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Höhere Wohnkosten sind Angstmacherei!

Pro Se­kunde wird in der Schweiz 1 m2 Land überbaut, das ent­spricht ungefähr der Fläche des Bi­e­ler­sees pro Jahr. 22% der be­sie­del­ba­ren Fläche sind be­reits ver­braucht. Un­sere be­ste­hen­den Bau­zo­nen sind überdimensioniert, die Re­ser­ven de­cken min­des­tens das Dop­pelte des Be­darfs der nächsten 20 Jah­re. Die Fol­gen sind ekla­tant: Ver­lust von Kul­tur­land, Flick­en­tep­pi­che in der Land­schaft, schlechte Ver­kehrs­er­schlies­​sung, hohe In­fra­struk­tur­kos­​ten. Genau bei die­sen Punk­ten setzt das neue Raum­pla­nungs­ge­set​z an, denn es ermöglicht mehr Wohn­raum in den Dörfern und Städten, weil es die Hor­tung von Bau­land stoppt und die Ver­dich­tung der vor­han­de­nen Sied­lungs­ge­biete fördert. Das grössere An­ge­bot für Woh­nen und Ge­werbe an zen­tra­ler Lage ent­las­tet so­wohl die Preise für die Mie­ter, als auch den Ge­mein­de­haus­halt,​ weil keine zusätzlichen Er­schlies­sun­gen nötig sind. Das Ar­gu­ment der stei­gen­den Wohn­kos­ten ist reine Angst­ma­che­rei, denn ei­ner­seits wird die unsägliche Bau­land­hor­tung zwecks Ge­winn­op­ti­mie­run​g un­ter­bun­den, an­de­rer­seits wird in Zu­kunft auf we­ni­ger Landfläche mehr Bau­vo­lu­men möglich sein, was sich lo­gi­scher­weise po­si­tiv auf die Bau­kos­ten aus­wir­ken wird. Des­halb ein Ja zum Raum­pla­nungs­ge­set​z, damit die Schweiz den Boden unter den Füssen nicht ver­liert.

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Comments to: Höhere Wohnkosten sind Angstmacherei!
  • Februar 27, 2013

    Sehr geehrter Herr Kobel
    ich zittiere: Des­halb ein Ja zum Raum­pla­nungs­ge­set​z, damit die Schweiz den Boden unter den Füssen nicht ver­liert.

    Dazu braucht es kein Ja zum RPG dies ist allgemein schon im schleichenden Ausmass zu sehen.

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  • März 1, 2013

    Höhere Wohnkosten sind wirklich Angstmacherei, aber nicht, weil in Zukunft mehr verdichtet gebaut wird als heute, sondern weil das Einzonen von Bauland im Mittelland weitergehen wird wie bisher. Die Bevölkerung in den nachfragestarken Gemeinden wird sich gegen verdichtetes Bauen wehren. Sie wird der flächenmässigen Ausdehnung der Bauzonen den Vorzug geben. Nur mit der Landschaftsinitiative​ könnte das verhindert werden.

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