1. Umwelt, Klima & Energie

Greta sieht’s besser als unsere Grünen

Eine wirk­same Kli­ma­po­li­tik ist drin­gend not­wen­dig. Ei­nige Schritte in diese Rich­tung wer­den uns die Grü­nen zei­gen, doch ihre Sicht hat lei­der auch gra­vie­rende Män­gel und sogar Feh­ler. Die CO2-­Kon­zen­tra­tion​​​​ in der At­mo­s­phäre steigt seit lan­ger Zeit jähr­lich kon­stant um 2 ppm. Dies kann nur ge­bremst wer­den, wenn auch im Be­reich von For­schung und Ent­wick­lung grosse Fort­schritte an­ge­strebt wer­den. Die Schweiz er­füllt die Vor­aus­set­zun­gen dazu, um hier ak­ti­ver als heute mit­zu­hel­fen.

Die weltweite Energieversorgung geschieht zu ca. 85% mit Erdöl, Erdgas und Kohle. Die Grünen werden uns zur schrittweisen Abschaltung von Öl- und Gasheizungen zwingen. Zudem werden sie versuchen, den Flugverkehr spürbar einzuschränken. Auch wenn’s uns nicht allen passt, in diese Richtung müssen wir gehen. Elektromobile werden von Jahr zu Jahr billiger und das Netz der Ladestationen wird sicher in der ganzen Schweiz schon bald besser. Doch leider genügt dies alles noch nicht!

Während wir in der Schweiz im Sommerhalbjahr wegen der gut nutzbaren Wasserkraft einen grossen Überfluss bei der Stromproduktion haben, importieren wir im Winterhalbjahr zunehmend Strom. Gemäss neuster Statistik vom BFE deckte 2018 in dieser kritischen Jahreszeit Photovoltaik erst 1,45% und Windkraft 0,2% unseres Strombedarfs. Es ist dringend notwendig, diese beiden Stromerzeugungsarten stark zu fördern und zusätzlich Forschung und Entwicklung der saisonalen Stromspeicherung zu intensivieren.
Lan​​​​gfristig braucht es die Weiterentwicklung der erneuerbaren Energien wie auch der Kernenergie. Beide sind zur schrittweisen Ablösung der fossilen Energien notwendig. Bei den erneuerbaren Energien machen die Grünen mit, doch ihre Ablehnung der Kernenergie ist leider sehr stur. Auch hier können nützliche, gefahrlose und unbeschränkt verfügbare Technologien entwickelt werden. Zum Glück ist die Schweiz beim grössten Entwicklungsprojekt in Frankreich (Cadarache) mit dabei.

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Comments to: Greta sieht’s besser als unsere Grünen
  • Oktober 22, 2019

    Mit Ihrem Artikel bin ich grundsätzlich einverstanden. Nur passt etwas nicht ganz. Da es sich bei der Kernenergie nicht um erneuerbare Energie handelt, verstehe ich nicht, dass Sie diese fördern wollen (neben den ganzen erneuerbaren Energien). Ich bin auch der Meinung, dass wir uns langfristig vom Öl, aber auch von der Kernenergie verabschieden sollten.

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    • Oktober 22, 2019

      Herr Zoller
      Ich kann gut verstehen, dass Kernenergie nicht in Ihre politische Ideologie passt.
      Aber abgesehen davon, dass die Schweiz zu wenig Energie produzieren kann, besonders wenn die AKWs dereinst stillgelegt werden sollen, wird die erneuerbare Energie nicht ausreichen. Die Solarenergie wird immer ein Risiko darstellen.

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    • Oktober 31, 2019

      Wieso verabschieden? Um in Zukunft an einer selbst auferlegten Energiearmut zu leiden, welche einen großen Teil unseres Wohlstandes vernichten wird?

      Apropos “Erneuerbar”, es gibt keine Erneuerbaren Energien, sie können lediglich Energie umwandeln, dieser Prozess ist in jedem Fall mit Verlusten verbunden (Energieentwertung) und nicht reversibel. Leider werden bei der Berechnung der Erneuerbaren nie die entstehenden Kosten für die Speicherung (sofern überhaupt möglich), durch Unterhalt und Entsorgung der Infrastruktur, sowie den dadurch Notwendigen Netzausbau und die stark ansteigenden Eingriffe bei der Netzstabilität, korrekt gerechnet.

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  • Oktober 22, 2019

    Wuchtiger Schlag ins Gesicht für Trudeau: Er verliert seine absolute Mehrheit und muss sich mit einer Minderheitenregierung​ begnügen oder einer Koalition anschliessen.

    Die Konservativen unter Schneer gewinnen dank dem Einsatz gegen die Klimasteuern von Trudeau.

    Auch die Grünen kommen hier nur auf 3 Sitze und müssen sich weiterhin mit der Zuschauerrolle begnügen.

    Dafür sind die Quebecer aktiv, die 32 Mandate stellen für ihre Autonomie/Unabhängigk​eit.

    Das wird Klima-Trudeau stark bremsen.

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  • Oktober 22, 2019

    “Greta sieht’s besser als unsere Grünen”
    Sind Sie sicher, Herr Jorns?
    Ich sehe in Greta eher ein Werkzeug.
    Ein Werkzeug der Grünen, das mit einem durchschlagenden Erfolg genutzt wird.
    In ein paar Jahren spricht kaum mehr jemand davon.

