1. Sonstiges

Grundlagen zur “Energie-Wende”

Ich emp­fehle den nach­fol­gen­den Be­richt der ETH Zürich mit den zugehörigen Links.

Ich habe das rot hervorgehoben, was sehr zu bedenken ist. Da sind auch die Unwägbarkeiten enthalten, deretwegen die schweizerische Energie-Wende in die falsche Richtung geht, ja scheitert. Die Erhöhung der KEV ist ein Schritt in dieser Richtung – wie weitere Betrachtungen aufzeigen werden.

ETH Zürich: Energiezukunft Schweiz –

sind Aussagen bis 2050 möglich?

ETH Klimablog, vom 17.04.2012; verfasst von Professor Konstantinos Boulouchos;

Link: http://blogs.ethz.ch/​klimablog/2012/04/17/​energiezukunft-schwei​z-sind-aussagen-bis-2​050-moglich/

«Ist für die spezifische Situation der Schweiz die Einhaltung der klimarelevanten Ziele um etwa 2050, unter gleichzeitigem gestaffeltem Ausstieg aus der Kernenergie von 2020 bis etwa 2040, grundsätzlich möglich? Wenn ja: unter welchen Voraussetzungen ist dies am ehesten zu realisieren?»

Die Fragestellung lässt prinzipiell die folgenden Aussagen als adäquates Ergebnis zu:

Ein schrittweiser (gestaffelter) Atomausstieg unter Einhaltung klimarelevanter Ziele bis 2050

1.       Ist aus grundsätzlichen, insbesondere technologischen oder wirtschaftspolitische​n Gründen nicht möglich, oder

2.       vergleichsweise einfach zu gestalten, bzw. bei einem entsprechenden politischen Willen innerhalb einer überschaubarer Zeitperiode realisierbar, oder

3.       sehr ehrgeizig, jedoch unter klaren, zwingend zu erfüllenden Voraussetzungen machbar. Diese Bedingungen werden möglichst konkret benannt.

Die Methodik zur Beantwortung der Fragestellung kann man dem ausführlichen Bericht (>hier) entnehmen. Ich möchte an dieser Stelle stattdessen auf die Ergebnisse eingehen.

Was unsere Energiestudie aussagt – und was nicht

Wichtigste Erkenntnis der Energiestudie ist, dass Aussage 3 zutrifft. Für eine grosse Bandbreite von Szenarien mit einer «vernünftigen» Entwicklung von Bevölkerung, Einkommen und geopolitischer Umgebung lässt sich gut belegen, dass die Erreichung dieser energie- und klimapolitischen Ziele technologisch möglich und wirtschaftspolitisch gut verkraftbar ist. Dabei zeichnet sich bei praktisch allen Szenarien eine – allerdings unterschiedlich starke – Erhöhung der Stromnachfrage ab. Sehr wichtig ist zudem die Erkenntnis, dass auf diese Art auch die Auslandsabhängigkeit der Schweiz im Energiebereich in den nächsten Jahrzehnten etwa um 65% abnimmt. Der Erfolg dieser Umgestaltung ist desto wahrscheinlicher, je konsistenter die von der Wissenschaft empfohlenen wirtschaftspolitische​n Randbedingungen (Kostenwahrheit, Planungs- und Investitionssicherhei​t) sind und je zielgerichteter die Forschungsanstrengung​en. Insbesondere sind eine langfristig orientierte, konsistente Energiepolitik und eine deutlich verstärkte, thematisch breit abgestützte Forschungsförderung unerlässlich.

Was man in der Studie vergebens suchen wird, ist die einseitige Beurteilung einzelner Technologien für die Stromerzeugung oder für andere Nutzenergieformen. Ebenfalls ist mit der Studie keine Empfehlung zum radikalen Verzicht und romantischer Überhöhung der Tugend der Genügsamkeit verbunden. Und schliesslich gibt es keine Garantie, dass sich die Zukunft exakt gemäss einem der plausibelsten Szenarien einstellt.

Vertrauen​ in individuelle und gesellschaftliche Intelligenz

Alles was die Studie aus neutraler, wissenschaftlich gestützter Sicht und ohne Rücksicht auf Partikularinteressen belegen kann, ist Folgendes:

Ein nachhaltiges Energiesystem ist realisierbar durch Intelligenz, Augenmass und langfristig angelegter strategischer Orientierung an den wissenschaftlichen Erkenntnissen. Der Weg dahin ist nicht einfach, die ersten Schritte müssen jedoch sofort gemacht werden. Die ETH Zürich als führende Technische Hochschule kann nicht anders, als der menschlichen Kreativität zu vertrauen und ihren wissenschaftlichen Nachwuchs in seinem Ehrgeiz und Optimismus zu bestärken.

Literatur​hinweis

Studie «Energiezukunft Schweiz» der ETH Zürich (pdf), November 2011

Energiestrategi​e für die ETH Zürich, Energy Science Center (pdf), Februar 2008

Zum Autor

Konstantinos Boulouchos ist Professor für Aerothermochemie und Verbrennungssysteme an der ETH Zürich. Er war koordinierender Autor der Studie «Energiezukunft Schweiz» der ETH Zürich.

Referendum gegen die KEV-Erhöhung:

Argume​ntarium:

http://www.​kev-referendum.ch/ind​ex.php?id=16

Untersc​hriftenbogen:

www.ke​v-referendum.ch/filea​dmin/user_upload/kevr​eferendum_d.pdf

Comments to: Grundlagen zur “Energie-Wende”

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