulat bedeuten, dass nur wer unverantwortlich handelt würde krank!
      3. Die Prämienunterschiede hätte das Volk mit der Einheitskasse schliessen können! Die Ökonomen und Politik konnte das Volk in die Irre leiten! Die Grundversorgung ist eine Aufgabe des Staates und muss die Auswirkung des Schuldengeldkreislauf​es berücksichtigen und nicht den Reichen helfen!

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    • Juli 19, 2021

      Schon das Wort Solidarität wird in diesem Land langsam über strapaziert.
      Zumal diese Antwort nicht erklärt warum die Tarife jährlich steigen,
      Der wahre Kostentreiber ist der einzelne echte Kranke sondern die Summe derer die wegen jedem Wehwehchen gleich zum Arzt rennen. Es kann doch wohl nicht sein, dass die Allgemeinheit für diese Kosten aufzukommen hat. Darum sollte jeder der einen Fall eröffnet auch einen Eigenanteil zahlen.
      Dieses ganze System läuft aus dem Runder, nicht zuletzt weil der Staat zu viel regulierend eingreift.
      Die viel beschworene Einheitskasse ist da keine Lösung. Im Gegenteil die Kosten würden noch mehr steigen, es ist eine traurige Erfahrung das Staatsbetriebe in Regel nicht kosten effizient arbeiten.

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    • Juli 19, 2021

      Willi Frischknecht
      Wollen Sie das Geld abschaffen, oder soll es zirkulieren?
      Sie kopieren die Vorbeter Denkfehler! Es ist die Aufgabe einer soliden Wirtschaft, den Schuldengeldgegenwert​ einer Arbeit so zu gestalten (im Binnenmarkt leicht möglich = Verstehen des Schuldengeldkreislauf​s ist die Voraussetzung!), dass man davon einen ordentlichen Lebensunterhalt bestreiten kann! Mit Kosteneinsparung wird Ihr zugedachten Schuldengeldnettogege​nwert nicht steigen! Schuldengeldkreislauf​ verstehen! Woher stammt Ihrer Meinung nach, der Ihnen zugeordnete Schuldenbruttogegenwe​rt Ihrer Arbeit/Leistung? Wie lautet Ihre Antwort?
      Die Ökonomen und Politik wären zur Wahrheit verpflichtet zum Wohl und nicht den Einzelnen Reich zu machen und die Bevölkerung in die Irre zu führen! Dabei helfen die Medien tüchtig mit!
      Nachdenken und hinterfragen! Ohne Ausgaben keine Einnahmen!
      Unser Wohlstand haben wir mit Schuldengeld (Kredite der Bankwirtschaft als Grundlage einer blühenden Wirtschaft) erarbeiten dürfen! Wo wäre der viel zitierte Fleiss geblieben, wenn wir dafür kein Schuldengeld erhalten hätten!
      Versuchen Sie das Geldsystem zu verstehen! Es könnte Ihren Geist bereichern und die richtigen Argumente liefern?
      Christentum​ = Nächstenliebe = Solidarität!

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    • Juli 19, 2021

      Herr Bender
      Kann nicht nachvollziehen was hier zusammen schreiben zumindest ist es in keinem vernünftigen Zusammenhang zu meinen bescheiden Fragen.
      Christentum​ = Nächstenliebe = Solidarität = Kann der Pfarrer von der Kanzel predigen aber ebenfalls ohne Zusammenhang für mich.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Frischknecht

      Wenn Sie für Ihre Fragen keinen vernünftigen Zusammenhang im Verstehen der Entstehung, Funktion und Auswirkung des Schuldengeld – Schneeballsystems sehen können, oder wollen, dann bleiben die korrekten Antworten auf der Strecke! Genau diese Unwissenheit führt zu falschen Schlussfolgerungen und die Ökonomen und Politik kann das Volk, (wissentlich?) in die Irre führen!
      Herr Frischknecht, ich bin gerne bereit in einem privaten Email Dialog, zu versuchen, die notwendige Aufklärung zu geben! Es würde sich lohnen und das Wissen bereichern! Sind Sie interessiert?

