1. Sicherheit & Kriminalität

Hyperschallwaffen bedrohen den Frieden

Acht mal schnel­ler als eine Gewehrkugel!

Hyperschallwaffen bedrohen den Frieden              ​                     ​            Gotthard Frick, Bottmingen, z.Zt. Beijing

Die USA arbeiten an der Entwicklung einer Waffe, die in höchstens einer Stunde jedes Ziel auf der Erde erreichen und zerstören kann. Kürzlich erfuhren wir, dass auch China erfolgreich einen solchen Hyperschallflugkörper​ getestet hat. Russland und Indien sollen ebenfalls an der Entwicklung einer derartigen Superwaffe arbeiten. Diese Waffen fliegen hoch über der Atmosphäre und erreichen Geschwindigkeiten von über 20’000 Stundenkilometern. Sie sind mit heutigen Mitteln nicht rechtzeitig zu erkennen und schon gar nicht zu bekämpfen. Es bleibt auch keine Zeit, um Gegenschläge auszulösen, noch viel weniger, die Bevölkerung zu alarmieren und zu schützen. Es wird zwar noch einige Jahre dauern, bis diese Waffen einsatzbereit und in genügender Zahl vorhanden sind, aber dann wird sich das Risiko eines atomaren Krieges auf der Welt dramatisch erhöhen. Warum?

Man muss sich in die dannzumalige Lage von Regierungen bedeutender Mächte und ihrer Streitkräfte versetzen. Sie wissen, dass eine andere Macht jederzeit plötzlich, ohne dass das im Voraus zu erkennen wäre, aus dem Weltall, also buchstäblich aus dem Blauen, einen vernichtenden Schlag gegen die wichtigsten Zentren der Regierung und strategischen Punkte ihres Landes ausführen und dieses damit weitgehend lahmlegen kann, darunter auch die Führung der atomaren Gegenschlagskräfte, d.h. dass diese neuen Waffen die bisher funktionierende gegenseitige Abschreckung aushebeln. Jede Macht, die darüber verfügt, wird unter dem Druck stehen, ihren Konkurrenten auf der Weltbühne überraschend auszuschalten, bevor dieser oder jener einen überraschenden Angriff gegen das eigene Land auslösen kann.

Selbst wenn es möglich werden sollte, anfliegende Flugkörper kurz vor dem Einschlag zu erkennen, bleibt gar keine Zeit, zu prüfen, ob die Informationen nicht auf einem Irrtum beruhen – ein Irrtum in der Art, wie er im Kalten Krieg fast zu einem russischen Atomschlag gegen die USA geführt hätte. Noch weniger Zeit bliebe, um darauf zu reagieren. So hat z.B. in den USA der Präsident die Befugnis, einen atomaren Schlag anzuordnen. Wie soll seine Entscheidungsfindung ablaufen, wenn zwischen dem Wahrnehmen möglicher anfliegender Bedrohungen und dem Identifizieren und Einschlag vielleicht noch eine halbe oder eine Viertelstunde Zeit bleibt und der Präsident gerade im Land herumreist, auch wenn er das Telefon bei sich hat, das ihn mit der Einsatzzentrale der Atomraketen verbindet? Mit anderen Worten, die gegenwärtig den Frieden sichernde gegenseitige Abschreckung, die zwar durch das immer nähere Heranrücken der NATO an Russland schon stark gefährdet wird, wird damit aufgehoben.

Jede grosse Macht muss sich mit dieser neuen Art der Gefährdung auseinandersetzen. Diese neue Waffe, die die menschliche Reaktionsfähigkeit bei weitem übersteigt, wird wahrscheinlich dazu führen, dass – wie heute bereits an der Börse – automatisierte Systeme aufgebaut werden, die atomare Schläge gegen den vermuteten Gegner mit eigenen Hyperschallwaffen automatisch auslösen. Man kann sich vorstellen, welches enorme Risiko die Welt dann eingeht, denn solche Systeme können dann auch mal wegen einer Fehlinterpretation oder einer Panne einen automatisierten atomaren Schlagaustausch auslösen und zum Ende der modernen Welt führen. Wie erinnerlich, hatte das automatisierte Handelssystem an der Wallstreet vor nicht sehr langer Zeit eine Panne mit grossen Folgen für das dortige Spielcasino. Beim Einsatz von Hyperschallwaffen wird es sich dagegen nicht mehr um Verluste in Gewinnspielen handeln.

 Vielleicht​ sollte sich die Menschheit schon heute Gedanken darüber machen, wie man dieses Risiko rechtzeitig ausschalten kann.

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
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Comments to: Hyperschallwaffen bedrohen den Frieden
  • Februar 23, 2014

    Ein weiterer Vesuch eines SP’lers, den Bürger/Innen Angst einzujagen um sich unter einen vermeindlichen Staatsrettungsschirm,​ bzw. den EU-Rettungsscchirm zu begeben?

