Mit der In­itia­tive „Abtreibungsfinanzier​ung ist Privatsache“ soll er­reicht wer­den, dass ein Schwan­ger­schafts­ab​­bruch nicht mehr durch die Grund­ver­si­che­rung​ der Kran­ken­kasse ge­deckt wird. Ein Haupt­ar­gu­ment der In­iti­an­ten ist, dass eine Schwan­ger­schaft keine Krank­heit sei. Dem stimme ich zu, denn nor­ma­ler­weise sollte eine Schwan­ger­schaft ein glückliches Er­eig­nis sein. Was aber, wenn man un­ge­wollt schwan­ger wird? Es gibt di­verse Gründe, warum dies pas­sie­ren kann, bspw. gibt es bis heute kein Verhütungsmittel, das 100% si­cher ist. In die­sem Fall steht eine Frau in einem rie­si­gen Kon­flikt und wird mit An­nahme der In­itia­tive völlig im Stich ge­las­sen. Was, wenn man ge­wollt ein Kind er­war­tet, der Fötus aber gra­vie­rende Fehl­bil­dun­gen ent­wi­ckelt hat und sich die El­tern schwe­ren Her­zens gegen eine Aus­tra­gung ent­schei­den? Auch in die­sem Fall wird man voll­kom­men al­leine gelassen.
Das Ar­gu­ment der Kos­ten­ein­spa­rung ist schlicht heuch­le­risch, denn die jährlichen Kos­ten be­lau­fen sich auf le­dig­lich 0.03% der Ver­si­che­rungs­kos­​ten. Die SVP und ge­wisse rechts­kon­ser­va­tiv​e Kreise un­ter­gra­ben mit die­ser In­itia­tive das Solidaritätsprinzip und wol­len da­durch er­rei­chen, einen regulären Schwan­ger­schafts­ab​­bruch zu kri­mi­na­li­sie­ren.​ Des­we­gen ein kla­res Nein zu die­ser In­itia­ti­ve.

Sibylle Probst,
SP Aesch 

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
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Comments to: Heuchlerische Initiative
  • Februar 4, 2014

    Gerade in den SP- und Linken Kreisen boomen Quotenfrauen und Emanzen wie nie, welche einen Blankocheck von der Allgemeinheit wollen, dass wenn “Kind der Karriere im Weg”, man die volle Verantwortung und ALLE Kosten/inkl. ethische Bedenken der Allgemeinheit anlasten kann.

    Ja zu Kindern, Ja zu verantwortungsvollen Eltern, JA zur Initiative

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  • Februar 4, 2014

    Die KK. kann dies ja in die Zusatzversicherung aufnehmen. Und jeder der will kann sich freiwillig versichern lassen.Wenn das in der Grundversicherung bleibt was Anzunehmen ist ,wäre es nicht mehr als Anstand dass auch Zahnbehandlungen in der Grundversicherung aufgenommen wird.

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