1. Sonstiges

Hausärzte-künstlicher​, kostspielger “Berufs-Artenschutz​” ?

In ab­ge­le­ge­nen Ge­gen­den mit lan­gen An­fahrts­we­gen zu den nächsten Spe­zia­lis­ten können Hausärzte si­cher­lich ge­recht­fer­tigt sein, als Erst­ver­sor­gung.

 ​

Vorwiegend in den Sädten “entpuppt” sich diese Berufsgattung, je länger desto mehr als reine “Verzögerer”, bis Patienten endlich Spezialisten zugeführt werden.

 

Hausärzte​ “dökterlen” heutzutage nicht selten und gerne solange sie können selber, was immense zusätzliche Gesundheitskosten verursacht, sei es durch einen immer sichbarer werdenden “Anreiz zu Verschleppungstaktik​” zum einen. Im Weiteren werden die Folgekosten noch viel höher durch solche “Praktiken” (zerst verdienen Hausärzte, im Nachgang Spezialisten = nicht wegzudiskutierende Mehrfachkosten)

 

I​n allen Berufsgattungen wird heutzutage immer nach Spezialisten “gerufen”.

 

Desh​alb wäre ein Abbau dieses “künstlichen Artenschutzes”, welchen Hausaerzte aufrechterhalten möchten, zu überdenken, wenn nicht gar begrüssenswert.  Im Sinne der stets steigenden Gesundheitskosten, jedoch vor allem im Sinne der Patienten/Patientinne​n

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Comments to: Hausärzte-künstlicher​, kostspielger “Berufs-Artenschutz​” ?
  • März 10, 2013

    Frau Habegger, das Gesundheitswesen kann mit der aktuellen Vorgehensweise nicht saniert werden. Das ganze muss gesamtheitlich betrachtet werden. Nachstehend meine Idee wie dies aussehen könnte. Dies beinhaltet auch eine Lösung, wie Hausärzte mit einem erweiterten Aufgabengebiet einen interessanteren Job bekämen.

    Im Gesundheitswesen gibt es viele Vorschläge die eine Verbesserung bringen sollen. Leider muss ich aber feststellen, dass die meisten Vorschläge nichts zu einer Kostenreduktion beitragen. Es geht meist nur darum, die Kosten anders zu verteilen. Das Gesundheitswesen ist in den letzten Jahren immer komplexer geworden. Die Anzahl der Behandlungsmethoden ist angestiegen. Auch schreitet die Technisierung immer mehr fort. Dies bedeutet, dass jedes Spital immer mehr und kostenintensiver nachrüsten muss, um mit der Entwicklung Schritt zu halten. Leider führt dies aber dazu, dass diese Gerätschaften und das dazu notwendige Personal vielerorts nicht mehr effizient genutzt werden.

    Somit gilt es für die kleine Schweiz als erstes, im Bereich des Gesundheitswesens, vom Föderalismus wegzukommen. Grundsätzlich bin ich ein grosser Befürworter des Föderalismus. Aber im Bereich der Gesundheitsversorgung​ muss ein Umdenken stattfinden.

    Danac​h müssen Profizentren für die unterschiedlichen Krankheiten und Gebrechen geschaffen werden. Dies bedeutet, dass die Anzahl der Spitäler in der Schweiz von über 300 auf etwa 50- 60 Spitäler reduziert werden könnte. Z.B. würde ein Zentrum für Herztransplantationen​ und Herzproblem reichen. Dadurch würde es in der Schweiz ein Spital geben, in dem die Infrastruktur und auch das Personal und die Ärzte auf diese Art von Krankheit spezialisiert wäre und auch die entsprechende Erfahrung hätte. 3 Zentren wie jetzt sind zu viel und die Zahl der Transplantationen reicht nicht aus um die Ärzteteams genügend Erfahrung sammeln zu lassen.
    In diesen Zentren werden somit alle planbaren grösseren Eingriffe und die Weiterversorgung von grösseren Notfällen durchgeführt.

    Natü​rlich verschwinden die anderen Spitäler nicht, oder mindestens nicht alle. Ein Teil wird umgenutzt und in Notfallstationen umgebaut. In diesen könnten z.B. Hausärzte Zentrumspraxen mit einer gemeinsamen Infrastruktur bilden. Diese könnten auch gleichzeitig den Notfalldienst für die entsprechenden Regionen oder Gebiete übernehmen. Diese Notfallstationen sollten es jedem gesammtschweizerisch ermöglichen, innert nützlicher Frist, ärztliche Hilfe zu bekommen. Solch ein System würde auch wieder die Aufgaben der Hausärzte aufwerten und diesen Bereich wieder attraktiver machen.