    Wenn dem so ist/wäre, wie beschrieben, können die Bürger/Innen, der jeweiligen Länder ohnehin nichts ändern.

    Gerade deshalb hat die EU Europa zum Klumpenrisiko gemacht. Es ist einfacher Europa in Globo anzugreifen, statt wie früher einzelne friedliche nebeneinander lebende Nationen.

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  • Februar 23, 2014

    Liebe Frau Habegger,

    für einmal liegen Sie nicht ganz richtig mit den Fragen in Ihrem Kommentar.
    Wenn Sie alle seiner sehr lehrreichen Artikel gelesen hätten, so wäre Ihnen
    bewusst, dass er zwar (unbedeutendes) SP-Mitglied ist, aber eines von der alten Garde, völlig unbelastet vom Internationalismus, der unsere Landesinteressen verdrängt, und Ja-Stimmer zur MEI. Er ist ehemaliger Wirtschaftsführer und hoher Armee-Offizier. Er liefert uns via Vimentis äusserst interessante Aspekte, und ich lese seine Artikel immer mit allergrösstem Interesse; ich kann ihm stets nur zustimmen. Es ist verfehlt,
    sich nur aufgrund einer Parteizugehörigkeit vereinnahmen zu lassen und sich
    gegebenenfalls grundsätzlich in einen Gegensatz zu jemandem zu positionieren.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Gassmann

      Danke, doch es bleibt ein Fakt, wenn Chemiewaffen etc. zum Einsatz kommen sind Bürger/Innen aller Länder der Willkür von machtgierigen Politikern ausgeliefert und die SP ist derzeit federführend die Schweiz in den EU-Klumpen-Risiko-Sum​pf zu katapultieren.

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    • Juli 19, 2021

      Frau Habegger, in dieser Beziehung haben Sie recht. Nur gehört
      Herr Frick eigentlich nur formell zur SP, denn er distanziert
      sich zu manchen der SP-Postulate.

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  • Februar 23, 2014

    Ach Herr Frick: ihre Worte tönen wie aus dem letzten Jahrtausend. Immer wenn eine neue Waffe entwickelt wurde könnte man sagen das bedrohe den Frieden … dieselben Worte bei der Erfindung des Schiesspulvers … Atomwaffe usw.

    Zudem haben Sie nicht verstanden: Die Waffe an sich wurde noch gar nicht entwickelt – gibt es noch nicht. Es ist kein Waffensystem !!
    Die erste Schwierigkeit ist einen Antrieb für diese hohen Geschwindigkeiten zu entwickeln – Düsentriebwerke sind nicht geeignet.
    Die USA testet ein sogenanntes Staustrahltriebwerk mit Überschallverbrennung​ (Scramjet) Der Name Für das Ding ist Hyperschalljet X-51A Waverider (Wellenreiter).
    Die Tests laufen immer noch. Mach 10 – etwa 11.000 Kilometer pro Stunde wurde erreicht – höhere Geschwindigkeiten immer noch Probleme.
    was ist ein Staustrahltriebwerk http://de.wikipedia.o​rg/wiki/Staustrahltri​ebwerk
    hier einige interessante links:
    http://www.welt.de/wi​ssenschaft/article108​627599/Ein-Hyper-Jet-​der-auf-seinen-Schock​wellen-reitet.html
    -​– http://antriebe-der-z​ukunft.jimdo.com/scra​mjet/
    https://www.grc.nasa.​gov/www/k-12/airplane​/ramth.html
    http://www.21stcentec​h.com/transportation-​update-latest-scramje​t-test-deemed-success​/

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    • Juli 19, 2021

      Kann ich ihnen bestätigen Herr Kremsner – sehr gut recherchiert – im Gegensatz Herr Frick .
      Wird auch in der Zeitschrift Spiegel das Thema jeweils Hyperschallwaffen – die es bis heute nicht gibt – dargestellt und beschrieben

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  • Februar 23, 2014

    Seitens der Grossmächte wird hochgerüstet auf Teufel komm raus. Die Schweiz muss da nicht mitmachen. Aber sie muss in der Lage sein, sich defensiv auf dem neuesten Stand zu halten und entsprechende Investitionen tätigen; z.B. Grippen.

    Den Beitrag von Gotthard Frick finde mich gut und angebracht.

    Die “lehrreichen” Kommentare des Heinz Kremsner wirken aus meiner Sicht überheblich und deplaciert.

    Wenn etwas nicht aus der SVP-Seite kommt, glaubt Frau Habegger ihren negativen Senf der Diskussion beizufügen. Ganz besonders wenn der Betroffene sich als SP-Mitglied bekennt. Wenn es der SVP dient den Bürgern Angst einzujagen, wie sie es formuliert, ist jene Partei zumindest Schweizermeister in dieser Sparte.