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  • Oktober 28, 2019

    Meinen sie diese Greta

    September 2019: Greta Thunberg bei der Pressekonferenz nach ihrer Rede. Ohne Drehbuch-Anweisungen scheint sie ziemlich Hilflos zu sein:

    https://www.​youtube.com/watch?v=5​BcHBtwSt30&feature=sh​are&fbclid=IwAR2lyolQ​DP0_srolufVBhDNdh-8L_​Pa4uzQzKOm7XEcv3FFzVo​yj9yMFUV8

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  • Oktober 31, 2019

    Wir wissen nicht ob und wenn ja welchen Einfluss der Anthropogene Ausstoß von CO2 auf das Klima hat, zudem ist der Mensch mit der Verbrennung von Kohlenwasserstoffen lediglich für 3.5% des gesamten CO2 verantwortlich, was ein relativ geringer Anteil ist. Die übrigen 96.5% sind natürlichen Ursprungs, kein Wunder da doch Wasser bei 0° Celsius 3.2 Gramm CO2 pro Liter bindet und bei 20° nur noch die Hälfte. Dieser Umstand und die Tatsache dass ein Grossteil unserer Erde mit Wasser bedeckt ist lässt zumindest die Vermutung zu, das bei Temperaturanstiegen hohe Konzentrationen an CO2 freigesetzt werden. Demnach müsste die CO2-Kurfe dem Temperaturanstieg mit einiger Verzögerung folgen, was gemäss der Auswertung von Eisbohrkernen auch der Tatsache entspricht. „Unsere Analysen von Eisbohrkernen aus dem Eisschild der Antarktis zeigen, dass die CO2-Konzentration in der Atmosphäre dem Anstieg der Temperaturen in der Antarktis sehr eng folgt und höchstens um ein paar hundert Jahre versetzt ist“. – Sune Olander Rasmussen, Associate Professor und Zentrum Koordinator am Zentrum für Eis und Klima am Niels-Bohr-Institut der Universität Kopenhagen.
    Zu der Blütezeit der großen Pflanzenfresser-Dinos​ enthielt die Erdatmosphäre relativ viel Kohlendioxid – bis zu 50 Mal mehr als heute, was ihnen scheinbar nicht geschadet hat, weder was die Temperaturen noch das Pflanzenwachstum anbelangt. Ganz im Gegenteil, auf das Pflanzenwachstum und somit die Ernährungsgrundlage der Sauropoden hatte die hohe CO2-Konzentration positive Auswirkungen.
    Des Weiteren gehe ich nicht davon aus das die auf der Erde verfügbaren Kohlenwasserstoffe wie Erdgas, Kohle und Erdöl die Produkte von organischer Zersetzung sind, ansonsten müsste ja auf dem Titan (Saturnmond) bei -190° Celsius leben möglich sein, da seine Oberfläche mit Seen aus flüssigem Methan und Ethan bedeckt ist.
    https://de.wiki​pedia.org/wiki/Methan​seen_auf_Titan
    Wie entsteht also Erdgas (Methan) oder Erdöl bei uns? Ich denke nicht das diese Fossilen Ursprungs und somit endlich sind, ich denke die Erde bildet diese abiotisch und fortwährend selber. Der Preis für einen unerschöpflichen Rohstoff ist natürlich nicht derselbe wie für einen dessen Quellen versiegen. Zudem muss der Preis künstlich hochgehalten werden damit das Fracking in den USA lukrativ bleibt. Der grösste Produzent von Erdöl ist nicht etwa Saudi-Arabien, sondern Platz 1+2 teilen sich die USA und Russland. Die USA wird bis 2030 durch Fracking wieder in der Lage sein Erdöl zu exportieren, also von einem Ende der „Fossilen“ Brennstoffe kann man noch lange nicht ausgehen.
    https://ww​w.gevestor.de/details​/die-10-groessten-oel​produzenten-usa-dank-​fracking-in-front-757​651.html

    Dass die Energieversorgung zentraler Teil der Geopolitik ist und das sich die Europäer mit Ihrer Klimapolitik wirtschaftlich und betreffend Versorgungssicherheit​ ins eigene Knie schießen ist nicht von der Hand zu weisen, dies freut natürlich die Konkurrenz. In diesem Zusammenhang ist die Klimadebatte wohl lediglich eine weitere Möglichkeit die Energiepreise politisch in die Höhe zu treiben und die Konkurrenz zu teuren und falschen Investitionen (ineffiziente und unzuverlässige Wind und Solarenergie) zu animieren um Ihre Wirtschaft nachhaltig zu schwächen. Dies macht sich bei unserem Nördlichen Vorzeigenachbar in Sachen Erneuerbaren und Klimaschutz bemerkbar und ist ein Prozess, welcher nicht aufgehalten werden kann:
    https://www.wi​wo.de/politik/deutsch​land/standortkiller-s​trompreis-so-stark-be​lasten-hohe-energieko​sten-unternehmen/2114​2312.html

    Die steigenden Kosten betreffen nicht nur den Strom, wir werden in diesem staatlich geknebelten Energiemarkt dieselbe Entwicklung erleben wie bei den Krankenkassenprämien.​ Alle Jahre wieder steigende Preise, Steuern und Abgaben. Es ist völlig egal ob CO2 eine Erwärmung verursacht oder nicht, die eingeführten Steuern und Abgaben auf Energie werden auch nach dem Klimahype bestehen bleiben. In Deutschland besteht bereits die Hälfte des Strompreises aus Steuern und Abgaben, sowie aus den Umlagen für die „Erneuerbaren“. Bei uns betragen diese Abgaben für den Strom momentan noch 1/3, aber das wird sich in Zukunft ändern.

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