1. Sonstiges

Hochleistungsdünger für Milliardäre

Grenzenlose Glo­ba­li­sie­rung – Hoch­leis­tungs­dün­g​er für Milliardäre.

Jeder der etwas von Volkswirtschaft versteht, anerkennt, dass die grenzenlose Glo-balisierung auch Vorteile hat. Die interessierten Kreise überschütten uns ja mit Informationen darüber. Aber verständlicherweise hören wir nichts über die sehr grossen Nachteile und Gefahren. Aus politischer Sicht höchst erstaunlich ist, dass sie auch von der SPS unterstützt wird. Hier ist kein Platz, um eine Debatte zu führen. Aber auf einen sehr erhellenden Aspekt soll doch hingewiesen werden: das rasend schnelle Wachstum der Zahl der Milliardäre und von deren Vermögen. So findet eine enorme Konzentration globaler wirtschaftlicher und politischer Macht statt.

Glaubt man der chinesischen Tagespresse und den Hurun Berichten, so hat sich die Zahl der chinesischen Dollarmilliardäre wie folgt entwickelt (Vermögen, ausgedrückt in US Dollar):

​ ​ Jahr Anzahl chinesischer Dollar Milliardäre

​ 2006 ​ 15

​ 2012 251

​ 2015 ​ 596

​ 2018 ​ 819 (Weltspitze)

Im Parlament des offiziell kommunistischen Chinas, dem Volkskongress, gab es 2016 schon 200 Abgeordnete (aus 3000), die zusammen ein Vermögen von 514 Milliarden Franken hatten. Die hundert Reichsten unter ihnen steigerten in nur 4 Jahren ihr gesamtes Vermögen um 60% auf 440 Milliarden Franken. An zweiter Stelle stehen die USA mit 571, gefolgt vom schnell aufholenden Indien mit 131 $-Milliardären. Weltweit sind es inzwischen 2694, 437 mehr als 2017. Ihr gesamtes Vermögen stieg von 2017 bis 2018 um 31% auf 10‘500 Milliarden Dollar, das entspricht 13,2% der weltweiten Wirtschaftsleistung. Dank sei der Globalisierung!

Da sich in unserem Luxusleben kaum mehr jemand für die grossen Zusammen- hänge und deren längerfristigen Auswirkungen interessiert, (wie ja auch niemand z.B. für die Sicherheit und Landesverteidigung), wird nicht gefragt, ob die Globali-sierung nicht in unserem eigenen Interesse massiv eingeschränkt werden sollte. (Quellen: 1. Zahlreiche Ausgaben chinesischer Tageszeitungen: z.B. China Daily,18.06.2013 bis zur Global Times 28.02.2018 ; 2) htpps://www.spiegel.d​e/wirtschaft/soziales​/ hurun-report-china-ha​t-die-meisten-milliar​daere-a-1057937.html/​ Hurun Global Rich List 2018.).

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Comments to: Hochleistungsdünger für Milliardäre
  • August 23, 2018

    Es gibt heute über alles und jedes eine “Rangliste”. Der Wert dieser Listen ist für mich fraglich. Umso mehr als das zitierte China – als kommunistischer Staat – ja lange Zeit keine “Privatbesitz” duldete.

    Wie “wertvoll” sind der Besitz von Milliarden wirklich? Ich sehe einen Unterschied dort, wo der Wert in einem produzierenden Betrieb mit vielen MitarbeiterInnen und mit langjähriger Produktion und Entwicklung liegt. (Pharma, Maschinenindustrie, Verkehr, Flug- und Fahrzeugbau, Schiffsbau, Agrarwirtschaft ,Bauwirtschaft , Energiewirtschaft etc.).
    Etwas kritisch bin ich dort, wo Milliardäre nur an kurzfristigen Investitionen interessiert sind, also nichts “aufbauen” wollen. Das kommt mir dann so vor wie meine Enkelin, welche ein Velo besass mit 10 Gängen. Sie wollte ein anderes mit 21 Gängen. Dann fragte ich zurück: Und was machst Du mit dem 14.Gang? So etwa könnte die Frage an einen Milliardär lauten: Was machst du jetzt mit 80 Jahren mit der angefangenen 2 Milliarde?

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  • August 23, 2018

    So ist es Herr Frick und man scheut die Frage, wo denn eigentlich das Geld für den grossen Teil des Leistungslosen Einkommens der Millionäre und Milliardäre überhaupt hergekommen ist?

    Wer waren die “Zahler” ?
    Da es gemäss unserem Finanzminister und vielen anderen Politikern und Ökonomen ja kein Geld aus dem “Nichts” gibt gäbe es da nur eine Möglichkeit:

    Das Geld stammt vom Endverbraucher und Endnutzer.

    Die Gewinne aus Dividenden, Zinsen, Rendite, Börsen- und Spekulationsgewinne müssten nach dieser Geldtheorie also von jemand anderem zuerst erarbeitet worden sein und sind im Endpreis der Produkte einkalkuliert. Was man aber nicht sieht, da nur die MwSt in den Belegen sichtbar ist.

    Aber was uns die Millionäre und Milliardäre denn eigentlich kosten darüber spricht man nicht.
    Man rechnet lieber vor, was uns Asylanten, Sozialhilfe- und Ergänzungsleistungsem​pfänger und IV Rentner und Renter kosten.
    Letzte Gruppe gibt das Geld gezwungermassen wenigsten wieder im Geldkreislauf aus, während der Grossteil der Millonäre es hortet. Um im nächsten Jahr in der Rangliste der Reichsten noch weiter aufzusteigen.

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