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  • September 19, 2015

    In der Verfassung https://www.admin.ch/​opc/de/classified-com​pilation/19995395/201​506140000/101.pdf und anderen Gesetzen ist geregelt, was Bund, Kanton und Gemeinden betr. Gesundheit zu tun haben. Deregulierung ist nicht immer das Gelbe vom Ei und birgt Gefahren, wenn man sieht wie Unternehmen kreativ sein können um Kosten tief zu halten und die Rendite zu optimieren. Entsprechend gibt es Aufgaben, die in den Händen des Staates bleiben soll. Ganz sicher aus meiner Sicht auch die Gesundheit! Kontrollmöglichkeit kann nicht optimal wahrgenommen werden mit Hinweis auf Klagen und mögliche „unmögliche“ Gerichtsurteile, Löhne und Kosten können so nicht wirklich geregelt werden und entsprechend gilt bei Deregulierung „Gewinn privatisiert und Kosten sozialisiert. Hier einige Links dazu (einer zeigt die Deregulierung und Finanz-/Wirtschaftskr​ise auf), weiteres kann gefunden werden: http://www.hs-augsbur​g.de/medium/download/​fkaw/arbeitsschutz/dr​_gregor_2007_12_03.pd​f; http://www.handelsbla​tt.com/politik/konjun​ktur/oekonomie/nachri​chten/folgen-der-dere​gulierung-die-selbst-​gemachte-krise/376567​6.html;

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  • Oktober 16, 2015

    Herr Stolz, mein Beitrag hat Vimentis gelöscht, weil mein Beitrag welcher die Finanzierung (Geldsystem = Rückfluss) thematisierte, nicht zum Thema passen soll! Eigenartige These!
    Ich formuliere anders: Im Gesundheitswesen besteht kein Markt, sondern Machtspiele, ein riesiger Unterschied!
    Mein Mail an meine Krankenkasse, zum Verständlichen:
    “All​e Jahre wieder kommt der Prämienaufschlag! Die Begründungen beschreiben immer die Symptome, sind daher immer gleichbedeutend! Das Papier könnte man sich sparen!
    Ich benenne die Ursachen im System:
    1. Die Verwässerung – Mischform Kopfprämie und Erwerb ist eine typisch schweizerische Kreation, um mit der Transparenz zu spielen! Die Spitäler rechnen z.B. Leistungen über Ambulant (Kopfprämie) anstatt Stationär (Erwerb) ab!
    2. Die Versichertenstruktur in der Grundversorgung (Aufgabe des Staates) wird in einer Einheitskasse ausbalanciert! Kein Versicherwechsel mehr notwendig, also Beendigung des Pseudomarktspiels! Der Souverän hat falsch entschieden, weil die Manipulation, scheinbar nicht erkannt wurde!
    3. Eine Grundvorsorge als Aufgabe des Staates, muss zwingend über den Erwerb (Tauschwerten mit Schuldengeld aufgewogen) abgewickelt werden (Kreislauf = Gesundheitsausgaben zu Erwerb)

    Auch der Steuerwettbewerb und die Altersvorsorge steht nicht im Einklang mit dem Schuldengeldschneebal​lsystems, weil die Entstehung, Funktion und Auswirkung nicht verstanden werden kann, oder darf!

    Beispiel: Wussten Sie, dass wir tagtäglich mit Schulden (vorhandene Geldmenge in Zirkulation) von Anderen einkaufen (tauschen) gehen! Erst wenn das Geld zur Tilgung zum Bankschuldner zurückfliesst, wird das Geld vernichtet! Mit dem immer gleichen oder erhöhten Schuldengeld wird die Wirtschaftsleistung erbracht!

    Es wäre an der Zeit, die Bevölkerung über das Geldsystem aufzuklären! In der Folge würden die notwendigen Reformen entstehen! Auch die Lex Berset 2020 steht nicht im Einklang mit dem Geldsystem! Ein weiteres Spiel für wenige Gewinner!

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