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    • Juli 19, 2021

      Frau Habegger

      das ist von Herr Blocher nur Taktik er will Frau Somaruga nur blöd darstellen, wenn sie mit diesem Populist nicht zusammen arbeiten will, dann ist Frau Somaruga wieder die Böse für die SVP- Soldaten. Das glaube ich, dass das 99,9% so ist, weil dann können die wieder aus allen Rohren speien.

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    • Juli 19, 2021

      Richtig Frau Schopfer. Wie immer treibt die SVP taktische Spiele.
      Auch und vor allem will die SVP ihren Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gezielt durchsetzen mit der Initiative. Arme Schweiz kann ich da nur sagen

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    • Juli 19, 2021

      Sie empfehlen die falsche Zeitung, Frau Habegger. Den Blick lese ich prinzipiell nicht!

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    • Juli 19, 2021

      @Frau Aufdenblatten: “…vor allem will die SVP ihren Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gezielt durchsetzen…” Grobschläch-tiger ging’s nimmer, umso weniger, als dass die Initiative in einen von Volk und Ständen angenommenen Verfassungsartikel umgewandelt worden ist. Sie begehen Publikumsbeschimpfung​!

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    • Juli 19, 2021

      Die SVP hat die Initiative lanciert für massvollere Zuwanderung.

      Volk und Stände haben entschieden. Der Souverän (Mehrheit der stimmenden Bevölkerung hat direktdemokratisch dem BR den Auftrag) erteilt, nicht die SVP.

      Was BR Sommaruga nun wieder versucht ist, die Sache zu ihren Gunsten zu drehen, verwässern etc..

      Wäre ja nicht das erste Mal bei einem Volksentscheid, dass BR Sommaruga Verweigerung an den Tag legt.

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  • Februar 23, 2014

    Ihr bemerkenswerter Artikel, Herr Frick SP, über die Entwicklung solcher Ultra-Waffen, demonstriert das zunehmend asymmetrische Potential der für eine mögliche Verteidigung zur Verfügung stehenden Kriegsmittel.

    Währ​end diese Waffen nur von zentral gesteuerten Grossmächten unter Einsatz riesiger Finanzmittel entwickelt und eingesetzt werden können, müssen sich alle anderen Staaten überlegen, wie sie mit diesen Bedrohungen umgehen können.

    Nicht genug betont kann deshalb werden, wie dissuasiv sich eine Milizarmee schweizerischer Prägung auf diese Bedrohungen auswirken kann. Gemeint ist allerdings eine Vor-Armee XXI-Prägung.
    Die damalige dezentrale Struktur von Truppen, Material und Kommando würde es auch heute noch verunmöglichen, dass das gesamte Widerstandspotential mit wenigen Einzelschlägen ausgeschaltet werden könnte.

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  • Februar 23, 2014

    äh Her Frick: wären sie nicht besser in der SVP aufgehoben mit den rückständigen und falschen Ansichten ?
    Sie und ihre Anhänger hier im Blog reden von einer Waffe.
    Es gibt aber noch gar keine Hyperschallwaffen !!!!
    Lesen sie die Zeitschrift Spiegel – da wird die Entwicklung verfolgt.
    Das verstehen sie also nicht ? Treten sie doch zur SVP da sind weltfremde Ansichten willkomen.

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    • Juli 19, 2021

      Fast ein bisschen peinlich, Frau Aufdenblatten.
      Ich glaube nicht, dass Sie Herrn Frick sagen müssen, was er zu lesen hat.
      Ist zudem bei der SP nicht erlaubt, einmal anders zu denken, als es die Parteidoktrin verlangt?
      Glauben Sie, dass die Partei immer Recht hat – selbst wenn sie nicht Recht hat?

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    • Juli 19, 2021

      Nein nichts dagegen wenn er als SP Mitglied was sagt. Er redet und phantasiert aber genau wie die SVP von Sachen die es nicht gibt.
      Anstatt selbst darauf hinzuweisen dass es die Dinge nicht gibt phantasiert er was zusammen

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    • Juli 19, 2021

      Frau Aufdenblatten, wie kommen Sie denn zur Behauptung, Herr
      Frick rede von Sachen, die es nicht gebe? Herr Frick hat ja
      geschrieben, die USA arbeite an der Entwicklung dieser Waffe,
      womit es den Anschein macht, als ob Sie funktionale Analphabetin
      sind. Sie sind mir schon einmal in ähnlicher Richtung aufgefallen, als Sie Chr. Blocher im Zusammenhang mit dem Frauenstimmrecht eine Äusserung in den Mund legten, die er tatsächlich nie getan hat (ich bin dieser Sache mit einigem Aufwand nachgegangen). Ihre Auftritte hier sind in der Tat ziemlich peinlich!

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    • Juli 19, 2021

      “Ist zudem bei der SP nicht erlaubt, einmal anders zu denken, als es die Parteidoktrin verlangt?”

      Es ist natürlich erlaubt, Herr Krähenbühl, und wird weitherzig geduldet – selbst wenn man hie und da leer schlucken muss, was Parteigenossen so alles vertreten.

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