1. Wirtschaft

Gewinnstreben

Ist der Mensch für die Wirt­schaft da, oder die Wirt­schaft für den Men­schen. Die Deut­sche Post hat im Sinn, 20 000 Arbeitsplätze zu schaf­fen. Diese Ab­sicht ist im Grunde löblich. Doch die Deut­sche Post will zeit­lich be­fris­tete An­ge­stell­ten einen un­be­fris­te­ten Ar­beits­ver­trag ge­ben, al­ler­dings mit einem we­sent­lich ge­rin­ge­ren Lohn als die heu­ti­gen Fes­t­an­ge­stell­ten​ er­hal­ten. Die Fir­men, in die diese Mit­ar­bei­ter aus­ge­la­gert wor­den sind, heis­sen De­li­ve­ry. Die Deut­sche Post macht, vor dem Abzug der Steu­ern, einen Ge­winn von 1.4 Mil­li­ar­den. Sie will auf diese Weise ein Zwei­klas­sen­mo­dell​ im ei­ge­nen Be­trieb einführen.

Dies lässt für mich die Frage aufkommen, wer für wen da ist, die Wirtschaft für den Menschen, oder umgekehrt. Der Deutschen Post geht es gut. Ihr Wachstumsziel für 2020 kann sie allerdings nur mit Kostensenkungen und Lohnsenkungen ereichen. Die Arbeitnrhmenden haben aber ein Anrecht auf gute Arbeitsbedingungen und Löhne. Gewiss, Löhne geben den Wert einer Arbeit wieder. Doch die Arbeitnehmenden haben ein Anrecht auf einen für sie gerechten Lohn. Arbeit hat einen Wert und das ist gut so.

Doch Arbeitnehmende wollen auch Wertschätzung. Sie sind immerhin einen grossen Teil des Tages für das Unternehmen da. Gute Arbeitsbedingungen sind ein Ausdruck von Wertschätzung. Das streben nach Gewinn darf nicht auf Kosten guter Arbeitsbedingungen gehen.

Der Fall der Deutschen Post zeigt aber noch etwas anderes auf. Es ist wichtig, gute Arbeitnehmerrechte mit Mindestlöhnen zu haben. Für die Schweiz heisst dies: Finger weg von der Liberalisierung des Arbeitsgesetzes! Ein liberaleres Arbeitsrecht bedeutet eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen. Schlechte Arbeitsbedingungen gefährden den Arbeitsfrieden und den sozialen Kitt in der Gesellschaft.

http:/​/www.welt.de/wirtscha​ft/article136657666/P​ost-plant-Zweiklassen​-Gesellschaft-bei-Pak​etboten.html

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