    Natürlich braucht es nicht so viele Notfallzentren. Aber wir stehen mit der Überalterung der Bevölkerung in der Schweiz vor einer neuen Herausforderung. Die restlichen frei werdenden Spitäler könnten z.B. zu Alterszentren für pflegeintensive Pensionäre umgebaut werden. Auch das frei werdende Personal könnte in diesem Bereich eine neue Aufgabe finden.

    Das Gute an meinem Vorschlag ist, dass sich durch die Spezialisierung die Qualität des schweizerischen Gesundheitssystems verbessern würde. Zusätzlich werden die bestehenden Ressourcen durch Umnutzung weiter verwendet.

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    • Juli 19, 2021

      Sehr geehrter Herr Steiner

      Sie untermauern mit Ihrem Beitrag einen Teil meiner Gedanken.

      Vor allem jedoch sollte ENDLICH das “politisch/bürokrati​sch-juristische Glyr” im Gesundheitswesen unterbunden werden.

      Paradebeispiel dieses “Kindergartengetue”​ zwischen den Universitäten Bern, Lausanne, Zürich z. B. verursacht nur unnötige Kosten die dem effektiven Gesundheitsbereich oder den Prämienzahlern dann immer abgezwackt werden.

      Spitäler und dazugehörende Institutionen soll(t)en in der Lage sein, solche Ansätze wie Sie richtigerweise ansprechen unter sich auszuhandeln.

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  • März 15, 2013

    Guten Tag Herr Donatsch

    zum einen, Sie schreiben es gerade selber, von solchen Fällen hört man immer wieder, ich behaupte mal zu oft. Und es sei eine Sauerei. Ja das ist sogar Betrug an Volk.

    Man hört immer wieder und mehr solcher Fälle. Und dem ist auch gut so, denn endlich getrauen sich immer mehr Betroffene, statt sich einschüchtern zu lassen, an die Öffentlichkeit zu gehen. Denn nur so wird sich wohl in diesem traurigen Kapitel etwas ändern, evtl. dank den Medien.

    Die IV “schrei(b)t” bekanntlich immer gern und lauthals von Missbräuchen gegenüber ihrer Kasse. Bekannt oder?

    Was ist aber dies, was die IV inkl. etlicher Aerzten, MEDAS, UNI’s etc. heutzutage bieten?

    Es ist klarer Missbrauch an den Betroffenen und allen welche Lohn-Beiträge ausrichten und glauben Sie täten es für den Fall einer Behinderung/oder für Behinderte.

    Keiner tut etwas gegen diese Sauerei, im Gegenteil es wird nur die Bürokraie der IV aufgebläht und MEDAS-Aerzte wurden/werden z. B. im Inselspital Bern zu regelrechten Rentenverhinder “ein”gebildet und durften gar ohne CH-Berufsbewilligung Berichte verfassen. Das Geld geht somit nicht an Betroffene sondern in eine kläglich versagende Bürokratie und an Aerzte die diesen Namen/bzw. Titel, meines Erachtens mitnichten verdienen. Artenschutz eben wie ich in meinem Blog die Überschrift wählte. (Eine Krähe…..).

    Mehre​re Medien berichteten schon lange darüber. Inkl. Beobachter.

    Zum Zweiten, Ihrer konkreten Frage: Besagter Berner Hausarzt hat nicht den Patienten zu sich geholt und ihn untersucht, nein er hat mit der IV Rücksprache genommen, er wisse nicht wie den Bericht verfassen… Gehts noch?

    Bei einer augenscheinlichen Behinderung und für welche Begleiterscheinungen er jahrelang selber Medikamente verschrieb?

    Ich denke es ist unschwer sich vorzustellen, was daraus entsteht, oder?

    Deshalb sind die von Ihnen angesprochenen “Drehscheiben” zuweilen eine Gefahr, wie auch jegliche Vernetzung, denn solche Dinge werden dann “plagiatsmässig”, zuweilen gerade von Institutionen wie IV “genüsslich” übernommen, wenn Aerzte überlastet oder ausser Stande sind sich selber ein Bild zu machen.

    Wie geschrieben, solche Vorkommnisse sind längst beweisbar, aber Behinderte haben leider keine Vertretungen oder gar Lobbyis. Auch Behindertenorganisati​onen verweisen lieber über Ihre eigenen teuren Hotlines an ihre eigenen Juristen. Oder verseden dann Bettelbriefe, statt Hilfe zu bieten. Auch so “tolle Drehscheiben” in diesem ganzen Zirkus.

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